wie früher // ab nach vorne

eigentlich wollte ich viel früher was zum spiel gegen neugersdorf schreiben. aber den donnerstag zum erholen genutzt, am wochenende unterwegs, montag ist halt montag und gestern wieder ein spiel…ausreden liegen also genug parat. der mittwoch abend stand schnell unter dem motto „wie früher“. ja ok, nicht „wie ganz früher“, sondern wie früher in der regio vor dem aufstieg in die dritte. am fanladen uns im stadion verdammt wenig leute. im block wird zusammengerückt. und trotzdem, oder gerade deshalb, wird das beste aus der situation gemacht und eine verhältnismäßig gute leistung abgeliefert. die schlachtrufe schallen sowieso viel besser, wenn die leeren sitzschalen das echo zurückwerfen. das team dankt, spielt furios und hat am ende fünf tore auf der haben- und zwei auf der hätten-nicht-sein-müssen-seite. sehr schön! ebenfalls sehr ansehnlich, war das testspiel der frauen gestern abend gegen die allianz und ihre freunde. immerhin ein herren-team, das erfolgreich in der betriebssport-liga(?) spielt. die körperliche unterlegenheit machte unser team immerwieder mit schnelligkeit und spielsystem wett. schon bezeichnend, wenn der allianz-trainer in der halbzeit einzig das ziel ausgibt „die 7 und die 28 aus dem spiel“ zu nehmen. gelang aber nicht und besagte 28 machte das tor zum 1:1 endstand. mit der gezeigten leistung kann die kommende saison gar nicht früh genug beginnen. und auch hier: sehr schön!

Unterstützt die Partizan Minsk-Tour 2013!

Es gibt in Weißrussland einen ganz besonderen Fußballclub. Bis 2010 hieß er MTZ-Ripo.Der Verein erlangte internationale Aufmerksamkeit nicht so sehr durch seine sportlichen Erfolge, sondern vor allem durch das antirassistische Engagement seiner Fans und eine aktive antifaschistische Fankultur, die in Osteuropa einzigartig war und ist. Heute nennt sich der Club Partizan Minsk und ist ein selbstverwalteter Fußballverein. Die Fans haben ihn nach der Insolvenz im Frühjahr 2012 neu gegründet. Dabei wurden sie durch eine internationale Solidaritätskampagne unterstützt, die zu Beginn des vergangenen Jahres in zahlreichen Aktionen auf die Situation von Partizan Minsk aufmerksam machte und Geld für die Rettung sammelte.

Der Verein startete mit 24 Spielern, zwei Trainern, einem Arzt und neuem Personal in der Geschäftsstelle in der vierten Liga, der Minsker Stadtliga. Alle Aktiven, bis auf die Trainer,engagieren sich ehrenamtlich. Die erste Saison wurde erfolgreich abgeschlossen. Die neue Saison steht schon in den Startlöchern. Zuvor stellt sich das Team von Partizan Minsk vom 17. bis 22. März seinen Unterstützer_innen im Rahmen einer Solidaritätstour in Deutschland vor. Es finden Freundschaftsspiele gegen Tennis Borussia Berlin, Victoria Hamburg, St. Pauli, Roter Stern Leipzig und Babelsberg 03 statt. Der junge Club Partizan Minsk wird mit seinem kompletten Kader inklusive Vereinsführung und Fans nach Deutschland kommen. Die Tour wird von Informationsveranstaltungen in Berlin, Hamburg und Leipzig begleitet.

Wir, ein Bündnis aktiver Fans von Babelsberg 03 und St. Pauli, vom Roten Stern Leipzig sowie den Fußballclubs Tennis Borussia Berlin und Victoria Hamburg, möchten Euch das Team von Partizan Minsk vorstellen und beweisen, dass die Idee von einem anderen Fußball auch im Osten Europas lebt. Dafür benötigen wir aber Eure finanzielle Hilfe.

Bitte unterstützt uns und spendet auf folgendes Konto:

Empfänger: RoterBaum ev Leipzig
BLZ: 86020500 (Bank für Sozialwirtschaft)
KTN: 3474500
Verwendungszweck: Bildungsreise

Empfänger: RoterBaum ev Leipzig
IBAN: DE49850205000003474500
BIC: BFSWDE33DRE
Bank: Bank für Sozialwirtschaft
Verwendungszweck: Bildungsreise

Im März heißt es dann Fußball gucken, informieren und mit den Gästen Spaß haben. Kommt zu den Spielen und besucht die Infoveranstaltungen!

Gemeinsam für Partizan Minsk!
Ein anderer Fußball ist möglich!

Chuck Norris ist der Vorsänger von Hansa.

Junge, was für ein Spaß. Die ärgerliche Einlaßsituation sowie die mangelhafte Bierversorgung mal Außen vor gelassen, lässt sich voranstehender Satz durchaus konstatieren. Schönes Wetter, über 2000 Zuseher und nen verdienter 2:1-Sieg gegen Rostock. Dazu das Kunststück vollbracht, den Gästeblock komplett der Lächerlichkeit preis gegeben zu haben.

Auf dem Feld wirbelten Evljuskin und Lemke; hielten Civa und Szczur die Defensive zusammen. Dem, *hüstel*, Zweitligisten fiel wenig bis gar nix ein und Müller sowie Lemke (nach toller Schulzflanke)  schossen ein 2:0 heraus, welches durch einen schönen Freistoßtreffer nur noch verkürzt werden konnte.

Auf den Rängen gab es für jede Niveaulosigkeit des Gästeblocks die passende Antwort…selten so gelacht.

„Schwule, Schwule“-> „Schule, Schule“

„Scheiß Sankt Pauli“->“Scheiß Sankt Pauli“

„Ihr seid Zecken……“-> „Wir sind Zecken……“

„Ostdeutschland, Ostdeutschland“-> „Zieht den Ossis die Westklamotten aus…..“

und natürlich das obligatorische „Aaaaaaaaauuuuuuuu“ nach dem feststehenden Sieg.

Nee Ostseekasper, da könnt ihr noch so viele Felsbrocken von Brücken herabschmeißen, an diesem Tag gab es nix zu holen.

Mit der gleichen konzentrierten Leistung ist ein Sieg gegen Burghausen allemal drin. Alle hin da, aber wirklich mal alle.

Der erste Anzug sitzt schon ganz gut

Dienstagnachmittag: Der Anwalt bietet mir den Platz in seinem Auto an. Es geht eingeklemmt auf dem mittleren Rücksitz in Richtung Seddin zum dortigen ESV Lok, um unsere neue Equipe auf dem Rasen betrachten zu können. Bislang hatte ich leider nicht die Gelegenheit, die Neuzugänge in Aktion zu beobachten und sie mit meinem enormen Fußballsachverstand auf deren Drittliga-Eignung zu bewerten.

Als wir das Stadionrund betraten erst einmal verwunderte Blicke Richtung Tribüne – ein kleines Grüppchen mit Fahnen und Vorsänger sang sich munter ein. „Was issn hier los? Ultras Seddin?“ Der Mob versuchte sich dann auch wacker am 90-minütigen Dauersupport, was im Laufe der zweiten Halbzeit aufgrund des Spielstandes nicht immer konstant war – aber hierzu gleich mehr.

Unser Trainer schickte in der ersten Halbzeit folgende Aufstellung aufs Grün:
Zacher
Scheinig – Surma – Kühne – Rudi
Bolivard – Hollwitz – Alme – Schulz
Hebisch – Müller

Sah also verdächtig danach aus, dass uns in Halbzeit zwei vermutlich die zu erwartende Mannschaft für Regensburg präsentiert wird. Jedenfalls startete das Spiel gleich mit drei Großchancen für Nulldrei durch Hebisch, Bolivard und Schulz, die jedoch mehr als kläglich vergeben wurden. Die erste Halbzeit plätscherte dann auch so dahin, so dass auf den Rängen bereits aus Langerweile die Frage aufkam: „Und, was machn wa jetze?“

Der Gestik des Trainers nach zu urteilen, war dieser scheinbar auch alles andere als froh, was er da sah. Es wurde zwar versucht, konsequent nach vorn zu spielen, scheiterte jedoch immer wieder durch planlos hohe Bälle oder an der nicht konsequent geführten Vorwärtsbewegung.

Seddin hätte sogar fast noch durch Freistoß getroffen, doch Zacher konnte den strammen Schuß im Nachgreifen parieren. Und dann war es doch noch soweit: Hebisch traf kurz vor der Pause zum 0:1! Kurz darauf noch ein strammer Pfostenknaller von Bolivard – Pfiff – Halbzeit. 

Wie erwartet, wurde nun kräftig personell durchgewechselt und taktisch umgestellt:
Zacher
Nelson – Matti – Grossert – Rudi
Prochnow – Groß
Maka – Stroh-Engel – Igwe
Kauffmann

Und die zweite Halbzeit war dann doch noch eine Augenweide für jeden Nulldreier. Die nun eingesetzten Spieler wirkten gleich wesentlich präsenter, technisch sehr versiert und konnten ziemlich schnell auf 0:4 erhöhen. Die Reihenfolge der Treffenden ist mir leider bis zum 0:9 völlig entfallen. Der Nulldrei-Homepage entnehme ich, dass 1x Hebisch, 1x Stroh-Engel, 2x Groß, 2x Kauffmann, 3x Makarenko getroffen haben sollen. Wird wohl so stimmen. Bleibt noch festzuhalten, dass insbesondere Makarenko, Groß Stroh-Engel und Kauffmann in der Offensive sehr stark auftraten.

Jedenfalls bin ich nach der zweiten Halbzeit auch etwas optimistischer, was unseren Saisonstart in Regensburg betrifft. 

Das Rundherum war übrigens äußerst angenehm. Es hatte sogar etwas von leichter Volksfeststimmung an sich. Die Freiwillige Feuerwehr bewirtete die Gäste mit Köstlichkeiten vom Grill und aus dem Fass: „So viel Bier und Schnapspullen verkaufen wir nicht einmal zum Dorffest!“ 

Na, dann hat es sich ja auch für den ESV Lok Seddin gelohnt.

 Am Samstag, 23.07.2011 um 6 Uhr startet der CoolK-Reise-Express vom Lutherplatz Richtung Regensburg. Besorgt euch eure Bustickets für schlappe 33 Euro und lasst uns zahlreich und völlig ausgeflippt in die neue Saison starten!

Borteseier in Rathenow.

Erstaunliche 30 Zugfahrer fanden sich ein, um gemeinsam den Weg zum Testspiel nach Rathenow zu beschreiten. Noch ein kurzer Eisglättemarsch durch den Wald und sobald betrat man die neugebaute Anlage der Optiker. Respekt an unsere Gastgeber, ein wirklich feines Stadiongelände und das für weniger als 1 Millionen Euro. Dazu ein engagierter Platzwart und ein Ingo Kahlisch, welcher, gemäß Eigenaussage, „eben mit dem Herzen dabei ist und daher um halb 8 auf der Matte steht, um den Kunstrasenplatz bespielbar zu machen!“ Da liegt also der Unterschied zu unserem SVB…..

Vor 152 Zusehern, darunter die Hälfte den Gästen zugeneigt, begann Nulldrei mit folgender Aufstellung: Zacher-Bayram, Surma, Oumari, Paul-Prochnow, Müller, Hahne, Risholt-Hebisch, Stroh-Engel. Die erste Hälfte verlief äußerst schleppend, die Optiker standen gut und unsere Equipe ließ, insbesondere in Figur von Stroh-Engel, die wenigen Chancen ungenutzt. In legendär englischer Manier wurde von eben Jenem in der 23. Minute ein Elfmeter halbhoch in die Fäuste des Torwarts geschossen, welches natürlich die größte Chance der torlosen ersten Halbzeit darstellte. Überzeugen konnten eigentlich nur Prochnow und mit Abstrichen Hebisch.

Bayram, Risholt und Surma verblieben auf dem Feld, Kocer, Makarenko, Schütz, Unger, Civa, Evers, Hoffmann und Herrem kamen neu ins Spiel. Letzteres nun ein ganz anderes: Über die sehr agilen Außen Kocer und Makarenko (welche des Öfteren die Seiten wechselten) nahm der Druck auf den Oberligisten immer weiter zu und in der 60. Minute gab es den berechtigten zweiten Elfmeter für Nulldrei. Civa tritt an und ein Fehler in der Matrix sorgt dafür, dass die anwesenden Zuschauer ein exaktes Duplikat des ersten Elfmeters zu sehen bekommen. Nachdem Risholt eine weitere Großchance verballerte war es nun Kocer vorbehalten für die verdiente 1:0-Führung zu sorgen. Beherzt in die Mitte gezogen und mit dem linken Fuss aus circa 16 Metern ins untere rechte Eck vollendet. 74. Minute-> Makarenko vergibt eine Großchance, Herrem trifft in der 79. Minute nur den Pfosten, bevor er in der 85. Minute, nach Pass von Makarenko, eiskalt verwandelt-> Glückwunsch zum ersten Tor im Babelsbergdress! Drei Minuten später war eben jener Neuzugang nach einem Gewühl im Strafraum erneut zur Stelle-> das 0:3. Der verdiente Ehrentreffer für die Optiker in der letzten Minute und ab dafür. Stimmung unsererseits aus einigen Kehlen konstant vorhanden, Pyro an einem sonnigen Mittag auf einem Dorfplatz wird wohl Geschmackssache bleiben.

Noch kurz der Elchtest:

Risholt: Sehr bemüht, 2-3 schöne Aktionen. Wirklich in Szene setzen konnte er sich nicht. Anders hingegen Herrem: Beweglich, anspielbar, flink und insbesondere mit Kocer ein blindes Verständnis, welches definitiv Lust auf mehr machte.

Takk skal du ha!

Eiskalt Union zu Gast

Mit einer 1:3-Niederlage endete das Testspiel gegen die Köpenicker, vor schätzungsweise 1000 Zusehern (Vollbeschäftigung in Brandenburg…), darunter 300 Wuhlefischern.

In einem guten, ausgeglichenem Spiel siegte ausschließlich die Abgezocktheit des Zweitligisten über die mangelnde Konsequenz unserer Equipe. 70% Ballbesitz und ansehnlichen Spielzügen standen eklatante Fehler bei Standardsituationen gegenüber. Mit einem Doppelschlag rund um die 30. Minute führte Union zur Hälfte mit 2:0, bevor kurz nach der Hälfte auf 3:0 erhöht wurde. Die Fanfreundschaftsangebote („Nulldrei“) der Gäste außer Acht lassend, wurde ca. 15 Minuten vor Schluss der herrliche Anschlußtreffer durch Engler bestaunt. Scharfe Flanke von links, Direktabnahme von der Strafraumgrenze  ins linke, untere Eck-> Chapeauz! Es spielte eigentlich nur Nulldrei, der letzte Pass jedoch stellte sich immer wieder als mangelhaft heraus.Dennoch machte der Auftritt eher Mut, insbesondere, da einige Ersatzspieler(u.A. Zacher, Bayram, Kocer….) zum Einsatz kamen, während die Köpenicker mit dieser Leistung in der 2. Liga einige Probleme kriegen werden.

Beste Spieler der agile Bayram und der nimmermüde Prochnow.

Und wieder ein Testspiel

So nun ist es wieder soweit. Ein weiteres Spiel aus der Reihe „schneebedingter Test“ steht an. Das ist ja schon fast wie normaler Ligaalltag, nur ohne Ordner und Cops. So haben selbst dauerhaft stattfindende Testspiele ihr gutes. 😀

So langsam könnte es aber wieder richtig losgehen. Egal. Besser so als gar nicht. Heute gehts auf jeden Fall um 14 Uhr auf dem Sportplatz „Am Stern“ bei Fortuna Babelsberg gegen den Ludwigsfelder FC. Irgendwer von uns wird da sein und auch fleißig tickern.

Testspiele

Mit 4:2 und 5:1 endeten die beiden Testspiele gegen Cottbus2, respektive Optik Rathenow. Die Gemeinsamkeiten der beiden Spiele sei kurz erläutert: Anfängliche Unachtsamkeiten brachten die unterklassigen Gegner in Front, doch insbesondere in den beiden 2.Halbzeiten wurden die jeweiligen Gäste, basierend auf einer guten Chancenverwertung, bezwungen. Gefallen konnten insbesondere Civa (Antizipation und Kampfgeist erstklassig), Frahn (an ihm ist ein Klassenunterschied erkennbar) und Kocer (sorgt immer für Belebung der Offensive); das Highlight bestand sicherlich im wunderschönen Fallrückzieher von Ümit Ergirdi beim Testspiel gegen die Optiker.Bleibt zu hoffen, dass die Testspiel-Zeit sich bald dem Ende zuneigt……..