Ein Sinnbild für Ungarn-> Ultras ESMTK aufgelöst

Seit mehreren Jahren hielten wir regelmäßigen Kontakt zu einer kleinen Fanszene vor den Toren Budapests, welche sich, allerdings erst nach dem Zusammenschluss zweier Gruppen im Jahre 2001, als einzige ungarische Szene antifaschistisch und antirassistisch positionierte. Obgleich nur in den Niederungen des ungarischen Fußballs unterwegs, fuhren die Ultras ESMTK geschlossen zu den Spielen und supporteten dort kreativ ihre Farben. Eben jene Unterklassigkeit verhinderte es, dass die rechtsextremen Ultras der großen Budapester Vereine einen Fokus auf die Gruppe richteten, bis zu einem Spiel bei der Zweitvertretung von Ferencvaros vor einigen Jahren, als die Ultras ESMTK sich auch dort zu ihrer Einstellung bekannten. Seitdem gab es immer wieder Drohungen, kleinere Übergriffe und nunmehr auch Auseinandersetzungen mit Nazis bei Auswärtsspielen. Parallel dazu nahm auch der Repressionsdruck seitens der Polizei zu und im letzten Sommer löste sich die Gruppe auf. Erst nach einigen Monaten wurden uns die Hintergründe dafür offenbart und diese sind ausschließlich politischer Natur, ich zitiere: „Es ist hierzulande einfach „in“, Antisemit, Rassist und rechtsextrem zu sein, ordentlich denkende Leute findet man kaum, und das ist für die gesamte Gesellschaft charakteristisch. Der Druck einiger rechter Gruppen an uns nahm zu. Da wir immer weniger wurden und wir zu dem fallenden Niveau unserseits nicht unseren Namen geben wollten, haben wir uns geeinigt, uns aufzulösen.“ Die aktuelle Situation kann wie folgt beschrieben werden. Nur noch wenige Mitglieder besuchen unorganisiert die Spiele des Vereines und das Stadion wurde wiederholt mit rechtsextremen Parolen beschmiert. Die letzten Worte überlasse ich unserer Kontaktperson: „Typisch für Ungarn in diesen Zeiten.“

R.i.P: Ultras ESMTK (2001-2011)

die letzte fahrt zum letzten spiel…

schnapslicht : an – dann trinken / aus: dann getrunken

mit eichhörnchen ins museum : bringt parktisch gar nix … die sind doch so vergeßlich die armen

„sitzt du auf meiner mate ?“  „warum  sollte ich ?!“

wem gehört der  müll? – wenn ich hier sitzte, dann mir – punkt

kleine lakritzkatzen schmatzen / happy schokokuchen : nun  sind gewisse noch schläfriger als sonst 😉

der „neue“ von felix  hat heute nen probetag 😉 und kuckt morgen union ;-)))))

„alle“ zerstören unser leben – gesang von drei nicht zu bremsenden…rette sich wer kann

schlafende fi-kinder an bord des inzwischen gewohnten angenehmen busunternehmen mit echtholzparkett

wieder leckerste vokü schlechthin zum abschluß im stadion nebenan

FUßBALL : dafür braucht es nicht immer profis…..das können einige schon selbst incl kleinem malheur

die in grüner sicherer einheitskleidung dürfen mal wieder erfahren wie schön das leben ist, wenn

mensch nicht in grüner sicherer einheitskleidung gepackt wird/ist…steckt

LIEBE MENSCHEN — SCHUBIDUBAR –  BIER –ORDENTLICHE MUSIK

ankunft : teile der vorständlercrew – die einen übten sich in wandern/ die anderen in regionalen spezialitäten verputzen/ einen müden, weil er hundebabies hat, hatten sie auch dabeiund alle kamen sie gut gelaunt passend zur vokü

kein dach : regen  /   dach: fast kein regen

enger platzangstblechblock / üble beschallung durch politiker – stadionsprecheranimation über übel viele boxen

amaranto bricht unter scortesi zusammen ;-)))

hauptsächlich spaß- und ganz klein wenig ernst-support

3 vorm komischen stadion mit efes vom real / eine ire singt /

langweilig: gleiche raststellen

makarenko schwer verletzt – gute besserung !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

in x-wochen geht’s weiter

ach ja 2: 2 und uns ist das nicht egal .

Das war ein Satz mit X

Mit dem gesicherten Klassenerhalt im Rücken ging die Mannschaft selbstbewusst ins Finale des Brandenburger Landespokals gegen den SV Falkensee-Finkenkrug. Das Spiel im Stadion an der Leistikowstraße begann mit einer 10-minütigen Verzögerung, weil noch zahlreiche Babelsberger Fans vor dem Stadion auf Eintritt warteten. Was sie dann und die ca. 400 weiteren angereisten Fans von Nulldrei geboten bekamen, ließ zunächst zu wünschen übrig. Das vor sich hinplätschernde Spiel hatte seinen ersten Höhepunkt in einem von Dominik Stroh-Engel verschossenen Elfmeter in der 16. Spielminute. Dennoch konnte der SVB mit einer 1:0-Führung in die Pause gehen, denn Mirko Rücker köpfte einen Freistoß von Anton Makarenko ins eigene Tor. Dem internationalsten aller zujereisten Fans schmeckte die Bratwurst und das Bier, aber sicherlich nicht der Ausgleich der Falkenseer durch Sezer Seymen in der 60-ten Spielminute. Aber es kam noch bitterer. Trotz zweier Platzverweise der gastgebenen Mannschaft nach einem Foul an Markus Müller (S. Seymen) und einer anschließenden Schlägerei (Saldanha-Salves) gelang es unserer Mannschaft in Überzahl nicht, daraus Kapital in Form eines Führungstores zu schlagen. Stattdessen traf der klare Außenseiter in der 72-ten Spielminute zur Führung im heimischen Stadion. Oh my goodness! Unbelievable! Alle hofften auf ein Last-Minute-Tor wie am vergangenen Samstag. Doch auch zwei Groß-Chancen reichten nicht aus, um den Ausgleich und damit die Verlängerung zu erzielen. Sehr schade, denn gerne hätte ich unserem zujereisten Fan aus Kanada eine siegreiche Babelsberger Mannschaft präsentiert. Herzlichen Glückwunsch an den Gewinner des Brandenburger Landespokals SV Falkensee-Finkenkrug.

Amaranto und die UFFTA

Die gestrigen Ereignisse in unserem geliebten Karli führten dazu, dass wir uns zu einer Neuauflage eines gemeinsamen Zujezogen-Spielberichtes entschieden haben.

 

Den Anfang macht Kueken:

Voller Hoffnung machte ich mich gemeinsam mit hans_m. auf den Weg zum Stadion. Die Hoffnung bezog sich zum Einen auf den Klassenerhalt der Mannschaft, zum Anderen auf das Wetter (ich wollte mal nicht frieren oder ertrinken im Stadion und auch keinen Sonnenbrand bekommen). Das Wetter bombastisch, die Stimmung in der Kurve super, Gästefans, die mit dem Wort „Support“ etwas anfangen konnten, eine Babelsberger Mannschaft auf dem Feld, die tollen Fußball spielte – das musste doch was werden. Nach unzähligen Versuchen der Guten, den Ball im Tor zu versenken, nach etlichen Fouls (nicht nur an DSE) und einigen schwer nachvollziehbaren Entscheidungen des Schiedrichters, in der Nachspielzeit dann die Erlösung: TOOOOOOOOOOOOOR!!!!!  KLASSENERHALT!!!!! Freudentaumel, Feierstimmung, Bier und …
Sonnenbrand!

 

ferris:

Der Tag begann früh, nachdem am Vorabend gegrillt wurde, konnte ich in der Nacht kaum schlafen. Diagnose: Nervosität! So ging es mir schon lange nicht. Daher war ich also schon um 8 auf und nahm zu 11 mein erstes Beruhigungs-Bier. Nachdem ich am blauen und grünen Laden meine Nervosität teilen konnte und alle Fragen nach einem Tip kategorisch ablehnte, machte ich mich mit hack auf zum Fanladen und von dort zum Stadion. An das Spiel bei bestem Sonnenbrandwetter kann ich mich kaum erinnern. Ich zitterte die ganze Partie und schielte zwischendurch auf den Zwischenstand bei RWO vs. Jahn Regensburg. Die Hoffnung auf den vorzeitigen Klassenerhalt hatte ich aufgegeben, als der Schiri zum Freistoß kurz vorm 16er Pfiff. Jetzt ein Patti Moritz, das wär`s. Ich konnte kaum hingucken und dann zappelte der Ball im Netz. Unbeschreiblicher Jubel! Großartig! Und zudem ein schöner Abschluss für Almes letztes Heimspiel. Einem der auf ewig unvergessenen Nulldreier. Der Tag klang mit Bier im Schatten aus, denn solch Momente genieße ich persönlich gern still für mich. Auf eine weitere Saison in der 3. Liga und auf nach Wiesbaden zum letzten Spiel. Allez les bleus!

 

zack:

28.4.2012, 15.18 Uhr….in Zeitlupentempo folge ich dem von Makarenko gestreichelten Ball, wie er in die Lüfte steigt, sich langsam senkt, die Lattenunterkante liebkost und hinter der Linie seinen Flugweg beendet. Ich explodiere, die Kurve explodiert, ein Stadion explodiert……ein nicht zu toppender Torjubel. In den 93 Minuten zuvor gab es halbgelungene Choreos, Lobhudeleien an unseren Alme, teilweise bracchial-laute Sprechchöre und SE in all der ihnen eigenen Intelligenz. Danach einfach nur noch feiern, tanzen, trinken->Klassenerhalt!

 

firebrook:

1. Anton und Ball in der 90.+4. Minute
2. Bielefelder Mauer (in diesem Fall Statisten)
3. der Ball tropft an die Unterkante der Latte
4. Drin!!!
5. Kollektives Ausrasten!!! K L A S S E N E R H A L T!!!

 

hans_m.:

Samstag halb ölf…das Telefon klingelt und ferris ist am anderen Ende: „Ick hab Frühstück und Bier im Beutel. Kommste raus zum Bier-Frühstück?“ Dank einer wenig erholsamen Nacht (verdammten Birken!) erstmal dankend abgelehnt und nur langsam den Aufsteh-Prozess eingeleitet. Irgendwann gings dann doch mit Kueken zum Fanlanden und ins Stadion. Wetter großartig. Nur Zählbares auf Seiten der Guten kam nicht zu stande. Oberhausen macht das 1:0. Bei uns weiter 0:0. Oberhausen – Regensburg 1:1. Hier 0:0. Oberhausen – Regensburg 1:2. Unser 0:0 hat weiter Bestand. Beim Abpfiff hätte in Wiesbaden beiden Mannschaften ein Untenschieden gereicht, um die Klasse zu halten. Erinnerungen an die WM 1982 kamen hoch. 4 Minuten Nachspielzeit. Letzter Freistoß für 03. Maka tritt an….Tor! TOR! TOOOOR!!!

 

jolly jumper:

die anspannung fällt ab……..nach gefühlten unendlich vielen torchancen !!!
gedanken wie und ob nach diesem tag alles in der tabelle am richtigen platz steht – nein, erst gar nicht darüber nachdenken…..
hitze, keine erdbienchen, zu großen teilen tollster support – wurde durch vibrierende getränkebecher, pochendes trommelfell und das echo unseres gesangs bestätigt.
brenzlige situationen, schieber-schiri und sonnenbrand (wer legt schon klebrige sonnencreme auf ?) legten einiges drauf.
SCHEISZ SE ! schmetterte es gen ostblock – nicht nur einmal. eine längst überfällige mitteilung, die wohl vielen auf den lippen lag und nun aus großen
teilen der nordkurvenkehlen gebrüllt wurde.
wirklich ne superaktion von 5 jährigen!
nun wieder zum schönen teil : mein lieblingsspieler (und das nicht erst seit dem vorletzten spieltag !) makarenko …. ging in die knie…schnürte sich seine schuhe… atmete  sichtbar tief ein …und…..schoß!!!!!!
eine sekundenlanges fast stilles stadion, auch als das ding schon im netz war….endlich das tor ist unser und euer! DANKE !
nach gigantischem befreiendem torjubel durfte unser jubellied wie schon lange nicht mehr genoßen werden…selbst ein paar bielefelder nahmen mit daran teil.
klassenerhalt.VV auf der tribüne.ein neuer strategisch bester ort der nahrungs- und getränkeaufnahme gefunden und zu unserem mediterranen stammplatz erkoren.
indengeburtstaghineinfeiernfeier.
müde und erschöpft gings heim nach heim.

 

rantanplan:

schön, schöner, am schönsten, noch schöner, allerschönst, einfach nur schön der torjubel einer entfesselten kurve.
danke maka, danke alme, danke nulldrei, danke nordkurve!
macht spaß hier zu stehen zu singen, jubeln, bangen, hoffen, trinken, schreien, schwitzen, frieren usw.
ich hab‘ euch alle lieb!

 

blackarzt:

Ausgeschlafen und frisch geduscht stellte sich morgens die Klamottenfrage. Ich entschied: für mich ne kurze Hose, fürs Kind ein Kleid – wir haben Sommer (Frühling kommt vielleicht später) :)
Dieses schöne Sommerwetter veranlasste nicht nur mich dazu, die Gegengerade zu meiden. Diese intensive Sonne ist nun wirklich nichts für Kinderhaut.
Ich überlegte: K-Block oder Tribühne? Vor dem Stadionumbau wäre meine entscheidung 100 pro auf K-Block gefallen: schön im Schatten der Bäume und trotzdem auf einem Stehplatz.
Ein Glück entschied ich mich aber mit meiner Begleitung für den Sitzplatz auf der Tribühne. Bei dem, was im K-Block abging, will ich mir nicht vorstellen, was die Folgeschäden für unsere 4-Monatigen gewesen wären.
Ein weiterer Vorteil des Sitzplatzes: Wir hatten eine perfekte Sicht auf das Geschehen in der 94. Spielminute. Wir zitterten und bangten. Schon beim nicht gewerteten Tor von Alme kam mir Gänsehaut – wäre das geil gewesen: ein Tor im letzten Heimspiel. Sollte nicht sein. In besagter Spielminute war er schon nicht mehr auf dem Platz. Wir alle standen auf, als er ausgewechselt wurde – alle klatschten Beifall für einen großartigen Fußballspieler und einen noch großartigeren Menschen.
Der Mann der 94. Minute war Anton. Wir wünschten uns an seiner Stelle Sven Hartwig oder Patti Moritz. Brauchten wir nicht – Anton konnte es genauso gut.
Geile Sache – KLASSENERHALT – Ausrasten war angesagt.
Anschließend noch Freunde getroffen. 3 Leute – 3 Vereine: Stuttgarter Kickers, St. Pauli, Tennis Borussia. Und alle waren sie da und freuten sich.