Hope of deliverance

Eine bittere Niederlage gab es Yesterday. In einem ausgeglichenen Spiel gelang unserer in Weiß spielenden Equipe trotz engagiertem Spiel erneut kein Heimtor, das letzte ist schon verdamp lang her.

Der eingewechselte Vogler köpfte mit eiskaltem Poker Face den Ball in die Maschen. Die Stimmung im weiten Rund war, man kann es nicht anders sagen, (leider) geil! Die Nordkurve sang, schrie und klatschte, dass einem wieder klar wurde: nothing compares to you! Türlich, türlich ward ihr schon mal mehr, denkt man allerdings über die (früher recht) reisefreudige Szene aus Offenbach…..

Mamma mia ging einem aber auch bezüglich des Spiels durch den Kopf; der Kampf stimmte zwar, aber das war eigentlich auch alles, liebe Freunde der Realität.

Was nun? Time to say goodbye? Kill all the white men?

Nix da, am sunday, bloody sunday kann es auf dem geliebten Platz 11 nur heißen:

Loser oder wind of change!

 

 

Werdet zu Legende, kämpfen bis zum Ende….

für die Zweite Liga
Sportverein

Wie schlecht der Auftritt der Sandhausen-Anhänger war, beschreibt eigentlich die Übernahme des Aufstiegslied von Braunschweig.
Noch schlechter war eigentlich dort nur eines: der Auftritt unserer Mannschaft.

Aber von vorn, denn Auswärtsspielberichte beginnen bei mir glücklicherweise nie im Stadion.
Morgens, halb acht in Leipzig: ein FI-ler und eine Zujezogene haben soeben gefrühstückt und machen sich auf den Weg zum altbekannten Treffpunkt, wo scheinbar schon ein Bus voller Charlottenburger auf die beiden wartete 😉
Glücklicherweise kam dann aber doch noch ein Auto mit gemischter Zujezogen-FI-Besatzung und sackte die beiden ein. Eine lustige Fahrt mit viel guter Musik, vieler lustiger Gespräche und noch mehr Sonnenschein begann. Interessant war die Feststellung, wie riesig die Heimat des vor mir sitzenden Zujezogenen denn in Wirklichkeit ist und wie sehr dort die Industrie sprießt. Wir erfuhren, dass er auf einem Berg in einer Höhle aufgewachsen ist, oder so ähnlich zumindest…
Dieser Zujezogene arrangierte dann auch ein Treffen für uns: wir gingen aufgrund der vielen Zeit, die wir am Stadion vor dem Spiel hatten, mit seinen Eltern essen. Sehr angenehme Eltern sind das.
Anschließend also zusammen zum Gästeblock. Dort gaben wir dann unser Banner aus der Hand. Banner nur im Nebenblock? Ne danke… Also eben kein Banner. Doch woher die vielen Klebebandreste im Block stammen, konnten uns die Ordner nicht sagen… Im Block waren erstaunlich viele. Man hörte so Schätzungen à la „80 Gäste – davon 30 aus Potsdam“ und ich würde mich dieser auch anschließen.
Das Spiel ist nicht erwähnenswert. Anfangs ging es noch – so die ersten 10 Minuten. Aber was war dann los? Was ist mit der Mannschaft los? Ist das Drittliganiveau? Da stimme ich einmal dem Sandhausen-Singsang zu: „Wir steigen auf und ihr steigt ab.“ Denn so werden wir absteigen.
4 Tore haben wir in den 90 Minuten kassiert, keines geschossen. Alles in allem frustrierend.
Gleich zu Beginn der Rückfahrt besserte sich unsere Laune glücklicherweise. Zum Einen konnten wir sehr günstig tanken, zum Anderen machte sich unser am Steuer sitzender Sachse voll zum Klops: Die Dame neben uns bekam erst aus unserem Auto heraus ein Rennen angeboten, anschließend meinte besagter Sachse, dass wir aus dem Osten kämen. Ihr zugegebenermaßen obercooler Konter war, dass sie aus Russland sei. Der Punkt ging klar an sie 😀
Erschreckend war auf der sehr lustigen Rückfahrt, dass alle Autoinsassen so textsicher bei den Liedern der Kellys, Vengaboys, von Echt oder ähnlichen Interpreten sind. Wie lange wir gefahren sind, weiß ich nicht – aber definitiv kam es mir nicht so lange vor.

Ich kann also leider wieder einmal damit abschließen, dass es eine tolle Fahrt gewesen wäre, wenn da nicht die knapp 2 Stunden im Gästeblock gewesen wären…

Früher haben selbst wir die Senfkörner im Gurkenwasser weggeschüttet

Der Tag der vielen Ereignisse begann für uns Zujezogene stressiger als gewohnt, denn wir verfolgten die Idee, allen Gästen am Fanladen mit lecker Brötchen aufzulauern. Die Aktion lief, wie angekündigt, unter dem Motto „Futtern für N.“ und zu unser aller Überraschung sogar weit besser, als im Vorhinein erwartet. Insgesamt konnten wir für N. aus 300 Brötchenhälften ganze 270 Euro gewinnen. Unglaublich, denn bei 0,50 Euro Verkaufspreis kommt damit eine „Soli-Quote“ von 0,40 Euro pro Hälfte hinzu. Vielen Dank an alle Unterstützer_innen!

Zurück zum Ausgangspunkt: Der Fanladen wurde in aller Frühe geentert, die Schmiererei mit Belägen und Garnitur kurzerhand in die Hitze nach draußen verlegt und ein kleiner Exkurs in die ostdeutsche Vergangenheit mit der in der Überschrift genannten These unternommen. Unsere zujezogenen Wessis lernen hier eben nie aus! Ich möchte an dieser Stelle übrigens noch denjenigen meiner Gruppe ein riesen Dankeschön aussprechen, die sich federführend um die Orga gekümmert haben!

Neben unserer Soli-Aktion fand noch eine für den Erhalt des Vereins MTZ-Ripo Minsk und eine zur Unterstützung der Potsdamer Familie Juseinov statt. Mein Kenntnisstand ist gegenwärtig nur der, dass bei erstgenannter Aktion auch ordentlich was zusammengekommen ist. Einfach großartig, wie stark die Spendenbereitschaft am Samstag war. 

So, nun aber hinein ins Stadion, was mit ca. 7.000 Zuschauer_innen einmal wieder einen würdigen Rahmen für solch ein Spiel bot. Der Beweis wurde bereits hinreichend im Vorfeld bzw. Vorverkauf geführt. Geringere Eintrittspreise + Werbung im großen Stil = volle Hütte. Gut, sicher kommen noch andere Faktoren zusammen, aber es sind wohl die wichtigsten Indizien. Ich hoffe, der Verein nimmt sich dieser Erkenntnis für die neue Saison an. 

Die Nordkurve füllte sich gewohnt schleppender, als der Gästebereich. Frühzeitig wurde sich aber diesmal auf die Choreo eingestellt und locker, flockig ein wenig eingesungen. Den ersten Kracher mit Gänsehauteffekt gab es dann zum geliebten „Babelsberch 14482“. Was warn da los? Mir sind ja fast die Ohren weggeflogen. Die Stimmung war insgesamt über das Spiel sehr zufriedenstellend mit genialen Momenten, denn insbesondere die old-schooligen Songs knallten richtig rein. 

Auf dem Braun, was vor einem halben Jahr noch neu und satt grün war, zeigte unsere Equipe in der ersten Hälfte eine ganz passable Leistung, die sich aber mehr am zerfahrenen Gesamtbild der Partie orientierte. Mehrere gut herausgespielte Chancen wollten einfach nicht ins Tor fallen. In Hälfte zwei das gewohnte Bild. Das Team kommt nicht mehr in Tritt und lässt sich auf den Gegner ein, anstatt das Spiel weiter selbst zu gestalten. Glücklicherweise blieb es, vor allem wegen des ungerschen Reflexes in der 88. Minute beim torlosen Endergebnis. Kein Verständnis habe ich für die Arroganz eines DSE´s, der es nicht für nötig hält, sich zusammen mit seinen Kollegen beim Publikum zu bedanken und stattdessen Interviews fürs Fernsehen gibt. 

Eine weitere Enttäuschung: Jeder der vielen alten und neuen Zuschauer durften sich in der Halbzeitpause die tolle Predigt des GF anhören. Was bitte sollte das? Bei allem Unverständnis für den Auslöser kann dies nicht der richtige Weg, die richtige Art und auch nicht der richtige Zeitpunkt gewesen sein, solche Dinge unreflektiert, d.h. ohne vorher Gespräche geführt zu haben, zu kommunizieren. 

Nach all den Aufregungen, Emotionen und Erlebnissen wurde zusammen mit den Leuten vom amaranto-blog und ein paar Chemikern lecker Pizza vertilgt, Kohle vom Brötchenverkauf gezählt und sehr nette Gespräche geführt. Danke dafür und gern wieder!

Nun befinden wir uns völlig unnötig im Abstiegskampf und müssen endlich wieder Punkte im größeren Stil sammeln. Beste Gelegenheiten bieten sich bereits am kommenden Samstag in Sandhausen und am 27.03.12 gegen Offenbach im Flutlicht erstrahlten Karli. 

Allez les bleus! 

Abschließend möchten wir an dieser Stelle auf die Stellungnahme des FI99 verweisen, welche am Samstag im UU veröffentlicht wurde, da auch wir mit großer Verwirrung den hierin angesprochenen Text gelesen haben:

Stellungnahme vom FI99 zum Text: „Am Fusse des Babelsberges“ von Ultras Babelsberg

Mit diesen Zeilen wollen wir vom Filmstadt Inferno ´99 kurz auf den Text der „Ultras Babelsberg (UB)“ im Blickfang Ultrà Nr. 23 eingehen. Als bekannt wurde, dass diese Gruppe die Spaltung der Babelsberger Fanszene der deutschsprachigen Ultrà-Öffentlichkeit präsentieren würde, war bereits klar, welcher Art der Text sein würde. Die Erwartungen wurden nicht enttäuscht.

Jeder Person, die ansatzweise die Konflikte, Entwicklungen und deren Konsequenzen in der Babelsberger Fanszene miterleben und beobachten konnte, dürfte klar sein, welche beschämende Intention hinter dieser (überregionalen) Veröffentlichung steckt und welche haarsträubende Realitätsverfälschung hier betrieben wurde.
Aus diesem Grund verzichten wir auch ganz bewusst darauf, auf einzelne Punkte in diesem Text einzugehen. Einerseits würde es aufgrund der Vielzahl an Fehlern, Lügen und Auslassungen den Rahmen eines solchen Textes sprengen und anderseits wollen wir uns nicht wiederholt auf eine so sinnlose und absurde Diskussion einlassen. Denn die Mehrheit der Babelsberger Fanszene kennt die Entwicklungen, die zu der heutigen Situation geführt haben.
Interessanter sind da vielmehr die Fragen, was mit dieser Veröffentlichung bezweckt wird. Geht es darum, den eigenen „Neuanfang“ im neuen Block auch dahingehend umzusetzen, indem sich größtenteils eine eigene Sicht auf die Dinge konstruiert wird? Erhofft sich UB dadurch, dass neue Ostblock-Fans oder solche, welche die letzten Jahre nicht miterlebt haben, diese „Geschichte“ glauben werden? Sind das die finale Abrechnung mit der bösen Vergangenheit und der Grundstein für den neuen, den guten Weg? Es schließen sich weitere Fragen an:
Ist es in den Augen aller UB- Mitglieder die Wahrheit und nichts als die Wahrheit? Oder ist dies doch „bloß“ die Abrechnung einzelner verbitterter Leute? Warum wird bewusst die eigene Sicht so hetzerisch und reißerisch dargelegt?
Es ist erstaunlich, dass derselbe Personenkreis, der einen Schwerpunkt der Aktivitäten auf die lobenswerte, akribische und seriöse Geschichtsaufarbeitung (gemeint ist die AG „Gedenken-Mahnen-Erinnern“) legt, nun ein mustergültiges Exempel einer „Geschichtsfälschung“ abliefert.

Doch wenn die Intention dieses Textes darauf zielt, hier in Babelsberg die „böse“ Vergangenheit abzuschütteln und allen zukünftigen Ostblock-Fans die Grundlage für eine „gute“ Identität zu liefern, warum dann der Schritt an die große Öffentlichkeit?

Wird aus Mangel an positiven Aspekten händeringend versucht, die Reputation bei der anonymen, deutschsprachigen Ultrà- Öffentlichkeit aufzuwerten, die von den tatsächlichen Geschehnissen zu weit entfernt ist? Bezweckt die durchgängige Diffamierung des FI99 und der Nordkurve alleine die Befriedigung der eigenen Aufmerksamkeitsdefizite und Geltungssucht?
Soll mit diesem Text von eigenen, den Ostblock betreffenden Problemen und Widersprüchen abgelenkt werden, indem der Finger auf andere gerichtet wird?

Trotz des eigentlich traurigen und peinlichen Anlasses bestärkt uns diese Demaskierung ein weiteres Mal in dem Wissen, dass diese Spaltung eine Notwendigkeit war und ist. Außerdem geben wir die Hoffnung nicht auf, dass es auch in Zukunft in der gesamten Fanszene – im Ostblock und der Nordkurve – genug mündige Menschen gibt, die sich ihre eigene Meinung bilden können und nicht darauf angewiesen sind, sich eine Geschichte indoktrinieren zu lassen.

Für eine freie Kurve!

Linke Fankultur in Minsk darf nicht sterben!

Antiracist Fans Standing Together!
Linke Fankultur in Minsk darf nicht sterben!

Zum Heimspiel unserer Babelsberger Equipe gegen Carl Zeiss Jena gibt es einige Aktionen, um auf die Rettungsaktion von MTZ Ripo Minsk aufmerksam zu machen und diese zu unterstützen. Wenn ihr also etwas Klimper- oder Papiergeld übrig habt, spendet es! Weitere Infos hier im Aufruf….

MTZ-Ripo ist ein Fußballklub aus der weißrussischen Hauptstadt Minsk, der seit 2009 unter dem Namen Partizan spielt. In den vergangenen Jahren entwickelte sich bei dem Verein eine starke, antifaschistische Fan- und Ultrà-Szene. Damit ist der Club nicht nur in der ehemaligen Sowjetunion, sondern im gesamten Ostblock einzigartig. Natürlich gibt es auch bei anderen Vereinen Ansätze einer progressiven Fankultur, doch bei MTZ Ripo steht eine Masse dahinter. Bis zu einige Hundert zumeist junge Leute zählen zur Fanszene, darunter viele Angehörige alternativer Subkulturen (u.a. Punkrock, Hardcore, Veganismus). Die Fans widersetzen sich nicht nur der krassen Repression des autoritären Staates, sondern konnten im Laufe der Zeit die Dominanz faschistischer und neonazistischer Hooligans (u.a. vom Traditionsklub Dinamo Minsk) brechen – das Klima in der Stadt hat sich gewandelt. Der Verein mit seiner Fanszene bildet eine enorm wichtige Gegenkultur zum autoritären und extrem rechten Mainstream in der Gesellschaft. Die Ausstrahlungskraft reicht weit über das Fußballstadion und die Landesgrenzen hinaus und zeigt, dass auch unter schwierigsten Bedingungen eine Alternative möglich ist.

Unterstützen wir die Rettung von MTZ Ripo Minsk

Im letzten Jahr konnte MTZ Ripo den Aufstieg in die höchste Spielklasse feiern, was die positiven Entwicklungen weiter beförderte.
Im Dezember 2011 hat sich allerdings der Klubbesitzer und Sponsor Vladimir Romanov zurückgezogen. Die Suche nach neuen Sponsoren war nicht erfolgreich, die Mannschaft stellte den Spielbetrieb ein und es droht das endgültige Aus.
Mit einer Rettungskampagne wollen die Fans und Ultràs ihren Verein retten und zumindest die 2. Liga ermöglichen. Der Verein benötigt insgesamt ca. 80.000 Euro für die Registrierung zur 2.Liga, die Stadionmiete und den Bürobetrieb. Bis zum April müssen die ersten 10.000 Euro gesammelt werden. Um diese Aufgabe zu stemmen wurde eine Genossenschaft gegründet, bei der jede/r Teilnehmende (bisher etwa 400; Stand 23.02.2012) einen monatlichen Beitrag zahlt. Dieser Schritt zur Selbstorganisation gewährleistet, dass alle Teilhaber ihres Clubs werden und die zukünftigen Entwicklungen – wie beispielsweise Personalentscheidungen – mitbestimmen können.

Für uns kann es nur heißen, diesen Club mit seiner einzigartigen Fankultur zu unterstützen. Helfen wir mit, dass sich auch in Zukunft die antifaschistische Fankultur in Minsk im Speziellen und die progressiven, sowie antifaschistischen Subkulturen im Allgemeinen weiter entwickeln können!

PayPal: —||| szymon666@poczta.onet.pl |||- Betreff: MTZ und gebt bitte auch euren Verein an, damit die Leute vor Ort wissen, wer zu ihnen steht!

Das Flutlichtspiel von Oberhausen

Es war ein verregneter Morgen in Düsseldorf, trotzdem machte ich mich auf den Weg nach Essen, um mich mit den „Zechen Zecken“ zu treffen. Nachdem die erste Gerstenkaltschale eingenommen wurde, ging es Richtung Oberhausen, welches wir auch sicher erreichten.

Nach kurzer Orientierung ging es mit dem Bus Richtung Stadion. Dort angekommen, wurden sogleich die Tickets besorgt und es ging in den Block. Dort sahen meine Augen Freudiges :) : etwa 120 Anhänger unseres SVB’s hatten sich auf die Reise nach Oberhausen gemacht. Nach einer herzlichen Begrüßung Einzelner wurde noch schnell vor Anpfiff ein Bier geordert.

Zur ersten Halbzeit ist nicht viel zu sagen – mäßiges Spiel, Support sehr gut und anhaltend, Torszenen Mangelware – und dann wurde auch schon zur Pause gepfiffen. In Halbzeit zwei wurde das Spiel unser Nulldreier noch schlechter, was Oberhausen zum 1 zu 0 ausnutzte. Der Support flachte ein wenig ab, war aber dennoch gut. Oberhausen drückte nun weiter auf das 2 zu 0, welches auch fiel, aber wegen Abseitsstellung nicht gegeben wurde. Von Nulldrei kam nun keine Gegenwehr mehr und RWO verwaltete das Ergebnis. Auch der Schiedsrichter hatte ein Einsehen und pfiff die Partie ab.

Fazit des Tages: mieses Wetter, mieses Spiel, guter Support und viel Bier um die ersten beiden Punkte zu ertragen.

Letztens beim Stadt, Land, Fluß spielen: Cottbus ist nicht erlaubt

Ein wunderschöner sonniger Morgen verhieß einen tollen Tag und machte Laune auf Fußball im Karli. Also schnell noch den Kaffee genossen und auf zum Stadion. Ein schöner Spaziergang die Karli hoch und nach einem Anruf noch das beinahe vergessene Banner geholt (ein Glück sind wir keine Ultras 😉 ) und schon stand dem Spiel nichts mehr im Wege.  Eine recht gelungene Choreo aus der Nordkurve bildete den Auftakt und los gings.

Mit dem Spiel der in Weiß spielenden Blauen war ich persönlich sehr zufrieden. dem CFC wurde nichts geschenkt und die Mannschaft mühte sich redlich das Runde in das Eckige zu bringen. Die Sachsen taten selbiges. Das Spiel wankte hin und her. In einem Augenblick wurde der Ball quasi fast im Tor gesehen und in der nächsten Minute musste gezittert werden. Es war ein alles in allem spannendes Spiel, gegen dessen Ende der Eindruck aufkam, wer als erstes Glück hat und das Leder  ins Tor bring,t gewinnt. Aber dergleichen geschah nicht und so wurden die Punkte geteilt. Sei`s drum! Ein Sieg wäre schön gewesen und die Punkte nützlich aber mit dem Unentschieden bin ich persönlich recht zufrieden.

Der einzige Wehrmutstropfen war der Anhang der Gäste. Schon auf dem Weg ins Stadion werden 3 Nulldreier in der S Bahn aus Berlin von CFC Fans und ihren Kotzbusser Freunden, insgesamt etwa 30 Leute, angegriffen. Im Stadion konnten es einige Gästeblocksteher ebenfalls nicht erwarten über die Zäune zu steigen. Nach dem Abpfiff sahen sie ihre Chance endgültig gekommen und versuchten sich in diesem Unterfangen. Wessen Geistes Kind ein größerer Teil der Karteninhaber im Gästeblock war, ließ sich spätestens erkennen als die Nordkurve ihr, ich würde fast sagen, Standardlied „Wir sind Zecken“ intonierte. Und wenn der „Otto-Normal“ CFC Fan sowie die Vereinsleitung diese Entwicklung unter den Anhängern des Clubs nicht bemerken, ist das nicht nur traurig, sondern auch gefährlich. Besonders dann wenn Geschehnisse verharmlost und negiert werde. In jene Kategorie fallen natürlich auch die Vorkommnisse mit Burghausen.

Eine Sache die aber auch gar nicht geht, war der Böller nach Abpfiff. Was soll der Mist? Geschadet hats den Ordnern und sonst nichts.  Und an diesem Punkt war die Kurve auch schon mal weiter. Also einfach bis Silvester aufheben oder das Geld gleich besser investieren.

Mit ein wenig Abstand zum Spiel gegen Chemnitz bleibt vor allem der Eindruck, den der Gästeanhang hinterlassen hat. Aber das ist irgendwie nichts Neues beim Chemnitzer FC und insofern war der Titel vom Burghausen Spielbericht eindeutig richtig gewählt.