Abriss (der letzten Wochen)

Irgendwie kommt es ja immerwieder vor, dass man Spielberichte schreiben soll/muss/will. Blöd nur, wenn dieses Vorhaben auch immerwieder geschoben wird – frei nach dem Motto „Schreibst du eben beim nächsten ein wenig mehr“. Am Sonntag ging es nun zum zweiten Mal mit der 1. Frauen nach Branne zur ortansässigen Borussia und es soll endlich mal wieder ein Bericht folgen.
Die Wochen davor freute man sich letztendlich über ein 1:1 im Kiezduell gegen die 74innen bei bestem Wetter und zwei Phantom-Toren, die zum Glück nur den FSV-Anhang narren konnten. Es folgte ein eigentlich lustiger Ausflug nach Fredersdorf – mit super Catering, einem deutlich entspannteren Publikum als beim letzten Gastspiel und der genialen Reaktion eines Mitfahrers auf die Aufforderung „Bell mal!“ – „Buuhu!“. Leider lieferte die Mannschaft auch das bisher schlechteste Spiel der Saison ab und konnte dem Tabellenzehnten nur ein mühsames 1:1 abringen. Dazu gab es auch noch eine gebrochene Nase bei Louisa. Gute Besserung! Wenn mich mein Gedächtnis nicht täuscht, sollte in der Reihenfolge das Spiel der ersten Männer gegen Neugersdorf stattgefunden haben. Schlechte erste Hälfte, gute zweite. Im Mittel also ein mittelmäßiges Spiel und mit 2:2 ein weiteres Unentschieden. Endlich wieder drei überzeugende Punkte dann am Sonntag des selben Wochenendes von den Frauen gegen die Spielgemeinschaft aus Ladeburg und Wandlitz. Ein Nicki-Pullover-Anorak-Moment und gleich zwei Werwolf-Buden führten zum nie gefährdeten 3:0-Erfolg. Besonders das 3:0 – gegnerische Spielerin wird eingewechselt, bekommt den Ball, spielt einen Fehlpass, Konter für 03, Tor – sorgte für Heiterkeit. Außer vielleicht bei der Wechselspielerin.
Im Nachhinein bin ich nicht traurig, die Sachsen-Auswärts-Tage verpasst zu haben. Somit wurde sich am vergangenen Sonntag viel zu früh getroffen, um, wie schon erwähnt, mal wieder nach Branne zu fahren. Selbst zwei Ausfälle und ein alles andere als guter Wetterbericht konnten uns nicht stoppen und der Borussia-Platz wurde (ebenfalls) viel zu früh geentert. Gut, dass ich meine lange Unterhose rausgekramt hatte, denn der Wind bließ ordentlich über die schmucke Anlage. Immerhin konnte der Regenschirm im Beutel bleiben. Irgendwann öffnete endlich die Versorgungseinheit und nach kurzer Diskussion mit den örtlichen Aufpassern wurde auch für die Banner und Bännerchen ein stilsicherer Platz gefunden.
Nulldrei war nach dem Anpfiff überlegen und spielte zielsicher nach vorne. So dauerte es auch keine Viertelstunde, bis LauraM eine Flanke in den Strafraum ins gegnerische Netz nickte. Man könnte sagen „Wie einst Horst Hrubesch!“ und 5 Euro ins Doppelpass-Phrasenschwein stopfen. Danach ließ der Druck etwas nach, ohne jedoch das Spiel aus der Hand zu geben. Wirklich viel passierte bis zum Pausentee auch nicht mehr, außer, dass Branne gekonnt einen Ölfer deutlich übers Tor setzte. Kurz nach Anpfiff zog es mich zunächst zum Klo und anschließend zum Erwerb einer Bocki. Wieder in der Kurve angekommen wurde mir mitgeteilt, dass AnnaS soeben einen Ölfer für uns verwandelt hatte. Toll…immerhin war die Bocki geschmacklich gut. Dafür leider etwas wässerig und ohne Toast. Nulldrei stand in der Folge weiter sicher. Branne kam zwar einige Male bis etwa 25 Meter vors Tor, wusste dann aber nicht so richtig weiter, was wiederum unserer Abwehr Zeit gab, sich zu sortieren. Nur einmal sollte es gefährlich werden, aber El Capitana war zur Stelle. AnnaS war es auch, die sich um die 80. Minute den Ball zum Freistoß im Mittelfeld zurechtlegte und einfach Richtung gegnerisches Tor abzog. Die Törhüterin von Branne war davon überrascht oder einfach überfordert und das Runde landete das dritte Mal im Eckigen. Schönes Ding! Der Tag wäre ohne Abzüge gewesen, wenn sich Lisa2.0 nicht noch kurz vor Ultimo schwer verletzt hätte. Im Verdacht war das Außenband. Besonders bitter, nach der ebenfalls schweren Verletzung beim ersten Besuch in Fredersdorf im Pokal. Alles Gute auch von dieser Stelle! Die verbleibenen Minuten wurden anschließend nur noch heruntergespielt.
Wie es der Zufall wollte, spielten die Mädels der E-Jugend kurze Zeit später ebenfalls in Branne gegen den FFC im Pokal. Der Doppler an diesem Tag war also sicher. Umrandet von Plattenbauten wurden die zwei mal 25 Minuten gespannt verfolgt. Technisch war das teilweise bereits ganz ansehnlich. Leider hat es nicht zum Sieg gereicht und man musste sich 2:4 geschlagen geben. Selbstverständlich wurden die Mädels noch kurz abgefeiert. Dann war es aber dringend Zeit, sich im Auto aufzuwärmen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *