Stellungnahme zu den Geschehnissen vom 21.4. und 24.4. 2010

Stellungnahme von Zujezogen 03 zu den Geschehnissen
von Mittwoch dem 21.4.10 und Samstag dem 24.4.10
im Bereich des Karl-Liebknecht-Stadion

Das Fanprojekt Babelsberg veröffentlichte am 26.04.2010 eine Stellungnahme zu den Vorkommnissen beim Heimspiel am 24.04.2010. Thematisiert wird darin vor allem das Verhängen von fünf Stadionverboten in Folge des Pyrotechnikeinsatzes im Meisterschaftsspiel gegen den Chemnitzer FC. Dabei wandte sich die Vereinsführung vom bewährten Stadionverbotsverfahren ab und verhängte diese, bevor eine Anhörung der Betroffenen erfolgte. Weiterhin wird in der Stellungnahme des Fanprojekts der Polizeieinsatz gegenüber den außerhalb des Stadions befindlichen Fans kritisiert. Dieser Stellungnahme und den darin beschriebenen Forderungen folgt Zujezogen 03 uneingeschränkt.

Ergänzend zur Stellungnahme des Fanprojekts, bedürfen unserer Meinung nach folgende Sachverhalte der weiterführenden Aufklärung:

Zu den Geschehnissen im Rahmen des Meisterschaftsspiels des SV Babelsberg gegen den Chemnitzer FC am Mittwoch dem 21.4.2010 im Karl-Liebknecht-Stadion stellen wir fest:

  • Ordner beleidigten mehrfach Besucher des Stadions unter anderem auch auf sehr rassistische Art und Weise.
  • Ordner baten Besuchern mehrfach eine Schlägerei an. Dies geschah ein weiteres Mal nachdem diese Ordner ihre Dienstwesten abgegeben hatten.
  • Der Verein SV Babelsberg 03 hat nach unserer Ansicht ohne jedwede Notwendigkeit sofort 5 Stadionverbote, davon auch präventive, ausgesprochen ohne den Beschuldigten vorher eine Anhörung zu gewähren.

Zu den Geschehnissen im Rahmen des Meisterschaftsspiels des SV Babelsberg gegen den VfB Lübeck am Samstag dem 24.4.2010 im Karl-Liebknecht-Stadion stellen wir fest:

  • Der Boykott des Spiels durch größere Teile der Nordkurve ist als einmaliger Protest zu begrüßen.

Aus Sicht von Zujezogen 03 stellt sich das Verhältnis zwischen Teilen der Fanszene und der Vereinsleitung als extrem gespannt dar. Der Versuch einer Diskussion mit dem Vereinspräsidenten scheiterte aus unserer Sicht am falschen Rahmen und Ort des Gesprächs, der aufgeladenen Stimmung nach dem Spiel und der offenkundig zur Schau getragenen Unwilligkeit des Vereinspräsidenten zu einem ernsthaften Gespräch über die Situation. Die vom Vereinspräsidenten vorgenommenen, undifferenzierten Äußerungen halfen dabei in keinster Weise zur Aufklärung und Transparenz der eingeschlagenen Stadionverbotspraxis.

Für Zujezogen 03 ergeben sich daraus folgende Forderungen gegenüber der Vereinsführung:

  • Eine sofortige öffentliche Entschuldigung und Distanzierung der offiziellen Vereinsorgane von rassistischen und fremdenfeindlichen Äußerungen der Ordner. Die eingesetzten Ordner vertraten während ihres Dienstes den Verein und haben mit ihren rassistischen Aussagen demzufolge im Namen des Vereins gesprochen.
  • Die Sicherstellung, dass offensichtlich gewaltbereite sowie fremdenfeindliche und auch wegen Gewaltdelikten vorbestrafte Personen nicht als Ordnungskräfte beim SV Babelsberg eingesetzt werden. Diese Ausbrüche von Fremdenfeindlichkeit und Gewaltbereitschaft passierten zum wiederholten Mal und geschahen bereits auch gegenüber Gästefans. So zum Beispiel beim Heimspiel gegen Tennis Borussia Berlin.
  • Die Rückkehr zum seit Jahren praktizierten Prinzip der Anhörung der Beschuldigten bevor ein bundesweites Stadionverbot ausgesprochen wird.
  • Ein offenes, ehrliches, durch eine neutrale Partei moderiertes Gespräch zwischen Vereinsleitung und Vertretern der Fans.

gez. Zujezogen 03

Potsdam, den 27.4.2010

——————–

Kopie der Stellungnahme des Fanprojektes Babelsberg

Stellungnahme von Filmstadtinferno 99

Stellungnahme von Ultras Babelsberg

Stellungnahme vom Fanbeauftragten des SVB und vom Stadionverbotsbeauftragten des SVB

Schollefeeling im Karli

Nachdem ich nun eine Nacht darüber geschlafen und nachgedacht hab, weiß ich immer noch nicht so recht was ich von gestern halten soll. Da ich jedoch der Auserwählte bin, zumindest für diesen Spieltag, muss ich ja ein bis fünf Zeilen verfassen.

Zu Gast auf der Sandscholle, ach nee (!) im Karli, war der VfB Lübeck. Ein durchaus ernstzunehmender Gegner, denn für den VfB geht es in dieser Spielzeit um nichts mehr. Ich war also eingestellt auf ein Spiel bei dem die Gäste „hinten drinn“ stehen und NullDrei mit hohen Bällen versucht in den Strafraum zu kommen. Aber weit gefehlt: der VfB spielte und das recht munter. Zwischenzeitlich war mir doch Bange. Die sehr ruppige erste Halbzeit gipfelte in Rudelbildung, Gerangel und Geschubse vor der Tribüne.
Es sah fast so aus, als wenn Ordner durch Fans gehen und ohne Rücksicht alles und jeden Umhauen. Ich fühlte mich ganz leicht an Mittwochabend erinnert. Das aber nur am Rande.
Endergebins war eine Rote Karte für Lübeck.

Halbzeit zwei startete also mit nur 10 Spielern aus, wie brüllten es ihre Anhänger so schön, Nord-, Nord-, Norddeutschland. Jetzt wurden aber auch meine schlimmsten Befürchtungen wahr: Lübeck hatte nichts zu gewinnen oder verlieren und verlegte sich auf die eigene Hälfte und wartete auf Konterchancen. Die Guten versuchten es fast immer über rechts und dann mit einem hohen Ball. Es war ein Graus. Über weite Phasen von Hälfte zwei sah es eher so aus, als ob NullDrei mit einem weniger auf dem Rasen steht.

In Minute 83, gefühlt war es die 123te, denn das Spiel zog sich schleppend dahin, passierte es. Endlich! Frahn trifft. Zum Glück 1 zu 0. Meinetwegen hätte sofort abgepfiffen werden können. Aber nein, es ging weiter. Nun konterte Lübeck allerdings und NullDrei versuchte es wieder mit hohen Bällen. Und das alles ohne Bier. Aber zum Glück spendeten hans_m und seine geliebte B. dann etwas vom ihrer Gerstenkaltschale. Ich war also etwas besser gestimmt, um noch die letzten Minuten abzusitzen. Doch plötzlich ging es schnell: Hebisch wuselte vorm Kasten der Lübecker. Die schauten kurz irritiert und da klingelte es wieder. Na endlich: 2 zu 0 in Minute 88! Viel passierte dann nicht mehr und endlich war es geschafft.

Mit Glück ein 2 zu 0 aus einem weniger prächtigem Spiel. Doch was zählt, sind die 3 Punkte und dass ich recht behielt. Denn am Morgen trafen firebrook und ich auf ein Lübecker Fan-Pärchen, welches ernsthaft der Meinung war, sie würden die Punkte mitnehmen.

Um dann doch mal auf den Titel dieses Artikels zu sprechen zu kommen: das Feeling im Karli hatte wirklich Sandschollencharakter. Es war still. Sehr still. Selbst die Lübecker stellten ihren Support ein, weil ja keiner auf sie reagierte. Man hörte den Ball klatschen und die Tribüne schimpfen. Und man hörte Pöbeleien bei denen man Kindern die Ohren zu halten muss. Beim Einlaufen wirkte die Mannschaft angesichts der fehlenden Banner und der relativ leeren Kurve doch etwas irritiert.

Ich muss sagen, mir fehlte der Support. Einzelne versuchten es, aber es blieb beim Versuch. Wenn sich einige wünschen „diese Kinder sollen weg bleiben“, dann bleiben die Fragen: Woher wisst ihr dass es alles Kinder sind? und: Wollt ihr diese Stille? Kein Support keine Atmosphäre nur Geschimpfe und Beleidigungen und ein Auspfeifen der Manschaft um die es doch gerade euch besonders geht? Dann schauts euch doch im TV an, da ist es still. Und jetzt soll mir keiner kommen  mit: „Ich gehe ins Stadion wegen der Stimmung und um die Mannschafft zu unterstützen.“ Lächerlich! Stimmung ohne die Fankurve war nicht existent und unterstützen durch Ausbuhen und Auspfeifen soll mir mal jemand erklären. Ich bin beileibe kein Ultra, aber Support und eine lebendige Kurve gehören für mich zum Fußball im Stadion.

und raus bist du!



Egészségére Nulldrei!

21.04.2010:

Nadeshda Brennike, Queen Elizabeth II. und Gerhard Delling feierten Geburtstag, die 28 wurde als Zusatzzahl im Lotto gezogen und „Sicherheit im Luftverkehr“ war Thema  im Bundestag .

 Auf den ersten Blick ein ganz normaler Mittwoch, auf den zweiten Blick mitnichten, denn um 19 Uhr Ortszeit bat Nulldrei die himmelblauen Chemnitzer im Karli zum Duell (oder umgekehrt). Pünktlich gings los und dann passierte auf dem Feld erstmal nicht viel, die ominöse NEUTRALISATION hatte sich auch dieses Spiel ausgesucht, um ihr Unwesen zu treiben. Nach Beginn der zweiten Halbzeit verzog sie sich, Frahn per Elfmeter und Kutschke per Kopf? nutzten dies ganz souverän in den Minuten 48 und 51. Danke dafür! Danach passierte auf dem Platz nicht mehr recht viel, musste aber    auch nicht, ein 2:0 reicht doch auch völlig. Die Chance von Guido hätte ich aber dennoch gerne im Tor gesehen. Egal, auch so großartige Stimmung in der Nordkurve, hat Spaß gemacht, viele haben mitjezogen und teilweise wars richtig laut. Bilder von Choreo, Spruchbändern und Pyro sicherlich schon oder bald unter03support.blogspot.com. Zu den Vorfällen unmittelbar nach dem Spiel kann und will ich mich nicht äußern, ich hab schlicht und einfach zu wenig gesehen und  unmittelbar mitbekommen um die Sache zu beurteilen und aufs „Hörensagen“ sollte man sich nicht immer verlassen. Nur 2 kurze Anmerkungen: Skanadalös wohl das Verhalten einiger Ordner, das Verhalten der Mannschaft zumindest diskussionswürdig. 

Sehr viel mitbekommen haben wir dagegen vor, nach und während dem Spiel von unserem Gast aus Ungarn, der mit uns das Spiel verfolgte. Unbekanntes aus Fußball, Politik, Fanszenen und Leben wurde erfahren, Bekanntes diskutiert. War schön, wir bleiben in Kontakt und irgenwann heißts zujezogen ist mal für ein paar Tage nach Budapest ausjezogen.

Janz wichtja Sieg

Ich bin heute morgen aufgewacht…und da fiel es mir wieder ein:

Spielbericht schreiben! Alle Versuche, mit der Begründung des wenig vorhandenen Fußballsachverstands aus der Sache raus zu kommen, schlugen fehl und der geneigte Leser muss jetzt mit meinen Ausführungen Vorlieb nehmen.

Für alle, die eine messerscharfe Spielanalyse erwarten, nur soviel:

NULLDREI hat 2:0 durch Tore von Frahn und Hebisch gegen Wilhelmshaven gewonnen. Punkt.

Ansonsten lässt sich der gestrige Abend mit einigen Schlagwörtern gut beschreiben. Am Fanladen und angekommen im Stadionrund kam mir das erste davon: JÄSTE! Denn die waren auf unseren Seiten recht zahlreich vertreten, unter anderem aus Schottland, Hamburg, Leipzig, Flensburg und Berlin. Vielleicht hatte das auch zur Folge, dass sich tatsächlich 1601 Leute auf den Ränge eingefunden hatten. Nach dem bisherigen Zuschauerschnitt der Saison hätte ich gegen eine Mannschaft wie Wilhelmshaven mit weniger gerechnet. An einem vollen Jästeblock hat es jedenfalls nicht gelegen. Dort verirrten sich geschätzte 10 Fußballbegeisterte (beim letzten Aufeinandertreffen im KarLi waren es exakt 0). Allerdings sah die Hälfte auch so aus, als ob sie ihren Unterhalt aus Steuergeldern beziehen und gestern mal in Zivil auftraten.

Schnell noch ein Flüssig-Schnitzel besorgt und ab in den Block, um kurz danach das Auflaufen der Sportsmänner zu beobachten. Die Guten liefen passend in Blau-Weiß auf, Wilhelmshaven in Schwarz-Rot-Gelb (wem’s gefällt…). Anschließend kam, was kommen musste: der ANPFIFF.

DD’s Mannen begannen von Anfang an engagiert, was sich leider nicht schnell in Toren widerspiegelte und mir ein neues Wort in den Kopf trieb: NEUTRALISATION. Beide Mannschaften kamen immer wieder bis zum gegnerischen Strafraum, an dem allerdings meistens Schluss war und es entwickelten sich höchstens Halb-Chancen. Dementsprechend flaute auch der Support der Nordkurve nach gutem Beginn immer weiter ab und bei mir schlichen sich Gedanken ein, dass es bitte nicht wieder ein 0:0 geben sollte. Dieser Zustand hielt aber nur bis zur 35. Minute. Dann waren es (in der Reihenfolge) Kocer und Kutschke, die mit einer ansehnlichen Kombination im gegnerischen Strafraum den Ball zu Frahn brachten, der selbigen gekonnt ins Tor schob. 1:0!

Um die Pause zwischen den Halbzeiten zu überbrücken, warf ich einen Blick ins NULLDREI-Heft, um ein interessantes Interview mit dem Noch-Capo und der Ex-Capine zu entdecken, was mich zu folgendem Kommentar veranlasst: Liebe Capine, wir Zujezogenen würde dich sehr gerne wieder auf dem Zaun sehen! Die Kurve braucht Leute, die Stimmung machen…scheißegal, ob das Männer oder Frauen sind!

Die zweite Hälfte verlief anfangs wie die ersten Minuten des Spiels.

NULLDREI war zwar bemüht, doch Wilhelmshaven hielt dagegen. Erst zum Ende des Spiels ergaben sich wirkliche 100%ige Chancen. Aber den Sack einfach zu machen, wäre nicht so spannend gewesen. Deshalb dauerte es noch bis zur 92. Minute, als Hebisch das erlösende 2:0 markierte. Das der Gegner ab diesem Zeitpunkt keine Chance mehr hatte, sah auch der Schiedsrichter ein und Pfiff die Partie nicht mehr an. JEWONNEN!

Was bleibt von diesem Abend? Das 2:0 war ein wichtiger Sieg, um Wolfsburg (am letzten Mittwoch zu Hause 1:1 gegen Halle) auf Abstand zu halten, Wilhelmshaven präsentierte sich nicht wie der 17. der Liga und ein Ordner, der seine Aufgabe ziemlich erst nahm und partout nicht aufhören wollte, auf einen vollkommen leeren Abschnitt des Jästeblocks zu starren.

Weiter geht es am Mittwoch (21.4. / 19 Uhr) mit dem Heimspiel gegen

Chemnitz…also: Zahlreich und rechtzeitig erscheinen!

Wegjeflogen……

hiess es für meinereiner am letzten Tag des Märzes, Ziel: Das Land der Träume (nein, nicht Sachsen-Anhalt), die Vereinigten Staaten. Nach einer 7-stündigen Verspätung gegen 21 Uhr in Miami (Florida) gelandet, ging es sogleich vorbei an den ersten „Hansa-Hools“-Schmierereien in das von meiner sich bereits dort befindenden besseren Hälfte ausgewählten Domizil am Rande der 800.000-Einwohnerstadt.

Ich weiss bereits, was sich in euren Hirnwindungen entdecken lässt: USA? „Feindesland“ (Ultra des Fi99), „wo hast du das Geld her, Scheisswessie“ (Tenor in der Stadtteilkneipe) oder „oooooooouhhhhhhh, coooooooooool“ (der sehr kleine Rest). Auch ich ward von ersterem Gefühl geleitet, muss mich aber etwas revidieren…dazu später mehr.

Bis auf einen kulturell-wertvollen Besuch der ältesten Stadt, samt Kastells, der USA, St. Augustine (sehenswert!), waren die folgenden Tage also geprägt von wunderbarem Strand, wunderbar klar-blauem Wasser und dem Beobachten von Tieren (Delfine, Rochen), welche in der Nuthe eher selten den Weg an die Wasseroberfläche finden. Der Golf von Mexico gewann hierbei nach Punkten gegen den Atlantik (rund um Miami), obgleich dieser einen heftigen Punktabzug erleiden musste: Nach 4 Tagen völliger (und geruhsamer) Abstinenz des Teutonentums trägt der erste erblickte Deutsche am Strand von Naples welchen Schriftzug auf der Mütze? „Werkself“…..der Tag war solange im Eimer, bis meine Freundin des Abends einen unerlaubten „U-Turn“ tätigte und wir filmreif von einem US-Streifenwagen verfolgt und gestoppt wurden: „Don`t open the door, stay in the car….you have made an illegal u-turn!“ Danach überprüfendes Leuchten auf die (vermeintlichen) Leichen auf der Rückbank; die Knarre schon entsichert. Im Auto 2 Deutsche ohne jeglichen Ausweis (alles im Hotel) und Fahrerlaubnis-> just in dem Moment der anfliegenden Panik die Erlösung: Der Blick aufs Namensschild verriet, dass wir es tatsächlich (und ungelogen) mit Sergeant „S. German“ zu tun hatten….selbstredend konnten wir unsere Fahrt unbehelligt weiterführen.

Die 2. Hälfte des Urlaubes sollte aus einer 5-tägigen Kreuzfahrt, startend von Miami über die Karibik zurück nach Miami, bestehen….beinahe wäre es wirklich beim „sollte“ geblieben, da die Fahrt vom Norden seine Tücken hatte. Die chronologische Reihenfolge des Geschehens in Zitaten: 1.“So, wir haben in Miami sogar noch 3 Stunden Puffer, wir müssen spätestens 15.30 Uhr auf dem Schiff sein.“ 2. „Was ist denn das für ne Riesenwolke da vorne?“ 3.“ Truck in Flammen? Na gut, haben ja noch 3 Stunden Zeit!“ 4. „Fuck Fuck, Fuck, die Drecksamis kriegen auch nix geregelt, in Deutschland wäre nach ner Stunde schon wieder alles frei!“ 5. „Ah, du, du….es geht weiter. Puh, der Puffer ist hin….aber ok…Moment, fuck, die leiten uns zurück!!!“ 6. „Wir sind hier irgendwo im Niemandsland, hier ist nur nen Indianerreservat….das Navi findet auch nix: Scheisse!!“ 7. „Da, das Navi zeigt was an: Ankunft am Schiff 16.38 Uhr…das langt niemals: los, aufs Gaspedal!“ 8. „Hui Schatz, 180 bei erlaubten 90……man darf eigentlich gar nicht in diese Reservate rein….aber egal: Vielleicht schaffen wir es noch!“ 9. „Das hier soll ne Straße sein?“ 10. „Jetzt noch durch Miami….vielleicht warten sie ja doch!!“ 11. „You`re late“-„Ach nee.“ 12. „Geschafft!“ Ein Blick in eure Gedanken:  „Wo hast du das Geld her, Scheisswessie“. Anders als in Deutschland sind Kreuzfahrten in den USA wirklich für Jung und Alt, sogar tendenziell eher für Jung. Nach einem angenehmen Seetag bei 28 Grad (für die Umrechnung in Fahrenheit braucht man übrigens einen Doktortitel: 25 Grad=75 Fahrenheit, jedoch waren 5 Grad mitnichten 15 Fahrenheit…es führt zu weit) erreichten wir am 3. Tag die Halbinsel Yukatan (Mexico). Neben Sinnlosangeboten gab es auch die Option des Besuches einer Maya-Stätte auf eben jener Halbinsel. Nach einer ereignislosen Fahrt erblickte man sogleich die Touri-Abzocke-Buden (samt großer Juwelierhalle) und erreichte nach 10-minütigem Fußmarsch die, für Mayaverhältnisse, 900 Jahre jungen Bauten von „Tulum“. Die großen Menschenströme muss man einfach ausschalten und sich auf diese fantastischen Bauten fokussieren. Die exponierte Lage der diversen Tempel und Ballspielplätze am hellblauen Meer steigerte das Wohlbefinden in fast unerreichbare Höhen….traumhaft. Gespannt ob die Maya-Ruinen von „Xunantunich“ (Belize) am nächsten Tag diese Erfahrungen toppen, begaben wir uns bereits kurz nach dem Anlegen des  Schiffes in Belize-City auf den einzigen „Highway“ des kleinen Landes, über welches wir im Bus noch einiges erfahren konnten: Keine Insel, 300.000 Einwohner (darunter 35.000 eingewanderte streng religiöse Mennoniten und Mormonen), große Städte Belize City (80.000 Einwohner, in den 60gern fast komplett zerstört), Belmopan (künstlich aufgebauschte Hauptstadt) und San Ignacio (Zentrum des Mayagebietes), sie spielen Football ohne Schutzkleidung und haben irgendwann im Fussball gegen Kanada mit 2:0 gewonnen. Fast bis zur Grenze nach Guatemala gelangend, erhaschte man in der 2-stündigen Fahrt sehr viele Eindrücke dieses Landes, welche geprägt waren von einer gewissen Armut, einer tollen Natur und der entspannt wirkenden Bevölkerung. Auffallend auch: Das Verhältnis Kirchen-Menschen lag bei gerade einmal 1:3, das Verhältnis (kaputte) Autos-Menschen bei knapp 7:1. Nachdem auf einer kultigen Holzfähre per Handbetrieb auf die Seite der Mayaruinen übergesetzt wurde, wurde das Plateau, stilsicher mit vor 33 Grad schützender Nulldreikappe, von uns betreten. Welch Anblick: Mitten im Dschungel gelegene, begeh- und besteigbare(!!!) Mayatempel, von der Sonne gekitzelt und nur von uns wenigen Schiffsausflüglern in ihrer Ruhe gestört. Ich fühlte mich wie Hansa-Fans vor einer weißen Wand mit einem Eimer Farbe in der Hand;-). Ernsthaft; sicherlich eines meiner persönlichen Top3-Urlaubserlebnisse. Nach einigen Schnappschüssen, dem Erklimmen des 25 Meter hohen Haupttempels und dem Bewässern des Plateaus mit literweise Eigenschweiß verließen wir diese Traumstätte in Richtung Schiff, nicht ohne unterwegs an einem halbverfallenen Fußballstadion vorbeizufahren-> zu meinem Erstaunen weder Mufuwaspi, noch der Fuchs oder Majogappa in Sicht.

Die letzten Tage auf dem Schiff und einen kurzen Prä-Flug-Trip zum Miami-Beach genossen, ging es, diesmal nur mit 5 Stunden Verspätung, zurück nach Deutschland.

„Mann, ist der Text endlich vorbei?“

Nein, hier noch der ultimative Klischeecheck:

1. Amis fahren nur große,überflüssige Autos!-> Ja.

2. Amis umgibt eine vorgeheuchelte Freundlichkeit, welche man nur als unecht und störend empfinden kann!-> Jein, wahrscheinlich ist einiges gekünstelt, jedoch oftmals wirklich Höf-und Freundlichkeit. Und selbst wenn nicht, ist es partiell eine schöne Abwechslung zum „Wat wollnse denn?“-Verhalten der lokalen Ureinwohner.

3. Die Amis rennen wie bescheuert in ihre Kirchen, von welchen man an jeder Ecke eine findet->Ja.

4. An jeder Ecke in den USA gibt es Fast Food, welches von den Amis überproportional genutzt wird und diese nach einigen Jahren auch überproportional in Erscheinung treten lässt.-> Ja, Begründung: Selbst kochen ist unwesentlich billiger.

5. Weiße reich-Arme schwarz-> Joa, die „Reichenstrände“ jedenfalls waren weißer als die Weste von Unger bei Elfmetern.

Danke fürs Lesen!

Punkteteilung im Vogtland

Entspannter hätte für meine Freundin und mich die Anreise nicht laufen können. Bereits am Donnerstag machten wir uns auf den Weg ins Vogtland, um einen kleinen Kurztrip mit dem Spiel unserer Elf gegen den VFC Plauen zu krönen.

Nicht ganz so entspannt lief es dann für all die anderen Fans, die für das stundenlange Staustehen nicht gerade zu beneiden waren. So kam es auch, dass die Mehrzahl der Fans erst Mitte/Ende der ersten Halbzeit am Vogtlandstadion ankam und promt den Höhepunkt der Halbzeit (zumindest aus 03-Sicht) verpassten. Aufgrund eines sinnlosen Abgleichs von Personalien mit einer SV-Liste durch die sächsische Bereitschaftspolizei aus Leipzig war es vielen nicht vergönnt, den Schuss von Ronny Surma aus 30 Metern ins linke Dreiangel zu genießen. Traumtor! (Liebe ARD, bitte nominieren Sie zum Tor des Monats!) Da war bereits die 29. Spielminute vergangen. Bis dahin gab es auch nicht wirklich viel zu sehen seitens der 03er. Der VFC Plauen stand hinten sehr kompakt und machte im Spiel nach vorn auch eine wesentlich bessere Figur als unser Lieblingsverein. So war es fast die logische Konsequenz, dass die Plauener in der 37. Spielminute nach einer sehenswerten Freistoßvariante ausglichen und beinahe noch kurz vor der Halbzeit hätten erhöhen können.

Die zweite Halbzeit wurde wesentlich mehr durch den SVB geprägt. Die Spielanteile waren nun klar auf unserer Seite. Das Spiel bewegte sich aber zwischen den beiden Strafraumgrenzen. Sehenswerte Aktionen waren Mangelware. Einzig die Einwechslungen von Prochnow und Kocer brachten wirklich Schwung ins 03-Angriffsspiel. In der 85. Minute köpfte Prochnow das Leder an die Latte, woraufhin Frahn den Nachschuss im Tor versenkte. Leider stand er dabei im Abseits. So blieb es letztlich wieder einmal bei der Punkteteilung, die meines Erachtens gerecht war, jedoch so hätte nicht unbedingt sein müssen, denn die Startformation mit Hartwig und Kutschke war für mich nicht nachvollziehbar. Diesmal kann ich ausnahmsweise sogar die Forderung eines von der Tribüne blickenden Forumusers nach einem intelligenten Spielmacher verstehen. Es fehlte an der zündenden Idee, die gut gestaffelte Abwehr vom VFC zu knacken. Mit lang vorgeschlagenen Bällen wird dies jedoch nie gelingen.

Den Support würde ich diesmal aufgrund der Umstände der Anreise sogar als „sehr bemüht“ bezeichnen.

Danke noch einmal an dieser Stelle an den Wirt meines Vertrauens, der uns auf dem Weg zurück nach Potsdam mit lecker Bier und netten Gesprächen begleitete.

Das nächste Spiel findet am kommenden Freitag unter Flutlicht (19 Uhr) an der Bushaltestelle „Karl-Liebknecht-Stadion“ gegen den SV Wilhelmshaven statt.

Fanbeiratswahlen am 24.04.2010

Am 24. April 2010 finden die diesjährigen Wahlen zum Fanbeirat im Anschluss an das Heimspiel gegen den VfB Lübeck statt. Auch wir werden einen Kandidaten in den Ring werfen, um die Arbeit des Fanbeirats tatkräftig zu unterstützen. Unabhängig davon bitten wir alle Fans, diese Wahl wahrzunehmen und die Stimme euren Favoriten zu geben.

Nähere Infos zu den wählbaren Kandidaten findet ihr auch unter: http://www.babelsberg03.de/nordkurve/

Hier noch die kurze Vorstellung unseres Kandidaten:
„Ich, Maik Dudzak (03-Vereinsmitglied), möchte mich als Kandidat für den Fanbeirat zur Wahl stellen und mich damit aktiv für eine belebte Fanszene einsetzen. Bereits jetzt bin ich als Gründungsmitglied der Fangruppierung „Zujezogen Nulldrei“, beim Aufbau der Stadiontechnik zu den Heimspielen, lautstark in der Nordkurve oder als Begleiter zu Auswärtsfahrten im Fanbus in und um den Verein aktiv tätig.
Mit meiner Bewerbung möchte ich nun meinen Teil dazu beitragen, dass unsere Fanszene weiterhin tolerant, bunt, antirassistisch und vor allem mitgestalterisch auftritt. Ich möchte Ansprechpartner für die Belange aller Fans sein und die bisher sehr engagiert geleistete Arbeit des Fanbeirats ambitioniert weiterführen.“

2 Tore, 3 Punkte – Frohe Ostern Nulldrei!

„Na endlich!“ werden sich die etwas über 1.300 Fans gedacht haben, als der Schiri den heutigen Kick gegen die Reserve des FC Hansa Rostock abpfiff und der zufriedene Nulldreier zum Kaffeetisch zurückkehren konnte. Endlich einmal wieder ein Sieg im Karli und ganze zwei Tore unseres TOP-Torjägers auf der Habenseite.

Das Spiel von Nulldrei begann flott und relativ zeitig kam bei mir das Gefühl auf, dass es gegen diesen Gegner diesmal nicht nur zur Punkteteilung reichen sollte. Leider blieb trotz starker Anfangsminuten der erhoffte Torerfolg aus, denn auch Hansa hatte nun besser ins Spiel gefunden. Leider galt das nicht für Ümit Ergidi und Guido Kocer, denn die beiden blieben nach der ersten Halbzeit gleich in der Kabine. Die Einwechslungen Jimmy Hartwig und Stefan Kutschke sollten sich als effektiv erweisen. Erst recht, als Patrick Moritz für den guten Julian Prochnow ins Spiel kam. Das 1:0 durch Frahn per Kopf aus Kniehöhe in der 60. Minute folgte („Na endlich!“).

Auch das 2:0 war etwas für die Fußballgalerie. Moritz zieht auf der rechten Seite in den Strafraum. Jeder erwartet den direkten Abschluss oder den flachen, scharfen Pass in die Mitte. Moritz aber setzt zur präzisesten Flanke des gesamten Spiels an, weil er den freistehenden Frahn hinter der Abwehr am 16er stehen sieht. Dieser nimmt die Kugel direkt mit dem Innenriss und verwandelt ebenfalls präzise zum 2:0 ins lange Eck.

Von den Rostockern kam in der Partie relativ wenig. Einmal konnte Unger wieder stark parieren und bei der zweiten Großchance rettete nach Kopfball die Querlatte schlimmeres.

Zum Support kann ich heute leider nicht so viel schreiben, denn der war unterirdisch. Typische Feiertags-Arbeitsverweigerung würde ich sagen. Die Rostocker Fans konnten dann aber dennoch den wohl schönsten Hintern von Babelsberg bewundern, denn dieser galt in seiner vollen Pracht eben jenen.

Nächsten Freitag geht’s zum Punktesammeln ins Vogtland zum VFC Plauen. Anpfiff 09.04.2010 um 19.00 Uhr.

Allez les bleus!