Die Geschichte über „A DJ“, einen Trompeter und drei Punkte

Es ist mal wieder so weit. Viele können es sicher kaum erwarten, andere hingegen fassen sich schon jetzt verzweifelt an den Kopf. Ja – nun ist wieder blackarzt an der Reihe, einen Spielbericht (oder wie auch immer ihr das nennen wollt) zu schreiben.
Natürlich muss ich ein bisschen weiter ausholen, um all meine Eindrücke widergeben zu können.
Das Wochenende fing für mich Donnerstag an. Die geplante Reise nach München von Freitag bis Samstag fiel ins Wasser, da unser Fahrer erkrankte. Ich hoffe, es geht ihm mittlerweile besser. Dies teilte mir der Erkrankte vormittags mit. Kurzerhand habe ich beschlossen, eine Reise nach Leipzig zu wagen und von dort aus dann am Samstag die Auswärtsfahrt zu beginnen.
Freitag stand dadurch dann ein Spiel der Verbandsliga Sachsen-Anhalt in der Tagesordnung: Der Tabellenführer SG Union Sandersdorf gegen den Tabellenachten VfB Sangerhausen und das ganze bei Flutlicht. Uns wurde ein nettes Stadion geboten – das war aber auch das einzig Nette dort. Als Einlaufhymne gab es das Lied, das für die Köpenicker geschrieben wurde. Zitat von einem Sandersdorfer, nachdem er erfuhr, dass das das Lied von Union Berlin sei: „Haben die uns das geklaut?“ – Grandios!
Samstag hieß es dann früh aufstehen – ein Glück nicht ganz so früh, wie ich hätte aufstehen müssen, wäre ich in Potsdam aufgewacht. Ganz ohne den Stress, den ich vor Auswärtsfahrten sonst immer habe (Verschlafen, Bus verpassen…) konnten wir zum Bus hinzusteigen und unsere heitere Fahrt nach München begann. Denn dort hatten wir eine Verabredung mit der Equipe von Hermann Gerland – sie wollten uns feierlich 3 ganz wichtige Punkte überreichen.

Die Fahrt war unterhaltsam und alkoholgeschwängert. Wie immer gab es feinste Musik zu hören. Vielleicht lag das auch an der Busuhr. Diese zeigte uns nämlich die ganze Zeit statt der Uhrzeit nur 2 englische Wörter: „a DJ“. Vielleicht flehte der Bus aber auch mit ständigem blinken dieser Worte danach, dass endlich mal ein besserer DJ was gegen die Musik macht…

Kurz vor unserer Ankunft musste es natürlich anfangen zu regnen. Aber egal. Babelsberger Wetter eben, dachte ich mir. Der Regen blieb für die erste Halbzeit. In dieser waren auch keine Tore zu sehen. Aber das sollte uns egal sein. Wir wollten unsere Mannschaft singend vorrantreiben. Zu Beginn der zweiten Halbzeit fiel dann auch ein Tor. Leider aber nicht für uns. Der Support wurde leiser, bis er quasi nicht mehr existierte. Stattdessen war das nervtötende Blasinstrument der Anhänger des FC Bayern die ganze Zeit zu hören. Doch dann wurde es doch wieder laut in unseren Reihen. Anton Makarenko wird eingewechselt und macht sofort den erlösenden Ausgleich. Im Gästeblock wurde es wieder laut. Keine Ahnung, ob der nervige Trompeter aufgehört hat, oder ob ich ihn einfach nur nicht mehr gehört habe, weil wir wieder am singen waren. Ein Punkt ist besser als keiner. Aber man darf ja wohl noch auf mehr hoffen. Und mehr gab es dann auch. In der Nachspielzeit schießt Guido Kocer dann wirklich noch das Tor, auf das jeder hoffte. Genauso glücklich wie wir rannte er zu uns an den Zaun. Kurz darauf wurde abgepfiffen. Das „Darum feiern wir“ sollte der Herr Kocer dann aber doch bitte üben – nicht dass ihm das beim nächsten Mal wieder vorgesagt werden muss.
Nun also in der Tabelle wieder knapp überm Strich angekommen hoffe ich, dass wir niemals wieder unter diesem landen werden.

Eine heitere Rückfahrt wurde abgerundet mit der Aufforderung an den 2. Busfahrer, sich sein Trinkgeld abzutanzen und mit dem vorgezogenen Geburtstag eines Zujezogenen. Dieser Geburtstag wurde pünktlich um 11 begossen – da wir die Zeitumstellung einfach ein wenig nach vorn gezogen haben. Ein Abgesandter vom FI überreichte ihm die wohl schönsten Blumen, die er bis dahin gesehen hatte und es wurde mit Freibier gefeiert.

Dankeschön!
Für 3 Punkte.
Für’s Bier.
Und für’s Lesen.

Standardsituation

Einen Tag nach der herben 0:4-Klatsche gegen die Sportvereinigung aus Unterhaching bediene ich mich des Internets, um weitere Synonyme dafür zu finden, was der Nulldrei-Fan gestern zu verschmerzen hatte. Schmerzensgeld gab es anschließend jedoch leider nicht. Noch nicht. Drei, nochmals: DREI Tore fielen allein nach Standardsituationen der Gäste!

Aber zurück zu den Ergebnissen meiner Synonym-Recherche für das Wort Niederlage:
Misslingen, Abfuhr, Fiasko, Reinfall, Schlappe, Bankrott, Blamage, Debakel, Enttäuschung, Panne, Pech, Pleite, Ruin, Versagen, Aufgabe, Zusammenbruch, Kampfunfähigkeit, Unterliegen.

Soweit das, was sportlich abgeliefert wurde.

Was das Team nun braucht, ist das nicht mehr erkennbare Selbstvertrauen, eine kämpferische Körpersprache und den unbedingten Willen, ein Spiel zu gewinnen. Ich schließe mich dabei nicht dem Trainer-Raus-Pöbel an, sondern begrüße den Vorschlag eines Forum-Nutzers, die Jungs in ein Kurztrainingslager zu stecken.

Auf den Rängen war die Resignation zur Halbzeit bereits enorm fortgeschritten. Klar, 0:3 ist ja auch nicht wirklich stimmungsfördernd. Die einen versuchten es mit Galgenhumor, die anderen konnten die Stimmbänder schonen und Fußball schauen. Natürlich ist beides nicht der wünschenswerte Zustand.

Also liebes Team: Reißt euch zusammen, geht einen Saufen und bringt nächsten Samstag die drei Punkte aus München mit!

Bei dieser Gelegenheit möchte ich noch darauf hinweisen, dass sich alle zügig die Bustickets in den bekannten Vorverkaufsstellen sichern! Die Reise-Orga benötigt die Planungssicherheit und das Team unsere zahlreiche Unterstützung.

Allez les bleus!

A Unentschieden bei de Römer

Geographisch befanden wir uns eindeutig nicht in Ober- oder Niederbayern, nicht in Schwaben und schon gar nicht in Franken sondern in der Oberpfalz !

1 Pünktchen holte Herrem, und das ist wirklich besser als goar nix, in der am nördlichsten Punkt der Donau liegenden Stadt Regensburg bei den Einheimischen auch „Rengschburg“ genannt .

Bei Flutlicht im Jahnstadion….da turnte sie herum….unsere Equipe und wieder mal über grünes Etwas….nichts anderes ist man gewohnt !

Mal ham´s bißl besser g´spielt mal a weng schlechter und a wia die Andern dann des Tor gschossen ham, ham´s einfach weiter g´macht und se angstrengt.

Des lokale TV fand, dass wir 70 brave Gästefans waren – da wolln ma mal net meckern.

Die anfangs eigenartige fast schon Nichtverpflegung – was dachten die denn, dass kein Support anreist? – wurde ja dann Gott sei Dank a gregelt a wenn ma´s Bier aus Colabechern tringa ham miassn.

Des is echt a Schand in Bayern und so a schlecht´s a no, wo sich doch hinter uns glei de Brauerei und ein nicht zu verachtendes Bierlager befanden.

A scheene sonnige dritte Halbzeit – vor dem Spiel – durfte ich mit 4 reizenden brandenburger Herren verbringen.

ein gemiatlichs schlendern durch die mittelaterlich Stadt, in der die Römer so einige Steinchen gestapelt haben, begann.

die älteste Wurschtkuchl der Welt durfte bewundert werden ( Übersetzung Wurschtkuchl : Bratwurststube) und noch vieles mehr….

Man traf ein weiteres Grüppchen aus dem nur 474 km (Strecke: Karli – Jahn-Stadion) entfernten Babelsberg an der sagenumwobenen und derzeit leider etwas baufälligen Steinernen Brücke, den Rest vorm Gästeblock….

Rein mit uns, vorbei an den wichtigen Ordnern, noch schnell das Ticket „gescannt“ und los gings…Fahnen,Transparente in Position gebracht, Schnipsel gerissen….Anpfiff……..a da kommen noch welche…..Fahnen zambastelt …..weiter gehts…..Halbzeit durch……und die Leipziger incl. einer Zujezogenen waren hartnäckig und sind endlich und zum Glück nach ihrer Autopanne gut angekommen…..

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Alphabet des Grauens….

A wie Abstieg: Er droht definitiv beiden Mannschaften nach diesem Gekicke.

B wie „Blindpese“-> klarer Handelfer für uns in der 1. Hälfte!

C wie Civa: Vermittler und Schlichter am Zaun nach dem Spiel.

D wie Dominik Stroh-Engel….was war das denn heute bitte?

E wie Erklärungsnot-> Spieler nach dem Abpfiff.

F wie Fanbetreuer: Danke für die sichere An-und Abreise.

G wie Gästeblock: Mit circa 120 Leutchen gefüllt.

H wie „Hope of Deliverance“, vergeblich gewünschtes Lied und passendes Motto.

I wie Ideen: Niedersachsen, Land der Ideen.

J wie „Jugendfahrt“: Ebendies deklarieren und dann mit Durchschnittsalter 27 losfahren……

K wie Krombacher: Gab es glücklicherweise nicht, sondern Haake-Beck.

L wie Linienrichter….in diesem Spiel ersetzbar durch einen Stein. Unfassbar auf beiden Seiten.

M wie Michendorf: Erster laaaanger Rast nach 12 Minuten Nettofahrzeit.

N wie Nulldrei-TV: Wird die ganze bittere Wahrheit nachliefern.

O wie Osnabrück: Auch einen herzlichen Gruss an BN1516.

P wie Platz 11-> Ein Graus.

Q wie Quo Vadis Babelsberg?

R wie Racaille Verte: Auch einen Gruss an die Bremer Bekannten.

S wie Skandinavier: Herrem kam leider viel zu spät.

T wie Trugschluss…Unger: „Erste Halbzeit war ein Superspiel von uns.“ (Anmerkung: Höchstens die ersten 15 Minuten)

U wie USP-> danke für die Unterstützung, auch wenn unser Support irgendwie drunter leidet.

V wie viel verpasst haben Nichtanwesende mitnichten.

W wie warum sind wir jetzt nicht mit nem Bus gefahren?

X wie X-mal im Training geübt, doch Standards verpuffen.

Y wieYaounde-> Hauptstadt Kameruns.

Z wie Zujezogen, was sonst?

Warum eigentlich die TuS

und nicht der TuS? Ständig diese eine, meine ganze Woche bestimmende Frage, wenn die Gedanken auf Arbeit, in der Kneipe oder sonst wo zum samstäglichen Spiel schweiften, war mir doch bislang als einziger TuS-Verein der Freie TuS Regensburg etwas vertrauter. Doch Spielberichte schreiben hilft bei solch elementaren Fragen und Dank dem Internet weiß ich nun, daß es sich bei der einen aus Rheinland-Pfalz um eine Turn- und Spielvereinigung, beim anderen aus dem schönen Regensburger Westen um einen Turn- und Sportverein handelt. Ich bin nun schlauer, die verehrte Leserschaft wars vielleicht vorher schon. Doch nun zum Anlass des Berichts: Die Kowelenzer waren mit einer beachtlichen Menge an karnevalesk verkleideten Unterstützern nach Babelsberg gereist um sich auf dem Acker ( vgl. Wikipedia: „Ein Acker, auch Feld genannt, ist ein landwirtschaftlich genutzter Boden, der regelmäßig zum Beispiel mit einem Pflug bearbeitet und mit einer Feldfrucht bestellt wird“.) mit den Nulldreiern zu messen. Ja, hier wird noch so halbwegs ordentlich zitiert. Pflug waren heute die Beine der Akteure und die Frucht der Ball. Filigran wie ein Pflug agierten dann auch die Spieler beider Teams, so daß sich der Spaßfaktor beim Zuschauen doch arg in Grenzen hielt. Ganz großer Sport jedoch in der Nordkurve, ne tolle Choreo und fette Stimmung in der ersten Hälfte, in der zweiten dann weniger, aber einen überspringenden Funken gabs halt auch nicht. Letzlich ne saublöde Niederlage, die mit ein klein wenig mehr Leidenschaft und Einsatz ganz leicht hätte vermieden werden können.

Überm Strich stehen wir aber trotzdem noch!