Grenzstreifen Luckenwalde

So wie der Titel es beschreibt oder so ähnlich konnte man sich vorkommen wenn man das Foto von der Überwachung durch die „Freunde“ und „Helfer“ schwarzblau betrachtet. Ganz so schlimm war es dann doch nicht. Aber als reißerische Überschrift erfüllt es seinen Zweck. Die Staatsmacht hielt sich in und um das Stadion des FSV Luckenwalde 63 erfreulich zurück und besann sich auf das Prinzip Deeskalation. Im Zuge der aktuellen Verhaltenskodexdebatte sollten DFB, DFL und Vereine sich vielleicht ein Beispiel hieran nehmen.

Nungut, kommen wir zu dem Grund warum ich hier in der Regionalbahn sitze und diese Zeilen verfasse. Der SVB gastierte im Rahmen des brandenburgischen Landespokals beim FSV Luckenwalde. Unsere Anreise verlief in einer gemütlichen Busrunde recht kurz und wurde einzig durch die Verköstigung von Schlumpfenblut überschattet. Nachdem dieses zusammen mit einem leckeren Bier und meinem Vorsatz der Nüchternheit meine Kehle hintergespült wurde, waren wir auch fast da. Ein Kurztrip durch die Märkische Landschaft quasi. Nach der üblichen Einlaßprozedur machten wir es uns auf den Stufen bequem und warteten auf die Zugfahrer. Auf Grund des hohen Andrangs (1312 Besucher 😀 ) wurde das Spiel dann auch 10 min später angepfiffen. Zu Beginn der ersten Hälfte hatte ich das Gefühl das die Guten absolut spielbestimmend waren. Und prompt führten „les bleus“ auch mit 0 zu 2. Das kann aber auch daran gelegen haben, dass Luckenwalde den Spielstart schlicht verschlafen hatte. Denn auf einmal sah alles nicht mehr so locker leicht aus. Vielleicht hatten die Jungs aber auch einfach einen Gang zurück geschaltet. Auf jeden Fall war Zeit sich genauer umzusehen. Im Heimbereich des FSV war eine Preußenfahne zu entdecken, welche ebenso wie die Schmähgesänge mit Witz quittiert wurde. Nach dem Seitenwechsel wechselte der Trainer einen Altbekannten ein. Sülo kam auf den Rasen und ich hatte den Eindruck, dass ein Motivationsschub durch die Zuschauer (zumindest uns Gäste) und die Spieler ging. Ob es wirklich so war vermag ich nicht zu sagen, aber auf jeden Fall sprang das 0 zu 3 für die Guten dabei raus. Erzielt durch Sülo. Die „Jetzt oder nie, Sülomanie!“ Gesänge wurden darauf noch lauter. Kurz vor Schluss mußten wir 440 Gästefans neben dem Ehrentreffer für Luckenwalde auch die Schlechteste Tormusik der Republik hinnehmen.

Aber was solls. Der einzige Wehrmutstropfen an diesem Tag war, dass viele Spieler anscheinend kein Gespür für die Fans des SVB haben und durch ihre Kollegen erst, sagen wir, darauf hingewiesen werden mussten. Am Schluss bleibt die Erkenntnis, dass die Manschafft durchaus Potential hat, dass Frau K.Reiche ihre Beliebtheit nicht steigern konnte unter den SVB Fans, und dass Fahnenstangen sich gut zum trocknen von Handtüchern und Badehosen eignen. Auf gehts zum nächsten Spiel am Samstag um 14 Uhr gegen die Freunde der Charlottenburger aus Karlsruhe.

Und für den Bezug auf die Verhaltenskodexdebatte – wie es Teile der Anhängerschaft des magischen FC ausdrücken – Schlumpf dich DFB!

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