Zeigt her eure Füße, zeigt her eure Schuh´, …

…und sehet den fleißigen Ordnungshütern, äh,  Waschfrauen zu.

Der Ligaalltag führte uns diesmal an die Ostseeküste. Ein echter Auswärtsleckerbissen stand im Terminkalender. Besuchten wir letzte Saison noch das kleine Beiboot, ging es diesmal zur großen Kogge. Voll Hoffnung und gut gelaunt fuhren wir los. Unterwegs kam die Befürchtung auf, dass wir es möglicherweise nicht rechtzeitig schaffen würden, denn das Bus-WC ging nicht und die Fahrer hielten ersatzweise immer wenn jemand musste mal auf einem Parkplatz an. Nach gefühlten 137 Stops kamen wir aber doch noch rechtzeitig in Rostock an. Nachdem die „Freunde und Helfer“ mitten auf einer Kreuzung die für uns sehenswerteste Route diskutierten, ging es auf zum Ostseestadion. Dort trafen wir auf etliche Behelmte. Im Stadion erfuhren wir dann, dass die Nulldreier aus Berlin mit Flaschenwürfen seitens der Hansa-Fools begrüßt wurden. Es kann halt nicht jeder soviel Stil und Gastfreundschaft besitzen. Schade eigentlich.

Am Einlaß begrüßten uns dann einige Ordner aus Babelsberg. Diesen schien jedoch nur eine Statistenrolle zugedacht. denn das gesamte altbekannte Kontrollprozeder wurde von recht unfreundlichen und barschen Ordnern des FCH durchgeführt. Nun aber noch ein Getränk besorgt und los. Ich persönlich bin ein Fan von Lübzer, aber 2,90 für ein alkoholfreies Bier, welches gelinde gesagt zum Kot*en schmeckte ist schon dreist. Doch mensch kennt sowas ja schon.

Das Spiel startete auch sofort mit einem Dämpfer. Das stand es plötzlich 1 zu 0. So ein Mist! Nulldrei kam zusehens ins Spiel und es zog die in rot spielenden Blauen immer mehr in Richtung des gastgebenden Torhüters. Und plötzlich war Herrem frei und hatte den Ball vorm Fuß. Schuß! Doch mein angesetztes Jubeln erstarb sofort. Auf der Linie geklärt. Mist! Der Kicker berichtet von einem Handspiel. Der Schiri sah das leider nicht so. Letzlich blieb der Spielstand zur Pause.

Kurz nach dem Wiederanpfiff dann Gestocher vorm Tor der Nulldreier und da passierte es 2 zu 0. So ein Pech. Das schien es gewesen zu sein. Die Stimmung war schlagartig gedämpft. Aber es keimte Hoffnung, denn Nulldrei ergab sich nicht in das Schicksal sonder wurde im Spiel offensiver. Nach einer kleinen Zündelei wurden der Gästeblock auch wieder laut. Doch dann sah sich der Ordnungsdienst mehrere Minuten nach verlöschen der Pyro genötigt zu „Löschen“. Also machten sich fünf mies gelaunte Mitarbeiter des selbigen auf den Weg und schubsten kurzerhand zur Seite wer ihnen im Weg stand. Der Unmut darüber wurde immer größer. Und so entluden sie ihren CO2 Feuerlöscher innerhalb der Menschenmenge und mussten dann von dannen ziehen. Kurz danach standen dann die Jung und Mädels in Grün hinter uns. Irgendwann zogen diese aber auch wieder von dannen und mein ungutes Gefühl verschwand. Also wieder aufs Spiel konzentriert.Die offensivere Spielweise der Blauen führte leider naturgemäß zu mehr Platz für die Hanseaten, so dass wir kurz vor Schluß auch noch 3 zu 0 hinnehmen mussten. Was für ein Mist. Aber das Spiel war glücklicherweise auch direkt vorbei. Das wir nicht der FC St. Pauli sind und auch nicht aus Hamburg kommen sollte jemand den Suptras vom FCH nochmal mitteilen. Denn irgendwie schienen sie das nicht zu wissen. Das ist zumindest die Schlußfolgerung die ich aus ihren Schmähgesängen gegen diesen Hamburger Klub ziehen muss.

Sehr interessant gestaltete sich das Verlassen des Stadions, zudem uns ein Lautsprecherstimme eindringlich aufforderte. Irgendwie konnten wir dem nicht nachkommen denn die Freunde und Helfer ließen uns nur einzeln durch. Sie wollten, bis auf einen, der musste einer Nulldreierin doch glatt ins Dekolleté greifen um sie anschließend auch noch zu beleidigen (Sexuelle Belästigung im Schutz der Masse und der Uniform, wie schön!), schauen ob wir auch unsere Schuhe saubergemacht hatten. Denn wer Feuerlöscherstaub auf den Schuhen hatt muss böse gewesen sein. Wie ich persönlich finde eine extremst überzeugende kriminalistische Leistung, besonders in Anbetracht der Tatsache, dass der Feuerlöscher zwischen etwa 60 der geschätzten 300 Auswärtsfahrer eingesetzt wurde. Aber das kenn mensch ja auch. Ich hoffe ja dass dieser Spürsinn hilft die zu fassen, die uns die Abreise etwas erschweren wollten.

Da fahren 3 Busse mit Kindern, Familenvätern und ohne das was so als Ultra‘ bezeichnet wird, auf der Autobahn nach Hause und werden dann von irgendwelchen Feiglingen an Autobahnbrücken mit Steinen beworfen. Ganz großer Sport. Aber das ist der Unterschied, in Babelsberg können Rostocker nach ihrem Hinspielsieg in Ruhe etwas feiern und in Rostock bewerfen sie nach ihrem Sieg die Gäste mit Steinen. It’s all about Style. Unser Busfahrer wich glücklicherweise aus, so das die Scheiben heil blieben und nur Kratzer entstanden. Der Rest der Heimfahrt verlief dann zum Glück recht entspannt und wir erreichten etwa 2 Stunden vor den Zugfahrern das schöne Babelsberg. Endlich!

Nun noch was persönliches: Wer auch immer den Ordnungsdienst beim FCH an diesem Tag leitete sollte doch darüber nachdenken ob er oder sie den richtigen Job macht. Wenn Ordner der Gäste zur Verfügung stehen, warum werden diese nicht geschickt? Sie sind mit den eigenen Fans vertraut und reagieren dadurch wahrscheinlich umsichtiger und besonnener. Nein, die dürfen wie Statisten zuschauen. Stattdessen werden Ordner geschickt, die gegen die sie umgebenden Menschen aggressiv vorgehen und verbotener Weise CO2 Feuerlöscher in Menschengruppen einsetzen.

Aber jetzt müssen wir uns erstmal dem Abstiegskampf widmen. Allez les bleus!

hans_m.: Kleiner Zusatz aus dem Berliner Bus

Zum ersten Mal sollte in dieser Saison auch von Berlin aus ein Bus mit Nulldrei-Fans zum Auswärtsspiel starten. Das wollte ich mir nicht entgehen lassen und startete recht früh von Potsdam in Richtung Vorstadt. Halbwegs pünktlich angekommen ging es gut gelaut und mit klasse Musik los. Auch unser Klo durfte oder wollte der Bus-Fahrer nicht aufschließen und wir waren ebenfalls gezwungen mehr Pausen als gewöhnlich einzulegen. Highlight war dabei sicher eine sehr amüsante Fit By Jogging-Einlage…

Angekommen am Stadion postierte sich nach kurzer Zeit eine größere Gruppe schlecht gelaunter Rostocker, um uns zu begrüßen. Von den Cops mit dem Kommentar „Schnell, die wollen rüberkommen!“ und unter einigen Flaschenwürfen wurden wir geradezu in den Beton-Klumpen DKB-Arena getrieben. Rostocker Gastfreundschaft eben. Zum Spiel ist schon alles gesagt worden.

Die Fahrt zurück lief, bis auf die Steinewerfer an der Autobahn, problemlos bei großartiger Musik und noch besserer Laune als auf der Hinfahrt. Unser Ziel, die Astra-Stube in Berlin-Neuköln, war irgendwann auch erreicht und wir kehrten mit einem käftigen „Kühe, Schweine – Westvereine“ ein. Aus mir unerfindlichen Gründen fanden die anwesenden Zuschauer der Partie Bayern – Dortmund das nicht ganz so lustig wie wir…der Abend endete mit einer gut gefüllten Astra-Stube, einem Nulldrei-Schal an der Wand (endlich!) und der Erkenntnis, dass Louis de Funès der coolste Franzose aller Zeiten ist.

An dieser Stelle noch ein Gruß an die Organisatoren und Mitfahrer! Es hat wirklich Spaß gemacht, Bier und Brötchen waren lecker und ich bin bei einer Neuauflage gerne wieder dabei.

blackarzt: Um es zu komplettieren – ein Zugfahrbericht

Vielleicht schreibe auch ich euch von meinen Eindrücken. Anfangs meinte ich nämlich noch voller Euphorie, dass ich ja den Spielbericht schreiben kann. Der Tag begann nämlich ziemlich entspannt und die Vorfreude aufs Spiel war immens. Um 9:35 nahm ich mit einigen Freunden und freundlich aussehenden Menschen in Babelsberg die S-Bahn, die uns nach Wannsee bringen sollte. Dort stiegen wir in einen bereits mit vielen Nulldreiern gefüllten Regio. Die Exekutive war zwar präsent aber lediglich Zuseher bei unserer Platzsuche im Zug. Der Umstieg im Berliner Hauptbahnhof verlief reibungslos und auch die weitere Fahrt war entspannt. Der Alkoholpegel stieg bei vielen. Mein leckeres polnisches Dosenbier wurde immer beliebter und auch leerer. Wer viel trinkt, muss auch viel Pipi… Da war dann auch als einziges die Polizei negativ auffällig, denn der direkte Weg zum WC wurde uns versperrt – ich sollte doch andersrum laufen. Naja – trotzdem konnten sie sich in der Kloschlange nicht vordrängeln. Auf der Rücktour einer meiner Kloausflüge blieb mir noch ein Herr in Uniform in Erinnerung: Beim Halt in Neustrelitz eilte er schnell durch die Tür nach draußen, um mir nicht im Weg zu stehen und entschuldigte sich sogar dafür, dass er im Weg stand. Verkehrte Welt, wie ich fand…

In Rostock angekommen wurden alle mit Zug gereisten in einen Linienbus gequetscht, obwohl uns doch vom Verein 2 Busse versprochen wurden. Pünktlich am Stadion angekommen, musste ich andere Erfahrungen machen, als die meisten: Ich wurde freundlich von einer Ordnerin begrüßt, nicht sonderlich untersucht und mir wurde noch gezeigt, wo die Toilette ist (wegen dem Bier und so). Andere wurden überhaupt nicht kontrolliert und können sogar noch heute ihre unbenutzte Eintrittskarte zeigen. Das Spiel verlief wie befürchtet und auch die Reaktion der Ordner war nach der Pyro wie befürchtet. CO2-Feuerlöscher sind scheiße, wenn mensch versucht, Luft zu bekommen. Und nicht ohne Grund dürfen sie nicht in Menschenmengen eingesetzt werden. Zu den Rostockern an sich: klar sieht da toll aus und hört sich gut an, wenn eine solche Masse mitmacht. Aber ich bleib trotzdem lieber auf der guten Seite und war dementsprechend auch froh, dass wir so laut sangen, dass wenigstens wir die Rostocker nicht hören mussten. Das Prozedere nach dem Spiel war unter aller Sau – meine Schuhe ein Glück geputzt…

Die Rückfahrt war interessant. Noch am Stadion mit Steinen attakiert, ließ sich erahnen, dass es mühseelig werden könnte. Halb 6 dann am Hauptbahnhof. Kurz nach halb 7 Abfahrt. Wir waren in unserem Abteil unter uns – ganz hinten. Keiner durfte zu uns – wir aber auch zu Niemandem. Vorn waren ein paar nicht so schöne, die bei Pausen immer wieder herumstressten. „Werte Fahrgäste. Unsere Weiterfahrt verzögert sich um ungefähr 20 Minuten wegen Ausschreitungen der Fußballfans.“ In Oranienburg war das Warten aber angenehm: wir im oberen Abteil sahen in der S-Bahn nebenan eine kleine Gruppe Prolls und versuchten sie auf uns aufmerksam zu machen. Scheinbar machte diese Versuche auch das untere Abteil. Irgendwann sahen sie dann ausm Fenster und taten endlich, was wir erwarteten: rumprollen. Hach – wie wir uns alle freuten.

Umstieg im Berliner Hauptbahnhof in einen auf uns wartenden Zug und dann hieß es in Wannsee Abschied nehmen. Abschied von vielen Babelsbergern. Abschied von den Cops. Hallo S-Bahn. Hallo Babelsberg. Scheiß Hansa Rostock. Scheiß Union…

Nordkurve Babelsberg vs. (K)einzeller EF

Das sogenannte Ostderby begegnete mir bereits kurz nach dem Aufstehen unter der Dusche. Radioeins Verkehrsfunk: „In Babelsberg kann es wegen des Ostderbys Babelsberg gegen Erfurt zu Verkehrseinschränkungen kommen.“
„Ok…Ostderby…tss…“ dachte ich und begab mich (dann bereits in Vereinsfarben gekleidet) ins Stadion zum Frühstück. Kurzerhand mit den üblichen Verdächtigen die Technik geschleppt und flugs noch den Schulcup ko-moderiert. Bereits da meldeten sich die o.g. Einzeller mit ihren armseeligen Rufen zu Wort und outeten sich als Sympathiesanten der Hauptstadt. Das den Moderatoren angetragene „Halt die Fresse“ klang dann jedoch eher nach vernachlässigter Zahnhygiene.

Die Gegengerade und die Nordkurve füllten sich bis zum Spielbeginn natürlich in üblicher Schnecken-Schall-Geschwindigkeit, während sich die Gäste hingegen zügiger zahlreich einfanden. Immer wieder das gleiche Bild!

Nachdem es eine Woche zuvor in Aalen viele Enttäuschungen in Folge der 3:2-Niederlage gab, konnte der Nulldrei-Fan auf eine engagierte Mannschaftsleistung hoffen. Diese Hoffnung wurde in Halbzeit eins voll und ganz bestätigt. Eine grundlegend offensiv ausgerichtete Aufstellung mit Hebisch und Herrem im Sturm, ließ auch nichts anderes vermuten. Flucht nach vorn mit einem kuriosen 1:0 durch Herrem. Keiner wusste: „Darf ich jetzt jubeln?“ Ja!
Nachdem ich nun auch die Bilder beim MDR gesehen habe, finde ich es beinahe ärgerlich, dass wir wieder nicht mehr Tore machten. Scheinbar träumte die Mannschaft von eben jenen, als sie aus der Kabine kam und nach 15 Sekunden als Hallo-Wach-Erlebnis das 1:1 kassierte. Auch im Laufe der zweiten 45 Minuten steckte unsere Equipe nicht auf und versuchte trotz Hahnes Platzverweis weiter an einem Heimerfolg zu arbeiten. Das gelang leider nicht mehr. Dennoch bedanke ich mich hiermit bei der Mannschaft für diese tolle, engagierte und kämpferische Leistung.

Die Nordkurve hatte während des Spiels auch ihren ganz eigenen Unterhaltungskampf mit einer erheblichen Anzahl an  Einzellern aus Erfurt. Das gesamte Repertoir an Rufen und Gesängen wurde abgeliefert. Der Zujezogen-Liebling geht dabei an: „Gebt euch nicht auf, lernt lesen und schreiben!“.
Für mich ist unverständlich, warum dieses Nazi-Pack in vollem Umfang agieren konnte und ihre verschissene Weltanschauung mit Gesten, Rufen und diversen Materialien propagieren durfte. Unser Verein schreibt sich etwas auf die Eintrittskarte und in die Satzung, sieht aber keine Möglichkeit, dies auch durchzusetzen? Sehr erbärmlich aber auch, dass sich dieser Scum innerhalb der EF-Fanszene so entfalten darf. Das lässt leider tief blicken.

Am Dienstag rollt der Nulldrei-Express weiter nach München zum Nachholspiel. Dann wieder mit der Hoffnung auf ein engagiertes Spiel und den drei Punkten fürs Schnabel-Reh.

Fotos:

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Zig Überschriften zur Auswahl……

und folgerichtig kann ich mich für keine entscheiden.

„Reh mit Schnabel“ wäre eine Möglichkeit gewesen, denn das abstrakte Kunstwerk am Lutherplatz, respektive einer Häuserwand, brachte uns schon morgens zum ablachen,Tipp: einfach mal angucken.

„Die Wahrheit liegt in der Mitte“ eine weitere Möglichkeit, denn die beiden Navis der Busfahrer zeigten als Ankunftszeit 11:32 Uhr, beziehungsweise 13:46 an.

„Bayern-Fans in Angst“. Ein Bus voller Umlandbayernfans gerät in Panik, als ein Bus voller (teils vermummter) Ostchaoten sich klar zum Entern macht. Ein Bild für Götter.

„Der Gefällt-Mir-Button“ wäre auch eine passende Überschrift gewesen, denn unserem Fääänbetreuer gefallen Polizeikontrollen…..der Beweis wurde gestern erbracht.

Ebenso gottgleich (passende Überschrift: „Hochstarter“) ein 50-Kilo leichter Typ mit gelbem Hemd und furchtbarer Krawatte, welcher natürlich mit einer Penisprothese (extrem getuntes Automobil) uns auf nem Rastplatz beehrte. Das Taschentuch wurde geworfen, die (Männer)Brüste ausgepackt und schon hatte er seinen „Fast and Furious“ Auftritt.

Einen tollen Auftritt hatten hernach auch die Ordner an der Einlasskontrolle, Sätze fielen wie: „Jetzt ist der mit der Fahne einfach durchgelaufen…..naja……gut. Klappt gegen Rostock am Mittwoch hoffentlich besser“ (viel Glück dabei) oder „Hmm, es ist aber nur 1 Trommel erlaubt!“-„Ist ja keine Trommel, das sind Snare-Drums“-„Achso, ok.“ Ganz großes Kino.

70 Leute im Gästeblock, gut die Hälfte supportete konstant, wenn auch äußerst spaßdurchsetzt, denn das Gesehene auf dem Feld ließ einen verzweifeln: Das Spiel müssen wir 5:3 gewinnen, wir können es 8:3 gewinnen und verlieren tatsächlich (nach stümperhaften Abwehrfehlern und einer unglaublichen Chancenverwertung) mit 2:3. Sehr stark hierbei Kocer und leider auch der Aalener Keeper. Mir macht der Spielverlauf dennoch Mut, denn zum Einen wird uns Aalen mit dieser Truppe niemals überholen, zum Anderen hat unsere Equipe einfach zu viel Qualität. Unverständlich dann der Auftritt von einigen wenigen Fans am Zaun, welche die Mannschaft mit übertriebener Mimik und Gestik bedachten. Das hat die Truppe auf keinen Fall verdient und von dieser Stelle, falls doch vielleicht ein Spieler dies hier liest, ein dickes ENTSCHULDIGUNG!

Jetzt muss ich leider ein wenig ins Ultrajargon abrutschen, aber wenn sich diese Lappen aus Aalen auch noch zu Wort melden (wo ward ihr beim Hinspiel? Kühe melken auf der Alm?)…..nun gut, ich zitiere einen der wirklich coolen Ordner:“Ach die, die sollen die Klappe halten. Die können doch gar nix! Wir freuen uns immer, wenn jemand kommt und Stimmung macht. Die haben nix drauf!“ Damit ist wohl alles gesagt, liebe Aalener Youtube-Ultras.

Nicht alles ist jedoch über das Drumherum gesagt worden: Von der Gastfreundlichkeit her (Polonaise mit Ordnern gab es auch noch) sicher positiv zu bewerten, alles andere furchtbar: Rummel-Stadionsprecher, Blockfahne mit Sponsorlogo, Halbzeitmusik („Es gibt nur ein Gas-> Vollgas!“, „Anton aus Tirol“) usw. Hoffentlich müssen wir hier nicht mehr aufschlagen.

Nachdem wir seitens eines Aalener Fans noch die Rote Karte erhalten hatten, machten wir uns auf den langen Heimweg und schlußendlich wurde das Schnabelreh erreicht.

SVB03 vs. Holzhacker Ahlen

Ja, viel kann ich zu diesem Spiel nicht berichten, da bei schönstem Babelsberger Wetter die Leistung beider Mannschaften nicht so ganz überzeugte und das Spiel meistens im Mittelfeld stattfand. Sehenswerte Torszenen waren Mangelware und so beschloss ich mich mehr aufs Bier und die netten Gespräche zwischendurch zu konzentrieren.

Doch dann wurde ich plötzlich bei einem Freistoß unserer Equipe doch aufmerksam und sah ein Tor :).Was war passiert? Da meinte doch ein Ahlener Spieler, er müsste uns unterstützen und versenkte den getretenen Freistoß mit einem wunderschönen Kopfball ins eigene Netz. 1 zu 0 für Nulldrei, da schmeckte das Bier gleich noch besser :). Bis zur Halbzeit passierte nicht mehr viel und so gingen beide Mannschaften in die Kabine.

Nun hat der eine oder andere gedacht die 2 Halbzeit würde mehr Schwung bringen mit Zug zum Tor, aber da wurde man wieder enttäuscht, da sich beide Mannschaften im Mittelfeld anscheinend recht wohl fühlten. Plötzlich große Aufregung bei den 03ern, da meinte doch glatt ein Ahlener, er müsste mit beiden Beinen voraus gestreckt Stroh-Engel von den Beinen holen und sah dafür prompt die rote Karte, die meiner Meinung nach vertretbar ist, da er bewusst in Kauf genommen hat, seinen Gegenspieler zu verletzen. Dann war wieder Ruhe.Nulldrei versuchte zwar auf das 2 zu 0 zu drücken, aber es blieb auch nur bei dem Versuch.

Und da schon wieder Aufregung auf dem Platz; nach erneutem Foul an einem 03er bekommt der Kapitän der Ahlener gelb, da dies aber schon seine zweite im Spiel war gab’s natürlich gelb-rot, was viel Unmut der Ahlener nach sich zog. Trotz der 2 Mann nun mehr auf dem Platz passierte nicht mehr viel und Nulldrei gewann 1 zu 0.

Zur Schiedsrichterleistung kann ich nur sagen 2 von 3 haben ihre Sache gut gemacht, der Linienrichter vor unserem Block war wohl unausgeschlafen und zeigte entweder falsch an oder er hob seine Fahne erst gar nicht wie bei beiden roten Karten.