Der Sieger ist der Fußball!!

Für den Bericht zum letzten Heimspiel unserer Equipe konnten wir einen Gastautor gewinnen. An dieser Stelle nun Danger Dans Sicht auf das gestriege Geschehen.

Dieser Titel (und ähnliche) wurde mir gestern nach dem Spiel, bei Bier und Halloumi, augenzwinkernd für meinen ersten Spielbericht vorgeschlagen. Augenzwinkernd deshalb, weil das, was auf dem Platz gezeigt wurde, sicher nichts für Fußballästheten war – trotzdem verdient gewonnen – aber eins nach dem anderen:

Sonntagvormittag, die Wolken verziehen sich, super Fußballwetter, also rauf aufs Rad, ein paar Leute eingesackt und ab zum Fanladen – schön ist er geworden. Gestärkt durch geschmierte Brötchen „mit ohne Fleisch“ ging’s dann zum Karli. Einlasskontrolle fand praktisch nicht statt, dafür gab’s unglaublich freundliche Ordner_innen, deren „viel Spaß“ auch ernst gemeint war – so stand ich dann mit Bier in der Hand und Lächeln im Gesicht in der Nordkurve. Rund 1600 andere Zuschauer_innen haben auch nen Fünfer springen lassen, das bedeutet keine Schlangen vor Bierständen und Klos aber auch wenig Leute auf den Rängen.

Anpfiff und Fahnenmeer in der Kurve. Auch die Staatsmacht wird berücksichtigt „Still not loving the police“-Doppelhalter in Richtung der rund zehn Cops, die angenehm unauffällig das Spiel begleiteten. Auf dem Platz lief das ganze eher uninspiriert, aber nach dem Sieg in Plauen zumindest etwas gelöster – was sich im Führungstreffer auszahlte. Die Gäste aus Thüringen lieferten allerdings auch keine nennenswerte Gegenwehr. Die gelöste Stimmung übertrug sich auch auf die Kurve – was sich aber nicht in mehr Support äußerte, sondern in mehr oder weniger Konzentration auf das Spielgeschehen. Bei den Gästen waren einige schöne sportliche Gesten zu beobachten, was allerdings durch eine gelbe Karte im späteren Verlauf relativiert wurde. Die Tore zwei und drei folgten dem gleichen Muster.

Insgesamt war das Ergebnis des letzten Heimspieltages, der unter dem Motto „Tag der Jugend“ stattfand (was man auf und neben dem Platz auch erkennen konnte), also durchaus versöhnlich. In diesem Sinne: Allez les Bleus!

Ich will ja schreiben, ABER …

So oder so ähnlich könnte ich anfangen. Ich könnte von außergewöhnlichen, alles entschuldigenden Ereignissen bereichten. Ich könnte aber auch sagen es ist einfach untergegangen in den letzten 2 Wochen (heut ist der 27.10). Das ändert aber nix daran dass ich schreiben muss und sowieso schon viel zu spät dran bin.

Morgens zur S-Bahn gehetzt nur um dort doch die Bahn später zu nehmen. So lieb ich das. Nach einer schier endlosen Fahrt und ein paar Kontrollettis die überlegten ob sie jetzt wirklich sollten, erreichten wir das andere Ende von Berlin und kurz danach dann auch Zeuthen. Der Angeblich fahrende Bus war schon ne halbe Stunde weg und fuhr im schnellen 2 Stunden Takt (danke doofes #Neuland für die falsch geweckten Hoffnungen), also laufen. Das dafür ohne Begleitung, denn die war den Ultras hinterher gerannt. Was die immer an denen finden?

Der Sportplatz gefiel mir sehr gut. Ein einfaches Rohr als Feldbegrenzung 2 Bierstände und ein schönes Sportlerheim mit echten Toiletten. Dazu BFC-ler die früher mal sportlich unterwegs waren und einige Unioner aus der Nachbarschaft. Ich durfte lernen das es sich beim SC um einen neutralen Ground handelt. Wieder was neues, Mensch lernt ja nie aus. Am Besten gefielen mir jedoch die Sitzplätze. Alte ausrangierte Sitze aus der S-Bahn. Großartig! Das Spiel startete auch so. Nulldrei ging in Führung. Super dann nochmal. Eigentlich alles klar. Und was geschah? Der geneigte Nulldreier denkt sichs – Gegentor. Das Tore – Ping-Pong möchte ich nicht nachstellen. Ich kriegs eh nicht mehr zusammen. Nulldrei schaltete nach jedem 3 Tore Vorsprung einen Gang zurück und der SC versenkte die Kugel. Nulldrei schaltete hoch und stellte den 3 Tore Abstand wieder her. So kam am ende 3 zu 6 für die „Blauen“ raus. Die Abwehr der Guten hatte jedenfalls eine Menge zu tun und schwamm ein ums andere Mal. Aber ne runde weiter.

Der Rückweg in den Kiez dauert gefühlt noch länger als die Hinfahrt. Das kann aber auch an einem Bier-Kauf-Stop in der Kaufhalle und dem Verpassen der S-Bahn geschuldet sein. Da möchte ich mich aber nicht festlegen. Auf jeden Fall wars ne schöne entspannte Reise und der Überschrift Landespokal wurde der Tag voll und ganz gerecht.

In Halle, in Halle, …

Auch mit ein wenig Abstand bin ich mir nicht so recht sicher was ich nach dem Halle Spiel so schreiben soll. Der Zug nach vorn war da, allein getroffen wurde nichts. Aber von Anfang an. Zur besten Auswärtsfahrerzeit, morgens um halb 10, machte ich mich, wie etliche andere, auf zum Lutherplatz um einen der beiden Busse zu besteigen. Pünktlich auf Höhe der Raststätte  Michendorf wurde, getreu dem Motto  „Kein Bier vor Michendorf“,  das erste Hopfengetränk genossen. Nach unzähligen Pausen auf der 140km kurzen Strecke, trafen wir uns mit dem Berliner-Bus kurz vor Halle. Zur Stadt Halle bleibt eigentlich nur zu sagen „Halle eben“. Dank dieser Stadt verlor ich auch noch ein Bier an Zack, denn unglaublich aber wahr Halle hat etwa 1000 Einwohner mehr als Magdeburg und Zack hatte wiedermal recht.

Angekommen am Stadion war ich zunächst überrascht, denn das alte Stadion welches im Gästebereich den Charme eines Gefängnisses versprühte, war einer seelenlosen  Blechdose gewichen. Nicht der Bau eines neuen Stadions überraschte mich, das war ja lange bekannt, aber sein Aussehen schon. Nun zwingt grade die 3. Liga die Vereine dazu Profibedingungen zu schaffen, die praktisch nichts kosten dürfen und von daher war es sicher das Beste was aus einem Bau der so günstig wie möglich sein musste rauszuholen war. Im Block angekommen bemerkten viele aber einen großen Vorteil, es scheppert gewaltig in der Blechdose.  Ein lautes „Wir sind Zecken“ zu Beginn des  Spiels und ab ging es.

Die Blauen machten sich auch frisch ans Werk und stürmten fleißig gen Hallesches Tor und ich war drauf und dran meine negative Grunderwartung zu überdenken. Doch plötzlich gelingt Halle ein wirklicher und vernünftiger Angriff und dann zappelt das Runde im Eckigen. Mist! Was danach passierte war einfach zum Heulen. Nulldrei bemühte sich redlich, konnte sich aber nicht belohnen. Als dann auch noch zur 60. Min. (glaub ich) ein Platzverweis erfolgte war meine Hoffnung praktisch dahin. Die Blauen entwickelten zwar immer wieder Zug zum Tor (gerade nach der letzten Einwechslung) aber zum stellenweisen Unvermögen zu treffen kam auch noch Pech dazu. So war meine Stimmung mit dem Abpfiff auf einem Tiefpunkt angelangt. Abstiegsplatz.

Ja es sind zwei  Spiele weniger, allein der Glaube an eine Kehrtwende während einer englischen Woche fehlt. Aber die Hoffnung stirbt bekanntlich zu Letzt. Nun heißt es Daumendrücken für das Nachholspiel gegen Darmstadt heute, falls es denn stattfindet.

In diesem Sinne

… allez les bleus!

 

P.S.: Ich habe lange überlegt was ich zur „Demo -Tapete“ aus dem Halleblock schreibe. Treffendes ist mir nicht eingefallen, allerdings hat Erich Kästner einen schönen Satz geprägt.

An allem Unfug, der passiert, sind nicht etwa nur die schuld, die ihn tun, sondern auch die, die ihn nicht verhindern.

Also liebe Fans des HFC – schön an die eigene Nase gefasst.

Grenzstreifen Luckenwalde

So wie der Titel es beschreibt oder so ähnlich konnte man sich vorkommen wenn man das Foto von der Überwachung durch die „Freunde“ und „Helfer“ schwarzblau betrachtet. Ganz so schlimm war es dann doch nicht. Aber als reißerische Überschrift erfüllt es seinen Zweck. Die Staatsmacht hielt sich in und um das Stadion des FSV Luckenwalde 63 erfreulich zurück und besann sich auf das Prinzip Deeskalation. Im Zuge der aktuellen Verhaltenskodexdebatte sollten DFB, DFL und Vereine sich vielleicht ein Beispiel hieran nehmen.

Nungut, kommen wir zu dem Grund warum ich hier in der Regionalbahn sitze und diese Zeilen verfasse. Der SVB gastierte im Rahmen des brandenburgischen Landespokals beim FSV Luckenwalde. Unsere Anreise verlief in einer gemütlichen Busrunde recht kurz und wurde einzig durch die Verköstigung von Schlumpfenblut überschattet. Nachdem dieses zusammen mit einem leckeren Bier und meinem Vorsatz der Nüchternheit meine Kehle hintergespült wurde, waren wir auch fast da. Ein Kurztrip durch die Märkische Landschaft quasi. Nach der üblichen Einlaßprozedur machten wir es uns auf den Stufen bequem und warteten auf die Zugfahrer. Auf Grund des hohen Andrangs (1312 Besucher 😀 ) wurde das Spiel dann auch 10 min später angepfiffen. Zu Beginn der ersten Hälfte hatte ich das Gefühl das die Guten absolut spielbestimmend waren. Und prompt führten „les bleus“ auch mit 0 zu 2. Das kann aber auch daran gelegen haben, dass Luckenwalde den Spielstart schlicht verschlafen hatte. Denn auf einmal sah alles nicht mehr so locker leicht aus. Vielleicht hatten die Jungs aber auch einfach einen Gang zurück geschaltet. Auf jeden Fall war Zeit sich genauer umzusehen. Im Heimbereich des FSV war eine Preußenfahne zu entdecken, welche ebenso wie die Schmähgesänge mit Witz quittiert wurde. Nach dem Seitenwechsel wechselte der Trainer einen Altbekannten ein. Sülo kam auf den Rasen und ich hatte den Eindruck, dass ein Motivationsschub durch die Zuschauer (zumindest uns Gäste) und die Spieler ging. Ob es wirklich so war vermag ich nicht zu sagen, aber auf jeden Fall sprang das 0 zu 3 für die Guten dabei raus. Erzielt durch Sülo. Die „Jetzt oder nie, Sülomanie!“ Gesänge wurden darauf noch lauter. Kurz vor Schluss mußten wir 440 Gästefans neben dem Ehrentreffer für Luckenwalde auch die Schlechteste Tormusik der Republik hinnehmen.

Aber was solls. Der einzige Wehrmutstropfen an diesem Tag war, dass viele Spieler anscheinend kein Gespür für die Fans des SVB haben und durch ihre Kollegen erst, sagen wir, darauf hingewiesen werden mussten. Am Schluss bleibt die Erkenntnis, dass die Manschafft durchaus Potential hat, dass Frau K.Reiche ihre Beliebtheit nicht steigern konnte unter den SVB Fans, und dass Fahnenstangen sich gut zum trocknen von Handtüchern und Badehosen eignen. Auf gehts zum nächsten Spiel am Samstag um 14 Uhr gegen die Freunde der Charlottenburger aus Karlsruhe.

Und für den Bezug auf die Verhaltenskodexdebatte – wie es Teile der Anhängerschaft des magischen FC ausdrücken – Schlumpf dich DFB!

ein Wochenende Spiel, Spaß, Spannung und Nazis

Da meine Arbeitswoche nicht die beste war und meine Liebste derzeit beim ehemaligen Klassenfeind weilt, war die Freude auf das Wochenende entsprechend groß. Schließlich stand Nulldrei auf dem Plan. Nachdem also Samstag früh die letzten häuslichen Pflichten erledigt waren, ging es, kurz vor Ultimo (in guter Babelsberger Tradition), auf zum Karli. Schnell ein Pils auf dem Weg und es konnte losgehen. Die Spannung in mir wuchs, denn ein Heimsieg wäre unglaublich wichtig und neugierig auf die Neonazis von der Karlsbande war ich auch. Ach stimmt, die sind ja jetzt unpolitisch und die eigentlichen Opfer. Hätte ich glatt vergessen. 😀 Aber dafür sprangen sie schneller auf Anti-Nazi-Gesänge an als die NS-Boys aus Chemnitz. Ich glaube, nur die „Fans“ von Viktoria Frankfurt, jetzt 1.FC Frankfurt/Oder, die uns zum Landespokal begrüßten, waren noch schneller. Naja und wie sagte schon meine Oma: „Getroffene Hunde jaulen!“.

Zu meinem Erstaunen war die Kurve bereits halbwegs gefüllt als ich dort eintraf. Möglicherweise werden wir alle doch noch pünktlicher. Noch später als die Nordkurve kamen die Leute von ACU. Dafür waren sie allerdings sehr schnell mit ihrer Organisation. Mit Anpfiff des Spiels begann die Karlsbande mit ihrem, seit dem Verbot ihrer Symbole bestehenden, Miniboykott von 13 Minuten und 12 Sekunden. Ich wollte ihnen erst gar nicht so viel Intelligenz zutrauen, aber mir wurde das ganze von zwei Aachenern unabhängig voneinander bestätigt.

Das Spiel schleppte sich sehr dahin. Hatte ich anfangs noch auf ein totales Aufbäumen ob des Abstiegsgespenstes gehofft, so war ich nach 20 Minuten schon mit der groben Richtung Aachener Tor zufrieden. Der Unmut über das Geschehen auf dem Rasen und die Lustlosigkeit in weiten Teilen der Nordkurve führten dann zu entspannten Gesprächen mit den um mich rum stehenden. Und als dann kurz vor der Pause wieder mal ein Angriff ins Stolpern geriet, wollte ich mich schon Abwenden, doch es geschah was niemand wohl so recht erwartete: Das Runde kullerte ins Eckige. Und da war er, der Jubel. Mit dieser Jubelstimmung ging es dann auch gleich in die Pause.

Nach dem Seitenwechsel hatte das Bild, welches die erste Hälfte bot, Bestand. Nulldrei mühte sich, wirkte jedoch zu keiner Zeit zwingend. Die Karlsbande versuchte sich in Babelsberger H****söhne-Gesängen, welche die Nordkurve auf die ihr eigene ironische Art beantwortete. So taumelte das Spiel seinem Ende entgegen und endlich konnte wieder mal drei Punkte gefeiert werden. Mir persönlich gefiel der muntere und durchaus scherzhafte Support in der zweiten Hälfte. Spaß hat es auf jeden Fall gemacht. Auch wenn sich die Mitmachquote in Grenzen hielt. Was die Bande aus Aachen nach dem Schlußpfiff abzog, war dann ebenso peinlich wie unnötig. Den Abend ließen wir bei netten Gesprächen und Gegrilltem und einem anschließenden Kaltgetränk im Nowawes ausklingen.

Mein Ballsportwochenende war damit aber noch nicht vorbei. Es gab am Sonntag schließlich noch das Spiel der Zweeten gegen Stahl Eisenhüttenstadt zu begucken. Die Zweete war in Zugzwang endlich mal wieder zu gewinnen. Und dies machte die Reserve auch sofort deutlich, denn schon nach kurzer Zeit musste TV die Anzeigetafel mehrmals korrigieren. Am Schluss standen auf Seiten der Zweeten 5 Tore und auf Seiten des FC Stahl 0.  Das grandiose Sonnenwetter, welches die Reserve bei ihrem Sieg begleitete, lud quasi dazu ein noch länger auf der Scholle zu verweilen. Schließlich lief auf dem Kunstrasen noch die zweite Hälfte der Partie UFK Potsdam gegen die SG Töplitz II. Allerdings war dies nicht so schön wie erwartet. Fußballerisch mühte sich der UFK nach Kräften und konnte nach einen 0 zu 2 Rückstand in Hälfte eins auch den Anschlusstreffer erzielen. Aber dabei blieb es.

Der Anhang der SG war allerdings ekelhaft. Von TS Jacken über die Fahne des letzten Kaisers und die der Südstaaten der USA war bis zum Anti Antifa Pullover alles dabei. Selbst der Mensch, der den Medizinkoffer der SG zur Kabine trug, hatte eine dieser „hübschen“ Jacken aus Südost Brandenburg an. Der Hinweis auf die Sportplatzordnung durch einzelne Zuschauer und Spieler des UFK wurde mit homophoben  Sprüchen und Drohungen quittiert.

Bis auf diesen unrühmlichen Abschluss war das Wochenende voll von Spiel, Spaß und Spannung. Naja und die Nazis gab es leider an diesem Wochenende auch wieder.

Am Dienstag geht’s auf zum Stadion „Rote Erde“ nach Dortmund in der Hoffnung, dass die Blauen an ihren Erfolg gegen Aachen anschließen können.

Das sieht ja nach Fussball aus!

Was für ein Tag. Erwartet hab ich am Morgen, als mich meine Schritte zum Fanladen trugen, nicht viel. Ich gab mich sogar ganz ketzerisch zur Höhe der zu erwartenden Niederlage. Auf dem Weg die Karli hoch traf man auf allerlei bekannte Gesichter und ich war positiv überrascht, dass sich doch so viele bei schönstem Fußballwetter auf dem Weg zum Karli fanden. Den Fanladen erreicht, wurde erstmal eine Gerstenkaltschale geleert. Im Block angekommen, galt es zunächst sich der aufgeregten Erdbienen zu erwehren. Beim fröhlichen Einsingen schmetterte die ganze Nordkurve ein „im Nudeltopp …“, naja abgesehen vom Ultra‘ Nachwuchs, der demotiviert dreinschaute.

Nulldrei machte von Beginn an Druck und versuchte zu verhindern, dass auch nur ein Ball in Richtung des Rauchers gelangt. Aber nicht nur das, es wurde kombiniert und Richtung schwarz-weißes Tor gespielt. Und es passierte etwas, was in der letzten Zeit zu den seltenen Ereignissen im Karli zählte: Es fiel ein Tor für die Guten. DSE verwandelte einen Strafstoß sicher zur 1 zu 0 Führung. Jubel allenthalben.  Und in mir keimte die Hoffnung, dass der Nachmittag positiv ausgehen könnte. Meine Zuversicht steigerte sich noch, als die Guten ihr Fußballspiel fortsetzten und sich nicht zurückzogen.

Nach dem Tee zur Pause setzte sich der Trend weiter fort. Und immer mehr um mich herum ließen sich zu Aussagen wie im Titel hinreißen. Es dauerte auch nicht lange, da legte DSE nach einem Sprint (ich glaubs immer noch nicht) über den halben Platz das Runde nochmals in das Eckige der Aalener. Jubel! Extase! Bierdusche! Freude überall. Nun das ganze nur noch über die Zeit bringen. Während das Spiel so weiter lief, ließen vereinzelte Zujezogene ihr poetisches Talent aufblitzen. Und die Aalener und ihr Bussponsor wurden von der Kurve in die Gesänge eingeschlossen. Dann war es endlich soweit: Der Schiri pfiff ab und Nulldrei siegte endlich wieder im eigenen Haus. Das letzte Mal wars wohl im Dezember, munkelt man. Die Freude kannte nun kein Halten mehr. Sogar der Trainer ließ von der Stimmung anstecken und stieg zum Feiern auf den Zaun.

Nun gilt es am Mittwoch in Teltow den Finaleinzug zum Landespokal klar zu machen und am Wochenende 3 Punkte aus Darmstadt zu entführen. Nach dem Spiel gestern bin ich jedoch wieder sehr zuversichtlich, das die Aktion Klassenerhalt gelingt.

In diesem Sinne: „.. allez les bleus!“

Letztens beim Stadt, Land, Fluß spielen: Cottbus ist nicht erlaubt

Ein wunderschöner sonniger Morgen verhieß einen tollen Tag und machte Laune auf Fußball im Karli. Also schnell noch den Kaffee genossen und auf zum Stadion. Ein schöner Spaziergang die Karli hoch und nach einem Anruf noch das beinahe vergessene Banner geholt (ein Glück sind wir keine Ultras 😉 ) und schon stand dem Spiel nichts mehr im Wege.  Eine recht gelungene Choreo aus der Nordkurve bildete den Auftakt und los gings.

Mit dem Spiel der in Weiß spielenden Blauen war ich persönlich sehr zufrieden. dem CFC wurde nichts geschenkt und die Mannschaft mühte sich redlich das Runde in das Eckige zu bringen. Die Sachsen taten selbiges. Das Spiel wankte hin und her. In einem Augenblick wurde der Ball quasi fast im Tor gesehen und in der nächsten Minute musste gezittert werden. Es war ein alles in allem spannendes Spiel, gegen dessen Ende der Eindruck aufkam, wer als erstes Glück hat und das Leder  ins Tor bring,t gewinnt. Aber dergleichen geschah nicht und so wurden die Punkte geteilt. Sei`s drum! Ein Sieg wäre schön gewesen und die Punkte nützlich aber mit dem Unentschieden bin ich persönlich recht zufrieden.

Der einzige Wehrmutstropfen war der Anhang der Gäste. Schon auf dem Weg ins Stadion werden 3 Nulldreier in der S Bahn aus Berlin von CFC Fans und ihren Kotzbusser Freunden, insgesamt etwa 30 Leute, angegriffen. Im Stadion konnten es einige Gästeblocksteher ebenfalls nicht erwarten über die Zäune zu steigen. Nach dem Abpfiff sahen sie ihre Chance endgültig gekommen und versuchten sich in diesem Unterfangen. Wessen Geistes Kind ein größerer Teil der Karteninhaber im Gästeblock war, ließ sich spätestens erkennen als die Nordkurve ihr, ich würde fast sagen, Standardlied „Wir sind Zecken“ intonierte. Und wenn der „Otto-Normal“ CFC Fan sowie die Vereinsleitung diese Entwicklung unter den Anhängern des Clubs nicht bemerken, ist das nicht nur traurig, sondern auch gefährlich. Besonders dann wenn Geschehnisse verharmlost und negiert werde. In jene Kategorie fallen natürlich auch die Vorkommnisse mit Burghausen.

Eine Sache die aber auch gar nicht geht, war der Böller nach Abpfiff. Was soll der Mist? Geschadet hats den Ordnern und sonst nichts.  Und an diesem Punkt war die Kurve auch schon mal weiter. Also einfach bis Silvester aufheben oder das Geld gleich besser investieren.

Mit ein wenig Abstand zum Spiel gegen Chemnitz bleibt vor allem der Eindruck, den der Gästeanhang hinterlassen hat. Aber das ist irgendwie nichts Neues beim Chemnitzer FC und insofern war der Titel vom Burghausen Spielbericht eindeutig richtig gewählt.

#StopACTA Aktionstag 11. Februar 2012 – aber warum?

Am 11.02.2012 findet der Weltweite Aktionstag zur Verhinderung des Anti Counterfeiting Trade Agreement oder auch ACTA statt. Warum betrifft mich das jetzt werdet ihr euch fragen. Was ist dieses ACTA eigentlich genau. Warum protestieren Abgeordnete im polnischen Parlament dagegen (Link)?

Ich habe mal ein wenig im Netz gesucht und eine treffende Erklärung gefunden, die ihr HIER im Zitat lesen könnt. Sie beschreibt sehr gut was es mit ACTA auf sich hat und wie das ganze zustande kommt und warum es jeden betrifft, obwohl es ein Handelsabkommen sein soll. Eine gute Erklärung liefert auch das Video am Ende des Artikels.

Also Informiert euch, es geht um eure Rechte. Protestiert und engagiert euch gegen ACTA. Egal ob auf einer der vielen Demos (Übersichtskarte auf Google Maps), in eurer Kurve, im Beruf, der Schule oder direkt bei eurem Abgeordneten. Zeigt, dass ihr euch eure Bürgerrechte nicht einfach nehmen last.

#StopACTA !

Die Demo in Berlin (leider über FB organisiert) findet ihr hier: https://www.facebook.com/events/338799346153966/
Die Demo in Potsdam (auch leider über FB organisiert) findet ihr hier: https://www.facebook.com/events/350079258349898/