Alles Gute, FI99!

Eines vorneweg: In einem saustarken Spiel unserer Mannschaft vor guter, leider nur teilweise lauter Kulisse gewann Nulldrei mit Dreinull gegen die Zweete von Erna. Der Bericht hierzu muss leider hintenanstehen.

Seit nunmehr 15 Jahren schon,

blanker Hass, blanker Hohn,

euch oftmals schon entgegentrat,

von Nazis, Bullen und dem Staat,

von Hooltragruppen, selbsternannten

und Ordnerdödeln, hirnverbrannten,

von Vereinsvertretern, zwielichtigen,

ergo: Von genau den Richtigen…….

Ihr habt euch nie verbogen,

nie geduckt und nie gelogen,

authentisch, offen, engagiert,

und wie so oft schon propagiert,

nicht nur im Stadion präsent,

politisch „links“ gar omnipotent!

Der Karlkopf als Erkennungszeichen,

sucht man vergebens Euresgleichen,

ob Süd, Nord, Ost und West,

und man euch gern`manch Sünde erlässt:

Choreos wie von Kindern gemalt,

manch Nappel hat mit euren Klamotten geprahlt,

und, man kann es nicht genug erwidern,

zuviel Lala in manchen Liedern.

Doch genug dem negativen Wort,

ist dies nun auch der rechte Ort,

um endlich einmal Danke zu sagen,

Für was? wird mancher gleich erfragen:

Nunja, für 15 Jahre Ultra in Nowawes,

für manch gemeinsam geleertes Gefäß,

für unzählige Stunden im Bus,

für allerlei Genuss,

mit euch beim Dönermampfen, Labern, Grillen,

beim Saufen, Demonstrieren und Chillen,

bei all den Spätis und Konzerten,

in all den Häusern und den Gärten,

für die Postille „Ultra Unfug“,

als Klolektüre mehr als genug,

und einfach dafür, wie ihr seid,

doch allmählich dem Schwulste leid,

sei das letzte was mir entfahre:

Alles Gute, FI99, auf die nächsten 15 Jahre!

 

fi99-geburtstag_10x15

X= -400, Eieieiei…der SVB03

Die Vorfreude über die „Häme“ uns betreffend, bezüglich der , unsererseits natürlich als utopisch eingestuften Annahme, 1000+X, war doch allzu groß um auf eben jenen Aufruf zu verzichten. Und siehe da, im beliebten Deppenforum Ultras.ws ist es bereits Sonntagfrüh diesbezüglich sehr unterhaltsam. Da geht noch Einiges!

Gut und gerne 500-600 Personen waren es dann im verranzten Gästeblock, bei einer Zuschauerzahl von insgesamt nur 2200. Da stellt sich schon die Frage, weshalb die „treue Anhängerschaft des BFC“ beim Heimspiel gegen Union2 mit der doppelten Anzahl zugegen war? Supporttechnisch war es aufgrund eines guten bis streckenweise sehr guten Auftritts, eingeleitet mit einer einfachen, soliden Choreo, ein lockerer Auswärtssieg gegen fast schon peinliche Bemühungen der „Heimkurve“, die eigentlich nur in den letzten 5 Minuten zu vernehmen waren. Sinn für Humor haben sie jedoch, Kategorie C (unpolitisch auf der Tribüne sitzend) hochleben lassen, aber „Politik raus“…..

Auf dem Rasen waren es jedoch umgekehrte Verhältnisse, insbesondere in der ersten halben Stunde. Statt 1:0 hätte es da bereits 3:0 stehen können, der BFC war hellwach und über die Außen stets gefährlich und unsere Abwehr schlief den Schlaf der Ungerechten. Nachdem wir uns bereits vor dem Halbzeitpfiff steigerten, konnte die 2. Hälfte ausgeglichen gestaltet werden. Hierbei fehlte wie so oft der letzte Pass, respektive Killerinstinkt, so dass nach einem von beiden Seiten umgepflügten Rasen die Weinroten als verdienter Sieger von eben jenem gingen.

Der Heimweg unsererseits verlief friedlich, bezüglich der Vorkommnisse bei der Baiz ist erneut Solidarität gefordert!

PS: Hoffentlich macht das verschenkte Auto jemanden glücklich.

An einem Freitag im September

Nach einem kurzen Blick auf die Uhr stelle ich fest, dass ich spät dran bin. Schnell aufs Rad geschwungen und nach Hause gefahren. Wann ist es eigentlich so kalt geworden? Also muss da wohl nochmal ein Kleiderwechsel stattfinden und die Uhr tickt. Auf dem Weg zum Stadion, sacke ich noch meine liebste Fußballbegleitung ein, die grundsätzlich auch so spät dran ist wie ich und diesmal noch nicht mal eine Karte in der Tasche hat. Wir flitzen mit unseren kurzen Beinen zum Stadion und mein Herz schlägt wie immer höher, wenn ich den Gesang aus dem Stadion höre. Karte besorgt, kontrollieren lassen und dann sind wir auch endlich drin. Pünktlich haben wir es nicht geschafft, aber das Spiel wird später angepfiffen und so haben wir noch nichts verpasst. Scheinbar sind wir nicht die Einzigen, die etwas später im Stadion sind. So bleibt noch Zeit ein kaltes Getränk zu kaufen und schon sind wir aufm Weg in die Kurve. Von unten kann ich feststellen, dass ich nur wenige mir bekannte Gesichter sehe. Also nehme ich Platz in der Nähe der Trommel – auf diesen Anhaltspunkt kann ich mich immer verlassen. Die Kurve ist ganz nett gefüllt und als dann auch endlich ein Trommler gefunden ist, wird fleißig gesungen, geklatscht und gesprungen. Das erste Tor bringt die Kurve noch mehr zum Kochen und so gehe ich euphorisiert in die Halbzeitpause. Schnell die Kehle befeuchtet und kurze Zeit später gibt es eine schöne Choreo mit Rauch und allem zu sehen. Ich stehe wieder in der Nähe der Trommel, jedoch wurde der Trommler ersetzt. Und auch auf dem Rasen gibt es ein paar Veränderungen. Scheinbar gibt sich unsere Mannschaft nicht mehr so richtig Mühe und schon haben wir zwei Tore von Jena in unserem Netz. So hatte ich mir das aber heut Abend nicht gedacht. Glücklicherweise ist nicht aller Tage Abend und wir schaffen es mit einem schönen Elfmeter am Ende mit einem 2:2 aus dem Spiel zu gehen. Das gefällt mir und so klatsche, singe und springe ich ins Wochenende…

Nu? … Nu!

Urlaub in Kombination mit einem 03-Spiel am Sonntag ergaben für mich die Möglichkeit endlich, mal wieder drei Spiele an drei Tagen zu sehen. Hab ja sonst nix zu tun. Los gings mit…

Victoria Seelow vs. FC Frankfurt (Oder)

Freitag, Flutlich, Derbyzeit im Oderbruchstadion! Und dazu noch Spitzenspiel der Brandenburgliga. Zugegeben, es war erst der zweite Spieltag. Aber immerhin hatten die Gastgeber ihr erstes Spiel in Hohenleipisch 4:0 gewonnen. FF machte es da noch besser und gewann sogar 5:0 in Oranienburg. Es konnte also ein spannendes Spiel erwartet werden. Wurde es aber am Ende leider nicht, denn die Kleiststädter waren überlegen und deutlich abgeklärter. Stand es zur Pause noch 0:0, netzten sie kurz danach zweimal ein, überstanden die Druckphase von Seelow mit nur einem Gegentor und siegte am Ende gar 5:1. Mit Frankfurt scheint diese Saison zu rechnen zu sein. Aber 03 hat bekanntlich auch in der letzten Spielzeit sehr gut begonnen.
Der Samstag bot wiederum Zeit für gepflegtes Kreisklasse-Hopping beim Spiel…

Rot-Weiß Reitwein vs. Eintracht Ahrensdorf

Für die vier Prozent der Leser_innen, die nicht wissen, welche Liga das ist: 1. Kreisklasse Ostbrandenburg Mitte. Auf Grund von leichtem Trödeln wurde auch gleich das erste Tor nach 30 Sekunden für Ahrensdorf verpasst. Zum Glück sollten noch einige folgen. Aber erstmal den Platz in Augenschein nehmen. Herrlicher Dorfplatz, was an dieser Stelle natürlich positiv gemeint ist! Ok, der Rasen hat den Namen nicht verdient und gerade lag wohl auch nur im Auge der Erbauer, aber genau das wollte man doch sehen. Das Spiel selbst ließ auch keine Wünsche übrig. Ab und zu mal ordentlich in die Knochen treten, ein Schiri, der selbstverständlich nichts richtig machen konnte, ein aufgenommener Rückpass zum Torwart, eine Gelb-Rote wegen Schiri-Beleidigung, ein Spieler, der die erste Halbzeit noch Zuschauer war und zur zweiten auflaufen musste, damit Reitwein wieder vollständig war und am Ende noch ein 3:3. Große kleine Fußballwelt!
Das Highlight dann natürlich am Sonntag…

03 vs. Bautzen

Kein Bock auf Zug und kein fahrender Bus ließen uns zu einer vierköpfigen Auto-Reisegesellschaft mehr oder weniger ergrauter Herren zusammenrücken. Sollte mir recht sein, denn ich war nicht der Fahrer. Der war, wie es der Zufall auch noch wollte, Ur-Sachse und wuchs auch noch in der Nähe von Bautzen auf. Somit stand einem kulturellem Rahmen nichts mehr im Weg. Der Bestand zunächst darin, sich Kamenz anzusehen. Sehr schön, nur leider im Dauerregen. Aber die kredenzten Kamenzer mit Nudelsalat machten auch das wieder wett. Danach gings getarnt im anderen Auto weiter in die Senfstadt. Noch in Brandenburg wurde nebenbei beschlossen, dass im Zweifel nur der Einheimische redet und die anderen sich auf ein zustimmendes oder ablehnendes „Nu.“ beschränken sollten. Hat auch gut funktioniert und die kurze Stadtrundfahrt in Bautzen wurde ohne Zwischenfälle gemeistert.
Am Stadion weiterhin Dauerregen und die Lust, noch 2 Stunden ohne Dach rumzustehen, sank irgendwie. Immerhin wurde es mit dem Anpfiff der Partie minütlich trockener. Das Stadion selbst passt irgendwie mehr zur Leichtathletik als zum Fußball. Allerdings waren die Preise fair und das Bier lecker. Nur die angebotene Kamenzer soll wohl nicht ganz der Knaller gewesen sein. Gut, dass wir vorgesorgt hatten.
Ebenfalls nicht der Knaller war leider das Spiel. 03 zwar motoviert, aber ohne Durchschlagskraft. Bautzen auch nicht viel besser, aber dafür mit zwei Toren auf der Habenseite. Auch der Support wollte über das Spiel hindurch, auch bei mir, nicht wirklich in Fahrt kommen…geschenkt. Ab nach Hause. Und wer kann, ab nach Klosterfelde!