Dritte Wahl!

Heimspiel für Nulldrei? Nee, es ging  „aaaaaaaaaaaaaahhhhhhhhaaaaaaaaaaaa“-schreiend( http://www.youtube.com/watch?v=PZ2MGb5CpHM ) nach Stuttgart.

Keine Angst vor den Stukis, dafür waren sie im Hinspiel einfach zu schwach, welches sich im Rückspiel wiederholte, bis…..

„Greif ein“ seitens der Heimfans an den Liri gerufen wurde,

während der vormals laute Gästeblock „Macht die Augen auf“ schrie und den Elfer nicht wahrhaben wollte. „Halt (ihn) (mich) fest“ wünschte man Löhe, doch vergebens.

Warum hat man hier bitte verloren? Tage und Nächte haut man sich um die Ohren, und nun das.

Vergeben, Vergessen, Vorbei, ist doch nur ne kleine Störung, denn Alles wird gut!

Wir sehen uns in der Mainzer Straße äh, im Karli beim Klassenerhalt, wenn es wieder heißt: Zeit, bleib steh`n!

Ps: Gib Acht!  vor Ute, denn sie gibt Alles für den Wind!

Uentschieden? Entschieden?

Unentschieden ob der Leistung der Mannschaft.

Unentschieden das Endergebnis.

Unentschiedene Meinungen zur Zuschauerresonanz.

Unentschiedene Meinungen zum Support der Nordkurve.

Unentschiedene Meinungen zu`n Karlicharts.

Unentschiedene Meinungen zu Oese (attraktiv versus sehr attraktiv)

Entschieden tolle Choreo des FI`s.

Entschieden war Erfurt zu leise für die Masse.

Entschieden viele Faschos im Gästeblock.

Entschieden spürbare Positivstimmung im Verein.

Entschieden zu viele Wespen in der Nordkurve.

Entschieden zu viele seltsame externe Ordner.

Husefaggishonzaroschtog Ahusrufezoischen

Es gibt Spiele, die vergisst man nicht! Aber der Reihe nach.

Samstag, Auswärtsfahrt. „Wir zünden doch am Dienstag, oder?“-„He, wieso?“-„Na, volle Hütte, Gegner…!“-„Hä? Who the fuck is Hansa Rostock?“ Dienstag, Heimspiel: „Sag mal, zünden wir heute wirklich nicht?“-„Nein! Wieso denn? Sag bitte net, wegen Hansa! Who the fuck is Hansa Rostock? Sag mir, who?“

Dann habe ich mir meine Gedanken gemacht, who sind die eigentlich? Nach den Eindrücken von gestern (und 8 Spielen zuvor) muss ich sagen, dass sie viele sind, partiell laut sind und das Zielen aber mächtig verlernt haben. Und wenn man mal 9 Sekunden einen Hauch von Sympathie für sie empfindet (aufgrund einer feinen Pyroshow), zerstören sie alles durch Sinnlosböller und Geschosse, welche erneut(!) in den eigenen Reihen landeten.

Kommen wir lieber zu unserem Team, welches sich das Motto auch zu eigen machte und nach anfänglichen eher zurückhaltenden 30 Minuten das Heft in Form von Reiche, Koc und Müller in die Hand nahm und verdientermaßen das Spiel drehen konnte. In der 2. Hälfte gab es mehrfach die Gelegenheit (teilweise nach tollen Spielzügen) die Führung auszubauen, da aber Hansa nie wirklich gefährlich wurde, konnte man hernach mit dem Chancenleichtsinn leben. Samstag nachlegen, heißt die Devise!

Und das Drumherum? 9.000 Zuseher im Karli (geil, und wir fahren mit 31 Leuten auswärts nach Karlsruhe…), darunter geschätzte 150 Hopper (auf deren „neutrale“ Berichte ich mich schon wieder freue), Flutlicht und eine Nordkurve, wie ich sie noch nicht besser erlebt habe. Manche Lieder standen der Brachialität der Gäste in nichts nach, dazu gab es genau die gesunde Melange aus Oldschool und Ultra. Dazu eine unfassbar bunt gemischte geile Kurve und eine fast schon pathetische Ansprache der Vorsänger. Heraus kommt die Erkenntnis, dass Kurve und Team sich an diesem unvergesslichen Abend gegenseitig pushten, die Gänsehaut lange anhielt, manch einer Pippi in den Augen hatte, die Nordkurve an solchen Tagen sogar mit Hansa mithalten kann und Böller auf ewig Scheiße sein werden.

Hach, manchmal kann man so etwas einfach nicht in Worte fassen! Geil!

Von Mundpups, Keksen und fröhlichen Stunden

Die drittletzte Fahrt der Saison stand an. Noch weiter vorne stand allerdings die zweite Auflage des Rash & Disorderly Festivals. Da der Bus Richtung Karlsruhe erst um 3:45 Uhr starten sollte, lies sich beides prima verbinden und eine knappe Handvoll Zujezogener zog es ins Cortina Bob. Es hätten dort auch ruhig noch ein paar mehr Leute sein können, trotzdem war es ein schöner Abend und ich hoffe, der zweite hat sich ebenfalls gelohnt. Wir machten uns derweil auf den Weg nach Nowawes, brachten die Vokü gleich mit und holten auch noch (endlich mal wieder!!) die Schubidu-Bar raus.
Was dann um 3:45 Uhr noch fehlte, war der Bus. Aber keine Sorge, irgendwann bog auch der um die Ecke und mehr oder weniger beschwingt ging es in Richtung Süd-Westen. Zu den Stunden auf der Autobahn gibt es nicht viel zu erwähnen. Die Bar wurde zwar langsam, aber gut angenommen. Die Brötchen waren viel zu schnell ausverkauft. Ungünstige Schlafpositionen und ihre Folgen wurden lässig mit lecker Gebäck vergessen gemacht. Ich ließ mich wieder zu einem sehr mutigen Tipp beim Tippspiel hinreißen. Das wars aber auch schon…Ankunft. Sehr pünktliche Ankunft und damit auch noch Zeit für die Vokü. Eine alte Bekannte konnte auch endlich mal wieder begrüßt werden: Die Sonne! T-Shirt-Wetter! Hell Yeah! Die Temperaturen wirkten sich anscheinend auch auf die staatlichen Ordnungshüter aus, welche sich mal wieder durch sinnfreie Aktionen irgendwas selbstbeweisen mussten. Doch nun erneut zum Positiven in Form der Eintrittspreise, welche mit 9/5 € durchhaus als fair zu bezeichnend sind. Die erste wirkliche Ernüchterung folgte anschließend am Getränkestand, der mit Alk-Freiem versuchte, Geld zu verdienen. Die angebliche Begründung dieser Maßnahme, dass die Gefahr zu groß wird, im Suff die Treppen vom Gästeblock herunterzufallen…nee Leute, is klar.16042013055
Ach ja, gespielt wurde auch noch. Ich hab aber keine Lust, groß was dazu zu schreiben, denn schön war das nun wahrlich nicht. Karlsruhe spielte nicht sonderlich gut, 03 aber speziell in der zweiten Halbzeit noch schlechter. Teilweise lief gar nichts zusammen und unsereins wartete tatsächlich darauf, endlich wieder in den Bus zu dürfen. Irgendwann dazwischen lag noch die zweitgrößte Slapstick-Nummer des Spiels: Wenn man sich den Gästeblock im Wildpark ansieht, fällt auf, dass der recht groß ist. Nun verloren sich aber nur geschätzte 80 Nulldreier_innen dort. Das hielt einen motivierten Ordner aber nicht davon ab, eine (ja, genau eine!) Person aufzufordern, doch den markierten Fluchtweg zu verlassen. Immerhin könnte eine Panik ausbrechen und dann muss der natürlich frei sein! Kurzerhand konnte der Squat von einigen Aktivist_innen besetzt und bis zum Schluss gehalten werden. Reclaim your Fluchtweg! Der/die aufmerksame Leser/in fragt sich jetzt mit Sicherheit, was diese Aktion slapsticktechnisch noch toppen konnte. In meinen Augen ganz klar unser Tor. Selten sowas Unverdientes gesehen. Dass dieser Punkt nicht bis zum Schluss gehalten wurde…einfach nur bitter. Genauso bitter wie das Publikum des KSC, was durch homophobe Sprüche und das Mitgrölen nationalistischen Liedguts (-> Badnerlied, das) in Erinnerung bleibt.
Nach einer halben Stunde Wartezeit ging es auf den Weg zurück. Sogar ein Kasten Bier mehr konnte an Bord begrüßt werden. Vielen Dank an die edlen Spender! Das dieser nicht all zu lange halten würde, war klar wie die berühmte Kloßbrühe. Um die Meute weiter bei Laune zu halten, wuchs die Idee, dass das über die Schubidu-Bar geschehen musste. Kurzerhand wurde gleich zwei mal eine Happy Hour ausgerufen! Dank dem reißenden Absatz, wird diese Aktion mit Sicherheit wiederholt. Wenn die Bar dabei ist. Versteht sich.

Aufbruch – Alme – Pyro

Vorfreude – Aufregung- Treffpunkt-  Alex – S Bahn – Bierchen – Quatschen – Lachen- Ankommen – Späti – Kiezgefühl – Loslaufen – Fanladen – Freundinnen – Freunde – Karli – Merch – Stadionheft –  Nordkurve – Banner –Supporter – Ultras- Vorsänger – Alme – Mannschaft – Schiedsrichter –   Spielbeginn – Pyro –  Choreo  – Trommel – Fahnen – Singen – Klatschen – Anfeuern – Leiden – Lieben – Engagement – Roar – Halbzeitpause – Torwand – Karlicharts – Catering – Zweiter Durchgang – Nervosität – Kippe – Hoffen – Support – Schlusspfiff – Ratlosigkeit – Sammeln – Fanladen –S-Bahn – Umsteigen – U-Bahn –Gute Nacht!

 

Video vom Filmstadt Inferno 99:

 

Filmstadt Inferno 1999 – Always with you! from Filmstadt Inferno 1999 on Vimeo.

Ein inhaltsleeres Nullzunull

Die Geschichte des Spiels ist eigentlich schnell erzählt und doch irgendwie eine andere. Als der Schiri überpünktlich nach 90 Minuten ein mehr als durchwachsenes 0:0 unseres Teams gegen die nicht minder unvermögenden Offenbacher abpfiff, fühlte es sich so an, als hätte es das Spiel gar nicht gegeben. Ehrlich. Das Gefühl hatte ich noch nie. Es war einfach ein Ereignis mit Hülle, aber ohne Inhalt. Dabei kann man sich ja nach dem desolaten Hinspiel (5:2 für den OFC) mit dem ergatterten Punkt fast schon anfreunden. 

Ganz so einfach ist das dann aber doch nicht, denn das Dargebotene war eine Fortsetzung der Vorwochenleistung in Saarbrücken und lässt das Schlimmste erahnen. Dass wir im Abstiegskampf sind, hat wohl ein Großteil der Mannschaft bislang nicht begriffen und bietet nicht im Geringsten den Einsatzwillen an, den es eigentlich braucht. Nichts mehr ist zu verspüren von der Heimstärke aus der Hinrunde. Oder liegt es vielleicht auch am Trainer, der nicht die richtige Einstellung für das Team findet und seinen markigen Worten zu Beginn der Saison, es ginge nur über den unbedingten Siegeswillen, nun keine erkennbaren Taten folgen lässt? Für mich ist Letzterer nicht unbedingt schuldlos an der Einstellung des Teams und daher so kurz vor Ende der Saison und vor den entscheidenden englischen Wochen bei Weitem nicht mehr tragbar. Andererseits ist klar, dass die Chance längst verpasst wurde und ein Trainerwechsel bereits vor dem Aachen-Spiel hätte erfolgen müssen. 

Bleibt eigentlich nur das Prinzip Hoffnung. Das Team hatte bislang nicht die Chance gehabt, nach der Winterpause in einen Spielrhythmus zu finden. Nun, mit den kommenden Wochen besteht zwar die Chance, wird aber auch unweigerlich an die konditionellen Grenzen der Spieler führen. Fakt ist, dass unser Team spielerisch einiges oben drauf legen muss, um zu den ersehnten Punkten gegen den Abstieg zu gelangen. Da hilft natürlich auch nicht unbedingt, über die Situation auf der Geschäftsstelle zu lamentieren, sondern den Fokus ausschließlich auf die eigene Leistung zu legen. Denn nur über diese wird der Abstieg verhindert und öffnet die Tür für eine Vertragsverlängerung. Aber die Schuld immer auf andere schieben zu müssen, scheint in unserem Verein mittlerweile zum Guten Ton zu gehören, was natürlich auch dringend über die Lokalpresse kommuniziert werden muss. 

Zur Stimmung in der Nordkurve lässt sich eigentlich nicht wirklich viel berichten. Sie war dem Spiel und dem „Gegner“ angepasst, was aber nicht der Anspruch sein sollte! Ein paar wenige, lautere Sachen, aber sonst überwiegend schwach – so, wie das Spiel eben. 

Noch ein paar Worte zum Drumherum:
Bitte seid in nächster Zeit etwas wachsamer hinsichtlich der im Karli eingesetzten Ordner. In letzter Zeit lässt sich leider wieder stärker ein Trend beim eingesetzten Personal erkennen, der wirklich besorgniserregend ist. Ein vorläufiger Tiefpunkt wurde an diesem Wochenende erreicht, indem Fans einen der führenden Köpfe der verbotenen Kameradschaft Frontbann 24, Uwe Dreisch, unter den Ordnern ausmachten und diesen sofort entfernen ließen. Hierzu wird es kurzfristig die dringend überfälligen Gespräche zwischen Dienstleister, Verein und Fanbeirat geben müssen. 

Im Ergebnis der OFC-Merch-Verbrennung im sog. Ostblock finde ich es eigentlich nur bedauerlich, dass Dummheit nicht heilbar ist. 

Es nützt nix: Mittwoch geht die wilde Fahrt weiter. Dann gastiert der VfB Stuttgart mit seiner Zweitvertretung im Karli. Anstoß ist 19 Uhr! Und das übernächste Ereignis wirft ebenfalls schon seinen langen Schatten voraus. Am kommenden Samstag geht´s nach Karlsruhe. Sichert euch die Bustickets – umgehend! 

Avanti Babelsberg!

Über Köln nach Saarbrücken und zurück

Aus der längsten Auswärtsfahrt mal eben die kürzeste gemacht, dank Kurzurlaub in der Domstadt. Im Trio machten wir uns via PKW auf, Richtung Saarland.

Treffpunkt 10 Uhr, Bahnhof Deutz. Dort packten wir den Exil-Zujezogenen Ferris Jr. ein, welcher mit der Bahn aus irgendeinem Kaff angereist kam. Noch nicht ganz auf der Autobahn angekommen, war das Motto klar: Tödder, du kannst fahren, ich muss trinken“. Aus Ermangelung an Kaltgetränken, zeigte sich auch Ferris Jr. sichtlich erfreut über meine erlesene Bierauswahl, so trank auch er das Kölsch mit HochgenussJ

Mit der passenden musikalischen Untermalung des von mir ausgerufenen Mottos, rasten wir Richtung Südwesten. Kurz vor Saarbrücken dann die Hiobsbotschaft: Der Bus aus Potsdam wird bis zu einer halben Stunden Verspätung haben; großartig!

Vor einem der letzten richtig schönen Stadien der 3.Liga angekommen, zeigten sich uns dann doch ein paar 03er_innen, welche allesamt aus den südlichen Regionen der Republik angereist waren. Noch schnell ein günstiges Bierchen gezischt, an dem sehr sympathischen Imbisswagen vor dem Gäste Block und rin ins charmante Ludwigparkstadion.

Im Block ca. 50 03er_innen und noch keine Spur des Potsdamer Partydampfers. Anpfiff. Der Support zu Anfang schleppend aber in Anbetracht der Umstände mitunter recht akzeptabel. Gegen Mitte der ersten Halbzeit trudelte dann endlich die ersehnte Verstärkung aus Potsdam ein, was dem Support sichtlich gut tat. Schöne Stimmung, viele Fahnen, selbst die Doppelhalter störten mich diesmal nicht. Mittlerweile vielleicht 80-90 Personen im Gästeblock.

Nun wurde es Zeit für Spieler und Fans den Pausentee einzunehmen. Nach den obligatorischen 15 Minuten Pause ging es weiter. Die Stimmung im Block immer noch recht gut, es wurde gesungen und getrunken. Dann war auch recht pünktlich Schluss, Abpfiff.

Warum ich nichts zu dem Spielgeschehen auf dem Platz berichte? Ganz einfach, der Ausflug war viel zu schön, als das dieses Spiel noch lange in Erinnerung bleiben sollte.

Was aber unbedingt in Erinnerung bleiben sollte, sind die vielen Gäste aus Trier+ Umland und natürlich aus Hamburg, welche sich wieder einmal im Gästeblock eingefunden haben. Dank dafür.

Nun ging es für die „Reisegruppe Schäl Sick“ wieder nach Köln. Schön wars, trotz  Fußball…