Für unsere Sioner Seitenbesucher…..

schreibe ich nun fix den Bericht über das eigentlich vergessenswerte Spiel in Darmstadt. Die Anreise folgte für mich nach einer durchzechten Nacht mit dem Coolk-Bus und war hernach äußerst amüsant. Zumindest das letzte Drittel des Busses hatte sichtlich Spaß beim Dummlabern („Hack, Hack, Hack wie noch nie….“) und Imitiieren der Perlen der Ultras-Chemnitz-Trailer („Önnnd die tüdden die göhnsö, önnnd die tüdden die göhnsö….“).

Auch die Ankunft unerwartet spaßdurchsetzt („Hey, wer A sagt, muss auch C.A.B sagen“). Das Stadion ist natürlich eine Perle, unsere Hymne wurde gespielt (cool), der Gästeblock jedoch der stimmungsfeindlichste überhaupt. So waren die circa 150 Gäste (darunter Partyneuner aus`m Ostblock, Partyfünfundzwanziger Rhombus mit seeeeeeeeeeeehr durch aussehenden Gestalten, 3 Hoppelhäschen, nen paar St.Paulianern und 2 netten Personen aus Sion, die extra wegen uns diesen Weg auf sich nahmen und jeden Montag Morgen pflichtbewußt auf die Seite klicken) wohl nur 3 Meter Luftlinie zu hören und stellten, aufgrund des grandiosen Spiels (auf dieses werde ich nicht eingehen, könnt ihr beim „Kicker“ nachlesen) der Mannschaft, das Supporten alsbald ein. Reagiert wurde nur noch auf schlechte Späße der Darmstädter, auf`s Wetter („Regen, fick dich!“) und die obligatorische Laola.

Ergänzend werde ich die Geschehnisse nach dem Spiel noch in gewohnter Vollhonksprache (Ultras.ws, 90% aller deutschen Ultraszenen) zusammenfassen: Da nach`m Spiel zum Gästeblock hin, bisschen Gepöbel, beide Seiten zu wenig motiviert und Team Green hatte schon Stellung bezogen. Punkt geht an Da für den Versuch……

Samstag ins Karli, Klassenerhalt feiern! Los jetzt hier, los mehr Bier!

„Meine ERSTE Banane!“

Mittwoch. Feierabend. Ab zum Landespokal! Vorher noch schnell auf der Seite vom RSV Eintracht schlau gemacht, wo man denn genau hin muss. Blöd nur, dass die Plätze in Teltow und Stahnsdorf an sehr ähnlich klingenden Straßen liegen. Ganz toll!
Nachdem ich den richtigen Platz gefunden hatte, lief das Spiel leider schon. Später anpfeifen wäre schön gewesen, da an der einzigen Kasse noch eine ordentliche Schlange stand. Allerdings hätte dann wahrscheinlich Flutlich angeschaltet werden müssen. Gabs aber nicht am Platz, dafür hingegen eine Laufbahn. Das Stadion in Teltow hat übrigens Flutlicht. Und keine Laufbahn.
Im Rund gab es eine ordentliche Anzahl 03er_innen zu sehen. Wenig sehenswert war dagegen das Spiel, obwohl DD mit das Beste auf den Platz schickte, was der Kader zur Zeit hergibt. Die in Rot spielenden Guten machten nicht mehr als nötig und die erste Halbzeit plätscherte so vor sich hin. Einziges Highlight waren leckere rote Früchte aus dem Erdbeer-Wedding, die einigen Zuschauern noch nicht ganz geläufig sind. Wird aber bestimmt noch.
Halbzeit zwo. Plätscherte genauso vor sich hin, wie die erste. Immerhin fasste Jule sich ein Herz, zog ab und netzte sehenswert ins gegnerische Tor ein. Danach wieder das alte Bild: 03 weiter im Testspiel-Modus und der RSV versucht dagegen (teilweise überhart) anzurennen.
Passiert ist nicht mehr viel, es blieb beim 1:0. Pokalfinale, Pokalfinale, wir fahren jedes Jahr zum Pokalfinale…
Mit einer Weisheit des lokalen (teltower? stahnsdorfer?) Dorf-Horsts („Ick bin keen Skinhead! Ick bin Hooligan!“) gings nach Hause. Wir sehen uns in Falkensee.

Das sieht ja nach Fussball aus!

Was für ein Tag. Erwartet hab ich am Morgen, als mich meine Schritte zum Fanladen trugen, nicht viel. Ich gab mich sogar ganz ketzerisch zur Höhe der zu erwartenden Niederlage. Auf dem Weg die Karli hoch traf man auf allerlei bekannte Gesichter und ich war positiv überrascht, dass sich doch so viele bei schönstem Fußballwetter auf dem Weg zum Karli fanden. Den Fanladen erreicht, wurde erstmal eine Gerstenkaltschale geleert. Im Block angekommen, galt es zunächst sich der aufgeregten Erdbienen zu erwehren. Beim fröhlichen Einsingen schmetterte die ganze Nordkurve ein „im Nudeltopp …“, naja abgesehen vom Ultra‘ Nachwuchs, der demotiviert dreinschaute.

Nulldrei machte von Beginn an Druck und versuchte zu verhindern, dass auch nur ein Ball in Richtung des Rauchers gelangt. Aber nicht nur das, es wurde kombiniert und Richtung schwarz-weißes Tor gespielt. Und es passierte etwas, was in der letzten Zeit zu den seltenen Ereignissen im Karli zählte: Es fiel ein Tor für die Guten. DSE verwandelte einen Strafstoß sicher zur 1 zu 0 Führung. Jubel allenthalben.  Und in mir keimte die Hoffnung, dass der Nachmittag positiv ausgehen könnte. Meine Zuversicht steigerte sich noch, als die Guten ihr Fußballspiel fortsetzten und sich nicht zurückzogen.

Nach dem Tee zur Pause setzte sich der Trend weiter fort. Und immer mehr um mich herum ließen sich zu Aussagen wie im Titel hinreißen. Es dauerte auch nicht lange, da legte DSE nach einem Sprint (ich glaubs immer noch nicht) über den halben Platz das Runde nochmals in das Eckige der Aalener. Jubel! Extase! Bierdusche! Freude überall. Nun das ganze nur noch über die Zeit bringen. Während das Spiel so weiter lief, ließen vereinzelte Zujezogene ihr poetisches Talent aufblitzen. Und die Aalener und ihr Bussponsor wurden von der Kurve in die Gesänge eingeschlossen. Dann war es endlich soweit: Der Schiri pfiff ab und Nulldrei siegte endlich wieder im eigenen Haus. Das letzte Mal wars wohl im Dezember, munkelt man. Die Freude kannte nun kein Halten mehr. Sogar der Trainer ließ von der Stimmung anstecken und stieg zum Feiern auf den Zaun.

Nun gilt es am Mittwoch in Teltow den Finaleinzug zum Landespokal klar zu machen und am Wochenende 3 Punkte aus Darmstadt zu entführen. Nach dem Spiel gestern bin ich jedoch wieder sehr zuversichtlich, das die Aktion Klassenerhalt gelingt.

In diesem Sinne: „.. allez les bleus!“

Als wir nach Osnabrück fuhren, um Soljanka zu essen…

Osterwochenenden sind ja bekanntermaßen Reisewochenenden. Also verschlug es für mich am Samstag gleich nach dem Heimspiel nach Hamburg. Dort konnten wir uns erfolgreich vor dem Osterfest drücken und sahen stattdessen 2 Fußballspiele: Sonntag die zweite Mannschaft von St. Pauli gegen Leipziger Dosenkicker (leider traf der Herr Kutschke gleich zwei Mal – das hätte er mal damals für uns machen können) und Montag dann das Oberligaspiel Altona gegen Vorwärts Wacker. Sonntag ein 1:2 und Montag ein 3:1.
Dienstag bekamen wir dann Hunger. Es sollte aber etwas leckeres sein, was unsere Bäuche füllen sollte. Wir verabschiedeten uns also von unseren Freunden am Fanladen im Kiez und fuhren nach Osnabrück, denn dort sollte ein Reisebus mit VoKü eintreffen.
Gerüchten zufolge sollte es Soljanka geben.
Also wir nun aber dort angekommen waren, war keine Spur von besagtem Reisebus. Dann aber kamen gleich 2. Nahezu ausgehungert waren wir, als uns erklärt wurde, dass es erst nach einem an diesem Tag dort stattfindenden Fußballspiel das erhoffte Essen geben würde. Was also machen? Warten? Ohne Essen nach Hause?
Naja – wir entschiedeen, mit der illustren Reisegruppe mitzugehen und sahen uns also schon wieder ein Fußballspiel an: Osnabrück gegen Babelsberg. Der Favorit war vorher klar und bestätigte sich im Spiel. Nur der Herr Schiedsrichter wollte wen anders siegen sehen.
Also verlor 03 0:1. Wissenswertes vom Spiel: Es war eine Leistungssteigerung zu sehen – man wollte wirklich gewinnen, sehr guter Support und nette Pyroeinlage im Gästeblock, Stimmungsboykott auf Heimseite, Raucher hielt aber einen unberechtigten Elfer und wir protesierten vergeblich, als ein Elfer für 03 nicht gegeben wurde.
Was solls. Mit diesem Schiri kann mensch der Mannschaft nu wirklich keine Vorwürfe machen – zumal es schon Vögelchen gab, die zwitscherten, dass irgendwelche griechischen Gelder mit von der Partie gewesen seien…
Die Szenen nach dem Spiel fasse ich mal kurz zusammen: #!Ҥ$%#
Und dann… Ja dann gab es endlich was zu essen.
Oh du liebenswerte Soljanka.
Danke an Koch und/oder Köchin!!!

Ach und eines noch: Demuth bleibt und soll auch bleiben! BASTA!

Schiri hatte es mit (der) Optik-> wat`n Spiel!

Ein Spiel, welches keiner der circa 120 anwesenden Nulldreier je vergessen wird. Wir (ohne Maka, Groß, Prochnow und Grossert) starteten furios und hatten in der Anfangsphase 2 dicke Chancen, ehe der gute Oberligist besser ins Spiel fand und nach einer Freistoßvariante das 1:0 erzielte. Schon bis dato tat der Schiri sein Möglichstes, um das Spiel für uns schwierig zu gestalten.

Es wurde nicht besser….in Häfte Zwo verweigerte er uns einen klaren Elfer (Mauer steht im Sechzehner, einer aus dieser spielt Hand->Freistoß????), der folgende Freistoß führte in der paar-undsiebzigsten schließlich zum Ausgleich. Hernach sah Morack nach gelbwürdigem Foul die rote Karte und Evljuskin brach sich das Nasenbein…..Folge: mit 9:11 in die Verlängerung, da bereits 3-mal gewechselt wurde. Hoffen auf das Elfmeterschießen, aber die Rechnung hatten wir ohne den Schiri gemacht. Ein halbes Foul außerhalb des Strafraums reichte aus, um das Verhältnis mit 2:1 und 9:10 zu unseren Gunsten zu wenden. Der sehr engagierte Müller verwandelte und schwupps gab es die gelb-rote Karte für den Torwart der Heimelf wegen Meckerns. Das Spiel war nun gelaufen, Ingo Kahlisch pöbelte (unberechtigterweise ob der Benachteiligung beider Teams) gegen den Schiri und Stroh-Engel markierte eiskalt das 3:1.

Die Stimmung das ganze Spiel über irgendwo zwischen Spannung, Britischem Support und partiellen Peinlichkeiten,

Hervorzuheben sicherlich die kämpferische Einstellung der Mannschaft.

„Tolle“ Szenen nach dem Abpfiff: Teile der Eck-Crew pöbeln gegen „die Antifa“ und auch das J-Wort fällt…zumindest wird das von einigen Stimmen bestätigt. Die Eck-Crew, so fair sollte man sein, wehrt sich nach Rücksprache vehement gegen diese Behauptung.