allein unter (kleinen) Wölfen

Zugegeben, der Titel passt nicht ganz, denn allein waren wir nicht. Geschätzte 250 Nulldreier, mit einer Lautstärke von gefühlten 500, machten sich gestern Nachmittag mit verschiedensten Verkehrsmitteln auf in die Stadt eines recht erfolgreichen Automobilherstellers.

Da ich gezwungen wurde auch mal einen Bericht zu schreiben, habt ihr nun also das Vergnügen meine Kreativität und den nicht vorhandenen Sachverstand lesen zu „dürfen“.

Was bleibt nach so einem Spiel? Auch nach einer Mütze Schlaf weiß ich immer noch nicht, ob ich mich über das 0 zu 0 freuen oder ärgern soll. In der ersten Hälfte sah alles nach einem schönen Spiel aus ,in dem beide Mansnchaften den Sieg wollen und „die Guten“ am Schluss gewinnen. Aber irgendwie wurde kein Hebel gefunden, den mensch an der Abwehr ansetzen konnte.

Anfang der zweiten Hälfte bot sich dann ein erschreckend anderes Bild. Die „kleinen“ Wölfe machten auf einmal Dampf und rannten förmlich im Rudel gen Nulldreier Tor. Die Abwehr hatte Mühe sie zu stoppen. Irgendwie war unsere Equipe die ersten 20 Minuten von Halbzeit 2 nur mit Abwehrarbeit beschäftigt und kam fast nie über die Mittellinie hinaus. Dem geneigten Nulldreier im Stadion blieb mehrfach das Herz stehen als Unger gleich drei Mal nacheinander seine Klasse zeigen musste. Zum Glück war er immer rechtzeitig an der richtigen Stelle.
Irgendwie fand Nulldrei dann doch noch zurück ins Spiel. Allerdings war es nicht mehr wie vor dem Seitenwechsel. Am Strafraum war meistens Schluss. Auf die ungefährlichen immer selben hohen Eingaben waren die Autostädter eingestellt und fingen sie stets ab. Kam doch mal eine in Richtung 5-Meterraum, so wurde sie vom Wölfekeeper aus der Luft gepflückt. Als der über-pünktliche Abpfiff ertönte war Nulldrei gerade erst wieder richtig da. Leider zu spät.

In Anbetracht dessen glaube ich, können wir mit dem Unentschieden doch zufrieden sein. Nachdem die freundlichen Saalestädter aus dem Nachbarland jedoch bei Charlottenburg nur ein 1 zu 1 erreichten, wäre ein Sieg in Wolfsburg doppelt wichtig gewesen. Nun ja, am Ende ist es, wie es am Anfang war.

Was bleibt ist ein Schiedsrichter der seine Pfeife liebte, als Verpflegung im Stadion nur Wurst, 03er Bier für 3 Euro und eine Leibesvisitation die doch sehr intensiv war. Ich überlegte kurz ob ich vorsichtshalber einen Schwangerschaftstest kaufen sollte. Aber vlt. war auch nur mein Ordner auf Petting aus.

Ich weiß nun auch nach dem Schreiben dieser Zeilen immer noch nicht, ob ich mich über das Unentschieden am Schluss freuen oder über die vergebene Chance den Vorsprung auszubauen ärgern soll. Am Sonntag schauen wir erst mal wo,  im Beiboot der Kogge aus der Hansestadt Rostock, der Hase die 3 Punkte für Nulldrei versteckt hat und ob die Jungs sie auch finden.

Aufstiegseuphorie in Babelsberg…….

Was steht da betreffs des sportlichen Geschehens auf meinem Schmierzettel? Circa 38. Minute: Tor->Frahn. Das war es auch schon.

Ansonsten Euphorie allenthalben: Nach 3 Minuten rastet el Capoero bezüglich der „Bombenstimmung“ völlig aus, bevor er in der 7., 18., 24., und 26. Minute durch seine latente Falschsingerei wirklich alle verwirrte-> und sowas will in Österreichs Dritter Liga erkannt werden? Pffft. 250 (ok, ist ja auch nen weiter Weg und der Tabellenrang hundsmiserabel) Nulldreier peitschten ihr Team so emotional nach vorne, dass die Fanbetreuerin sich in ihr Buch vertiefte und der Haus-und-Fanfotograf per Fernbedienung gemütlich auf seinem Platz sitzend die Kamera bediente. In der 2. Hälfte wurde teilweise von „Fans“ die Zeitung ausgepackt und annehmbare Lautstärke entwickelte sich erst 20 Minuten nach Spielabpfiff.

Nulldrei-> Du verwirrst mich immer wieder und dies liegt mitnichten an meinen aktuell geschätzten 2,3 Promille. Aber was wäre Liebe ohne Leiden, ohne Qual?

Auf zum Spitzenspiel nach Wolfsburg!

Nulldrei:H(amas) torlos.

Ähnlich wie das israelische Militär gegen obige „Organisation“ fand auch unsere Elf (erneut mit Prochnow für Hartwig) kein passendes Mittel gegen die junge Mannschaft aus Hamburg.

Die erste Hälfte wurde zwar ballbesitztechnisch überlegen gestaltet, große Torchancen blieben jedoch auf beiden Seiten Mangelware. Dieses änderte sich im zweiten Spielabschnitt jedoch nur unwesentlich, wobei Kocer die größte Chance ausließ, als er nach schöner Einzelleistung frei am guten Keeper der Gäste scheiterte. Die weiteren Druckphasen (sofern überhaupt als solche zu bezeichnen) verliefen im Acker, äh, Sande. Es gilt, gleichsam wie ein meiner Meinung nach glasklarer Elfer für die Gäste, dennoch zu erwähnen, dass diese gut gestaffelt dagegenhielten und sich den Punkt redlich verdienten. Da Halle und Wolfsburg2 ihre Spiele gewannen, sollte unsere Equipe in den nächsten Spielen schleunigst die Remis in Siege verwandeln (ähnlich wie es Arafat nach gescheiterten Verhandlungen zu tun pflegte); angefangen beim stimmungstechnischen Heimspiel im Jahnsportpark.

Und sonst so? 13 Gästefans (davon 5 mit „Mutti-mochte-mich-nie-Attitüde“) unter den 1400 Zusehern, 20 Supporter aus St.Pauli im Heimblock und eine Stimmung, welche zwischen miserabel und geht-so schwankte. Die (His)Böllermiliz hatte heute zum Glück Sendepause.

Wir sehen uns am Samstag, Peace!

Irgendwann musst du die Dinger auch rein machen!

Was vom gestrigen Spiel noch bleibt, ist natürlich eine gewisse Enttäuschung und ein mulmiges Gefühl über die im Aufstiegsrennen so wichtigen, liegen gelassenen zwei Punkte. Denn was der geneigte Nulldrei-Fan gestern Abend beim 0:0 gegen den FC Oberneuland (16. in der Tabelle) sah, war aufgrund des Spielverlaufs und der außergewöhnlich vielen Torchancen durchaus überzeugend, aber nicht ausreichend.

Das Spiel begann, wie erhofft, mit starker Anfangsviertelstunde und vier hochkarätigen Gelegenheiten. Dreh und Angelpunkt bei drei Angriffen war einmal mehr der gut aufgelegte Guido Kocer, der selbst einmal am Schlussmann der Gäste scheiterte. Nulldrei ließ allerdings im Verlauf der ersten Halbzeit nach und so blieb es beim 0:0 zur Pause.

In Halbzeit zwei das gleiche Bild. Nulldrei kommt wie angestochen aus der Kabine, um das Spiel für sich zu entscheiden. Frahn und Ergirdi scheitern ein weiteres Mal am Keeper und dem eigenen Unvermögen. Es folgte ein kurzes Powerplay der Gäste zwischen der 70. und 80. Minute, die vor allem durch ihre Konter nun sehr gefährlich wurden. Insbesondere Francis Benecki sorgte mit mehreren Chancen für Gefahr vor Ungers Kasten. Die anschließende Schlussoffensive galt wieder den Nulldreiern, in der auch Weidlich und Frahn den Sack nicht zumachen konnten.

Was sonst noch war: Vier Hallenser Hanseln im Gästeblock und Böller im Block B (Was soll die Sch***e?). Die Kurve war vermutlich aufgrund des Termins unter der Woche etwas dürftig besetzt, was sich wiederum auf den Support niederschlug. Allerdings möchte ich auch die drei Mädels, die gestern hinter uns standen und in der zweiten Halbzeit ordentlich gerockt haben, erwähnen.

Am kommenden Sonntag (21.03.10) um 14 Uhr kann unsere Equipe gegen den zweiten Anzug vom Hamburger SV wieder zeigen, dass sie das Toreschießen doch nicht verlernt hat. Dann vielleicht mit dem dritten 6:1 gegen den HSV II in Folge?

Schade Magdeburger Jungs (und Mädels)….

Aufstieg nur für uns? In jedem Fall kam Nulldrei diesem Ziel einen gehörigen Schritt näher: Mit einem 1:0-Auswärtssieg wurde auch die hohe Hürde an der Börde gemeistert.

Hälfte Eins (mit dem defensiveren Prochnow für Hartwig in der ersten Elf) gestaltete unsere Equipe überlegen und ging folgerichtig nach einer Viertelstunde durch den brandgefährlichen Frahn in Führung. Etwas glücklich konnte man sich auf der linken Seite durchsetzen und unser Torjäger vollendete per Kopf aus wenigen Metern Entfernung. Bis zur Halbzeit Nulldrei noch mit einigen Chancen auf das zweite Tor, welches die Nerven aller Gästefans (500-600 an der Zahl….wäre ich Hallenser, würde ich was von 1100-1200 schreiben…) hätte beruhigen können. So ging es vor knapp 5000 Zusehern mit einer hochverdienten Führung in die Kabinen. Danach wehte der Wind (nicht nur metaphorisch) von einer anderen Seite. Nulldrei verwaltete das Ergebnis und die junge Mannschaft der Magdeburger versuchte ihrerseits den Druck hochzuhalten. Dies gelang zwar phasenweise, der Dreier war jedoch nur 1-2mal in ernsthafter Gefahr; obgleich unsererseits die Konter äußerst schlampig ausgespielt wurden, konnte nach 93. Minuten der wichtige Sieg verbucht werden. Beste Spieler neben Frahn waren die sicheren Laars und Unger, Letzterer sorgte für die Szene des Spiels : Schuss Magdeburg->Ball locker gehalten und im Fallen den mitgereisten Fans zugewunken.

Darüber hinaus erfreulich: Die Choreo sah prächtig aus und die Ordner waren freundlich, aber bestimmt. Supporttechnisch ein seltsames Spiel. Waren die ersten knapp 20 Minuten noch (für unsere Verhältnisse) unglaublich laut, wurde es zur Halbzeit hin immer leiser, um dann nach dem Seitenwechsel richtiges Gänsehautgefühl zu erzeugen; versehen mit einigen Minuten der völligen Stille…..seltsam, wie gesagt. Und was sonst noch? Bisschen Rauch, nen bisschen Böller, nen Soli-Spruchband für die Respekt heraufbeschwörenden Zwickauer Ultras und annehmbare Stimmung im U-Block.

Wir sehen uns am Mittwoch.

Leidenschaft:Arroganz=1:1

Mein beklemmendes Gefühl im Vorfeld dieses Spieles ließ mich nicht im Stich; mit einem enttäuschenden Unentschieden endete das Spiel jenseits des Grunewalds. In den ersten 10-15 Minuten gestaltete Nulldrei das Spiel überlegen und hatte durch einen Pfostenschuss die größte Chance , danach kamen die kämpfenden Gastgeber besser ins Spiel und folgerichtig ging es mit einem torlosen Unentschieden in die Halbzeit (weiterhin schlechtes Bauchgefühl meinerseits inkludierend). Kurz nach der Pause wurde unsere Equipe für ihr allzu lässiges Auftreten bestraft: Trotz einer 2:1-Überzahlsituation gelangt der Tebe-Stürmer kurz vorm Strafraum an den Ball und wird selbst im Elfer so lange gezogen, bis es den berechtigten Strafstoß geben muss-> drin, 1:0 für Tebe. Wieso und weshalb sich der Torschütze Özgöz zu solchen Gesten hinreißen ließ……man kann es nur erahnen. In diesem speziellen Falle erhoffe ich mir jedoch ausgebliebene Gehaltszahlungen von mindestens 3 Monaten. Danach wurde das Patentrezept gegen spielerisch unterlegene Teams ausgepackt, nämlich hohe, planlose Bälle. Einzig Civa (dennoch schwächer als gewohnt) schaffte knapp 10 Minuten vor dem Ende den letztlich verdienten Ausgleich-> warum? Nunja, er spielte „Fuß“ball. Abpfiff, Enttäuschung allenthalben und Respekt für die Mannschaft von Tebe (außer Özgöz).

Und was gab es noch? Zivile Bullen mit der Unauffälligkeit eines T-Bone-Steaks im Löwenkäfig, erneut infantile Gesänge unserer „Hooligan“-Fraktion (bezeichnenderweise nach einem „Lutscher“ flehend), äußerst penible Einlasskontrollen und sehr passable Stimmung über die gesamte Spielzeit.

Den Tebe-Fans wünsche ich persönlich einen positiven Ausgang betreffs der richtungsweisenden Gespräche am Montag; dem Verein an und für sich die Insolvenz. Klingt komisch, ist aber so. Wir jedoch sollten uns auf Eventualitäten nicht verlassen, sondern sollten unsere magdeburgieske Arroganz schnellstmöglichst ablegen, am besten schon in der erwähnten Stadt.

Wir sehen uns am Sonntag.

Sieg gegen Meuselwitz

Sehr erfreulich gestaltete sich der erste Spieltag nach der langen Winterpause für unsere Equipe. Mit einem souveränen 3:0-Sieg wurden die Gäste aus Thüringen auf die Heimfahrt geschickt. Nach einem Doppelschlag von Kocer (weiter so Junge!) und (selbstverständlich) Frahn wurden früh die Weichen auf einen ungefährdeten Sieg gestellt. Das taktische Korsett passte wie angegossen und in der zweiten Hälfte markierte Frahn den Endstand.Insgesamt ein natürlich verdienter, allerdings auch glanzloser Sieg gegen harmlose Gäste. Die Stimmung vor 1200 Zuschauern (Fußballstadt Potsdam!) erwartet durchwachsen; unsere kombinierten Sing-Klatsch-Aktionen würden Musik-Lehrer/innen in den Suizid treiben-> konsequenterweise wurden einige Kanon-Klassiker der Musikgeschichte intoniert.Was gilt es noch zu sagen? Blinker samt zugehöriger Spruchbänder in der hinterletzten Ecke des Stadions sorgen irgendwie eher für Unverständnis. Letzteres steigerte sich alsbald noch, als eine „Person“ in der unmittelbaren Nähe der Zujezogenen eine Art Chinaböller völlig unkontrolliert in den Pufferblock schleuderte, die sich einige Meter entfernt befindenden (Klein)Kinder schlichtweg ignorierend. Dein Bild findet man im Duden direkt neben Vollidiot->das steht fest.

Alle ab ins Mommse! (Hier bitte einen vermummten Ultra, samt Pyro, vor einer einfahrenden S-Bahn gedanklich hinzufügen)

JJJJJJAAAAAA!!!!! Die Winterpause ist vorbei!

Meine Damen und Herren,

wie unser aller Lieblings-Marketing- und Mitgliederservicebeauftragter vermeldete, endet ab Freitag um 19.00 Uhr die lange, lange Winterpause und fußballfreie Zeit. Der Gegner im ehrwürdigen Karl-Liebknecht-Stadion wird der ZFC Meuselwitz sein, der uns aus einer sehr amüsanten Auswärtsfahrt zur Hinrunde in guter Erinnerung geblieben ist.

Wir freuen uns und hoffen auf einen erfolgreichen Start angesichts unserer ambitionierten Ziele.

Forza NULLDREI!