King Banik versus Slavia Prag

Ein insbesondere dank meiner Mitfahrer unvergesslicher Tschechien und Slowakei – Ausflug wurde durch dieses Spiel abgerundet. Während bei den weiteren 5 unterklassigen Spielen in Tschechien das „Übliche“ (Klobasa, Pivo, alte Holztribünen, die liebenswerte omnipräsente tschechische Nappel – und Gemütlichkeit, die Entdeckung der Langsamkeit etc.) und in der Slowakei (welche, Achtung Futur2, definitiv noch einmal von mir bereist werden wird) ausschließlich Burgen und Natur (ok, 1-2 Pivo auch) im Vordergrund standen, sollte bei oben genannter Begegnung auch das Fangeschehen im Fokus stehen.

Das altehrwürdige Stadion „Bazaly“ (http://de.wikipedia.org/wiki/Stadion_Bazaly#mediaviewer/Datei:Ostrawa_7176.jpg) ist natürlich definitiv ein sehenswertes, zumal es heute mit 12.500 Zusehern gut gefüllt werden sollte. Wie der Überschrift zu vernehmen ist, gilt Banik Ostrava (abgefuckte, authentische, nach Ruß stinkende Stadt) ja als „Supportking“ in Tschechien, da sie zum einen „polnischen“ Support abliefern (sehen sich als Schlesier und haben eine auch an diesem Tag stark sichtbare Freundschaft zu Katowice) und zum anderen als die bestorganiserte Szene gelten, die auch auswärts regelmäßig auftrumpft. Die, im Gegensatz zu den von mir 2-mal gesehenen und als schlecht bewerteten Spartaner, Gäste von Slavia fahren die „Ultraschiene“, weshalb dieses Spiel als das stimmungsvollste im Land gilt; aufgewertet durch die Tatsache, dass es bei den Gästen darum ging, den Abstieg zu vermeiden und die Heimseite sich und den Klassenerhalt feiern wollte. Eine aufgrund falscher Berechnungen mäßige Choreo, eine halbwegs gelungene Choreo und jede Menge Schlachtrufe später gehe ich zwar mit, dass Ostrava in jedem Fall der „King“ in Tschechien ist, richtig gut oder gar überragend war das beileibe nicht. In meinen Augen kein Vergleich zu den (als mittelmäßig geltenden) polnischen Szenen, die ich schon sah. Die in schwacher Zahl angereisten Gäste (200…möööp) überzeugten zwar anfangs mit einer guten Mitmachquote und 1-2 optischen Aktionen, das Katastrophenspiel ihrer Mannschaft (2:0 für Banik, Slavia schaffte dennoch den Klassenerhalt), welche danach mit einer Bierbecherarmada eingedeckt wurde, sorgte jedoch alsbald für relative Ruhe. Die Banikfans feierten den gelungenen Saisonabschluss und wir nahmen die Gästefans etwas genauer unter die Lupe um hernach festzustellen, dass wir sowohl die ältesten, als auch die breitesten Menschen im Gästeblock gewesen wären. Zurück an die ausgeschlossenen Anstalten.