SV 03 Babelsberg:Saaankt Paulääää

begann für mich bereits um 8 Uhr in der Stadtteilkneipe „Nowawes“, das seitens des Fanbeirates liebevoll vorbereitete Fanfondsfrühstück hätte sicherlich mehr als beschämende 40 Gäste verdient gehabt.

Vor geschätzten 3000 Zusehern wurde in freundschaftlicher Atmosphäre der unterhaltsame Sommerkick genossen, stimmungstechnisch blieb es über weite Strecken dem Wetter angepasst. Daniel Frahn war bei den Gästen anscheinend gänzlich unbekannt, dieses mangelhafte Stellungsspiel führte zu den Saisontoren 28 und 29 unseres Torjägers. Noch mehr Freude entlockte wohl nicht nur mir der wunderschöne Flugkopfballtreffer unseres „Fußballgottes“ Patrick Moritz, welcher verdientermaßen, gleichsam wie natürlich Björn Laars, anhand diverser Aktionen gebührend verabschiedet wurde. Im zweiten Abschnitt gab es jeweils 1 Tor auf beiden Seiten-> Endstand 4:1.

So……über Geschmack lässt sich bekanntlich streiten, aber jede DFB-einbindende „Aufstiegsfeier“ entlockte bei mir bisher persönlich eine Melange aus Ablehnung und Fremdscham; so auch diesmal. Unfassbarerweise wurde die pathetisch-doofe Hymne noch getoppt durch einen offensichtlich „wahren“ Nulldreifan mit Mikro in der Hand, welcher weder unseren Verein korrekt aussprechen, noch unseren Kapitän beim Vornamen nennen konnte. Einzig Positves der ersten „Feierstunde“ war die doch recht emotionale (gell, „Turbieni“) Verabschiedung unserer Fußballgötter von „ihrer“ Nordkurve.

Doch war die Talsohle noch immer nicht überschritten, nach wahnsinnigen 200 Litern Freibier folgte die nächste Peinlichkeit: 18.03 Uhr, der Caterer vermeldet: Bier ist alle! Ich involviere weitere Kopfschüttelerlebnisse in folgendem Satz: Ohne Ehrenamtliche, ohne Leute, welche mit ihrem Herz an diesem Verein hängen, würde gar nix, aber auch rein gar nix funktionieren! Dies ist mitnichten eine Selbstüberschätzung, oder gar eine wie immer geartete „Kampfansage“, das ist schlicht und ergreifend Realität.

Es kann sich ja ein jeder Babelsberger Fußballfan seine Gedanken darüber machen, in welchen Bereichen dieser Verein drittligatauglich auftritt.

Aber wie brachte es ein eben jener der ständig Kopfschüttelnden mit selbstironischer und dennoch irgendwie zufriedener Betonung auf den Punkt:“Ach, schon geil hier!“

Wir sehen uns am Mittwoch zur Verabschiedung unseres Stadions wie wir es kannten; gebührend mit einem Pokalsieg unsrer Zweeten, versteht sich…..

Forza Nulldrei!

Das Ende und der Beginn

Altstadt GoslarNun ja, wo soll ich beginnen?

Da dies der erste Spielbericht ist, den ich verfasse, bitte ich um Nachsicht.

Nach einem kurzem Besuch der Sehenswürdigkeiten (sofern es in der Kürze der Zeit möglich war) dieser schönen alten Kaiserstadt, machten sich 3 Zujezogene und eine weitere Person auf den Weg zum Stadion, um das zu erwartende letzte Auswärtsspiel in der Regionalliga Nord zu bestaunen.

Nachdem wir den Berg erklommen hatten und auch nach Umwegen am richtigen Eingang eintrafen ( nirgendwo eine Art von Hinweis, wo sich dieser denn befindet -.-), wurden wir auch schon aufs Herzlichste von einigen der Mitgereisten in Empfang genommen. Nach dem Kartenkauf und der Visite durch das zuständige Ordnerpersonal, schritten wir voran, um das neu gebaute Stadion zu bewundern.

Der Eindruck fiel allerdings eher mäßig aus, da uns gleich ein Dixi anstrahlte. Das war als WC für den gesamten Gästebereich vorgesehen. Dazu gesellten sich ein Bierwagen und ein Bratwurststand, an denen es meiner Meinung nach nichts auszusetzen gab.

Fortan machten wir uns auf den Weg in die Blockmitte, wo wir wieder herzlichst empfangen und begrüßt wurden. Die Stimmung war prächtig und alle waren in Feierlaune. Es hagelte Danksagungen aller Art an die Sportfreunde Laars und Moritz und da uns ja eh nichts mehr passieren konnte, was die Tabelle angeht ;-), war die Stimmung entsprechend gelöst.

Stadion des GSCKommen wir nun zum Spiel: Viel kann ich euch nicht berichten, da ich einerseits durch die Stimmung („lieber Hartz 4 als Bruns“) nicht so besonders aufs Spiel geachtet habe und dieses andererseits eher einen Testspielcharakter hatte. In Halbzeit eins ging außer einer Möglichkeit von Kocer nicht viel, so dass es zur Pause 0:0 blieb.

Halbzeit 2 gestaltete sich ähnlich, bis es mit mal 1:0 für Goslar stand und keiner genau wusste, wie es zustande kam (selbst der Schiri nicht), doch einige wie ich haben in diesem Moment das Spiel beobachtet und festgestellt, dass ein per Kopf geklärter Ball als Tor gegeben wurde -.-  Nur durch den Hinweis des Liris ( „wad sieht der denn da!!!!“ ) kam der Schiri zu dieser Entscheidung. Nulldrei erhöhte danach den Druck auf den Gastgeber um den Anschluss zu erzielen, doch es kam wie es kommen musste: Goslar machte nach einem Ballgewinn im Mittelfeld über Links durch ein doch recht schönes Tor das 2:0 ( den meisten Anhängern war dies jedoch egal, denn wir sind ja schon aufgestiegen 😀 ). Danach gab es nur noch 2 Möglichkeiten von Nulldrei den Anschluss zu erzielen; einmal per Kopf und einmal per Fernschuss. Somit blieb es beim 2:0 und der Schiri pfiff die Partie pünktlich ab.

Damit endete auch unsere Serie von 27 ungeschlagenen Spielen (leider), doch im Gegenzug entstand auch eine neue Siegesserie, nämlich die für den GSC. Die, nun in ihrem neuen Stadion ungeschlagen, den Weg zurück in die Oberliga antreten werden.

Aufstieg in Liga 3! Ein fast perfekter Tag.

Eigentlich möchte ich meinen Bericht mit dem Positiven beginnen:

Babelsberg 03 schafft durch einen 1:0 Heimerfolg gegen den Halleschen FC frühzeitig den Aufstieg in die 3. Liga! Die Freude darüber ist bei mir riesengroß und wurde natürlich am Sonntagabend noch eingängig (Mein Kopf!) vorm Nowawes mit rund 50 Sangeswütigen und schickem Licht gefeiert.

Das Spiel bot nicht wirklich viel Sehenswertes. Nulldrei hatte alles im Griff, ließ hinten nix anbrennen und wartete auf die eine Chance, die Mister Goalgetter dann schon gewöhnt zuverlässig verwandelte. Das wars dann eigentlich auch schon, denn der Rest war Feiern oder Schmollen oder Grübeln oder was auch immer. Das konnte ja dann auch jeder für sich ausmachen. Natürlich auch, ob der erneute Stimmungsboykott berechtigt war oder nicht. Ich persönlich habe da so meine Zweifel.

Ach ja, der Gästeblock: Ekelhaft und abscheulich (auch optisch) ist immer wieder das Fascho-Pack, welches da aus Halle an den Babelsberger Park pilgert und sich schon vorm Stadion mit „Arbeit macht frei…“-Rufen politisch klar zu erkennen gibt.

Jetzt gilt es, die restlichen zwei Spiele noch einmal richtig zu genießen. Besonders freue ich mich natürlich auf Goslar. Wer bis dahin nicht warten will, der kann bereits am kommenden Freitag, 14. Mai, 18 Uhr ins Karli pilgern und unsere Equipe im Testspiel gegen Türkiyemspor Berlin sehen. Jibbet eijentlich Support?

NPD Aufmarsch in Brandenburg/H. am 8.5.2010

Heute verbreiten wir wieder einen Aufruf zu einer Demo gegen einen Aufmarsch von Neonazis. Diese wollen am 8.Mai in Brandenburg/Havel marschieren. Wir hoffen, dass der Eine oder die Andere sich ermuntert fühlt an einer der verschiedensten Gegenveranstaltungen in Brandenburg/Havel teil zu nehmen.

Der an dieser Stelle in Auszügen verbreitete Aufruf stammt vom Antifaschistischen Netzwerk Brandenburg/Havel – Premnitz – Rathenow

Am Samstag, den 8. Mai 2010, will der NPD Kreisverband Havel Nuthe in Brandenburg an der Havel unter dem Motto: „Freiheit, Frieden und Selbstbestimmung“ einen Aufmarsch durchführen. Eine Entsprechende Anmeldung durch den Kreisverbandsvorsitzenden, Michel Müller aus Rathenow, liegt inzwischen der Polizei vor.
Mit der Wahl des Termins und dem entsprechenden Motto provoziert die NPD bewusst. Der 8. Mai ist der Tag der Befreiung vom Nationalsozialismus und ein herausragendes antifaschistisches Eckdatum zu dem sich selbst, seit der weltweit beachteten Rede von Bundespräsident Richard von Weizsäcker im Jahr 1985, auch die Bundesrepublik offiziell bekennt.
(Neo)nazis ist dieser symbolische Tag jedoch ein stechender Dorn im Auge, steht er doch für die größte Niederlage ihrer geistigen Vorgänger und als Untergang ihres weltanschaulichen Ideals.
Das Motto „Freiheit, Frieden und Selbstbestimmung“ ist deshalb irreführend. Gemeint ist hier nicht das Bekenntnis zur Nachkriegsordnung und zur Verfassung der Bundesrepublik, sondern eher die Forderung nach einer Entledigung dieser. Zu diesem Zwecke will die NPD auch ihre Strukturen in Brandenburg an der Havel ausbauen und bereitet seit Anfang 2010 die Gründung eines Stadtverbandes vor. Für „volksfeindliche Akteure“ soll dann „die Luft“ in der Stadt „dünn(er)“werden, so deren Kreisverband Havel-Nuthe auf dessen Internetseite.

Hangover in Hannover….

zumindest in der supportlosen 1.Hälfte. Die Geschehnisse der letzten Wochen führten zu diesem Schritt, welcher von einem Großteil der „aktiven“ Fans unterstützt wurde.

Gemütlich mit dem Auto angereist konnte man in der AWD-Arena zu Hannover (echt eine unglaublich mittelmäßige Stadt) etwas mehr als 100 Nulldreier begrüßen (insgesamt kaum mehr als 300 Zuseher), welche in der 1. Hälfte ein ausgeglichenes Spiel geboten bekamen. Begünstigt durch einen katastrophalen Abwehrfehler erzielte Daniel  Frahn bereits nach wenigen Minuten, nach Vorarbeit durch Müller, das 1:0. Nach und nach kam die Heimelf besser ins Spiel und folgerichtig zum Ausgleich; unsere Abwehr war hierbei nicht auf der Höhe.

In der Halbzeit schließlich eines der landauf gefürchteten „Spontan-Plena“ der Zeckenszene Babelsberg, Ergebnis: In der 2. Hälfte wurde supportet, die Mannschaft sollte nicht Leidtragender der Verfehlungen einiger Würdenträger beim „Verein“ sein. So wurden insbesondere die ersten 10 Minuten nach der Halbeit lautstark abgefeiert, bevor die Spannung des sportlichen Geschehens die (dennoch noch sehr gute) Stimmung ewas abfederte. Die schlechte Nachricht aus den Handys folgte sogleich: Wolfsburg führt! Scheiße! Doch dann; schöner Vortrag über die Außen, in diesem Spiel sowieso unsere Stärke, der Ball kommt zum wie immer gut abschirmenden Hebisch, welcher elfmeterreif gezogen und zu Fall gebracht wird. Frahn wie immer aus 11 Metern eiskalt, der Block am toben. Das Spiel nahm nun endgültig Fahrt auf, Chancen hüben wie drüben. Etwas glücklich, aber dennoch verdient standen am Ende 3 ganz wichtige Punkte auf der Habenseite, zumal die Wolfsburger ihr Spiel gewannen. Bärenstark heute Danso-Weidlich, Alme und der eingewechselte Ergirdi.

Peinliches nach dem Spiel: Gerade einmal 6-7 Spieler ließen sich von den wild gestikulierenden Härtel und Unger nicht davon abhalten, mit uns zu feiern…..geht`s noch? Eine Unverschämtheit sondersgleichen, das sollte hierbei nich unerwähnt bleiben!

Die Situation bleibt diffus, die Aufstiegseuphorie ist nur in kleinen Dosen genießbar, schade.