Das war ja wohl ein (Meusel)Witz…..

Das Wetter-> ein Witz!

Die Zuschauerzahl-> Ein Witz!

Die Gegentore-> Ein Witz!

Die Elfmeterentscheidung-> Ein Witz!

Könner Koc inmitten der anderen-> Ein Witz!

Stimmung in der Nordkurve-> Ein Witz!

Oese geht neuerdings joggen-> Ein Witz!

Spruchbandaktion in der Ecke-> Ein Witz!

Unsere Banneraufhängaktion-> Ein Witz!

Lok will am Sonntag „keine Politik im Stadion“-> Ein Witz!

Meine Kreativität-> Ein Witz!

Blauweißbunt in Leipzig

Kein Fuß­ball den Fa­schis­ten

Am 8. De­zember spielt der SV Ba­bels­berg 03 im Bru­no-​Pla­che-​Sta­di­on gegen den 1. FC Lok Leip­zig. Es ist der erste Spiel­tag der Rück­run­de in der Re­gio­nal­li­ga-​Sai­son 2013 / 2014. An die­sem Tag geht es aber um weit mehr als um drei Punk­te in der Meis­ter­schaft.

Als der 1. FC Lok Leip­zig am 3. Au­gust 2013 im Karl-​Lieb­knecht-​Sta­di­on zu Gast war, hat­ten die an­ge­reis­ten Leip­zi­ger of­fen­sicht­lich wenig In­ter­es­se daran, ihren Ver­ein zu un­ter­stüt­zen. Meh­re­re Dut­zend stürm­ten nach ihrer An­kunft den Gäs­te­block. Beim Ein­zug hul­dig­ten ei­ni­ge in Ge­sän­gen den mi­li­tan­ten Nazis vom Na­tio­nal­so­zia­lis­ti­schen Un­ter­grund (NSU), der Bom­ben­an­schlä­ge ver­übt und min­des­tens zehn Men­schen er­mor­det hat. Noch vor dem An­pfiff grif­fen ei­ni­ge Lok-​Hoo­li­gans den Heim­block an. Wäh­rend des Spiels skan­dier­te ein nicht un­er­heb­li­cher Teil der Gäs­te­kur­ve immer wie­der an­ti-​an­ti­fa­schis­ti­sche, ras­sis­ti­sche, an­ti­zi­ga­nis­ti­sche, ho­mo­pho­be und se­xis­ti­sche Pa­ro­len, die im Schlacht­ruf „Wir sind Lo­kis­ten – Mör­der und Fa­schis­ten“ kul­mi­nier­ten. Au­ßer­dem stürm­ten ei­ni­ge Gäste den Platz und sorg­ten für eine Spiel­un­ter­bre­chung.

Nach dem Spiel wurde der Ba­bels­ber­ger Fan­sze­ne vor­ge­wor­fen, das Spiel un­nö­tig po­li­ti­siert zu haben. Ver­ein­s­of­fi­zi­el­le des säch­si­schen Fuß­ball­clubs woll­ten Pro­vo­ka­tio­nen von Sei­ten der Gast­ge­ber er­kannt haben, die zu den men­schen­ver­ach­ten­den und dis­kri­mi­nie­ren­den Ge­sän­gen sowie der Ge­walt der Gäste ge­führt haben sol­len. In einer Zeit, in der en­ga­gier­te Fuß­ball­fans wie die Aa­chen Ul­tras, die Ul­tras Braun­schweig oder die Ko­hor­te Du­is­burg auf­grund ihrer an­ti­ras­sis­ti­schen Po­si­tio­nen an­ge­grif­fen wer­den oder ihre Kurve ver­las­sen müs­sen, ist eine der­ar­ti­ge Po­si­tio­nie­rung eines Fuß­ball­ver­eins un­er­träg­lich. Auch an­ge­sichts ge­sell­schaft­lich be­denk­li­cher Ten­den­zen, wie zum Bei­spiel die Pro­tes­te rech­ter Rat­ten­fän­ger gegen die Schaf­fung von Flücht­lings­un­ter­künf­ten in ganz Deutsch­land, wer­den wir be­son­ders darin be­stärkt, unser En­ga­ge­ment für die Grund­wer­te un­se­rer Ge­sell­schaft auch im Um­feld des Fuß­balls fort­zu­füh­ren und of­fen­siv zu ver­tre­ten.

Trotz des Ver­hal­tens der Fans sowie der Ver­ein­s­of­fi­zi­el­len des 1. FC Lok Leip­zig im Au­gust wer­den wir Fans des SV Ba­bels­berg am 16. Spiel­tag nach Leip­zig fah­ren – nicht nur um unser Team laut­stark und krea­tiv zu un­ter­stüt­zen, son­dern auch um ein kla­res Zei­chen für mehr Re­spekt und Men­schen­ver­stand sowie gegen Dis­kri­mi­nie­rung und die Ver­herr­li­chung rech­ten Ge­dan­ken­guts im und au­ßer­halb des Sta­di­ons zu set­zen.

Wir laden des­halb alle Fans des SV Ba­bels­berg 03 und Freun­de ein, uns nach Leip­zig zu be­glei­ten. Wir rufen au­ßer­dem alle en­ga­gier­ten Leip­zi­ger*innen, die kei­nen Bock auf Na­zi-​Schei­ße haben, dazu auf, sich un­se­rer De­mons­tra­ti­on vor dem Spiel an­zu­schlie­ßen. Wir tref­fen uns am 8. De­zember um 10 Uhr zur Auf­takt­kund­ge­bung am Bahn­hof Con­ne­witz und zie­hen von dort zum Bru­no-​Pla­che-​Sta­di­on.

Unter dem Motto „Blau­weiß­bunt in Leip­zig“ möch­ten wir zei­gen, dass Ras­sis­mus, An­ti­se­mi­tis­mus, An­ti­zi­ga­nis­mus, Homo- und Trans*pho­bie sowie Se­xis­mus keine Chan­ce haben – weder in un­se­ren Kur­ven, noch au­ßer­halb des Sta­di­ons!

En­ga­giert und cou­ra­giert für eine bunte Ge­sell­schaft! Kein Fuß­ball den Fa­schis­ten!

Nord­kur­ve Ba­bels­berg

Dat war wohl nüscht…

Der Tag fing echt gut an! Gut ausm Bett gekommen und reichlich gefrühstückt. Mit meinen zwei Lieblingsmenschen und viel Spaß nach Berlin gefahren. Trotz Unkenrufen eines meiner Mitfahrer rechtzeitig am und im Stadion gewesen.

Und dann ging´s schon nicht mehr so gut weiter. Noch am Getränkestand fiel das erste Tor für die Berliner. Auf der Suche nach einem Stehplatz schon das Zweite. Aber bisher haben wir so was ja immer noch rumgerissen und schon folgte ein Tor für uns. Leider kurze Zeit darauf auch schon das Dritte für unsere Gastgeber.

Mit diesem Spielstand ging es dann auch in die Pause! Aber als Optimistin gab ich natürlich die Hoffnung nicht auf und vermittelte das auch allen Gesprächspartner in der Pause. Der abermals verpasst Anpfiff schaffte es jedaoch meine  verbreitete Hoffnung schnell wieder verpfuffen zu lassen ebenso wie meine Konzentration. Deswegen wanderte mein Blick lieber auf den schönen Himmel, der so gar nicht zu dem passte was weiter unten passierte. Denn so bekam ich nur am Rande mit wie wir 2 weitere Gegentore einsackten.

Nach dieser Niederlage war die Stimmung mies und der Gästeblock schneller leer als ich bis 10 zählen konnte. Das war auf jeden Fall sehr bezeichnend für das abgelieferte Spiel und mehr gibt´s da eigentlich auch nicht zu zu sagen.

Wir sehen uns schon am Freitag mit neuer Hoffnung im Gepäck!

Zawisza Bydgoszcz versus Widzew Lodz (besser bekannt als „Z“-Spiel)

Das Drumherum, beispielsweise im Hotel (2*mal aus dem Fahrstuhl fallen, unerlaubterweise am Buffet bedienen, Kaffee durch die Nase schießen und zu guter Letzt unbewusst die Zeche prellen) erspare ich euch und komme sogleich zu einer kurzen Beschreibung dieses Hassspiels, da Zawisza mit Lks Lodz im Bunde ist. Letztere waren, erkennbar an ihren einheitlichen Mützen, hier und heute zu Hunderten zugegen, aber nicht im Stadion….muss ich noch mehr sagen? Während wir einen Waschbären vor einem Supermarkt beobachteten (wirklich!) liefen die knapp 1500 Gäste, garniert mit La Bombas Richtung Gästeblock, welchen sie allerdings erst zur 40. Minute komplett betraten und bis dato kein Mucks von den Gästen zu hören war. Die Heimseite (knapp 4.000 Supporter) legte gut los, etwas Luft nach oben war aber noch, wohlgemerkt dennoch besser als fast (nur Frankfurt, Dresden, Rostock und Wuppertal an sehr guten Tagen) alles in Deutschland. In der zweiten Hälfte dann die Highlights im Stadion, eine perfekte Wendechoreo von Widzew (http://www.youtube.com/watch?v=E6UKG3Z9Nlo) und eine Blockfahne von Zawisza, welche zum Einen 20 Minuten gehalten wurde und unter welcher zum Anderen 15 Blinker und Bengalos das Licht der Welt erblickten.

Draußen war es anscheinend nicht weniger  interessant, denn Folgendes ist wahrscheinlich(!!) geschehen: Lks griff den Gästeblock an, Widzew mit mehreren hundert Leute raus, die Bullerei setzt einen der beiden Wasserwerfer ein um Widzew im Block zu halten. Lks wird bis zum Zawisza-Block zurückgedrängt, welches nun die Heimseite in Sekunden ihre Kurve leeren und den befreundeten Lodzern gegen die Bullen helfen lässt. Während die Gäste nun munter supporteten, lieferte sich die Heimseite also nen krassen Kampf mit der Staatsmacht. Letztere setzte dabei massiv auf Gummigeschosse, da wir auf unserem Heimweg, neben einem angsteinflößenden Hauermob der Heimseite, etliche Verletzte (zur Hälfte Frauen) sahen.  Das Ende des Spiels (übrigens 2:0) interessierte nicht mehr so viele………

 

Ps: Grüße an die unauffälligen Ultras Dynamo (zu siebt im Kreis um den Fotoapparat stehen und laut sächselnd abfeiern)

Tops und Flops am Pokaltag-> Nulldrei im Halbfinale.

Top:

+ Die „Horte“ in Strausberg (http://www.horte-srb.de/)-> ein (H)ort zum Verweilen. Danke an die Gastgeber, die kleinen Preise, die Weltklassemucke und den Zimtschnaps

+ Schlicht und ergreifend der Sieg

+ Offensiv sah das stellenweise richtig gut aus

+ Das Vorstandsmitglied des Gastgebers, welcher ohne langes Rumzucken die indiskutablen 8 Euro Eintritt für unseren Mob auf 5 Euro drückte, garniert mit den Worten „Wat hab`ick mir dabei eigentlich jedacht, achte…so`n Quatsch“ und darüber aufklärte, dass der Stadtname vom germanischen „Strutze“ (Bohne) abstammt.

+ humane gastronomische Preise

+ Stara Garda grüßt aus dem angrenzenden Spaßbad

+ Folgendes Szenario: Man steigt mit 25 Leuten um 18 Uhr in den Zug Richtung Berlin und trifft einen rotzevollen „Greuther Fürth“ Fan (mit Schal), welcher sogleich vom zujezogenen Nürnberg Fan mit Schmähgesängen bedacht wird.

+ Lecker Schawarma in Kreuzberg

+ Lesung im „Goldenen Hahn“, auch Nulldrei wird mit einem kurzen Kapitel bedacht.

+ „Ein Efes im Späti“ artet aus in eine 5-stündige(!) Diskussion über Gott (Nulldrei) und die Welt (äh…hüstel…Ultra)

+ Mehmet lässt uns auf sein Privatklo

+ Eintretende Kunden kaufen wirklich alles, nur kein gutes Bier

+ Irgendwie ein toller Tag

 

Flops:

– defensiv durchaus fragwürdige Vorstellung

– Support quasi inexistent

– erneut völlig übertriebenes Polizeiaufgebot

– „All you can eat“-Chinese mit unpassenden Angebotszeiten

– leider betraten auch so einige Nervbacken die „Horte“, welche verbal, aber auf verständlichen Wunsch der Gastgeber eben nicht nonverbal auf ihre Idiotie angesprochen wurden.

– „Kaput Krauts“ verpasst (siehe: Späti)

– „The Oppressed“ verpasst (siehe: Späti)

– der Tag endete leider irgendwann

15./16.11.2013 SO36/Berlin: Siempre Antifascista reloaded!

 Siempre Antifascista 2013

Auch im Jahr 2013 werden wir im November wieder ein Siempre Antifascista Festival im SO36 in Berlin Kreuzberg veranstalten. Die erneuten Nazimorde im Jahr 2013 an unseren beiden Genossen Clément Méric in Paris & Paulos Fissas aka Killah P in Athen haben einmal mehr auf erschreckend brutale Art und Weise gezeigt, wie wichtig aktiver antifaschistischer Widerstand und eine entsprechende Grenzen überschreitende Vernetzung auch weiterhin sind. Egal ob Nazimorde in Griechendland oder Frankreich, Homophobe Gesetze in Russland, antiziganistische Pogrome in Tschechien, nationalsozialistische Zustände in Ungarn, Naziterror in Deutschland oder die alltäglichen mörderischen Zustände an den Aussengrenzen der EU gegenüber Flüchtlingen – es gibt weiterhin einiges zu tun! Deshalb gilt auch im Jahr 2013: Siempre Antifascista! 

11. November – Internationaler Gedenktag an von Nazis ermordete Antifaschist_innen

An dieser Stelle das Lineup für das Siempre Antifascista Festival 2013:

Freitag 15.11.2013

The Not Amused (Finest Powerpop aus Berlin)

Eastie Rois (Punk aus Ostberlin)
Trouble Orchestra (Rap und Gesang, von Hip Hop bis Post-Rock aus Hamburg)
Ämbonker (Raw And Pissed Off Hardcore Punk aus München)
Kira Kanoa (Antifascist Hardcore Punk aus Neuruppin)
Antinational Embassy (Troop of revolutionists from all over the globe who became friends while fighting for the rights of refugees in Berlin-Kreuzberg)

Samstag 16.11.2013

Artifical Eyes (Antifascist Oi! aus Stuttgart)
Kaput Krauts (Punk aus dem Ruhrgebiet/Berlin)
Pestpocken (Punkrock aus Giessen Asozial)
Man Lifting Banner (Hardcore Punk aus Amsterdam & Amersfoort)
The Oppressed (Antifascist Oi! aus Cardiff)

Veranstaltungsort

Ort: SO36
Adresse: Oranienstraße 190, 10999 Berlin
Anreise: siehe hier http://so36.de/location/

http://siempreantifa.noblogs.org/

SIEMPRE ANTIFASCISTA 2013: enough is enough

Verfasst von: siempreantifa.noblogs.org.
Siempre Antifascista 2013thumb-BerlinSiempreAntifascista2013

Seit 2008 findet das „Siempre Antifascista Festival“ jährlich in Berlin statt. Jedes Jah bemühen sich alle Beteiligten – ob Organisatoren_innen oder Künstler_innen – aufs Neue darum, einen Rahmen zu schaffen, in dem sich das antifaschistische und emanzipatorische Selbstverständnis sowohl im musikalischen Angebot des Festivals als auch in dessen inhaltlicher Ausrichtung spiegeln.

 

 

Linke Spassverderber_innen?

 

Ein antifaschistisches Musikfestival ist kein Marx-Lektürekurs, keine Parallelwelt für Eingeweihte, zu der nur diejenigen Zugang erhalten, welche sich an starre Regeln halten – das „Siempre Antifascista“ ist vor allem ein subkulturelles Event. Seit mehreren Jahren vertritt es nach innen und außen den Anspruch, dass Politik eben nicht dort aufhört, wo die Party anfängt. Die Verbindung zwischen subkultureller Musik und den antifaschistischen Inhalten, die sie transportiert, bekanntmacht und zum Gemeinschaftserlebnis werden lässt, blickt auf eine gewisse Geschichte in vielen Teilen der Welt zurück und hat einen nicht zu unterschätzenden subversiven Gehalt. Bis heute sind subkulturelle Punk-, Hardcore- und Hiphop-Konzerte für junge Menschen ein erster Berührungspunkt mit antifaschistischen und emanzipatorischen Inhalten. Solche Musik-Events bieten eine Basis sein für den Austausch mit Gleichgesinnten aus verschiedenen Gegenden und können niedrigschwellig für antifaschistische und libertäre Themen sensibilisieren und begeistern. Außerhalb der großen Metropolen sind selbstorganisierte Konzerte und Festivals oftmals die einzigen kulturellen Angebote und ermöglichen mit ihrem unkommerziellen Selbstverständnis die Beteiligung junger Menschen – abseits vom kommerziellen, populären Mainstream.

 

Musik und politischer Kampf

 

Dass subkulturelle Events tatsächlich mehr sind als eine angenehme Art, für wenig Geld zu guter Musik zu feiern, wird nicht zuletzt dort offenbar, wo Menschen für ihr Bekenntnis zu emanzipatorischen Subkulturen ihr Leben lassen. In den letzten Jahren wurden zahlreiche Genoss_innen in ganz Europa aufgrund ihrer Zugehörigkeit zu antifaschistisch geprägten Subkulturen – die häufig einher ging mit politischem Aktionismus – von Neonazis ermordet. Nicht zufällig geschahen viele der Morde in räumlicher und zeitlicher Nähe zu subkulturellen Musikevents.

Doch Neonazis haben antifaschistische Subkulturen nicht nur zu ihrem Feindbild erkoren, dessen Vernichtung sie anstreben. Seit mehreren Jahren kopieren rechte Bewegungen deren Auftreten und ihre musikalische Ausrichtung, nur Symbolik und Inhalte werden dem völkischen und menschenverachtenden Weltbild angepasst.

Ob erklärtermaßen rechte Festivals, auf denen einschlägig bekannte Nazi-Bands ihre Hass-Ideologien propagieren oder rechtsoffene Events, die neben vermeintlich „unpolitischen“ Bands auch Patriot_innen und Rassist_innen eine Plattform bieten – rechte und konservative „subkulturelle“ Angebote und Musiknetzwerke erfreuen sich derzeit großer Beliebtheit und werden von den Beteiligten als Vernetzungs- und Rekrutierungsplattformen genutzt. Bands der politischen Grauzone mit Hang zu reaktionären Weltbildern sind längst in den Charts und im musikalischen Mainstream angekommen. So können sie ihre Inhalte offen verbreiten und gesellschaftsfähig machen.

Musikalische Subkulturen, die sich dieser Entwicklung gegenüber nicht nur blind stellen, sondern sich sogar als „unpolitisch“ positionieren, verkennen die Gefahr, die von rechten Musiknetzwerken und Grauzonen-Bands ausgeht. Der Verzicht auf gewisse emanzipatorische Standards wie Antisexismus und Antirassismus innerhalb musikalischer Zusammenhänge bietet rechtem Gedankengut und Hassideologien ein äußerst willkommenes Einfallstor und weiteres Mobilisierungspotential.

Antifaschistische und links geprägte Subkulturen hingegen müssen sich ihrer großen Bedeutung stärker bewusst werden. Sie stellen nicht nur die einzige Kraft hinter dem konkreten Kampf gegen reaktionäre Inhalte in Musik und Subkultur dar. Durch kontinuierliche Aufklärungsarbeit und Information über rechte und Grauzonen-Bands – vor allem außerhalb des eigenen subkulturellen Rahmens – gilt es zudem, deren weitere Ausbreitungsversuche eizudämmen und zuverhindern.

Nicht zuletzt ist es Aufgabe und Merkmal antifaschistischer Musik-Events, selbst Anreiz und Begeisterung bei allen Beteiligten und vor allem Spaß an der Sache wecken. Sie sind selbstorganisierte, solidarische und emanzipatorische Veranstaltungen – Orte des entspannten, gemeinsamen Feierns zu geliebter Musik.

 

Gefeierte Solidarität

 

Zu den wichtigen Besonderheiten des „Siempre Antifascista Festivals“ und anderer antifaschistischer Events gehört nicht nur das Bewusstsein, eine angenehmeParty für alle zu ermöglichen – der Versuch einer vorübergehenden, aber ernsthaften Pause für sexistische, rassistische, homophobe und andere Diskriminierungsarten, die uns alltäglich überall begegnen und einschränken.

Zudem versteht sich das Festival, wie auch andere politische Musik-Veranstaltungen, als wichtige Plattform für gelebte Solidarität – über alle Grenzen hinweg.„Siempre Antifascista“ setzt einen wichtigen Akzent auf internationale und antinationale Vernetzung und Solidarisierung antifaschistischer Aktiver in der ganzen Welt. Das Festival und die Konferenzen der Vorjahre sind auch Ausdruck und Ergebnis von Austausch mit Aktivist_innen weltweit und der gegenseitigen Unterstützung unserer gemeinsamer Kämpfe.

Musik ist ein Kommunikationsmittel, das sich über alle geographischen und sprachlichen Barrieren hinwegsetzt und Menschen miteinander verbindet, die gleiche Ideen und Ziele teilen. Gemeinsames Feiern bringt uns näher zusammen und stärkt uns im politischen Kampf. Nicht zuletzt ist es zudem praktisch gelebte Solidarität: auch dieses Jahr gehen alle Einnahmen des Festivals als Unterstützung an antifaschistische und libertäre Bewegungen.

 

Für Solidarität und internationale Vernetzung! Für eine emanzipatorische, antifaschistische Subkultur – weltweit!

Siempre Antifascista – antifascist struggle worldwide!

 

„Ich fahr` nicht mehr nach Belgrad, bei euch ist immer was los!“

Die Worte eines USP èrs sind gar nicht so weit hergeholt, denn dieser Freitag Abend im November war wieder mal sehr unterhaltsam.

Die zahlreiche Hoppermeute kam aus dem Knipsen gar nicht mehr heraus, denn beide Seiten boten ein klasse Intro. Auf unserer Seite eine perfekte Blockfahne, garniert mit Pyro, die „Größten der Welt“(?) boten ein Fahnenmeer und die beste Pyroshow seit langer, langer Zeit im wunderschönen KarLi. Sowieso beeindruckten die Maggies durch eine hohe Anzahl (leider auch von Vokuhila-Assis auf der Tribüne-> nicht mit Worten zu beschreiben), wobei dies aufgrund der Sehnsucht nach einem richtigen Stadion und dem nahezu perfekten Gästeblock eigentlich nicht überraschen sollte.

Auch supporttechnisch steigerten sich die Gäste im Vergleich zu den letzten Auftritten erheblich, auch wenn das Liedgut natürlich nicht den Kreativitätspreis gewinnen wird. Die Nordkurve hielt das ganze Spiel hinüber gut dagegen (gegen Zwickau beispielsweise hätte das locker gereicht), die Anzahl an supportwilligen war/ist bei Magdeburg aber logischerweise einfach höher. Ändert aber, wie gesagt, nix am guten Gesamtauftritt.

 

Irgendwie nicht stimmig jedoch, dass es, wie auch in den letzten Jahren, nicht zu Pöbelgesängen kam, 2 Böller (wie ich diese Scheiße hasse) und ein aufgetretenes Fluchttor einerseits Konsequenzen nach sich ziehen werden, andererseits das Spiel längerfristig unterbrachen. Glück für die Gäste, denn das Spiel hätte auch locker für Nulldrei gewertet werden können, da hätte sich auch keiner beschweren können.

Das Spiel an sich gegen die favorisierten Gäste gestaltete unsere Equipe erfreulich offen, Beck (verdient so viel wie 5 unserer Spieler zusammen) und Fuchs (verdient so viel wie 7 unserer Spieler zusammen) brachten die Maggies zwar auf die Siegerstraße, fortan kämpfte die Mannschaft (erneut angetrieben von Koc) um den verdienten Ausgleich, welcher schließlich auch fiel. Das Team holte sich hernach seinen verdienten Applaus ab und hat die Heimniederlagenserie gestoppt. Und da lege ich mich fest: Die „größten Vokuhilas der Welt“ sehen wir nächste Saison wieder bei uns, der BAK und Neustrelitz sind eine Nummer besser als diese uninspirierte Truppe.

 

Auf nach Strausberg und das Niveau („Ficken oder was?“-„Sekt für die Nutten, Champagner für uns!“……) der Strausberger Jungs und Mädels aus nächster Nähe genießen.

PS: Willkommen bei den Zujezogenen, L.. Hessenpower!