Wir sind bei euch Dreien…

Der Spielbericht für das Auswärtsspiel in Bielefeld kann nicht ohne die Erwähnung der Überschrift beginnen. Die Nachricht heute Morgen hörte sich nicht gut an und lässt keine andere Message zu: Wir sind bei euch!

Ansonsten begann beinahe alles wie gewohnt. Der Bus wurde geentert und fuhr pünktlich (!!!) ab in die Stadt, die es nicht gibt. Erstaunlicherweise durften wir später feststellen, dass es dafür eine U-Bahn in Bielefeld gibt!

Die Hinfahrt gestaltete sich dermaßen Oldschool und unspektakulär, dass wir nach fünf Stunden Ostwestfalen und die Kneipe an der Alm erobern konnten. Kurzes Bier in der Schankwirtschaft, die scheinbar mit mehr Gästen rechneten, happige 11 Euro für den Eintritt, unglaubliche 3,50 € fürs Pils berappt und rein ins Rund. Der Schutzmann gab sich wichtig, aber entspannt und der Ordnungsdienst ließ munter alle Taschen leeren in transparente Plastikboxen.
Der Block füllte sich mit ca. 350 Pilgern aus der Metropolregion, die fast durchgängig mit tollem Support aufwarteten.

Die Geschichte vom Spiel ist eigentlich schnell erzählt. Die Gastgeber gaben von Anfang an Gas und der Nulldreier konnte zuweilen nur hoffen, dass die eigene Equipe sich fängt. Nix da. Das einzige Tor fiel schon nach acht Minuten. Unser Team bemühte sich fortan vergebens um den Ausgleich und konnte auch hin und wieder mit dem einen Tor Rückstand zufrieden sein. Naja. Das war’s dann schon. Hab ich schon erwähnt, dass mir der Support gefiel? War so… Die „Arena“ präsentierte sich alles andere als bundesligareif. Wenig Zuschauer und die Stimmung auch eher so lala.

Ansonsten gibt es nichts weiter zu berichten. Wir sitzen gerade im Bus zurück in den Kiez. Die Stimmung schwankt zwischen Eierlikör, Stinkepups und veganer Leberwurst. Dafür präsentieren wir hiermit mal wieder den schnellsten Spielbericht.

Viel Spaß wünsche ich noch dem 9er, der nach Hamburg düst. Alles Gute dem morgigen Geburtstagskind (Du wolltest mir noch etwas schicken.).

Die Ausbeute des heutigen Tages wird wohl doch ein ordentlicher Kater und keine drei Punkte sein. Sei es drum. Es ist wie es ist: es gibt Wichtigeres im Leben.
Wir sind bei euch Dreien…

 

26.11.2011 K9/Berlin: Trash against repression!

Am Abend des 26.11.2011 wird es in der Berliner K9 eine Soliparty u.a. zu Gunsten der in Warschau verhafteten geben. Da subkulturelle und antifaschistische Arbeit immer wieder Repression mit sich bringt und auch wir davon nicht immer verschont bleiben, hoffen wir auf eure Solidarität und Unterstüzung sowie auf eure Tanz – und Trinklaune :) Es gibt natürlich auch Solicocktails, Longdrinks, Pfeffi und wohl einen der besten Mexikaner der Stadt!

Es legen auf:

North Korean Rude Boys and Girls
(Ska, Reggae, Soul)

Team Ram Rod
(80er Jahre TRASH)

Anachronism
(Alltimes Geballer)

Wo? K9 (Kinzigstr.9 Berlin Friedrichshain)

Einlass ab: 22Uhr

irgendwie zufrieden

noch realiv müde von der vorabendlichen demo gegen den neuen naziladen in weißensee gings kurz nach high noon mit einem diesmal etwas kleineren berliner mob gen babelsberg. wird im pulk gefahren vergeht die zeit fast wie im flug und so war ich nach dem üblichen abstecher zum fanladen auch fast pünktlich in der kurve. aber nur fast, denn die begrüßung des gästeanhangs auf südhessisch wurde verpasst, haben aber wahrscheinlich eh nur die lilien verstanden. das spiel ging dann auch los, unser team war bemüht, hatte aber keine großen spielerischen mittel um die defensiv stehenden spieler aus verdauungstrakt city zu überlisten. diese kamen dann zu nem lattentreffer und bald danach auch per elfmeter zur führung. na großartig! in der zweiten hälfte wars für mich zwar irgendwie klar dass nulldrei noch ein tor macht, allerdings dauerte es bis kurz vor schluß mit der erlösung. vielen dank dafür, herr makarenko! vorher wurde aber eben jener noch nach meiner auffassung nicht gerade regelkonform im sechzehnmeterraum  der darmstädter von den beinen geholt, auch da hätte es elfmeter geben müssen. ansonsten gibts zum spiel noch anzumerken, dass darmstadt die partie nach roten karten mit 2:1 für sich entscheiden konnte. nach dem sportichen teil des samstags gings dann erstmal wieder in den fanladen und danach ins nowawes sportschau gucken, bevor die datscha als höhepunkt der abendgestaltung auserkoren wurde, feierten dort ja bekanntlich munke und fi gemeinsame 25 jährchen. war sehr schön da. gute würste, scharfe soljanka, büchsenwerfen, fernseheransingen, losen und gewinnen waren nur einige highlights des abends. irgenwann dann wieder zurück nach berlin und schnarch!

(das Banner hing in der zweiten Halbzeit in der Nordkurve)

Soliparty für Repressionskosten wegen Naziaufmarsch in Warschau!

Am 11. November fand in Warschau ein Naziaufmarsch mit rund 10.000 Neonazis statt. 104 Antifaschist_innen wurden gegen 12 Uhr in diesem Zusammenhang verhaftet. Gegen 14/15 Uhr begannen die Neonazis die antifaschistische Blockade anzugreifen, Polizisten ins Krankenhaus zu
prügeln und die Innenstadt Warschaus zu zertrümmern…

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Frankfurt hat auch schöne Seiten…leider nicht viele

Seit Wochen geplant, jetzt war der Tag gekommen: Landespokal in Frankfurt (Oder). Vorher sollte aber noch das Gedenken an Herbert Ritter stattfinden, den auf den Tag genau vor 80 Jahren Jahren auf dem Weberplatz ein Nazi ermordete. Leider sorgte das bei allen Beteiligten auch gleich für das erste ungläubige Kopfschütteln, denn der Grabstein wurde kurz vorher unbemerkt und offensichtlich absichtlich beschädigt. Aus welcher Ecke das kam, kann man sich denken. Einfach nur feige und erbärmlich!
Anschließend ging es ab zum Bahnhof, wo sich ein angenehmer Zug-Mob zusammenfand. Die Fahrt selber gestaltete sich ebenfalls gut und FF konnte geentert werden. Von entspannten Cops geleitet ging es durch den wahrscheinlich schönsten Teil der Stadt (nein, das ist nicht ironsch gemeint) zum Stadion. Das wars dann aber auch mit der Gemütlichkeit. Noch nicht einmal die Einlasskontrollen durchschritten, begrüßte einen der Fascho-Mob mit dem allseits bekannten „Arbeit macht frei – Babelsberg 03“. Gähn…lasst euch mal was neues einfallen, ihr Pfeifen!
Beim Betreten des herrlich maroden Runds, fiel schnell das im Vorfeld groß angekündigte „Sicherheitskonzept“ auf: Blockabsperrungen aus Flatterband. Hammer! Da geht natürlich keiner durch. Es kam, wie es kommen musste. Beide Lager standen sich schnell gegenüber, mit Ordungshütern dazwischen und Böllern und Bengalos, die aus dem Frankfurter Block in Richtung des 03er Anhangs flogen. Anscheinend mögen diese Hirntoten aber auch nicht ihr eigene F-Jugend, welche im Vorprogramm ein kleines Spiel hatte. In deren Richtung wurde ebenfalls ein Bengalo geworfen, als unsere Mannschaft vom Aufwärmen in die Kabine ging und an den Kiddies vorbeikam. Die planlos aussehenden Cops trieben uns anschließend in den umzäunten Gästeblock. Dumm nur, dass die Ausgangstür nicht geschlossen war und alle wieder hinten rausgehen konnten. Habe ich mich schon über das Sicherheitskonzept lustig gemacht? Nein? Dann die nächste Posse…einige 03er nutzten die offene Tür zum Spaziergang im Stadion, was 2 Nazis mit allen Mitteln verhindern wollten. Kurzerhand konnten die über ihren Zaun springen, einmal quer über den Platz rennen und wieder über den anderen Zaun klettern. Was sie aber nicht bemerkten, war die nächste Gruppe 03er, die inzwischen auch vor Ort war…
Nach all den Vorfällen und dem Eintreffen des zweiten Zuges waren um die 300 Leute im Babelsberger Block und das Spiel wurde angepfiffen. Dazu hab ich aber keine Lust viele Worte zu verlieren, es war einfach eine zu schlechte Leistung der Guten. Selbst ohne eine eingespielte Mannschaft und gegen einen natürlich hoch motivierten Gegner, muss man Frankfurt einfach wegputzen! Nulldrei tat sich aber unglaublich schwer und gewann erst nach der Verlängerung mit 4:2. Trotzdem bleibt ein fader Beigeschmack, denn das alles hätte durchaus schief gehen können.
Was gabs denn noch? Ein „Ruhm und Ehre dem FCV“-Banner, Pyro und Böller das ganze Spiel hindurch, für den Landespokal erstaunlich viel Support unsererseits und eine unfassbar schlechte Choreo der Frankfurter.
Nach dem Spiel ging es für die meisten direkt zurück zum Bahnhof und wieder in Richtung Berlin oder Potsdam. Bis auf ein paar seltsame Fahrgäste, war die Fahrt wieder entspannt. Für uns ging es gleich noch weiter zum Chili-Abend. Vielen Dank an dieser Stelle noch einmal an blackarzt für die super leckere Verpflegung! Die war auch dringend nötig, denn ich hatte im Stadion vergessen, eine Bratwurst zu essen.