Alles „IM“ Arsch……

Ach, wie toll präsentiert sich mein Lieblingsverein in den letzten Tagen:

„Bild“-Artikel über die Stasi-Vergangenheit unseres Geschäftsführers, die „Beichte“ in der „Maz“ (samt knallhartem Nachfragen des Interviewers…..muhaha) und, als Krönung, die 0:3 Niederlage gegen die Braunschweiger Eintracht, nachdem DD die Mannschaft mit einem Interview sicherlich nicht in ihrem Tun bestärkte.

Obgleich der Stadtname ein gelungenes Lebensmotto darstellt, bin ich heute mitnichten voll des Lobes: Denn zum Einen beherbergten sie einige gehirnamputierte Magdeburger in ihren Reihen, zum Anderen waren sie für diese Masse doch erstaunlich leise.

Auch in unseren Reihen war es nicht lauter, der frühe 0:2-Rückstand tat sein Übriges zur mauen Stimmung. Die Gäste ließen das ganze Spiel über einen Klassenunterschied erkennen und taten nicht mehr als nötig. Aber allein Kumbela war eine Augenweide……..hochverdient entführte der Favorit die 3 Punkte vor insgesamt 4200 Zusehern.

Die Punkte müssen wir sicherlich woanders holen, beispielsweise nächste Woche in Jena.

Zum restlichen Geschehen rund um unseren Verein meine persönliche Meinung: Ich stehe vollumfänglich hinter den präsentierten Spruchbändern und ich bin sicher nicht der Einzige.

Hechel raus!

Wat soll ick sagen? Schade, Scheiße, kann schon ma passiern…

Warum enden Auswärtsfahrten für mich eigentlich oft schon fast noch vorm losfahren?
Wir schreiben Freitag den 22.10.2010. Der Vorabend war flüssig und lang. Endlich zu mir gekommen blicke ich auf meinen Funkwecker – oh Schreck: er nannte mir 10:27 als Zeit. Nun aber schnell. Als Informatikerin wünschte ich mir, ich könnte einen Epsilon-Übergang machen. Kann ich aber nicht. Gerade die Haustür in der Hand ruft mich auch schon unsere Präsidentin (für alle die es nicht wussten: ja wir Zujezogenen haben eine Präsidentin) an. Wo ich denn bleibe, war die Frage. „Ick bin gleich da.“ war die Antwort.
Kurz vor 11 war ich am Lutherplatz und musste feststellen, dass der Bus nur noch auf mich wartete. Glück gehabt, dass gewartet wurde. Danke nochmal.
Das erste Bier wurde dann ganz getrost unserer Regel „Kein Bier vor Michendorf“ auf Höhe Michendorf geöffnet und nette Gespräche wurden aufgenommen.
Unser erster Anlaufpunkt war Leipzig – dort sackten wir 2 Green Bastards ein und machten auf der Weiterfahrt nach Offenbach noch eine Pause (glaub ich). Diese wurde zum Mittagessen genutzt. Leckeres warmes Chili gab es zum Superpreis. Es ist immer wieder ein Genuss, was wir auf Auswärtsfahrten tolles zu Essen bekommen. Das einzig negative am Essen: Bohnen regen einige Körperöffnungen zu gasförmigen Ausscheidungen an. Aber eigentlich ging der Zustand im Bus auch nicht mehr zu verschlechtern. Wir beherbergten nämlich einen Unioner, der scheinbar von innen zu verwesen drohte. Seine Absonderungen waren alles andere als wohlriechend 😀

Ohne irgendwelche Vorkommnisse kamen wir überpünktlich in Offenbach an, wo wir dann sofort von Polizisten aus Wiesbaden in Empfang genommen wurden. Einer wollte den Bus betreten. Aber nee – der Bus war voll und bezahlt hatte der schon gar nicht. Also hieß es für ihn: draußen bleiben. Während unser Vorsänger die anwesenden Gesetzeshüter ermahnte, ob sie denn wüssten, dass wir von Fußballfans beobachten Polizei seien und es kein Problem für uns wäre, eine Spontandemo zu starten, eilte Fan-Felix zum Schlichten nach vorn. Nach einem kurzen Gespräch teilte er uns mit, was der nette Beamte eigentlich persönlich sagen wollte: Wir wurden recht herzlich in Offenbach begrüßt und auf die Park- und Stadionordnung und deren Einhaltung hingewiesen.
Also alle nun raus und den Fußweg zum Stadion am Bieberer Berg einschlagen. Die Polizei war entspannt – wir also auch.

Im Stadion angekommen strahlten mich 7 (???) Dixi-Klos an. Bei Flutlichtspielen ist ein Besuch eines Dixis noch aufregender, als eh schon. Denn Licht gibt es dadrin bekanntlich nicht. Und mit Feuerzeug hätt ich mich da in keines gewagt – wäre der Unioner vor mir da drinne gewesen, wär ich wohl mitsamt des Klos in die Luft geflogen…

Im Bus wurde noch darüber verhandelt, wie hoch wir denn heute verlieren würden. Doch als wir unsere Jungs dann da unten so beherzt Spielen sahen, da fingen wir an, an den Sieg zu glauben. Durch einen von Alme verwandelten Elfmeter gingen wir frühzeitig in Führung und behielten diese bis zur 80. Minute. Die letzten Spielminuten waren dann eher traumatisch. Ich hätte heulen können.

Ab da flaute dann auch der bis dahin geile Support ab. Es hat richtig Spaß gemacht diesmal. Fast alle habense mitgesungen – und meiner Stimme ging es danach erstaunlich gut. Liegt sicher daran, dass ich sie im Vorfeld schon gut geölt hatte…

Die Rückfahrt war angenehm und zügig. Ich habe gelernt, dass FI „Fom Imker“ heißt und der Unioner scheidete fast gar keine giftigen Gase mehr aus 😉

Auch wenn wir verloren haben:
Danke Nulldrei!

immer wenn es regnet

ein kleines grüppchen stand da im gästeblock – in schwarz  und weiß.

es wedelte wie wild mit seinen vielen fahnen, stand immer kompakter und quadratischer,

es klatschte, setzte sich, sprang hoch, tanzte …ja es sang auch und konnte 2x ganz gewaltig jubeln UND vorallem trommelte es wie wild.

weniger wild der 2 personen mob unterm pinken regenschirm auf der sitzplatztribüne „gast“, trotzdem

RESPEKT & ZUjABE!

nach dem spiel  mischten sich vor dem nach glühwein duftenden fanladen für kurze zeit auf angenehme art und weise die vereinsfarben blau-weiß mit schwarz-weiß.

schön, daß jener quadratische, kleine, kompakte haufen sich zu uns gesellte,  auflöste, kreuz und quer stand und gruppenübergreifende ratscherer zustande kamen.

wir freuen uns auf eine nette fahrt nach burghausen in der rückrunde!

überhaupt freuen wir uns auf ein neues spiel.

die kälte und der regen zogen ein – der gesang blieb nahezu aus! genauso wie der sieg, der aber komplett.

mühsam, nicht gerade sehenswert und nur mit wenig hoffnungsvollen momenten spielte hier unsere 11 die 90 min ab, ein wenig mehr courage hätte nicht geschadet. egal, weiter gehts schon am freitag in offenbach.

der endstand 0:2 bringt uns auf platz 14 sagt der fernseher über uns bei femo.

Nulldrei… Halleluja… Nulldrei…

Am letzten Samstag machte sich der Nulldrei-Tross jenseits des Liga-Alltags auf zum Landespokalspiel gegen den FC Stahl Brandenburg. Es konnte im Vorhinein ja beinahe davon ausgegangen werden, dass zumindest spielerisch alles reibungslos verlaufen müsste. Das Wort „Reibungslosigkeit“ scheint in Brandenburg allerdings nicht zu existieren. Jeder, der die Stadtgrenzen passiert, wird von der seltsamen Krankheit „Nicht-Reibungslosigkeit“ angesteckt.

Aber zurück zum Anfang des Tages. Nach ausgiebigen und leckeren Frühstück in kleiner Runde im „La Copa“ zu Babelsberg, machten sich ca. 150 Zugfahrer auf den Weg in die Einöde. Am Brandenburger Hauptbahnhof angekommen, bekamen wir bereits den ersten Vorgeschmack auf das scheinbar fehlende Sicherheitskonzept der hoffnungslos überforderten Polizeikräfte. Ich vermute, dass wir in die nächste Tram Richtung Stadion gesteckt werden sollten, ungeachtet der tatsächlichen Anzahl an Personen und ungeachtet einer Fanlagertrennung. Nach kurzer Diskussion zeigte man sich einsichtig und ließ den Mob im Regionalzug nach Brandenburg Altstadt einsteigen.

Wiederum einsichtig zeigte sich das Polizeipersonal nach heftiger Werbeattacke die Tram wenigstens vom Bahnhof Brandenburg Altstadt zu nutzen, was sich aufgrund des in der Tram vorbeifahrenden Scums (rollende Scheiße auf Schienen) als überaus glücklich erwies. Der Fußweg zum Stadion war dann allerdings langwieriger, als vorher angenommen. Demzufolge kamen wir kurz vor Spielbeginn am Ostcharme versprühenden Stadion (weites Rund mit Leichtathletik-Applikationen) an, sondierten die Lage und fanden folgendes vor:

1x Kassenhäuschen

1x Kassierer, der beim Bau des Stadions bereits Rentner war

1x Dixi-Toilette Unisex

1x Zapfhahn auf Bierkistentresen

3x Bierfass (50 Liter?)

2x Caterer

3x Ordnungspersonal unmittelbar am Eingang (allerdings nur schauend, nicht handelnd)

Der eindringlichen Bitte an den netten Kassierer und das unterbesetzte und überforderte Ordnungspersonal, eine weitere oder fliegende Ticketkasse für das zahlungswillige Publikum zu eröffnen, wurde nicht nachgekommen. Kurzerhand wurde also vom Großteil der Zugbesatzung das Stadion geentert, da eh alle Scheunen und Tore am Eingangsbereich offen standen. Von der üblichen Observation der Gästekörper wurde ebenfalls abgesehen. Wie hätte man das auch tun sollen? Ich möchte an dieser Stelle klarzustellen, dass der Durchmarsch am Kassenbereich natürlich nicht zum guten Ton gehört, aber in dieser Konsequenz auch der Trotteligkeit der Gastgeber geschuldet ist.

Das Spiel schloss sich dann aus Nulldrei-Sicht dem bisherigen Gesamteindruck des Ausfluges an. Zwar ging unsere Equipe mit 1:0 schnell in Führung, jedoch konnte Stahl zum 1:1 nach sehenswertem Schuss ausgleichen. Daniel Zacher machte an diesem Tag und insbesondere in dieser Situation keine sehr gute Partie. Aber unterirdische Leistung nur an ihm festzumachen, wäre fatal. Das ganze Team stand völlig neben sich und konnte kaum überzeugen. Jule Prochnow schaffte vor der Pause noch den Schock über den Ausgleich schnell zu verdauen und erhöhte auf 2:1. Es muss wohl der Mitleid über die uns zugemutete Gesamtsituation gewesen sein, der einige Nazis dazu veranlasst haben muss, uns im Block zu besuchen. Aber Mitleidsbekundungen brauchen wir nicht, schließlich müssen wir unter Brücken oder in der Bahnhofsmission schlafen.

Nach der Pause plätscherte das Spiel dann genüsslich weiter, Großchancen von Nulldrei wurden vergeben, die Heimfans bestätigten ihren Ruf mit faschistischen und rassistischen Gesängen, währenddessen bei uns festgestellt wurde, dass das Bier inzwischen endgültig alle war. So beschissen es bis dato im Stadion und auf dem Platz war, musste es natürlich zum Ausgleich der Stahler kommen.

Verlängerung. So viel Event für wenig/ kein Geld. Klasse! Glücklicherweise hatte sich unser Team dann doch noch überlegt, die eine oder andere Chance auch mal zu verwandeln und sich mit dem Endstand 4:2 in die nächste Runde einzuladen.

Über die Rückfahrt wurde bereits viel geschrieben und diskutiert. Hierbei scheint es viele subjektive Wahrnehmungen der Geschehnisse zu geben.

Aus meiner Sicht nur so viel: Geprägt war die Rückfahrt insbesondere von der bereits erwähnten Konzeptlosigkeit der Polizei für eine sichere Rückführung der Fans zum Bahnhof.

Nach dem fast schon vorprogrammierten, ekligen Angriff der Nazis und den anschließend, ewig dauernden Diskussionen über das weitere Vorgehen, hätte ich es für sehr befriedigend empfunden, diese Drecksstadt auf dem schnellsten Wege zu verlassen. Warum die Tram dann immer wieder Notbremsungen einlegte, wissen vermutlich nur die Verursacher (Vielen Dank, ihr Spatzen!).

Den Verletzten der Attacke wünsche ich an dieser Stelle gute Besserung!

Am Samstag, 14 Uhr steht endlich wieder ein Heimspiel an. Dann gastiert der SV Wacker Burghausen am Babelsberger Park.

Forza Nulldrei!

Gaffer hält die Welt zusammen

Leute hier kommt das, worauf ihr sicher schon seit Tagen wartet: der „Spiel“bericht der Zujezogenen…
Da ich mal wieder an der Reihe bin, zu schreiben, verspreche ich allen schon mal: viel Blabla und wenig Spiel. Aber so war ja auch der Tag.
Begonnen hat der Tag mit einer gemütlichen Fiesta-Fahrt durchs noch schlummernde Potsdam nach Babelsberg. Der Lutherplatz war das Ziel. Circa halb 6 in der Früh nahm der von Kalle und Micha gesteuerte Bus Fahrt in Richtung Stuttgart auf. Mensch hätte bei der Besatzung auch denken können, Ziel sei der Schlossgarten gewesen – war er aber nicht.
Die Fahrt verlief zügig und ohne Vorkommnisse. Obwohl… So manche wollen vielleicht das pausenlose Anhören ein und derselben Melodie aus Handys als Quälerei betiteln – ich habe aber dadurch einen neuen Lieblings-Ohrwurm 😉
Dieses Lied läuft übrigens auch die ganze Zeit während des Schreibens dieses Berichtes. Weiterlesen auf eigene Gefahr.
Und hören kann mensch es hier!

Eine gute Stunde vor Anpfiff der Drittligapartie VfB Stuttgart II gegen den SV Babelsberg 03 parkte unser Bus vorm Stadion. Es war also noch genug Zeit für einen zujezogenen Deutschlehrer, einen Telefonjoker in der Frage, wie „Milliardenprojekte“ geschrieben wird, anzurufen. Denn er selbst war sich der Schreibweise nicht mehr sicher, nachdem er laut „M-I-L-L-A-R-D-E-N…“ ansagte…
Handgezählte 77 Zusehende trudelten dann im Gästeblock des schnuckeligen GAZI-Stadions an der Waldau ein. Insgesamt waren es nicht mal 300 im gesamten Stadion. Polizei und Sicherheitsdienst vor Ort waren angenehm freundlich. Der Support kann gut und gern als angemessen, spaßig, wie auch alkoholgeschwängert betitelt werden. Mit einer etwas mehr alkoholisierten Person auf der Tribüne schafften wir dann auch einen Wechselgesang.
Gern würde ich noch einmal das Vorsänger-Mützchen-wechsel-dich sehen. Und vielleicht ist das Singen eines einzigen Liedes immer und immer wieder die gesamte zweite Halbzeit nicht ganz der Geschmack von allen – aber was solls (im Bus sollte es dann später eh weiter gehen).
Gespielt wurde erst von links nach rechts, dann von rechts nach links. Im „von rechts nach links“ traf kein anderer als Guido Kocer das gegnerische Tor. Danke Junge. Noch 4 und ich gewinne meine Wette 😉
Sollten wir denn wirklich endlich wieder gewinnen? Nein. Dank einer Aktion von Marian Unger (ich hab sie nicht gesehen) gab es dann noch nen Elfer für Stuttgart. Nunja – aber warum kann er ihn dann nicht einfach halten? 😉
1:1 endete das Spiel dann. Das erste Unentschieden der Saison.

Die Rückfahrt war voller Überraschungen: Zuerst verzögerte sie sich durch ein Defekt am Bus. Aber glücklicherweise gibt es ja Gaffer. So wurde unser Bus kurzerhand mit Gaffer-Tape unter Beobachtung der Polizei repariert, um zügig die Stadtrundfahrt zu beginnen. Schnell hatten wir alles gesehen und befanden uns auf der Autobahn Richtung Potsdam.
Dass Fan-Felix dermaßen in die Mangel genommen wurde, weil er eine Sozialpädagogische Vision offenbarte, die echt anstrebenswert ist, kann ich nun wirklich nicht befürworten. Aber vielleicht haben die Jungs in den letzten Reihen auch nur seine Nähe spüren wollen…
Schade finde ich, dass unsere Mannschaft ganz schnell in den Bus rannte, als wir zufällig die gleiche Raststätte wie sie befuhren. Alle rein, Türen zu und schnell abfahren.

Aber wollen wir das nicht von der Fahrt in Erinnerung behalten. Lieber denke ich an die vielen Stunden auf der Rückfahrt, die einfach nur durchgesungen wurde – zumindest im hinteren Abteil. Geil.
Danke fürs Lesen…