Dankeschön!

Die erste Tor gleich zu Beginn im Estadio Archiv: Ein langer Ball auf den Flügel, kurzer Rückpass an die Strafraumkante und von dort butterweich geflankt. Flugkopfball von Ichsucht, direkt in den Winkel. Hurra! Kaum Zeit zum Durchatmen. Die Notgemeinschaft Peter Pan erobert souverän das Leder, feines Kurzpassspiel durch das Mittelfeld und dann aus der Distanz abgezogen. 2:0 für die Guten! Ekstase pur! Contra Real nun auf dem Spielfeld. Dribbling an der Außenbahn, die halbe Abwehr wird ausgetanzt und mit einem schönen Flachschuss den Torwart getunnelt. 3:0. So geht Fussi! Und schon die nächste Offensivaktion. Traumpass aus dem eigenen Strafraum, per Direktabnahme weitergeleitet und Fallrückzieher von Loser Youth. Das war das vierte Ding! Das sachkundige Publikum liegt sich in den Armen. Vier Tore sind eins zu wenig denken sich BEATE X OUZO und starten kurz vor Ende nochmal durch: Eine sehenswerte Kombination wird durch einen mindestens genau so sehenswerten Dropkick hinein ins Glück abgeschlossen. 5:0! Was für eine Glanzleistung! Sämtliche Angriffe natürlich konsequent über links. Danke an alle Beteiligten!

Den allerliebsten Dank auch an unsere Lieblingsskinheads! Merci RASH! Ihr seid die Größten, nicht nur bei der Veranstaltung von Konzerten. Politisch sowieso.

Danke auch an Nulldrei. Zuhause immer noch ungeschlagen. Das fetzt!

Aktionstag zum Thema Asyl- & Flüchtlingspolitik

BABELSBERG 03 und seine aktive Fanszene zeigen, dass beim Verein Integration nicht nur auf dem Papier steht, sondern auch wirklich gelebt wird. Als erster aktiver Profifußballverein in Deutschland gibt es seit Juli diesen Jahres ein vereinseigenes Team, bestehend aus Flüchtlingen mit dem Namen „Welcome United Nulldrei“.

Um auf die aktuelle Situation von Flüchtlingen in Deutschland aufmerksam zu machen, veranstaltet BABELSBERG 03, zusammen mit dem FC Lampedusa (Flüchtlingsteam aus Hamburg), dem Fanprojekt des FC St. Pauli und dem Fanprojekt Babelsberg sowie in Kooperation mit Viva con Agua St. Pauli (Local Crew Potsdam & Zelle Berlin), am 18. Oktober 2014 einen Aktionstag im Karl-Liebknecht-Stadion in Babelsberg.

Neben dem sportlichen Vergleich wollen wir an diesem Tag auch über die Situation von Flüchtlingen in Deutschland informieren. Eingeladen sind Vereine wie Amnesty International, Pro Asyl, Kein Mensch ist illegal, Flüchtlingsräte und Projekte aus Berlin und Brandenburg sowie weitere Initiativen die sich gegen Rassismus und Homophobie sowie für Toleranz und ein buntes Miteinander engagieren. An Infoständen werden unsere Partner über ihre Arbeit informieren.


Der Aktionstag flankiert den kommenden Heimspieltag unserer Equipe gegen die Reservemannschaft des 1.FC Union Berlin. Die Regionalligapartie markiert somit auch den Startpunkt des Programms.

Im Anschluss an das Spiel der Blau-Weißen hat unser Welcome-United-Nulldrei-Team seinen Auftritt. Unsere Mannschaft tritt gegen den FC Lampedusa aus Hamburg an. Spielort wird der Kunstrasenplatz im KarLi sein. Beide Mannschaften trainieren seit längerer Zeit und werden einen sehenswerten Fußball präsentieren.

Die Verbindung von Nulldrei zum FC St. Pauli ist kein Geheimnis. Zum Ende des sportlichen Teils werden daher schlussendlich Fanvertretungen des FC St. Pauli und von BABELSBERG 03 im freundschaftlichen Vergleich auf Torejagd gehen. Die Partie wird ebenfalls auf dem Kunstrasenplatz ausgetragen.

Damit ist der Abend jedoch noch nicht beendet. Neben dem oberen Trainingsplatz wartet ein tolles Bühnenprogramm auf die Gäste. Den Anfang macht der Berliner Rapper -PyroOne-. Nach einer kleinen Umbaupause ist dann Punk angesagt. Die nicht ganz unbekannten -Radio Havanna- werden die Bühne rocken. Als Highlight des Abends wird das Irie Révoltés Soundsystem die Bühne entern. Wir danken allen Künstlern für die Unterstützung unseres Projekts!


Allgemeines: Es wird an diesem Tag verschiedene Soliaktionen geben. Wir wollen mit dem Geld unter anderem unser -Welcome-United-Team- unterstützen. Während des ganzen Tages findet eine Pfandbecheraktion statt. Jeder Becher wird mit einem Euro Pfand versehen. Als Pfandmarke bekommt der Besucher einen Button. Da es verschiedene Buttons geben wird, können diese gesammelt oder inkl. Becher zurückgegeben werden. In zweitem Fall erhält man natürlich seinen Pfand zurück.

Zudem werden überall Spendenboxen und Büchsen postiert. Wer möchte, kann auch Geld spenden.

Wer den Eintritt für die Regionalliga-Partie Babelsberg 03 vs. Union Berlin II entrichtet oder eine Dauerkarte besitzt, hat freien Eintritt zu den Konzerten am Abend. Wer ausschließlich die Konzerte besuchen möchte, bezahlt am Abend an der Kasse 5 Euro + Solibeitrag. Der Solibeitrag ist selbstverständllich frei wählbar.

Ab 23:00 Uhr startet dann die Aftershowparty im Archiv Potsdam. Hier erwartet den Besucher Musik aus den goldenen 80er und 90er Jahren.

Alle Flüchtlinge haben an diesem Tag freien Eintritt!


Der aktuelle Ablaufplan sieht folgendes Programm vor:

13:30 – 15:15 Uhr SV Babelsberg 03 gegen 1. FC Union Berlin II 15:45 – 17:30 Uhr Welcome United Nulldrei gegen FC Lampedusa Hamburg 18:00 – 19:00 Uhr Fanteam Babelsberg 03 gegen Fanteam FC St. Pauli

Bühne im Stadion

18:30 – 19:15 PyroOne 19:45 – 20:30  Radio Havanna 21:00 – 22:00 Irie Révoltés Soundsystem

Husefaggishonzaroschtog Ahusrufezoischen

Es gibt Spiele, die vergisst man nicht! Aber der Reihe nach.

Samstag, Auswärtsfahrt. „Wir zünden doch am Dienstag, oder?“-„He, wieso?“-„Na, volle Hütte, Gegner…!“-„Hä? Who the fuck is Hansa Rostock?“ Dienstag, Heimspiel: „Sag mal, zünden wir heute wirklich nicht?“-„Nein! Wieso denn? Sag bitte net, wegen Hansa! Who the fuck is Hansa Rostock? Sag mir, who?“

Dann habe ich mir meine Gedanken gemacht, who sind die eigentlich? Nach den Eindrücken von gestern (und 8 Spielen zuvor) muss ich sagen, dass sie viele sind, partiell laut sind und das Zielen aber mächtig verlernt haben. Und wenn man mal 9 Sekunden einen Hauch von Sympathie für sie empfindet (aufgrund einer feinen Pyroshow), zerstören sie alles durch Sinnlosböller und Geschosse, welche erneut(!) in den eigenen Reihen landeten.

Kommen wir lieber zu unserem Team, welches sich das Motto auch zu eigen machte und nach anfänglichen eher zurückhaltenden 30 Minuten das Heft in Form von Reiche, Koc und Müller in die Hand nahm und verdientermaßen das Spiel drehen konnte. In der 2. Hälfte gab es mehrfach die Gelegenheit (teilweise nach tollen Spielzügen) die Führung auszubauen, da aber Hansa nie wirklich gefährlich wurde, konnte man hernach mit dem Chancenleichtsinn leben. Samstag nachlegen, heißt die Devise!

Und das Drumherum? 9.000 Zuseher im Karli (geil, und wir fahren mit 31 Leuten auswärts nach Karlsruhe…), darunter geschätzte 150 Hopper (auf deren „neutrale“ Berichte ich mich schon wieder freue), Flutlicht und eine Nordkurve, wie ich sie noch nicht besser erlebt habe. Manche Lieder standen der Brachialität der Gäste in nichts nach, dazu gab es genau die gesunde Melange aus Oldschool und Ultra. Dazu eine unfassbar bunt gemischte geile Kurve und eine fast schon pathetische Ansprache der Vorsänger. Heraus kommt die Erkenntnis, dass Kurve und Team sich an diesem unvergesslichen Abend gegenseitig pushten, die Gänsehaut lange anhielt, manch einer Pippi in den Augen hatte, die Nordkurve an solchen Tagen sogar mit Hansa mithalten kann und Böller auf ewig Scheiße sein werden.

Hach, manchmal kann man so etwas einfach nicht in Worte fassen! Geil!

Das ist mein Babelsberg!

Keine 40 Minuten nach einer frustrierenden, unverdienten Niederlage vor stimmgewaltiger Nordkurve, respektive flummymässig auf und ab hüpfenden (wenigen) Gästen aus Heidenheim bietet sich in einer Kleingartensiedlung eben jenes Bild, welches die für Außenstehende nicht greifbare Faszination an Nulldrei ausmacht:

Friedlich vereint sieht man hier Munker, Bierholer, Antifas, Ultras, Rhomben, Scortesis, Zujezogene und sonstigen Pöbel. Ein jeder weiß, dass es hier in den folgenden Stunden kein böses Wort, keine sinnlose Diskussion geben wird. Jeder wird selbstverständlich integriert, sei er nun über 70, Gast aus Marseille oder einfach nur völlig fußballunaffin. Es wird gescherzt, gelacht, angestoßen, gefeiert. Die Musikauswahl, irgendwo zwischen Ostalgie, Achtziger und Punkrock, lässt das Tanzbein schwingen. Für jeden gibt es mindestens ein nettes Wort und so mancher lehnt sich für einen kurzen Augenblick zurück, legt das zufriedenste Lächeln auf und denkt: „Wo ist das sonst noch möglich? Wo? Das ist mein Babelsberg!“

Wahre Liebe

Es gibt sie noch, die wahre Liebe! Zum Beispiel zwischen, nennen wir die beiden der Einfachheit halber, Paul* und Paula* (Sorry, ihr beiden für diese Namenswahl.). Oder die herzzerreißende Liebe zwischen dem Filmstadt Inferno 99 und Zujezogen Nulldrei. Was das eine mit dem anderen zu tun hat? Naja, der Paul* (Fiffi) wird die Paula* (Zujezogene) nach alter Tradition in Kürze zur Frau nehmen, was die beiden wiederum veranlasste eine grandiose Polterparty mit all ihren Freund_innen am zweitschönsten Platz in Babelsberg zu veranstalten. Der Samstag stand also ganz im Zeichen der Vorfreude auf das Abendprogramm. 

Aber da war noch etwas. Richtig, das Heimspiel unserer Nulldreier gegen VfL Osnabrück. Ein wahrlich schwerer Gang ins Karli, denn nach der erneuten Niederlage in Stuttgart sieht die Bilanz aus 7 Spieltagen nicht so positiv aus. Platz 19 mit mageren 4 Pünktchen und allseitige Ratlosigkeit. Als Nulldreier_in kennt man ja Hochs und Tiefs, so dass einem gezwungenermaßen nichts anderes übrig blieb die Equipe bei schönstem Fußballwetter anzupeitschen. Wahre Liebe zu unserem Verein eben. 

Deshalb rein ins Rund, welches sich nur sehr langsam und mit gerade einmal 2.500 Zuschauer_innen füllte. Und das, was wir da zu sehen bekamen, sah teilweise stark nach Fußball aus. Osna wurde der Favoritenrolle in keinster Weise gerecht und ließ sich anfänglich von schönem Offensivfußball unseres Teams überrumpeln. Leider blieben die Offensivbemühungen ohne durchschlagenden Erfolg. Zum Glück gibt es da aber, je nach Betrachtungsweise, ungeschickte Torwarte oder fliegende Stürmer, die uns zu einem Standard aus 11 Metern verhelfen und somit zum 1:0 Endstand. Trotz der aus vorgenannter Situation resultierenden Unterzahl der Gäste, blieb unsere Offensive anschließend zu oft zu harmlos. Dennoch möchte ich hier einmal unsere Defensive lobend erwähnen, denn die machte am Samstag einen hervorragenden Job. Kompakt gestanden, die Gegner immer im Griff gehabt und stark agiert bei den Balleroberungen. Darauf lässt sich doch aufbauen. 

Die Stimmung auf den Rängen war recht durchschnittlich. Die Nordkuve hatte sicher schon weit bessere Tage, aber es wurde durchgängig und abwechslungsreich gesungen. Wenn der eine oder die andere mal mitsingen würden, kämen die Songs auch laut runter aufs Grün. Wahre Liebe geht auch auf die Stimmbänder! 

Der Gästeblock, der mit ca. 400 Osnabrücker_innen auch unterdurchschnittlich besetzt war, machte auch fast durchgängig Support, wenn auch mit etwas zu standardmäßigem Gesangsrepertoire. Aber ansonsten recht angenehme Gäste. Auf die Pöbeleien im Zuge der roten Karte ließen sich nur wenige ein. Die paar reichten dann aber auch aus, um gellendes Gelächter in der Nordkurve zu verursachen. Danke für diese Momente! 

Die Erkenntnis des Tages bleibt dabei: Wahre Liebe übersteht alles! Auch, dass sowohl der Vorsänger, als auch das Team kein „Darum feiern wir“ anstimmen wollten. Das geht natürlich nicht und wird hiermit nachgeholt:

 
DARUM FEIERN WIR
DEN SVB
DENN BLAU UND WEIß
IST WUNDERSCHÖN 

HEUT WIR JEDER KRUG GELEERT, BIS AUCH DER LETZTE NICHTS MEHR MERKT
SCHÖNEN GRUß AUS BABELSBERG!

 

Paul* und Paula* danke ich für den Kater am Sonntag, die wunderschöne Feier und für lästige 90er-Jahre-Ohrwürmer. Ich wünsche euch alles Gute für eure Hochzeit und die gemeinsame Zukunft als Vermählte.

Was bleibt? Der Blick nach vorn. Am kommenden Freitag oder vielleicht auch Samstag spielt unsere Equipe die zweite Runde im Landespokal in Seelow. Terminliche Klarstellung wird hoffentlich bald über die Nulldrei-Homepage erfolgen. Ansonsten kann man als Alternative zum Fremdkuscheln nach Hamburg fahren. Dort feiert USP das 10-jährige Bestehen. Wir sagen schon einmal „Happy Birthday, Digga!“

 

 * Namen geändert 😉

24.01 – Wir tanzen auf dem Grab!

Schnell noch ein Aufruf von fuck-off-fritz.tk

Nachdem die konservative Mischpoke unter Führung der Stiftung für preußische Schlösser und Gärten versucht hat die Geburtstagsparty für den Despoten Friedrich II. mit alternativen Acts (Kleingeldprinzessin, DJ Brezel Göring(StereoTotal), aufzupeppen, müssen wir nun leider mitteilen, dass keiner der angekündigten Künstler auftritt. Niemand von ihnen hat Lust ein Geburtstagsständchen für den Kriegstreiber und Menschenfeind Friedrich zu halten.

Damit dieser verstockte reaktionäre Kreis nicht all zu dumm aus der Wäsche schaut, dachten wir uns, dass wir ihnen mal zeigen was eine alternative Party ist. Wir kommen als Ersatz für die Künstler mit Soundsystem und Sternikasten und Mexikaner-Schnaps über, auf, neben, mittendrin und um den Nikolaisaal (die ersten zehn Leute bekommen Dosenbier). Um 19.00 Uhr wird unsere große Sause starten (Ghettoblaster gern gesehen).

Übrigens: Deren Party beginnt schon morgens um 11.00 Uhr am Grab Friedrichs (am Schloss Sanssouci)!