Geiler Abschluss

Der Tag fing schon sehr gut an. Auf dem Weg zum Lutherplatz las ich auf meinem Schmartfoun die besten Sprüche von Hans Meyer….herrlich.  Kostprobe: „Ihr wisst ja, beim Geschlechtsverkehr dürft Ihr mich immer stören, aber bei der Fresserei ist es einfach scheiße!“ (zu Nürnberger Fans) oder „Ich musste lesen, dass sich der Meyer für klassische Musik interessiert. Da lachen sich ja alle, die mich kennen, halbkrank! Fürs Kulturelle ist eher meine Frau zuständig.“ Geiler Typ!

Die Laune wurde beim Anblick des klolosen Busses kurzzeitig getrübt, der coole Fahrer jedoch (Stichworte: Rentner,alles egal…) sorgte gleich für Zufriedenheit. Nach alkoholreicher, kurzweiliger Fahrt, bei welcher 4 Jenenser Ultras auf der Raste natürlich in Ruhe gelassen wurden, erreichten wir die Perle….äh….also Zwickau und das Stadion…äh…das Behelfsdingens mit umliegender Grundschule…äh…..Ansammlung von grauen, halbkaputtenen Platten. So weit, so mitleidserregend. Die Polizei war, für sächsische Verhältnisse, sogar einigermaßen entspannt und die Anzahl der 03er (180) soweit zufriedenstellend. Anders beispielsweise als das „Catering“, der Stadionsprecher und insbesondere der Zwickauer Sicherheitsbeauftragte. Uns gegenüber die ungefähr gleiche Anzahl an Roten Kaoten („Azione Kaos“ fiel mir im Bus in die Hände. Meine Fresse, habe ich gelacht. Der Spielbericht ihrer letztjährigen Auswärtsfahrt bei uns ist geschrieben wie ein Einsatz einer Fallschirmjägereinheit im Feindesgebiet. Lasst uns bitte, bitte nie so enden) und der A(rschloch)-Block mit „WillkommensgruSS“ an uns. Während Spiel und Stimmung in der ersten Hälfte (eingeleitet von einem schicken Fahnenintro) so dahinplätscherten, nahm es in der zweiten Hälfte richtig Fahrt auf. Nach einem lauten „Aux Armes“ folgte in der letzten halben Stunde der beste Auswärtssupport der jüngeren Vergangenheit. Kollektives Ausrasten, Rumspringen, Einklatschen und einfach nur Abdrehen von 120 Leuten im Gästeblock….wieso und weshalb? Keine Ahnung,es war aber einfach nur mitreißend und unvergesslich. Ein definitiv versöhnlicher Abschluss für Fans und die hernach gefeierte Mannschaft, bevor es auf die letzte Heimfahrt dieser mittelmäßigen Saison ging.

 

PS: Ich hoffe, dass der verzweifelt nach einer Mitfahrgelegenheit suchende Red Kaos-Typ („Ist jemand mit Auto da?“) doch noch einen Platz gefunden hat.

PPS: Ich suche immer noch nach dem Verein, welcher den in der Halbzeit geehrten Zwickauer FDGB-Helden unterlegen war. Sölldigg Glösgöu oder so ähnlich.

PPPS: Alex, im Namen eigentlich aller Nordkurvler: Vielen,vielen Dank für deine hervorragende Arbeit!!!! Ab jetzt kannste schon auf  der Hinfahrt saufen!!! Ajax, Ajax!!!

Der Sieger ist der Fußball!!

Für den Bericht zum letzten Heimspiel unserer Equipe konnten wir einen Gastautor gewinnen. An dieser Stelle nun Danger Dans Sicht auf das gestriege Geschehen.

Dieser Titel (und ähnliche) wurde mir gestern nach dem Spiel, bei Bier und Halloumi, augenzwinkernd für meinen ersten Spielbericht vorgeschlagen. Augenzwinkernd deshalb, weil das, was auf dem Platz gezeigt wurde, sicher nichts für Fußballästheten war – trotzdem verdient gewonnen – aber eins nach dem anderen:

Sonntagvormittag, die Wolken verziehen sich, super Fußballwetter, also rauf aufs Rad, ein paar Leute eingesackt und ab zum Fanladen – schön ist er geworden. Gestärkt durch geschmierte Brötchen „mit ohne Fleisch“ ging’s dann zum Karli. Einlasskontrolle fand praktisch nicht statt, dafür gab’s unglaublich freundliche Ordner_innen, deren „viel Spaß“ auch ernst gemeint war – so stand ich dann mit Bier in der Hand und Lächeln im Gesicht in der Nordkurve. Rund 1600 andere Zuschauer_innen haben auch nen Fünfer springen lassen, das bedeutet keine Schlangen vor Bierständen und Klos aber auch wenig Leute auf den Rängen.

Anpfiff und Fahnenmeer in der Kurve. Auch die Staatsmacht wird berücksichtigt „Still not loving the police“-Doppelhalter in Richtung der rund zehn Cops, die angenehm unauffällig das Spiel begleiteten. Auf dem Platz lief das ganze eher uninspiriert, aber nach dem Sieg in Plauen zumindest etwas gelöster – was sich im Führungstreffer auszahlte. Die Gäste aus Thüringen lieferten allerdings auch keine nennenswerte Gegenwehr. Die gelöste Stimmung übertrug sich auch auf die Kurve – was sich aber nicht in mehr Support äußerte, sondern in mehr oder weniger Konzentration auf das Spielgeschehen. Bei den Gästen waren einige schöne sportliche Gesten zu beobachten, was allerdings durch eine gelbe Karte im späteren Verlauf relativiert wurde. Die Tore zwei und drei folgten dem gleichen Muster.

Insgesamt war das Ergebnis des letzten Heimspieltages, der unter dem Motto „Tag der Jugend“ stattfand (was man auf und neben dem Platz auch erkennen konnte), also durchaus versöhnlich. In diesem Sinne: Allez les Bleus!

Danke!

Am Sonntag stand das letzte Saisonspiel der Frauen an und es ging noch darum, den Staffelsieg auch rechnerisch sicher zu machen. Das Ganze auwärts in Treuenbrietzen, wo es beim letzten Mal einen zweistelligen Sieg und erstaunlich gutes Flüssig-Catering zu bewundern gab. Also, noch einmal ein paar Leute zusammengetrommelt und ab dafür.
Wie gegen Brandenburg im Pokal fanden sich auch hier relativ viele Zuschauer_innen ein. Der Weg er Mitreisenden führte meistens jedoch zunächst in Richtung Versorgungsstand, in der Hoffnung, dass es wieder die schon fast legendären 1-Liter-Becher gibt. Ich kann an dieser Stelle vermelden: Es gab sie! Vorm Spiel wurde Elke, die nebenbei als Schiedsrichterin agieren musste, verabschiedet. Sie hat mit dieser Saison ihre aktive Karriere beendet. Danke für die tollen Leistungen!
Auf dem Platz standen bei 03 am Anfang eher Spielerinnen, die in der Saison weniger zum Zuge kamen. Treuenbrietzen nutzte die Gelegenheit und markierte das 1:0. Mitte der ersten Halbzeit dann fast kompletter Wechsel bei 03 und innerhalb von ein paar Minuten drehten Denise (2x) und Lisa das Spiel auf 1:3. Kurz danach allerdings noch einmal Treuenbrietzen mit dem 2:3. Halbzeit – kurz durchatmen, neue Molle holen und ein wenig auf dem Spielplatz nach dem Rechten schauen.
In der zweiten Hälfte dominierte 03 wieder mehr und dank Selina und Nicole stand es am Ende 2:5. Was wiederum bedeutete: Kreismeister! Natürlich nicht ohne fehlende Sekt- und Bierduschen. Auch wenn manche dummerweise Qualitätsprosecco gegriffen hatten und etwas länger brauchten, um in den lustigen Reigen einzusteigen…
Einige der Gäste genossen noch Wetter und Atmosphäre und schauten sich später Treuenbrietzen II vs. SG Saarmund II an…aber das ist eine andere Geschichte.
Viel wichtiger ist es auch an dieser Stelle einmal „Danke!“ für die Saison zu sagen! Es hat riesenviel Spaß gemacht die neue Mannschaft, trotz der oft unmenschlichen Anstoßzeiten, zu Hause und auswärts zu begleiten. Den Verletzten gute Besserung und wir sehen uns in der Landesliga!

Schollefeeling

Nachdem das vorletzte Wochenende fußballtechnisch ziemlich in die Hose ging, sollte das letzte zumindest besser werden. Praktischerweise konnten wieder die Frauen und die Herren besucht werden. Bei erstgenannten ging es sogar um das Kreispokalfinale. Und das auch noch auf der heimischen Sandscholle.
Eine sehr angenehme Anstoßzeit und sonniges Wetter machten schon beim Spaziergang zum Platz Laune. Drinnen dann eine recht große Zuschauerkulisse, auch Brandenburg lies sich nicht lumpen. Deshalb schnell einen schnell einen guten Platz gesichert. Drumherum noch ein mehr oder weniger spannendes Rahmenprogramm und die Bestätigung, dass das Team für die nächste Saison eine Klasse höher gemeldet hat. Das stand ja noch etwas in den Sternen, weil sich dafür nur langsam die nötige Jugendequipe zusammenfand.
Dass die beiden besten Teams der Liga auf dem Platz standen zeigte sich daran, dass es lange 0:0 stand. Erst in der zweiten Hälfte zappelte der Ball das erste Mal im Netz. Leider im falschen. Und es sollte leider nicht das letzte Tor der Brandenburgerinnen bleiben…Hiobsbotschaft Nr. 2 in der zweiten Hälfte: Bier ist alle! Klasse…irgendwann stand es auch noch 0:4. Trotzdem ließen sich die Nulldreierinnen nicht hängen und machten noch den Anschlusstreffer und einige der Sitzplatzultras veranstalteten eine entspannte Rauch-und-Licht-Aktion. Ob die der Grund dafür war, dass 03 kurz darauf das 2:4 nachlegten? Wir werden es wohl nie erfahren. Jedenfalls war die blauweiße Equipe jetzt am Drücker und wenn das Spiel noch länger gedauert hätte…naja…hätte, hätte, Fahrradkette.
So wurde noch einmal gebührend zusammen der zweite Platz gefeiert. Nächsten Sonntag dann nach Treuenbrietzen zum letzten Saisonspiel!