Oohhh…Babelsberg!

Wiedermal ein Wochenende mit der Option problemlos mehrere Spiele von 03 mitzunehmen. Los ging der ganze Spaß am Freitag am Lutherplatz. Ein mehr als gut gefüllter Bus machte sich auf in Richtung Halberstadt. Mit zwei kurzen Pausen (-> Bus-Klo kaputt vs. enger Zeitplan) konnte das Stadion rechtzeitig geentert werden. Ich fand es, trotz Laufbahn, gar nicht so schlecht und auch die Bockis konnten, entgegen den Geschichten aus vergangenen Jahren, überzeugen. Zumindest die erste, die war größer. Der Support unsererseits war gut, auch wenn einigen die arg hohen Stufen im Gästeblock fast zum ernsthaften Verhängnis wurden. Halberstadt begann zumindest optisch gut mit Einklatschen, allerdings ohne akustisch bei uns anzukommen. Lag vielleicht auch an der ungünstigen Bauweise des Stadions, war im Verlauf des Spiels allerdings aber egal, da der Heimsupport irgendwann komplett eingestellt wurde. Schade eigentlich, denn es waren nicht wenig Sangeswillige. Die Mannschaft selbst konnte ebenfalls überzeugen. Von einem Pflichtsieg zu sprechen, wäre sicherlich übertrieben. Trotzdem sehr schön zu sehen, dass die Spieler in der Lage waren, ihre Favoritenrollen auszufüllen. Die Rückfahrt war dann fast ein Spiegelbild der Hintour – gute Laune, „interessante“ Musik und das ein oder andere Getränk. Ein kurzes Absacken in der Stadtteilkneipe rundete den Tag ab und motivierte für…Sonntag!
Die Frauen mussten zum zweiten Derby der Saison bei der Drittvertretung der Turbinen ran. Stilecht wurde mit der Straßenbahn angereist und nach kurzem Fußmarsch und Eintritt abdrücken…erstmal ran den Versorgungsstand. Und der konnte sich bei Preisen und Auswahl durchaus sehen lassen – inklusive Kuchenbasar. Unser Möbchen postierte sich am Rand der Hauptgeraden. Auf dem Weg dahin fiel mal wieder die aktuell dünne Personaldecke unserer 1. Frauen auf. Gerademal zwei Spielerinnen machten es sich auf und neben der Wechselbank gemütlich. Immerhin konnte Denise nach längerer Verletzung in der Abwehr wieder auflaufen. Zum Intro dann etwas blau-weißer Rauch, Luftballons und ein Krümelmonster mit Appetit auf blau-weiß-rote Kekse. Support gabs auch, allerdings nicht so gut wie beim Spiel gegen den FSV. Das wahre Derby gibts meiner Meinung nach eh nur babelsbergintern. Trotzdem konnte ein neues Schunkellied präsentiert werden, was auch einigen Spielerinnen ein Grinsen ins Gesicht zauberte, und eine Mini-Capine riss die Kurve mit ihrem „Oohhh…Babelsberg!“ mit. Das Spiel selbst schwankte zwischen den Teams hin und her, wobei Turbine am Anfang mehr zum Zug kam. Immerwieder war deren technische und athletische Ausbildung zu sehen und unsere Abwehr musste mehrmals hinterher laufen. Folgerichtig auch das 0:1 durch einen (etwas glücklichen) Fernschuss. Die 03er_innen gaben aber nicht auf und konnten nun wieder mehr Druck nach vorne aufbauen, was mit dem 1:1 durch Anna K. belohnt wurde. Damit ging es auch in die Halbzeit. Tore fielen im zweiten Druchgang nicht mehr. Für Aufregung sorgte anschließend Nicole, die verletzt vom Platz getragen werden musste. Sie kam zwar nochmal wieder, aber nach ein paar Minuten war Schluss. Hoffentlich nichts ernstes, leider sah es wirklich nicht gut aus. Zu allem Überfluss hatte der Trainer schon die möglichen zweimal gewechselt, weshalb die letzten Mitnuten zu zehnt bestritten werden mussten. Turbine jetzt mit ordentlich Druck, allerdings konnte Schlimmeres verhindert und der Punkt gerettet werden. Zum Abschluss noch ein Gruppenfoto mit der Mannschaft und dem Krümelmonster – und schönem Gruß an Leute, die aus ner Mücke auch mal nen Elefanten machen.

Nächstes Wochenende zweimal S-Bahn fahren – die Männer am Samstag in Strausberg und die Frauen am Sonntag in Borgsdorf!

Bernd to the Top!

Es ist Ostermontag, das Wetter scheint denen, die frei haben wohlgesonnen (haha, lustig) und somit war es Zeit, mal wieder eine kleine Runde auf dem Rad zu drehen. Mit der Oberschabe wurde schnell die passende Begleitung gefunden, und das Ziel des Sonntagsausflugs uff’n Montag im knapp 40 km entfernten Treuenbrietzen nach gut zwei Stunden Fahrzeit erreicht. Und? Warum erzählt der uns das? Was hat das mit Fußball zu tun? Nichts! Denn in Treuenbrietzen kickte nur Turbine Potsdam gegen den USV Jena im Frauen-Bundesliga-Cup 2011.Im Was? Hab ich mich verhört? Was soll das denn sein? Hmm, gute Frage…
Der DFB hat wohl beschlossen im Vorfeld der WM in Doofland, das Interesse am Frauenfußball nicht verebben, sondern künstlich am köcheln zu lassen. Somit wurde schnell ein solcher „Wettbewerb“ ins Leben gerufen, der nun über die Äcker der Republik tingelt und die nicht ganz so urbane Bevölkerung von den Vorzügen des Frauenfußballs überzeugen soll. Das kommt natürlich nochmals besonders gut, wenn, wie heute geschehen, Turbine auf die Nationalspielerinnen verzichtet, um diese zu schonen. Naja, in Treuendingsbums zumindest, hat es dennoch geklappt. Über 1000 zahlende Dorfis sprechen eine deutliche Sprache. Achja, unter denen, die den 5er Eintritt berappten, waren auch die Herren Surma und Rudolph. Das Spiel war eigentlich egal – irgendwo zwischen Gestolper und Langeweile anzusiedeln. Turbine hat wohl 4:1 gewonnen… Damit steigt die Chance im Finale des in zwei Gruppen ausgespielten Cup, gegen den Sieger der Gruppe 2, das Vorspiel zum Frauen-Freundschafts-Länderspiel Deutschland vs. Nordkorea in Ingolstadt zu bestreiten. Dann allerdings nur über 2x30min. Kein Scherz, kein Witz, sondern der hausgemachte DFB-Wahnsinn! Achja, als Preisgeld für den Sieger gibt es einen Zuschuss von 6.000 Euro zur Durchführung eines Trainingslagers.
Ganz großes Tennis!
Für uns ging es mit heiterem Gelächter wieder radelnderweise zurück nach Potsdam – toller Tag.