Kein Bock auf Lok!

Am 2.4. werden sich Babelsberger im Gästeblock von Lokomotive Leipzig einfinden und unsere Equipe nach vorne treiben…..Wir nicht! Eine Erklärung:

Vorausgestellt gilt es zu sagen, dass wir im Folgenden auch Freunden unsererseits argumentativ entgegentreten werden. Dessen sind wir uns bewusst, aber diese Auswärtsfahrt unkommentiert im Raum stehen zu lassen, stellt für uns keinerlei Option dar.

Bereits das Hinspiel lieferte eigentlich mehr als genug Argumente unserem Beispiel bezüglich des Rückspieles zu folgen: Bagatellisierung, Negierung und Vertuschung massenhafter rechtsextremer Äußerungen und Gesten seitens der Fanszene und(!) der Vereinsverantwortlichen von Lok Leipzig waren während und insbesondere nach dem Spiel zu konstatieren. „Diesem Verein werde ich keinen Cent in den Rachen werfen“ hörte man (damals noch) allenthalben.

Doch nicht nur der Verein blieb ein Ärgernis, bezüglich des ersten Rückspielansetzungstermins (8. Dezember) packte nun der NOFV seine Repressionskeule aus: Mit Bannmeilen, Sicherheitszuschlägen, Karten nur für den Vorverkauf und diversen weiteren Einschränkungen wurde der Bock zum Gärtner gemacht und darüber hinaus auch unsere Vereinsführung, welche leider bisweilen sehr zahnlos auftrat, seitens des Verbandes unter Druck gesetzt. Die angedachte Demonstration gegen faschistische Strömungen in Fußballstadien (Sächsischer Einsatzleiter der Polizei: „Wenn Babelsberg Ärger macht, werden sie den auch kriegen. Da fackeln wir nicht lange!“), welche Verband und Polizei mit allen ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln torpedierten, war demzufolge obsolet.

Ohne dass (logischerweise) zu viele Internas (die gibt es schon zuhauf bei „Facebook“) aus der Fanszene breitgetreten werden, beschlich uns als Gruppe bereits während der Winterpause das ungute Gefühl, dass die Bereitschaft für eine Fahrt nach Probstheida in der „aktiven“ Fanszene stetig wuchs.
Es folgte der Termin für das Rückspiel-> natürlich Mittwoch, 17 Uhr-> Eine groß angelegte Demonstration ist aufgrund dessen enorm erschwert worden, aber dennoch nicht völlig unrealistisch. Auch blieb es erwartungsgemäß bei den bekannten Repressionen (Karten nur im Vorverkauf, Sicherheitszuschlag ….); kurzum hatte sich an der Ausganslage nichts geändert.

Für uns persönlich unfassbar geschah nun eine bis zum heutigen Zeitpunkt anhaltende Mobilisierung eines Großteils der „aktiven“ Fanszene plus Umfeld für dieses Spiel am 2.4., welches sogar eine Gegenaktion für diesen Tag mangels Zuspruch unmöglich macht. Die Babelsberger Szene fiel in der Vergangenheit immer wieder dadurch auf, dass sie sich gegen, aus ihrer Sicht ungerechtfertigte, Zustände rund um Fußballspiele vehement wehrte, wie beispielsweise nicht nachvollziehbaren Ticketerhöhungen und Repressionen seitens der Polizei („Fußballfans beobachten die Polizei“) oder der ausrichtenden Vereine. Dass sich nun ein Großteil jener Menschen, die mit uns gemeinsam diese Zeiten erlebten und guthießen, zu diesem Spiel bei Lok Leipzig im Gästeblock einfinden werden, lässt uns mit einer Melange aus Fassungslosigkeit und Wut zurück. Die viel(z)(s)eitig ausgetauschten Argumente diesbezüglich sind allesamt gesagt und gehören nicht an die Öffentlichkeit, die Folgen des Spielbesuchs und der bittere Beigeschmack desselben, wird jedoch nicht ausgeklammert: Obgleich seitens der Babelsberger Fans allerhöchstens marginale(!) Verfehlungen im Hinspiel begangen wurden, treffen die repressiven Maßnahmen des Verbandes eben jene.

Dass IHR, liebe Lokfahrer, dem NOFV mit eurer Bereitschaft diese Fahrt auf euch zu nehmen für zukünftige Maßnahmen Tür und Tor öffnet, muss euch doch bewusst sein??? Dass IHR einem Verein, dessen Vereinsverantwortliche (obgleich der momentanen, allerdings strikt repressiven, Versuche der Eindämmung rechter Strömungen) sich auch hernach des Hinspiels lügenreich und schlichtweg respektlos über unseren Verein äußerten, das dringend benötigte Geld zuschustert, muss euch doch bewusst sein??? Dass IHR, liebe Lokfahrer, ohne klares politisches Statement (eine Antifafahne im Gästeblock gehört nicht dazu!) ein Stadion betretet, in welchem Symboliken gegen Rassismus mit „Masterrace“ gleichgesetzt werden, muss euch doch bewusst sein???

Wer da von einer „Weiterentwicklung der Szene“ spricht, spricht in Wahrheit von einer Tendenz der Szene, wie sie deutschlandweit fast überall Einzug gehalten hat: Der Anspruch und die Bereitschaft etwas zu tun, verblassen zugunsten eines „sich Zeigens“, eines erlebnisorienierten und partiell hedonistischen Habitus`, welcher nur mühsam von halbgaren Argumenten verdeckt werden kann.

Da viele Menschen zu diesem Spiel fahren werden, welche uns sehr nahestehen, wissen wir, dass wir ihnen niemals den Anspruch absprechen können, den die Babelsberger Szene ausmacht(e?). Für dieses eine Spiel sprechen wir ihn euch ab.

In Plauen einen bauen….

P einliche Angriffe allenthalben. Was zur Hölle denken sich die Plauener dabei?

L achen, lachen, lachen: „Bild“-„Reporter“ erfahren von angeblichem geplanten Platzsturm der Babelsberger, Polizei läuft auf, wir kringeln uns.

A ch, in Plauen keine Stimmung mehr? Was ist denn da los?

U ffta hätte noch gefehlt, Anglerhüte wirken befremdlich.

E s war stimmungsmässig dennoch in Ordnung.

N ächste Saison bitte mit mehr Niveau und einem Gegner auf den Rängen (und von mir aus auf der Tartanbahn……wobei……neeeeeeeeeeeeee)

Nie wieder Preussen!

Eberswalde…..das hieß früher: 6 Leute, 7 Fahnen, 8 Banner und Pyrostrafen von 65 Euro. Konsequenterweise war hiervon gestern nichts mehr zu sehen, da die „aktive Fanszene“ den „neuen“ Verein boykottiert (muss das eigentlich genderlike „girlkottiert“ heißen?). Etwa 80 Nulldreier hatten sich auf den Weg gemacht. Manche davon mit Zug, der Großteil mit Auto, wovon so einige gut und gerne 60 Kilometer Umweg fuhren (Panketal!!).

Das Stadion fand ich jetzt nicht so  pralle, aber die Verpflegung stimmte und die Ordner waren entspannt. Erwartet schwer das Spiel, in welchem, und das kann ich wirklich abkürzen, 98% der Bälle auf Koc gespielt wurden. In der 1. Hälfte spielte er auf rechts, also alles dahin. In der 2. Hälfte auf links, also………….wenigstens konnten wir, auf eben jener Seite stehend, so gut und gerne 80% des Spiels aus 5 Metern Entfernung sehen. Koc war es auch, der den eigentlichen Klassenunterschied verkörperte. Supportmäßig war es Dorfplatz (oder Regio in 4 Jahren-> Angst!), weshalb verschiedene Sufflieder und sportplatztypische Ausrufe („Ey, der muss morgen noch arbeiten“ oder einfach „Öööaoeeeyaaaaaaaooooooo“) nicht weniger Fehl am Platz waren, als die Ausführungen Oeses bezüglich seines erotischen Verhätnisses zu seinen beiden Hunden. Als an der Bushaltstelle in unserem Rücken der gefühlt 37. Bus nach Eberswalde-Ostend abfuhr, pfiff der Schiri die eher langweilige Partie ab und wir machten uns auf den Heimweg. Letzterer wurde nur unterbrochen durch einen Kurzstopp bei der Tuningszenen-Tanke („Wieder da! Riesenschaumküsse!!!“) und so mancher „feiner“ Konversation“.

Saisonfinale in Münster – Tickets sichern!

Der Ticketverkauf für den Bus nach Münster am 18.05.2013 ist eröffnet! Für unsere Planungssicherheit benötigen wir bis Sonntag, den 12.05.2013 mindestens 30 verbindliche Buchungen oder Ticketverkäufe, damit der Bus auch tatsächlich vom Hof rollt. Avanti!

Über Köln nach Saarbrücken und zurück

Aus der längsten Auswärtsfahrt mal eben die kürzeste gemacht, dank Kurzurlaub in der Domstadt. Im Trio machten wir uns via PKW auf, Richtung Saarland.

Treffpunkt 10 Uhr, Bahnhof Deutz. Dort packten wir den Exil-Zujezogenen Ferris Jr. ein, welcher mit der Bahn aus irgendeinem Kaff angereist kam. Noch nicht ganz auf der Autobahn angekommen, war das Motto klar: Tödder, du kannst fahren, ich muss trinken“. Aus Ermangelung an Kaltgetränken, zeigte sich auch Ferris Jr. sichtlich erfreut über meine erlesene Bierauswahl, so trank auch er das Kölsch mit HochgenussJ

Mit der passenden musikalischen Untermalung des von mir ausgerufenen Mottos, rasten wir Richtung Südwesten. Kurz vor Saarbrücken dann die Hiobsbotschaft: Der Bus aus Potsdam wird bis zu einer halben Stunden Verspätung haben; großartig!

Vor einem der letzten richtig schönen Stadien der 3.Liga angekommen, zeigten sich uns dann doch ein paar 03er_innen, welche allesamt aus den südlichen Regionen der Republik angereist waren. Noch schnell ein günstiges Bierchen gezischt, an dem sehr sympathischen Imbisswagen vor dem Gäste Block und rin ins charmante Ludwigparkstadion.

Im Block ca. 50 03er_innen und noch keine Spur des Potsdamer Partydampfers. Anpfiff. Der Support zu Anfang schleppend aber in Anbetracht der Umstände mitunter recht akzeptabel. Gegen Mitte der ersten Halbzeit trudelte dann endlich die ersehnte Verstärkung aus Potsdam ein, was dem Support sichtlich gut tat. Schöne Stimmung, viele Fahnen, selbst die Doppelhalter störten mich diesmal nicht. Mittlerweile vielleicht 80-90 Personen im Gästeblock.

Nun wurde es Zeit für Spieler und Fans den Pausentee einzunehmen. Nach den obligatorischen 15 Minuten Pause ging es weiter. Die Stimmung im Block immer noch recht gut, es wurde gesungen und getrunken. Dann war auch recht pünktlich Schluss, Abpfiff.

Warum ich nichts zu dem Spielgeschehen auf dem Platz berichte? Ganz einfach, der Ausflug war viel zu schön, als das dieses Spiel noch lange in Erinnerung bleiben sollte.

Was aber unbedingt in Erinnerung bleiben sollte, sind die vielen Gäste aus Trier+ Umland und natürlich aus Hamburg, welche sich wieder einmal im Gästeblock eingefunden haben. Dank dafür.

Nun ging es für die „Reisegruppe Schäl Sick“ wieder nach Köln. Schön wars, trotz  Fußball…

Unterstützt die Partizan Minsk-Tour 2013!

Es gibt in Weißrussland einen ganz besonderen Fußballclub. Bis 2010 hieß er MTZ-Ripo.Der Verein erlangte internationale Aufmerksamkeit nicht so sehr durch seine sportlichen Erfolge, sondern vor allem durch das antirassistische Engagement seiner Fans und eine aktive antifaschistische Fankultur, die in Osteuropa einzigartig war und ist. Heute nennt sich der Club Partizan Minsk und ist ein selbstverwalteter Fußballverein. Die Fans haben ihn nach der Insolvenz im Frühjahr 2012 neu gegründet. Dabei wurden sie durch eine internationale Solidaritätskampagne unterstützt, die zu Beginn des vergangenen Jahres in zahlreichen Aktionen auf die Situation von Partizan Minsk aufmerksam machte und Geld für die Rettung sammelte.

Der Verein startete mit 24 Spielern, zwei Trainern, einem Arzt und neuem Personal in der Geschäftsstelle in der vierten Liga, der Minsker Stadtliga. Alle Aktiven, bis auf die Trainer,engagieren sich ehrenamtlich. Die erste Saison wurde erfolgreich abgeschlossen. Die neue Saison steht schon in den Startlöchern. Zuvor stellt sich das Team von Partizan Minsk vom 17. bis 22. März seinen Unterstützer_innen im Rahmen einer Solidaritätstour in Deutschland vor. Es finden Freundschaftsspiele gegen Tennis Borussia Berlin, Victoria Hamburg, St. Pauli, Roter Stern Leipzig und Babelsberg 03 statt. Der junge Club Partizan Minsk wird mit seinem kompletten Kader inklusive Vereinsführung und Fans nach Deutschland kommen. Die Tour wird von Informationsveranstaltungen in Berlin, Hamburg und Leipzig begleitet.

Wir, ein Bündnis aktiver Fans von Babelsberg 03 und St. Pauli, vom Roten Stern Leipzig sowie den Fußballclubs Tennis Borussia Berlin und Victoria Hamburg, möchten Euch das Team von Partizan Minsk vorstellen und beweisen, dass die Idee von einem anderen Fußball auch im Osten Europas lebt. Dafür benötigen wir aber Eure finanzielle Hilfe.

Bitte unterstützt uns und spendet auf folgendes Konto:

Empfänger: RoterBaum ev Leipzig
BLZ: 86020500 (Bank für Sozialwirtschaft)
KTN: 3474500
Verwendungszweck: Bildungsreise

Empfänger: RoterBaum ev Leipzig
IBAN: DE49850205000003474500
BIC: BFSWDE33DRE
Bank: Bank für Sozialwirtschaft
Verwendungszweck: Bildungsreise

Im März heißt es dann Fußball gucken, informieren und mit den Gästen Spaß haben. Kommt zu den Spielen und besucht die Infoveranstaltungen!

Gemeinsam für Partizan Minsk!
Ein anderer Fußball ist möglich!