Aktionen rund um das Halberstadt-Heimspiel

Zum heutigen Heimspiel wird es diverse Aktionen rund um das Thema Grauzone und Rechtsoffenheit geben. Unter anderem wird im Stadionheft ein Info-Text veröffentlicht und in der Nordkurve der folgende Aufruf verteilt:

Hallo liebe Nordkurve,

mit diesem Text, der gleichzeitig als Einladung verstanden werden kann, wenden wir uns als ein Teil der Nordkurve an Euch im Allgemeinen und an Dich im Speziellen.

Sicherlich ist es auch Deiner Aufmerksamkeit nicht entgangen, dass es in den letzten Monaten verstärkt Debatten innerhalb und außerhalb der Kurve gab, in denen über die Problematik rechtsoffener Bands diskutiert wurde. Leider blieben nicht alle Auseinandersetzungen auf einer verbalen Ebene. Nach dem Sankt-Pauli-Spiel kam es zu einem handgreiflichen Konflikt. Dazu wollen wir es nicht wieder kommen lassen und versuchen nun, Mittel und Wege zu finden, wie wir einen vernünftigen Umgang und eine Diskussionskultur zu den Thematiken der Rechtsoffenheit und der Grauzone schaffen können.

Die Vergangenheit hat uns zwei Dinge bewiesen:

  1. Das Interesse am Thema ist in weiten Teilen der Kurve vorhanden. Eine erste Informationsveranstaltung zur „subkulturellen Farbenlehre“, die der Fanbeirat mit dem apabiz organisierte, fand großen Zuspruch.
  2. Um für das Thema zu sensibilisieren, muss eine Form der Aufklärungsarbeit gefunden werden, bei welcher sich Leute nicht vor den Kopf gestoßen sondern mitgenommen fühlen.

Aus diesen Gründen ist es uns enorm wichtig, dass der Prozess des Umganges mit der Thematik von weiten Teilen der Nordkurve mitdiskutiert und mitgetragen wird. Dabei spielt es in erster Linie keine Rolle, ob ihr damit schon konfrontiert wurdet oder erstmalig damit in Berührung kommt.

Fakt ist, dass es nahezu an jedem Spieltag der Fall ist, dass sich in der Nordkurve Bekleidungsstücke von rechtsoffenen Bands wiederfinden. Diese Bands agieren in einem Spektrum, in welchem es zu personellen und inhaltlichen Überschneidungen zu bspw. rassistischem, sexistischem und nationalistischem Gedankengut und Strukturen kommt. Es sollte klar sein, dass eine Tolerierung dessen für eine Kurve, die sich als weltoffen und progressiv versteht, unmöglich ist. Dies hat die Nordkurve immer wieder auch öffentlichkeitswirksam bewiesen und es besteht ein ungeschriebener Konsens.

Gerade in Bezug auf die „Grauzone“ ist die Sache dann aber doch nicht ganz so klar und es gibt einen großen Interpretationsspielraum, da die Musikbranche bekanntlich riesig und kaum überschaubar ist. So finden sich in nahezu allen Richtungen (vom Hardcore über Rock bis hin zum HipHop) auch rechte Strukturen, denen es entschieden entgegen zu treten gilt. Insbesondere im großen, unpolitischen Gemenge von Bands gibt es daher auch viele, bei denen die politische Ausrichtung anderer (auch befreundeter) Bands keine so große Rolle spielt. Die Folge ist eine rechte Unterwanderung von Subkulturen. Aber: Wo fängt sie an? Schützt schlichte Unwissenheit vor Konsequenzen? Setzen sich die Leute, die Merchandise einer rechtsoffenen Band tragen damit auseinander? Finden Reaktionen nach dem Konfrontieren mit der Thematik statt oder wird es einfach nur als Antifa-Gequatsche abgetan?

All diese Fragen wollen wir gemeinsam mit DIR bearbeiten, um Lösungen zu finden, wie wir zukünftig in der Nordkurve damit umgehen, wenn Menschen mit entsprechenden Kleidungsstücken auftauchen.

Scheue dich also nicht und komm‘ zu unserer ersten Diskussionsrunde in den Fanladen. Diese findet am 05.09.2013 um 19 Uhr statt! 

In einem ergebnisoffenen Prozess ist deine Meinung gefragt. Nur wenn wir es schaffen, jetzt den Stein ins Rollen zu bringen und alle Leute mit ins Boot nehmen, können wir zukünftig verhindern, dass es zu Unstimmigkeiten innerhalb der Kurve kommt, da dies ein Versuch einer gemeinsam abgestimmten Vorgehensweise ist.

Darüber hinaus wollen wir auch die breite Masse im Stadion für das Thema sensibilisieren, weshalb in den nächsten Stadionheften (heute gegen Halberstadt und gegen Jena) Texte zu den Themen Grauzone und den in der breiten Gesellschaft akzeptierten Bands „Böhse Onkelz“ und „Frei.Wild“ erscheinen.

Weiterhin soll es auch weitere Informationsveranstaltungen zum Thema geben. Eine erste plant der Fanbeirat gerade zum Thema „Grauzone im HipHop“.

Wir freuen uns auf eine diskussionsfreudige und ergebnisorientierte Zukunft =)

Minigolf ist ein Arbeiterspocht!

1000+X in der Jästekurve. So hieß das vom Verein ausgegebene Ziel beim Berliner AK. Ich hielt das von Anfang an für unrealistisch, trotzdem wollten die Zujezogenen ihren Beitrag leisten. Somit machte sich die erste Reisegruppe schon recht früh von Babelsberg in Richtung Vorstadt auf. Schließlich stand dort noch eine Einladung zum Schnittchen-Bier-Empfang auf dem Programm. Die Anreise gestaltete sich problemlos und die Versorgung war großartig. Vielen Dank an die Macher_innen!
Vorm Stadion zeigte sich dann schon eine gute Anzahl von Gästen. Es sollte dann aber doch nicht vierstellig werden, aber immerhin 600-700 werden es gewesen sein. Nach den recht lockeren Kontrollen kamen die AHs und OHs beim Betreten des Runds. Sympathisch zugewachsen kann man noch gut erahnen, wie imposant das Ganze mal war.
Vom Beginn des Spiels an hat der Support echt Spaß gemacht. Allerdings kam ich nach einer Viertelstunde auf die blöde Idee, ein neues Bier zu holen. Blöd deshalb, weil die Zapfanlage einfach nicht wollte und eine Menge Leute sich den Rest der ersten Halbzeit in der Bierschlange ansehen durften. Welch Potential dadurch verschwendet wurde, zeigte sich beim lauten Wechselgesang mit der Kurve. Somit habe ich die ersten beiden Tore und die sehr seltsame Schirientscheidung auch nicht wirklich gesehen. Immerhin muss man dem BAK anrechnen, dass sie wenigstens noch vom Supermarkt Bier geholt und günstiger verkauft haben.
Die zweite Halbzeit dann wieder im Block, allerdings ließ das Spiel der Guten nach, was in Unterzahl gegen einen Spitzenverein der Regio auch nicht verwundert. Zum Ende hin nochmal gut Support abgeliefert und die Mannschaft, trotz der Niederlage, ein wenig abgefeiert.
Doch damit war der Tag noch lange nicht rum. Einige Leute machten die umliegenden Kneipen unsicher. Andere zogen nach Hellersdorf, um der NPD zu zeigen, wer dort wirklich nicht erwünscht ist. Wir entschieden uns für Variante 3: Minigolf! Die Anlage war für den 03-Anhang reserviert worden und es fanden sich auch ungefähr 50 Leute ein. Die Versorgung war ebenfalls super und die Löcher wurden mehr oder weniger erfolgreich gemeistert. Danach noch allgemeines Herumziehen im Viertel und erst deutlich nach Sonnenuntergang Abreise.
Schön war’s und ich bin gespannt, was die anderen 3 Berlin-Fahrten in der Hinrunde noch bringen werden.

Stark!

Ich habe noch die ganzen Bedenken während der Sommerpause in meinen Ohren, wie wir es jemals schaffen wollen, eine ordentliche Truppe zusammenbekommen. Vom Durchreichen in die Oberliga wurde schwadroniert. Der Teufel, ob der finanziellen Möglichkeiten bei der diesjährigen Personalplanung, wurde nicht nur an eine Wand gemalt. Dass sich dies als unnötig herausstellen sollte, deutete sich bereits in den Testspielen an. Da wächst etwas zusammen, was uns Fans noch eine Menge Spaß bereiten wird, waren meine Gedanken nach dem ersten Saisonspiel. Zwei Spiele später breche ich wegen der offenen Baustellen und frühen Saisonphase noch immer nicht in totale Euphorie aus, aber es ist klar, dass diese Truppe gut miteinander harmoniert und wirklich Potenzial und Kampfgeist besitzt. Es ist mal wieder ein sehr ungewohntes Gefühl am Babelsberger Park erfolgreichen Fußball zu sehen.

Aber, wie gewohnt, von vorn: Zunächst hieß es, den Weg zum Fanladen zur Abwechslung mal nicht vom Rathaus aus mit all den Freund_innen aus der Nordkurve zu gestalten, sondern einmal zu zweit mit der kleinen FI99-Zujezogen-Koproduktion, die ich babysittend bis kurz vor Anpfiff in meine Obhut nahm. Am Fanladen angekommen, wurde sich schon kräftig bereit gemacht, um ins Stadion zu gehen und neben den üblichen Vorbereitungen, auch die am Freitagabend liebevoll kreierten Spruchblasen zu verteilen. Diese nahmen zum Teil ironisch Bezug auf die vielen, mitunter absurden Reaktionen in Folge des Spiels gegen Lok, insbesondere auf das hartnäckige Gerüche ähh… Gerücht, dass Fäkalien und Urin in den geworfenen Wasserbomben gewesen seien. „Kot statt Böller“, „Urin statt Uran“, „Fußball raus… aus der Politik“… was haben wir am Freitag gelacht! Garniert mit dem Spruchband „Alle guten Dinge sind 03“ und etwas Rauch und fertig war das Intro.

Da ich das eben beschriebene Intro leider nur von der Haupttribüne aus sah, konnte ich auch gleich noch eine akustische Hörprobe des Gästeanhangs um Red Kaos mitnehmen. Diese legten für die Anzahl der Mitgereisten recht ordentlich und vor allem beeindruckend laut los, wurden aber im Verlauf des Spiels auch etwas leiser. Das kann aber auch an meiner Wahrnehmung liegen, denn fünf Minuten nach Anpfiff betrat ich dann auch endlich mein Wohnzimmer. Die Nordkurve legte zu Spielbeginn ganz passabel los und sollte an diesem Nachmittag noch zeigen, was in ihr steckt. Währenddessen versuchte unsere Equipe das Spiel unter Kontrolle zu bringen, was aufgrund der starken Zwickauer Spielveranlagung zunächst nicht wirklich gelang. Folgerichtig kassierten wir das 0:1 nach verunglückter Kopfballverlängerung eines Nulldreiers und dem schnellen Pass in die Mitte. Gladrow chancenlos, Nordkurve trotzig: Wir gewinnen sowieso! Es dauerte dann nur fünf Minuten, als Becker frei vor Unger auftauchte und diesen gekonnt überlupfte. „Wir haben Unger, Unger, Unger…!“ konnte sich die Nordkurve dann nicht verkneifen. Nach dem Pausentee ging es auf dem Platz und den Rängen munter weiter und gipfelte in der verdienten Führung unserer Equipe nach wunderbarem Spielzug und Traumschlenzer von Severin Mihm. Was sich supporttechnisch bereits in der ersten Halbzeit andeutete wurde nun ebenso fortgesetzt und versetzte uns in eine ekstatische Gesangsstimmung, die ich in dieser Form lang nicht mehr erlebt habe. Es hat gestern wirklich riesen Spaß gemacht!

Das war´s eigentlich auch schon. Das 2:1 bedeutete auch den Endstand, was im Ergebnis des 3. Spieltages 9 Punkte auf der Haben-Seite und die Tabellenführung bedeutet. Unsere Spitzenreiter, von denen jeder Einzelne ein wirklich starkes Spiel machte, kamen natürlich noch ihr verdientes „Darum feiern wir…“ abholen und haben nun ein paar Tage Zeit, um sich intensiv auf unseren nächsten Gegner, den Berliner AK, einzustellen. Bei diesem Spitzenteam gastieren wir am kommenden Samstag, den 24.08.13 um 13.30 Uhr im altehrwürdigen Poststadion in Berlin-Moabit. Informiert euch über die bekannten Kanäle zu den Anreisevarianten und kommt zahlreich!

Avanti Babelsberg!

Viertelstundenglück

Die vermutlich schönste – und da leg ich mich jetzt einfach schon mal fest  -Viertelsunde der gesamten Saison gab es bereits beim ersten Auswärtsspiel in Auerbach zu erleben:

3 Tore für die Guten erzeugten kollektives Ausrasten und ein Dauergrinsen bei Team und Mitgereisten.

Doch der Reihe nach: Meine Vorfreude auf diese Fahrt war enorm. Neben der Aussicht auf eine nette Bustour lockte auch ein neuer Ground. Fast pünktlich legte der Gute Laune – Dampfer ab und die Zeit nach Auerbach verging dank angenehmer Gespräche und dem ein oder anderen Getränk fast wie im Flug. Überaus nett auch die kleine Rundfahrt durchs Vogtland. Vom Busparkplatz aus noch ein paar Meter laufen, die örtliche Tuningszene bestaunen und dann waren wir auch schon am Estadio. Schönes Ding, erinnert mich an so manch tschechisches Stadion. Waghalsig wurden die Banner befestigt und schon begann der Spaß. Nulldrei zu Beginn recht ordentlich, aber nach etwa 10 Minuten kam Auerbach besser ins Spiel und sollte dann auch bis zur ca. 60. Minute das bessere Team bleiben. Die hiesige Nummer 6 machte ein starkes Spiel, vielleicht will der ja mal an den Babelsberger Park wechseln. Dann die drei Tore und Freude pur! Was gab es außerdem: Vorsänger auf der Leiter, Segelflugzeuge, Nickerchen auf dem Rasen, überaus nette Gastgeber und feines Catering. Ich will da wieder hin!

Die Stadt sind wir Alle! Demo am Sa., 17. August 2013

 

Aufruf der Initiative „Recht auf Stadt“:

Am Samstag den 17.08.2013 gehen wir in Potsdam wieder auf die Straße. Gegen hohe Mieten, gegen Verarmung und Verdrängung, für eine Stadt für alle!

Nicht schon wieder, könnte mensch denken, doch das Thema ist nicht vom Tisch, im Gegenteil es geht gerade erst los. Wenn wir die letzten zwei Jahre betrachten, dann hat gemeinsames, solidarisches Handeln und entschlossenes Auftreten etwas bewirkt. Wir haben immer wieder mehr oder minder geheime Aktionen von Pro Potsdam, Gewoba und Co. öffentlich gemacht. In Potsdam kommen mittlerweile nicht einmal mehr die sonst so stadtnahen Printmedien an der skandalösen Wohnungsnot vorbei. MieterInnen, die schon fast resigniert hatten und nur allzu oft glaubten, dass sie eh nichts ändern könnten, haben sich zusammengeschlossen und sind gemeinsam aufgetreten. Laut haben sie auf die Missstände aufmerksam gemacht und mehr als einmal ihr Recht wahrgenommen, in der Stadtverordnetenversammlung zu sprechen, ob nun mit oder ohne Einladung.

Zum Beispiel in der Heidesiedlung am Findling, die hinter dem Rücken der MieterInnen verkauft werden sollte und es gelungen ist, die Privatisierung zu verhindern. Oder das „Archiv“, das die Stadt als unkommerzielles Wohn- und Kulturprojekt durch fadenscheinige Argumente zu zerstören versuchte, es ihnen aber nicht gelang. Auch der Versuch die Wohnprojekte in der Stadt zu diskreditieren und die Pachtzinsen exorbitant zu erhöhen ist nicht unbeobachtet geblieben und wurde öffentlich gemacht.

Doch immer noch ist es so, dass Prestigeobjekte und Preußenkitsch wie Stadtschloss, Palast Barberini, Garnisonkirche und vieles mehr Vorrang vor guten Wohnungen für alle haben, dass diese Stadt plant, Flüchtlinge in Containern im Industriegebiet zu lagern während in der Innenstadt Schlösser gebaut werden. Und nicht nur das. Alles was da nicht ins Bild der Preußenfans passt, soll verschwinden. Alternative Lebensentwürfe und Wohnideen müssen immer wieder gegen reaktionäre Stadtplanung und Verwertungslogik verteidigt werden.

Wir wissen, dass jede Veränderung erkämpft werden muss, denn die Verantwortlichen haben kein Interesse daran, dass sich etwas ändert. In den letzten zwei Jahren haben wir die Erfahrung gemacht, dass wir solche Veränderungen auch erkämpfen können. Das kostete viel Kraft und ist oft schwer, aber wir lernen dabei auch neue Leute kennen und machen Erfahrungen, die uns stärker machen.

Deshalb werden wir auch die Wohnungen in der Behlertstraße verteidigen. Eigentlich sind die Bedingungen genau wie am Findling, doch auch hier wird hinter dem Rücken der BewohnerInnen agiert. Fehlinformationen an die MieterInnen, Wohnungsleerstand und Verkaufsüberlegungen sind Teile einer Strategie der Pro Potsdam um das ganze Areal mit ca. 264 Wohnungen gewinnbringend zu verkaufen. Doch die Pro Potsdam hat sich geschnitten, wenn sie dachte es geht mal wieder so. Nichts da! Wir werden überhaupt nicht mehr leise sein und werden das nicht zulassen. Weder in der Behlertstraße, noch am Staudenhof oder sonst wo.

Der Ausverkauf von städtischem Wohneigentum führt dazu, dass mittlere und untere Einkommensschichten sich die Mieten nicht mehr leisten können. Luxussanierte Wohnungen zu extrem hohen Preisen sind die Folge. Durch diesen Umstand steigen aber auch die Mieten von langen Verträgen immer weiter. Leerstand von einzelnen Wohnungen und ganzen Häusern sind immer noch zuträglich für Spekulationen in dieser Stadt. Höchste Renditen können erzielt werden, wenn aus Beständen der Gewoba oder Pro Potsdam gekauft wird. Menschen werden nicht nur an den Stadtrand oder aus bestimmten Vierteln verdrängt, sondern müssen gleich ganz aus der Stadt abhauen. Das zahlungskräftige Klientel will unter sich bleiben. Und nicht zuletzt gehören viele der EntscheidungsträgerInnen der Stadtpolitik auch dazu.

Hier geht es längst nicht mehr nur um Wohnungen oder Miete, hier geht es darum, wer darüber bestimmt, wer, wie in dieser Stadt leben darf und wer nicht. Deshalb rufen wir alle auf, die von der Politik der Verdrängung betroffen sind, ob Mieterinnen vom Staudenhof oder BewohnerInnen der Behlertstraße, ob Flüchtlinge, Betroffene von Zwangsräumung oder Luxussanierung, ob Leute aus Wohnprojekten, Wagenburgen und besetzten Häusern oder Familien in zu kleinen Wohnungen am Schlaatz, ob sofasurfende Jugendliche oder Studis die jeden Tag anderthalb Stunden zur Uni fahren müssen… die Liste ließe sich unendlich fortsetzen… gemeinsam mit uns auf die Straße zu gehen und zu zeigen: Wir sind da und wir gehen hier nicht mehr weg! Wir werden es nicht mehr hinnehmen, daß die Mieten steigen und steigen, dass der Mietspiegel (eigentlich ein Instrument um Mietpreise zu deckeln) seinen Sinn verliert, Pachtzinsen erhöht werden, Leerstand trotz Wohnungsnot gefördert wird und die kommunalen Verwaltungen sich aus ihrer sozialen Verantwortung stehlen.

Schluss mit der ganzen Scheiße!

Wir lassen uns nicht vertreiben.

Miete-Abriss-Schicksanierung – Wir haben es satt!

Plätze-Häuser-Alles – Für alle in der Stadt!

http://www.rechtaufstadt-potsdam.de/

Spendet für die Lokisten!

Wie ihr bereits, unter anderem aus der lesenswerten „Leipziger Volkszeitung“, erfahren habt, wurden viele unpolitische Lokisten am Samstag, dem 3.8., Opfer von diversen, politisch motivierten Übergriffen der intoleranten Babelsberger. Da müssen wir etwas tun!

 

Spendenkonto: 14 18 88

 

Bank: SparkaSSe  Braunau

 

Spendenstichwort: Selbsteinopferung

 

Helft alle mit, damit wir auch in Zukunft die Schuld woanders suchen können. Außerdem brauchen wir ganz dringend Sonnencreme…..

Unser Türke schießt euch alle ab!

Oh liebe Leut`, nun hört mir zu,

Faschos sangen „NSU“,

Ordner machten gerne Platz,

mochten diese Linkenhatz,

von oben Schläge auf die Birn`,

auf das nicht allzu doll gefüllte Hirn,

„Zigeunerpack“ warn wir genannt,

als ob dies nicht schon allerhand,

kam Judenhetze noch hinzu,

für ne`Menge Gäste kein Tabu,

Lokisten hierfür Hand in Hand,

für Ehre, Treue, Vaterland.

Höchst peinlich dann des Loksche monieren,

„Nu lasset öich nüch prövözieren“,

und ohne des Worten zuviel, keins,

Lok 0, Babelsberg 1!

Viel zu viel, scheiß Verein!