quod erat demonstrandum

Da stand sie nun an: Die längste Auswärtsfahrt der Saison nach Saarbrücken. Aus mir unerfindlichen Gründen meldeten sich zu wenig Leute für den Bus an, weshalb kurzfristig umgeplant und mit zwei vollen 9ern gefahren wurde. Die passendste Aussage zu dieser Gegebenheit fiel dann auch während der Fahrt: „Wenn das Spiel jetzt noch abgesagt und an nem Mittwoch neu angesetzt wird, bekommen wir bestimmt locker nen Bus voll.“ Ein wahres Wort!
Einziger netter Nebeneffekt des Bus-Ausfalls war, dass es nicht um 3 Uhr morgens, sondern erst um 5 Uhr losgehen sollte. Nachdem auch der letzte Mitfahrer eingesammelt war, setzte man sich auch schon um 6 Uhr in Richtung Frankreich in Bewegung. Die Fahrt verlief absolut entspannt und zügig, mit netten Gesprächen, viel Musik und (für einige) einer ordenlichen Portion Schlaf. Selbstverständlich stellte sich auch die Frage, wie denn das Spiel so ausgehen würde. Nach kurzer Beratung einigten wir uns, dass wir 0:9 verlieren, DD deshalb in der nächsten Woche 3 Herzkasper beim Trainig bekommt, die Mannschaft sich anschließend zusammenreißt und gegen Münster gewinnt, was zur Folge hat, dass unglaubliche 50 Leute nach Heidenheim moblisiert werden, was wiederum gleichbedeutend mit dem Erreichen des Reli-Platzes ist. q.e.d.
Die Reise verlief wie im Flug und nach lumpigen 6 1/2 Stunden steuerten wir den Presse-Parkplatz an. Da mehr als genug Zeit bis zum Anpfiff war, konnten wir entspannt zum Gäste-Eingang spazieren und am dortigen Imbisswagen lecker Essen und …Trommelwirbel… Dosenbier (!) erstehen und dem einheimischen Dialekt lauschen (Saarbrigga Platt – laut Wikipedia).
Begrüßt wurde ebenfalls eine Gruppe einheimischer St. Paulianer und irgendwann ging es auch rein ins Rund. Und was für ein schönes Rund das ist!! Herrlich heruntergekommen mit steilen Stehplatz-Tribühnen in den Kurven und irgendwie in den Hügel reingebaut. Ich bekommme das Kotzen, wenn ich höre, dass hier wahrscheinlich auch eine „Arena“ entstehen soll. Verdammt nochmal, macht das Stadion wieder hübsch und erhaltet seinen Charakter!
In der Kurve dann das erwartete Bild. Unsere zwei 9er-Besatzungen, dazu vielleicht noch 1-2 Autos und die Gäste. Zu denen hatte sich in zwischen auch eine sympathische Gruppe NullDreierInnen aus Trier gesellt. Trotzdem hat der Support mal wieder richtig Laune gemacht. Aber das ist ja meistens so, wenn man nur mit Leuten singt, die auch wirklich Bock haben. Und dann schießen die Guten auch noch 2 Tore und liegen nach gerade mal 7 Minuten in Führung. Unglaublich! Sollte da noch mehr gehen? Aber der geneigte Leser weiß es wahrscheinlich schon. Es ging leider nicht mehr viel. Aber auch damit hätte ich leben können, wenn nicht dieser Schiedsrichter gewesen wäre…beide 11Meter waren ein Witz! Selbst auf den Plätzen der Saarbrücker konnte man nicht wirklich glauben, was der Herr in Gelb da glaubte zu sehen. Sei es drum. Vorher wären die meisten mit einem Untentschieden vollkommen zufrieden gewesen. Das WIE ist natürlich schmerzhaft, aber immerhin sind wir nicht mit ganz leeren Händen nach Hause gefahren.
Nach dem Spiel sammelten sich die 9er-Besatzungen wieder am Gäste-Eingang. Offensichtlich haben wir einen sehr friedlichen Eindruck hinterlassen und die Cops besitzen anscheinend auch sehr viel Vertrauen in die Saarbrücker Szene. Kurzerhand bauten die Uniformierten die Absperrungen ab, stiegen in ihre Six Packs und ließen uns mit lediglich 3 Zivis zurück. Hat man auch nicht alle Tage. Die Rückfahrt verlief ebenfalls entspannt und ohne nennenswerte Ereignisse.
Und wie war das noch mit der Prognose vom Anfang? Immerhin wurden wir nicht abgeschossen. Und DD wird nur noch einen Herzkasper nächte Woche bekommen, die anderen beiden dürften bereits bei den dämlichen 11Metern „Hallo!“ gesagt haben. Ein Sieg gegen Münster ist eh drin. 50 Leute nach Heidenheim…oha, ich bin skeptisch. Und der Reli-Platz? Naja…vielleicht sollten wir als Erstes einfach nicht absteigen.

Dank an dieser Stelle noch an die FahrerInnen, die 1400 km uns komischen Haufen durch die Gegend kutschiert haben. Ebenfalls Dank und Gruß an unsere Gäste. Ich hoffe, ihr seid gut nach Hause gekommen und wir sehen uns mal wieder.

24.01 – Wir tanzen auf dem Grab!

Schnell noch ein Aufruf von fuck-off-fritz.tk

Nachdem die konservative Mischpoke unter Führung der Stiftung für preußische Schlösser und Gärten versucht hat die Geburtstagsparty für den Despoten Friedrich II. mit alternativen Acts (Kleingeldprinzessin, DJ Brezel Göring(StereoTotal), aufzupeppen, müssen wir nun leider mitteilen, dass keiner der angekündigten Künstler auftritt. Niemand von ihnen hat Lust ein Geburtstagsständchen für den Kriegstreiber und Menschenfeind Friedrich zu halten.

Damit dieser verstockte reaktionäre Kreis nicht all zu dumm aus der Wäsche schaut, dachten wir uns, dass wir ihnen mal zeigen was eine alternative Party ist. Wir kommen als Ersatz für die Künstler mit Soundsystem und Sternikasten und Mexikaner-Schnaps über, auf, neben, mittendrin und um den Nikolaisaal (die ersten zehn Leute bekommen Dosenbier). Um 19.00 Uhr wird unsere große Sause starten (Ghettoblaster gern gesehen).

Übrigens: Deren Party beginnt schon morgens um 11.00 Uhr am Grab Friedrichs (am Schloss Sanssouci)!

Chemnitzer Arschlöcher!

„Heute Graupel, später Schneefall, der in Schneeregen und Starkregen übergeht.“ Die Wetteransage meines Lieblingsradiosenders wurde gleich früh morgens so dahinorakelt, dass schonmal wetterseits einiges zu erwarten war. Es wäre ja auch nur das dritte Heimspiel hintereinander, bei dem die Nordkurve der Wetterkapriolen trotzen muss. Naja, nach jahrelangem Schönwetterfußball ist die Regenquote nun auch einmal am Aufholen.

Vor dem Sportlichen noch ein paar Worte zur dritten Halbzeit beim Spiel Scheiß-CFC gegen unsere heutigen Gäste aus Burghausen. Da schwang der Ordnungsdienst zusammen mit den Cops ordentlich die Fäuste, die Knüppel und verteilte Pfeffer für lau. Davor gab es antisemitische Äußerungen, Gewaltandrohungen und eine Blocköffnung des benachbarten Nazihool-Blocks. Etliche Wacker-Anhänger wurden schwer verletzt. Der Verein positionierte sich in einem offiziellen und starken Brief an den DFB klar auf die Seite seiner Fans. Die genauen Ereignisse kann man in etlichen Stellungnahmen noch einmal nachlesen.
Warum ich das erzähle? Weil wir vor dem Spiel Besuch von zwei Burghausern am Fanladen bekamen und noch einmal weitere erschreckende Details zu den Vorkommnissen erfahren durften. Die Krönung folgte aber noch. Am 21.01.2012, also an diesem Spieltag, flatterte bei 12 Burghausern Post aus Chemnitz ein. Stadionverbote! Viele erfuhren dies auf der Autobahn nach Babelsberg. Es ist einfach unfassbar! Mittlerweile hat auch der CFC ein Statement zum Stand der Dinge veröffentlicht. Nachzulesen auf deren Internetseite und noch unfassbarer. Deshalb meine ich die Überschrift auch genau so, wie sie da steht!

Fußball wurde natürlich auch gespielt, denn dafür waren wir ja eigentlich gekommen. Die Leistung unseres Teams war alles andere als ansehnlich. Wurde Nulldrei-Fan gegen Hansa noch mit einer ambitionierten Leistung regelrecht überrascht, konnte man gegen Burghausen nur mit dem Kopf schütteln. Die erste Halbzeit ging ja noch, aber was da in der zweiten Halbzeit angeboten wurde, rechtfertigte einfach den letztlich verdienten 0:2 Erfolg von Wacker. Vielleicht kommt diese Erdung unserer Star-Truppe genau zum richtigen Zeitpunkt. Mit solch einer Leistung ist man ganz schnell wieder im Abstiegskampf.

Fazit: Das Wetter (was dann aber doch nicht so schlimm war, wie es eingangs prognostiziert wurde), der Support in der Kurve, das Spiel – einfach alles schien sich an diesem Tag die Hand zu reichen. Da passte es dann auch leider noch dazu, dass die Burghauser keine Lust mehr auf ein Bierchen und einen gemütlichen Plausch am Fanladen hatten. Schade!

Die wilde Fahrt geht bereits am kommenden Samstag gegen Saarbrücken weiter. Die weiteste Fahrt der Saison steht an und momentan siehts eher mau aus hinsichtlich der mitreisenden Nulldreier. Alle, die nichts anderes vorhaben (so wie ich), mögen sich doch bitte noch beim Reiseleiter melden! Allez!

 

Chuck Norris ist der Vorsänger von Hansa.

Junge, was für ein Spaß. Die ärgerliche Einlaßsituation sowie die mangelhafte Bierversorgung mal Außen vor gelassen, lässt sich voranstehender Satz durchaus konstatieren. Schönes Wetter, über 2000 Zuseher und nen verdienter 2:1-Sieg gegen Rostock. Dazu das Kunststück vollbracht, den Gästeblock komplett der Lächerlichkeit preis gegeben zu haben.

Auf dem Feld wirbelten Evljuskin und Lemke; hielten Civa und Szczur die Defensive zusammen. Dem, *hüstel*, Zweitligisten fiel wenig bis gar nix ein und Müller sowie Lemke (nach toller Schulzflanke)  schossen ein 2:0 heraus, welches durch einen schönen Freistoßtreffer nur noch verkürzt werden konnte.

Auf den Rängen gab es für jede Niveaulosigkeit des Gästeblocks die passende Antwort…selten so gelacht.

„Schwule, Schwule“-> „Schule, Schule“

„Scheiß Sankt Pauli“->“Scheiß Sankt Pauli“

„Ihr seid Zecken……“-> „Wir sind Zecken……“

„Ostdeutschland, Ostdeutschland“-> „Zieht den Ossis die Westklamotten aus…..“

und natürlich das obligatorische „Aaaaaaaaauuuuuuuu“ nach dem feststehenden Sieg.

Nee Ostseekasper, da könnt ihr noch so viele Felsbrocken von Brücken herabschmeißen, an diesem Tag gab es nix zu holen.

Mit der gleichen konzentrierten Leistung ist ein Sieg gegen Burghausen allemal drin. Alle hin da, aber wirklich mal alle.

RAUCHHAUS REPARIEREN! – Benefiz-Festival

Mittwoch 11. Januar 2012
SO36 – Oranienstrasse/Kreuzberg
Benefiz-Gala mit :
JINGO DE LUNCH, KUMPELBASIS, A PONY NAMED OLGA, THE BRUNETTEZ, CUT MY SKIN, THE BOTTROPS, ROCKSHOE, FR.MANSMANN, VAL SINESTRA & THE TWITCHBLADES

Aus aktuellem Anlass und weil´s nötig ist:
Durch den Brandanschlag vom 25. Dezember ist es im Georg von Rauch-Haus zu erheblichen Schäden gekommen, die das Leben der über 35 Bewohner_Innen enorm schwierig machen. Seither ist bei diversen Aktionstagen mit vielen Unterstützer_Innen schon manches repariert worden, aber es gibt immer noch jede Menge zu tuen. Um das Haus wieder fit zu machen und alle Schäden zu beseitigen werden viele Spenden und Unterstützung gebraucht!
Das Georg von Rauch-Haus dankt allen Supporter_Innen!

100% der Eintrittsgelder des Abends gehen an das Rauchhaus!
(und wer´s am Mittwoch nicht zum Konzert schafft, der soll doch bitte direkt spenden: G.von Rauch Haus KRZBG.e.V. Kt. 57 52 13 100 bei Postbank Berlin 10010010)