+++UPDATE +++ Mit der Nordkurve in den Sommer

+++Leider ist uns am Spieltag eine kleine organisatorische Panne passiert, die dazu führte, dass wir keine Gürtel verkaufen konnten. Sorry vielmals! Wir werden nun den „Ball ist bunt“ am kommenden Samstag für den Verkauf nutzen. Spätestens zum ersten Heimspiel der neuen Saison dann auch am Stand eures Vertrauens hinter der Nordkurve.+++

Am kommenden Sonntag (15.05., 13.30 Uhr) bestreitet unsere Equipe das finale Heimspiel gegen den FC Schönberg einer letztlich in vielerlei Hinsicht eher durchschnittlichen Saison in der Regionalliga Nordost.

Wir werden zum Saisonfinale die Gelegenheit aber nutzen, um euch noch ein unverzichtbares Accessoire für den kommenden Sommer mit auf den Weg an die Strände, Wiesen, Berge, Wüsten, … dieser Welt zu geben. Vielen Dank an dieser Stelle an die Leute von deviate-industries.de für die Umsetzung!

Den Gürtel bekommt ihr selbstverständlich vorm Spiel am Stand eures Vertrauens hinter der Nordkurve für 15 Euro.

USE IT!

 

Unauffälliges aus Jena

Einige Steinwürfe nördlich des traditionsreichen Ernst-Abbe-Sportfeldes, auf einer Anhöhe nahe Jena, befindet sich ein sogenannter Napoleonstein. Dieses Denkmal erinnert an den historischen Sieg der napoleonischen Armee über den preußischen Heeresverband am 14. Oktober 1806. Da die Franzosen zeitgleich den zahlenmäßig überlegenen preußischen Truppen auch im nahen Auerstedt eine vernichtende Niederlage beibrachten, konnte die preußische Bevölkerung ein paar Jahre lang davon träumen, dass in Deutschland die bürgerliche Gesellschaft über den Feudalismus gesiegt habe.

Knapp 210 Jahre später geschah im Stadion des FC Carl Zeiss Jena beim Spiel gegen den SV Babelsberg 03 nichts Historisches. Am Abend des 6. Mai 2016 bemühten sich beide Teams vielmehr redlich darum, einigermaßen unauffällig zu agieren. In der ersten Hälfte gelang das unserer Equipe deutlich besser. Das ersparte uns, die Hälse zu recken, um die Strafraumszenen vor dem fernen gegnerischen Tor zu verfolgen. Da gab es nichts zu sehen. Dafür war hin und wieder ein gedämpftes Ah! und Oh! zu vernehmen, wenn der Ball gelegentlich am Tor des wackeren Rückkehrers Marvin Gladrow vorbeistrich oder gegen das Aluminium klatschte.

Im zweiten Abschnitt gelang es der Heimelf, sich dem Babelsberger Spiel anzupassen. So war es unausweichlich, dass sich auch unseren in Rot gewandeten Blauweißen ein paar Chancen boten, von denen sie, das muss man ihnen lassen, zwei ziemlich schön und konsequent nutzten. Die Torschützen in der 66. bzw. 75. Minute waren – guter Rat muss nicht teuer sein – wieder einmal Andis Shala und Matthias Steinborn. Gar nicht auszumalen, was passieren würde, wenn diese beiden in der kommenden Saison nicht mehr das Trikot von Nulldrei tragen sollten. Aber statt überflüssiger Unkenrufe gab es bei den Fans fröhlichen und – wie eigentlich fast das ganze Spiel über – ordentlichen Support.

Trotz eines durchaus seltenen Auswärtssieges in Jena hielt sich die Ausgelassenheit bei Team und Anhang danach in Grenzen. Das galt selbst noch für die Heimfahrt im Bus, wo statt bierseliger Euphorie phasenweise das Programm des MDR Sachsen zu vernehmen war. Vielleicht ist das die Erschöpfung kurz vor Ende einer Saison, in der unsere Elf seit geraumer Zeit im gepflegten Niemandsland spielt. Vielleicht ist das aber auch einem stillen Einvernehmen zwischen Mannschaft und den Treuesten der Treuen geschuldet, äußerst unauffällig alle Kräfte für das bevorstehende Pokalfinale zu sammeln. Um dann doch noch Historisches zu schaffen und sich wieder in den (Fußball-)Geschichtsbüchern zu verewigen. Dann wird es heißen: Ganz Ausgebuffte, diese Babelsberger.