Nullnull

Jena, diese Mannschaft und Fanszene ist ok und sollte aufsteigen. Das mal vorneweg. Jeder packte mal 50-60 Euro mehr ein an diesem Spieltag, denn

Zujezogen (Ackertruppe) haute erneut Shirts und Beutel auf den Markt.

Fi (Mackertruppe) haute Hoodies mit Zielscheibenmotiv auf den Markt.

Die 030erinnen (Rackertruppe) hingegen Aufkleber.

Zum Einlaufen gab es eine wirklich gelungene Choreo unsererseits, auch die Wunderkerzenidee sah dann doch besser aus, als es im Vorhinein vermutet wurde. Support ging auf beiden Seiten klar, wäre eine allgemeine 2- auf dem Zeugnis. Jena ist dann aber wirklich eine der seltenen größeren Ostszenen, bei denen keinerlei Nazigepöbel zu hören ist und deren Szenefotografen (ist das eigentlich ein Ausbildungsberuf?) mich mit Bier versorgten->Merci!

Wie zu erwarten ging das umkämpfte und keinesfalls langweilige Spiel mit je 1-2 Chancen auf jeder Seite nullnull aus, bei den Wettanbietern hätte man bei 5 Euro Einsatz ungefähr 4,37 erhalten.

Und während ich in der ersten Hälfte aufgrund von Oeses Stotter-Fee-Witz und dem daraus resultierenden Verlust von Heullachflüssigkeit noch richtig gute Laune hatte, ging diese nach der wichtigen Gedenkaktion für die russischen ermordeten Antifas zurecht in den Keller. Allesamt: ruhet in Frieden!

PS: Und jetzt alle nach Schönberg! (Ich bin schonmal nicht dabei….)

 

Gebrauchter Tag…

Sonntagmorgen, 11 Uhr. Der Blick wandert aus dem Fenster. Shit…Regen. Dabei sollte es doch kurz darauf in Richtung Borgsdorf gehen. Die 1. Frauen trat nämlich dort beim ansässigen FSV Forst an, was wiederum das letzte Spiel der Vorrunde gegen eine Mannschaft der Spitzengruppe war. Aber hilft ja nüscht, raus aus den Federn!
Schnell nochmal checken, ob alles dabei ist…Lange Unterhosen? Regenschirm? N paar Blechraketen für die Fahrt? Kleingeld? Und zur Sicherheit noch die Sonnenbrille? Alles da und ab dafür! Am Bahn-Treffpunkt dann das kleine Grüppchen erster Reisewilliger gefunden, welches beim ersten Zwischenstopp immerhin fast verdoppelt werden konnte. Leider zeigte sich das Wetter nicht ganz so erfreulich und es war klar, dass es an der Seitenlinie recht ungemütlich werden wird. Vor Ort wurde noch eine Autocrew begrüßt und der Platz neben der Wechselbank eingenommen. Leider fand das Spiel auf dem Kunstrasen-Nebenplatz statt. Der Hauptplatz durfte wohl nicht bespielt werden. Sehr schnell stellte sich auch heraus, dass die Platzwahl des blauweißschwarzbunten Möbchens einen großen Nachteil mit sich brachte: Die weitestmögliche Entfernung zum Versorgungsstand. Der hatte neben Bier, Süßigkeiten und Würsten zum Glück Glühwein im Angebot. Und das alles zu annehmbaren Preisen. Nach Eintritt wurde später auch noch gefragt. Immerhin nur als Spende. Der Knaller vorm Spiel folgte aber erst kurz vorm Anstoß. Es gab ne Runde vom lange versprochenen Kuchen für die Vielfahrer! Und der war auch noch sehr lecker! Die Bäckerin hat sich damit auf jeden Fall für weitere Verköstigungen qualifiziert 😉
Doch nun mal zum Spiel. Das war leider gar nicht schön. Wie erwartet konnte Nicole nach dem letzten Spiel nicht auflaufen und trug sich auf der Verletzenliste ein. Dazu erwischten die Försterinnen noch einen recht guten Tag und spielten munter auf das Tor von Anna S. Die erste halbe Stunde wurde nur mit Dusel überstanden und leider muss gesagt werden, dass das größtenteils daran lag, dass sich die gegnerischen Stürmerinnen zu glatt anstellten. Irgendwann lag der Ball dann aber doch im falschen Netz und bis zur Pause stand es sogar 0:2. Dazu noch ein nicht gegebener 11er an Anna K. Es lief einfach nicht und die Hoffnung auf eine Aufholjagd in Durchgang zwo schwanden. Immerhin hatte es inzwischen aufgehört zu regnen. Nach Wiederanpfiff leider das selbe Bild. Immerwieder wurde unsere Abwehr vom schnellen FSV-Sturm überlaufen. Daran muss dringend gearbeitet werden, denn sonderlich kreativ waren die Angriffe nicht. Allerdings reichte es, dass es am Ende 0:4 stand womit 03 noch gut bedient war. Tja, das war mal nix, aber passiert halt.
Anscheinend war dann auch wieder das Wetter gegen uns, denn auf dem Weg zur Bahn wurden alle noch einmal komplett durchnässt. Wenigstens folgte eine entspannte Rückfahrt. Zurück in Babelsberg noch ein Abstecher zum Dönerdealer des Vertrauens und den Rest des Abend damit verbracht, auf der Couch die durchgefrorenen Knochen wieder aufzutauen.

Freitag: 1. Männer gegen Jena!
Sonntag: 1. Frauen in Wandlitz!

Oohhh…Babelsberg!

Wiedermal ein Wochenende mit der Option problemlos mehrere Spiele von 03 mitzunehmen. Los ging der ganze Spaß am Freitag am Lutherplatz. Ein mehr als gut gefüllter Bus machte sich auf in Richtung Halberstadt. Mit zwei kurzen Pausen (-> Bus-Klo kaputt vs. enger Zeitplan) konnte das Stadion rechtzeitig geentert werden. Ich fand es, trotz Laufbahn, gar nicht so schlecht und auch die Bockis konnten, entgegen den Geschichten aus vergangenen Jahren, überzeugen. Zumindest die erste, die war größer. Der Support unsererseits war gut, auch wenn einigen die arg hohen Stufen im Gästeblock fast zum ernsthaften Verhängnis wurden. Halberstadt begann zumindest optisch gut mit Einklatschen, allerdings ohne akustisch bei uns anzukommen. Lag vielleicht auch an der ungünstigen Bauweise des Stadions, war im Verlauf des Spiels allerdings aber egal, da der Heimsupport irgendwann komplett eingestellt wurde. Schade eigentlich, denn es waren nicht wenig Sangeswillige. Die Mannschaft selbst konnte ebenfalls überzeugen. Von einem Pflichtsieg zu sprechen, wäre sicherlich übertrieben. Trotzdem sehr schön zu sehen, dass die Spieler in der Lage waren, ihre Favoritenrollen auszufüllen. Die Rückfahrt war dann fast ein Spiegelbild der Hintour – gute Laune, „interessante“ Musik und das ein oder andere Getränk. Ein kurzes Absacken in der Stadtteilkneipe rundete den Tag ab und motivierte für…Sonntag!
Die Frauen mussten zum zweiten Derby der Saison bei der Drittvertretung der Turbinen ran. Stilecht wurde mit der Straßenbahn angereist und nach kurzem Fußmarsch und Eintritt abdrücken…erstmal ran den Versorgungsstand. Und der konnte sich bei Preisen und Auswahl durchaus sehen lassen – inklusive Kuchenbasar. Unser Möbchen postierte sich am Rand der Hauptgeraden. Auf dem Weg dahin fiel mal wieder die aktuell dünne Personaldecke unserer 1. Frauen auf. Gerademal zwei Spielerinnen machten es sich auf und neben der Wechselbank gemütlich. Immerhin konnte Denise nach längerer Verletzung in der Abwehr wieder auflaufen. Zum Intro dann etwas blau-weißer Rauch, Luftballons und ein Krümelmonster mit Appetit auf blau-weiß-rote Kekse. Support gabs auch, allerdings nicht so gut wie beim Spiel gegen den FSV. Das wahre Derby gibts meiner Meinung nach eh nur babelsbergintern. Trotzdem konnte ein neues Schunkellied präsentiert werden, was auch einigen Spielerinnen ein Grinsen ins Gesicht zauberte, und eine Mini-Capine riss die Kurve mit ihrem „Oohhh…Babelsberg!“ mit. Das Spiel selbst schwankte zwischen den Teams hin und her, wobei Turbine am Anfang mehr zum Zug kam. Immerwieder war deren technische und athletische Ausbildung zu sehen und unsere Abwehr musste mehrmals hinterher laufen. Folgerichtig auch das 0:1 durch einen (etwas glücklichen) Fernschuss. Die 03er_innen gaben aber nicht auf und konnten nun wieder mehr Druck nach vorne aufbauen, was mit dem 1:1 durch Anna K. belohnt wurde. Damit ging es auch in die Halbzeit. Tore fielen im zweiten Druchgang nicht mehr. Für Aufregung sorgte anschließend Nicole, die verletzt vom Platz getragen werden musste. Sie kam zwar nochmal wieder, aber nach ein paar Minuten war Schluss. Hoffentlich nichts ernstes, leider sah es wirklich nicht gut aus. Zu allem Überfluss hatte der Trainer schon die möglichen zweimal gewechselt, weshalb die letzten Mitnuten zu zehnt bestritten werden mussten. Turbine jetzt mit ordentlich Druck, allerdings konnte Schlimmeres verhindert und der Punkt gerettet werden. Zum Abschluss noch ein Gruppenfoto mit der Mannschaft und dem Krümelmonster – und schönem Gruß an Leute, die aus ner Mücke auch mal nen Elefanten machen.

Nächstes Wochenende zweimal S-Bahn fahren – die Männer am Samstag in Strausberg und die Frauen am Sonntag in Borgsdorf!

In Sachsen gehört Pegida wohl zur Intelligenz.

Äh…ja…..wenn es soweit gekommen ist, dass ich selbst dem BFC(!!) den Aufstieg mehr gönne, als diesem niveaulosen Pack aus Zwickau, dann ist Folgendes passiert:

Bereits vor dem Spiel (da hatten wir schon alle Beutel und einen Großteil der T-Shirts verkauft-> Merci!) präsentierte sich die Zwickauer Mannschaft respektlos ohne Ende, jenes setzte sich dann am Seitenrand fort. Dass Ziegner (alleine schon der Hohlraumblick während der Pressekonferenz) nicht die hellste Kerze auf der Torte ist, war wohl jedem klar. Dass er sich aber nun, gleichsam wie der Spieler Zimmermann, rassistisch äußert, überschreitet jede Grenze. Cem findet die passenden Worte dafür und lässt diesen Vollidioten auch als eben jenen aussehen.

Passende Worte zum Spiel sind auch gleich gefunden: Umkämpft, nickelig, intensiv, mit den besseren Chancen und den größeren Spielanteilen für unsere Mannschaft. In jedem Fall wurde erneut deutlich, dass wir uns vor niemandem in der Liga verstecken müssen. Der Beifall nach Spielende war wahrlich verdient.

Auf den Rängen war es in der 1. Hälfte vor circa 250 Gästen (angekündigt das Doppelte) ein ausgeglichenes „Ultragemurmel“, während es in der 2. Hälfte emotional Fahrt aufnahm. Die Nordkurve jetzt besser aufgelegt und mit klaren Stimmungsvorteilen (wenn auch beileibe nicht gut), der Gästeblock passte sich der Zwickauer Bank an….unfassbares Niveau, inklusive Sachsengurke (bekannt als Banane) mit „Schwuchteln“ darauf. Da noch von Mentalität zu faseln->Topsache. Im Rückblick schade, dass wir vor ein paar Jahren auf der Sandscholle beim A-Jugend-Spiel die RK-Banner trotz einmaliger Gelegenheit hingen ließen, da es eh nicht unser Stil ist und, ich zitiere: „So eine geile, linke Gruppe sich nicht auflösen sollte“. Nach dem Spiel schafften es so manche A(-Block)ffen nicht mal auf den Zaun, was doch so Einige belustigte, ebenso wie das „Wer Deutschland nicht liebt, hat Sachsen gesehen.“

Ach Sachsen, wie lieb ich dir. Sächsische Refugees welcome!

 

Aber das alles ist im Endeffekt unwichtig: Valentin, Ruhe in Frieden!