2 spiele – 27 tore

nein, in der überschrift hat sich kein schreibfehler eingeschlichen. das letzte wochenende bot die möglichkeit entspannt drei spiele mitzunehmen. allerdings hat der spätsommer gesiegt und die begegnung in prötzel am samstag wurde kurzerhand vom plan gestrichen. am see rumgammeln hat ja auch was. zum glück wurde das freitagsspiel in seelow erst um zwanzig uhr angepfiffen, womit es keine ausreden mehr gab – endlich mal oberliga im oderbruchstadion sehen! zu gast war der aktuelle tabellenprimus aus altglienicke und immerhin dreihundertachtundachtzig leute fanden sich ein. neben den (verständlicherweise) gestiegenden eintrittspreisen, kann man zwei neuerungen bewundern. zum einen ein halbwegs abgetrennter gästeblock, der sogar von zwei älteren ordnern bewacht wurde. des weiteren, zu meiner freude, ein deutlich gesteigertes angebot der verpflegung. nur die unter dem tresen lagernden schnäpse standen aus unerfindlichen gründen nicht auf der offiziellen karte.
das spiel begann dann mit einem kleinem kuriosum. alglienicke musste innerhalb der ersten sieben minuten gleich zweimal wechseln, weil zwei spieler sich ohne einwirkung eines gegners zerrungen oder ähnliches holten. pech oder doch schlecht erwärmt? ich weiß es nicht. trotzdem zeigten die gäste in den ersten fünfundzwanzig minuten, warum sie an der spitze der tabelle stehen und konnten nach seelower abwehrfehlern zweimal einnetzen. seelow steckte aber nicht auf und verkürzte noch vor der pause. von dort an entwickelte sich ein spiel mit gegnern auf augenhöhe. nicht immer schön – aber auf jeden fall spannend. zehn minuten vor schluss klinglte es ein zweites mal im altglienicker kasten, womit auch der endstand markiert war.
nach der pause am samstag ging es sonntag sehr früh weiter, da die erste frauen in eberswalde schon um ölf uhr antreten mussten. da meine anreise mit dem zug stattfand, wurde der barnimer boden bereits über zwei stunden vor anpfiff betreten. machte aber nichts. es stand eh noch ein längerer spaziergang zum stadion an und ein leckeres getränk fand sich auch im beutel. walking class hero! am ziel angekommen, schoss sofort ein gedanke in den kopf: „geiler ground!“. idyllisch am waldrand gelegen, kleines vereinsheim und catering. die sonne war auch immer besser drauf – einem angenehmen sonntagskick stand nichts mehr im weg.
eberswalde hatte es in der woche zuvor geschafft, in gießmannsdorf mit null zu dreiundzwanzig unterzugehen. gießmannsdorf? ja, genau, die gießmannsdorferinnen, die in der gesamten letzten saison fünfundzwanzig treffer auf der habenseite hatten. allerdings muss auch erwähnt werden, dass eberswalde nur mit neun spielerinnen antreten konnte. jedenfalls ging nulldrei favorisiert ins spiel. um es mal vorsichtig auszudrücken. vor dem anpfiff noch schnelle faire einsfuffzich für eine schnieke eintrittskarte gelöhnt, einen gerstensaft geordert und der dinge geharrt, die folgen sollten. nach zwei minuten musste die esc-torfrau auch das erste mal dank sandra hinter sich greifen. doch die führung währte nicht lange, da bereits ein paar minuten später eberswalde die nulldrei-abwehrreihe überlief und zum ersten saisontor kam. wer an dieser stelle auf ein spannendes spiel hoffte, wurde aber (zum glück) enttäuscht. in der reihenfolge pauline, sandraW, nikki, annaK, maria, nikki, jaqui, annaK, jenny, maria konnte bis zur halbzeit auf ölf zu eins erhöht und das spiel bereits entschieden werden. auf gästeseite durfte ab der zweiten hälfte konni für jaqui ran und später ersetzte noch clara michi. bei eberswalde musste verletzungsbedingt die torfrau herausgenommen werden und wieder machte sich die dünne personaldecke bemerkbar, da niemand mehr zum wechseln auf der bank saß. somit stand ab dem zweiten durchgang eine feldspielerin im tor. diese machte ihre sache allerdings teilweise besser, als so mache stamm-torfrau in der landesliga! trotzdem konnte sie nicht verhindern, dass die torschützinnenliste am ende um jenny, sandraW, jenny, nikki, annaK, nikki, annaK, sandraW, annaK, nikki und annaK erweitert wurde. für alle, die zu faul zum zählen sind oder mit ihren fingern nur bis zehn kommen: zweiundzwanzig zu eins am ende. schönes ding! und noch ein lob an die eberswalderinnen, die zu keinem zeitpunkt aufgegeben haben und weiter versuchten tore zu machen – soviel moral muss man erstmal haben! hoffentlich kann die saison zu ende gespielt werden und der abmeldeteufel schlägt nicht zu.

jetzt noch warten, bis der kuchen fertig ist und dann ab zum fanladen!

>> und am sonntag alle ab zur scholle – spitzenspiel gegen miersdorf/zeuthen um fuffzehn uhr! <<