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Ultrash Festival 09./10./11./12.07.2015

Ultrash Festival

Stadt für Alle – Demo!

 

Unmöglich, eine bezahlbare Wohnung zu finden?
Wohncontainer am Rand der Stadt?
Kein Platz für selbstverwaltete Kultur in preußisch Disneyland?

Am 13.06.2015 demonstrieren wir gemeinsam für bezahlbaren Wohnraum in einer lebendigen Stadt. Wir stehen ein gegen Ausgrenzung und Verdrängung. Die Stadt gehört uns allen!
Die Unterbringung von Menschen in Containern ist trauriger Tiefpunkt der seit Jahren asozialen Wohnpolitik im Interesse des Profits. Es gibt immer mehr Luxusdomizile und weniger bezahlbaren Wohnraum. Bald gehen wir nur noch für die Miete arbeiten. Wer da nicht mithält, muss wegziehen. Wir brauchen eine radikale Änderung der Wohnpolitik. Daher gehen wir auf die Straße und kämpfen gemeinsam – Geflüchtete, Zugezogene, Hiergeborene, Junge und Alte, Familien, Arbeitslose und Beschäftigte – für eine lebendige und solidarische Stadt.

Wohnraum ist existenziell und keine Ware!
Wir fordern:

  • Wohnungsneubau der ProPotsdam nur mit bezahlbaren Mieten
  • Bedarfsgerechte Modernisierung statt Luxussanierung
  • Keine staatlichen Subventionen für teure Wohnungen
  • Wohnungen für Geflüchtete schaffen! Keine Container!
  • Keinen Cent mehr für die Umgestaltung der Innenstadt zum barocken Luxusquartier
  • Einkommensorientierte Mietpreissenkung
  • Übernahme aller Wohnkosten für finanziell Bedürftige – unabhängig von der Wohnlage
  • Wohnungsbaugesellschaften unter demokratische Kontrolle der Mieter*innen
  • Häuser denen, die drin wohnen

Die Stadt gehört uns allen – Vielfalt statt Verdrängung und Ausgrenzung!
Wir fordern:

  • Willkommenskultur leben: Abschiebungen stoppen – Bleiberecht für alle
  • Sondergesetze für MigrantInnen abschaffen: unbürokratische Gesundheitsversorgung und Arbeitserlaubnis für alle
  • Kein Abriss der Fachhochschule und des Rechenzentrums: Erhalt und Schaffung von selbstverwalteten Kulturzentren und öffentlichen Begegnungsräumen ohne ökonomische, bürokratische und rassistische Hürden

Geiler Abschluss

Der Tag fing schon sehr gut an. Auf dem Weg zum Lutherplatz las ich auf meinem Schmartfoun die besten Sprüche von Hans Meyer….herrlich.  Kostprobe: “Ihr wisst ja, beim Geschlechtsverkehr dürft Ihr mich immer stören, aber bei der Fresserei ist es einfach scheiße!” (zu Nürnberger Fans) oder “Ich musste lesen, dass sich der Meyer für klassische Musik interessiert. Da lachen sich ja alle, die mich kennen, halbkrank! Fürs Kulturelle ist eher meine Frau zuständig.” Geiler Typ!

Die Laune wurde beim Anblick des klolosen Busses kurzzeitig getrübt, der coole Fahrer jedoch (Stichworte: Rentner,alles egal…) sorgte gleich für Zufriedenheit. Nach alkoholreicher, kurzweiliger Fahrt, bei welcher 4 Jenenser Ultras auf der Raste natürlich in Ruhe gelassen wurden, erreichten wir die Perle….äh….also Zwickau und das Stadion…äh…das Behelfsdingens mit umliegender Grundschule…äh…..Ansammlung von grauen, halbkaputtenen Platten. So weit, so mitleidserregend. Die Polizei war, für sächsische Verhältnisse, sogar einigermaßen entspannt und die Anzahl der 03er (180) soweit zufriedenstellend. Anders beispielsweise als das “Catering”, der Stadionsprecher und insbesondere der Zwickauer Sicherheitsbeauftragte. Uns gegenüber die ungefähr gleiche Anzahl an Roten Kaoten (“Azione Kaos” fiel mir im Bus in die Hände. Meine Fresse, habe ich gelacht. Der Spielbericht ihrer letztjährigen Auswärtsfahrt bei uns ist geschrieben wie ein Einsatz einer Fallschirmjägereinheit im Feindesgebiet. Lasst uns bitte, bitte nie so enden) und der A(rschloch)-Block mit “WillkommensgruSS” an uns. Während Spiel und Stimmung in der ersten Hälfte (eingeleitet von einem schicken Fahnenintro) so dahinplätscherten, nahm es in der zweiten Hälfte richtig Fahrt auf. Nach einem lauten “Aux Armes” folgte in der letzten halben Stunde der beste Auswärtssupport der jüngeren Vergangenheit. Kollektives Ausrasten, Rumspringen, Einklatschen und einfach nur Abdrehen von 120 Leuten im Gästeblock….wieso und weshalb? Keine Ahnung,es war aber einfach nur mitreißend und unvergesslich. Ein definitiv versöhnlicher Abschluss für Fans und die hernach gefeierte Mannschaft, bevor es auf die letzte Heimfahrt dieser mittelmäßigen Saison ging.

 

PS: Ich hoffe, dass der verzweifelt nach einer Mitfahrgelegenheit suchende Red Kaos-Typ (“Ist jemand mit Auto da?”) doch noch einen Platz gefunden hat.

PPS: Ich suche immer noch nach dem Verein, welcher den in der Halbzeit geehrten Zwickauer FDGB-Helden unterlegen war. Sölldigg Glösgöu oder so ähnlich.

PPPS: Alex, im Namen eigentlich aller Nordkurvler: Vielen,vielen Dank für deine hervorragende Arbeit!!!! Ab jetzt kannste schon auf  der Hinfahrt saufen!!! Ajax, Ajax!!!

Der Sieger ist der Fußball!!

Für den Bericht zum letzten Heimspiel unserer Equipe konnten wir einen Gastautor gewinnen. An dieser Stelle nun Danger Dans Sicht auf das gestriege Geschehen.

Dieser Titel (und ähnliche) wurde mir gestern nach dem Spiel, bei Bier und Halloumi, augenzwinkernd für meinen ersten Spielbericht vorgeschlagen. Augenzwinkernd deshalb, weil das, was auf dem Platz gezeigt wurde, sicher nichts für Fußballästheten war – trotzdem verdient gewonnen – aber eins nach dem anderen:

Sonntagvormittag, die Wolken verziehen sich, super Fußballwetter, also rauf aufs Rad, ein paar Leute eingesackt und ab zum Fanladen – schön ist er geworden. Gestärkt durch geschmierte Brötchen „mit ohne Fleisch“ ging’s dann zum Karli. Einlasskontrolle fand praktisch nicht statt, dafür gab’s unglaublich freundliche Ordner_innen, deren „viel Spaß“ auch ernst gemeint war – so stand ich dann mit Bier in der Hand und Lächeln im Gesicht in der Nordkurve. Rund 1600 andere Zuschauer_innen haben auch nen Fünfer springen lassen, das bedeutet keine Schlangen vor Bierständen und Klos aber auch wenig Leute auf den Rängen.

Anpfiff und Fahnenmeer in der Kurve. Auch die Staatsmacht wird berücksichtigt „Still not loving the police“-Doppelhalter in Richtung der rund zehn Cops, die angenehm unauffällig das Spiel begleiteten. Auf dem Platz lief das ganze eher uninspiriert, aber nach dem Sieg in Plauen zumindest etwas gelöster – was sich im Führungstreffer auszahlte. Die Gäste aus Thüringen lieferten allerdings auch keine nennenswerte Gegenwehr. Die gelöste Stimmung übertrug sich auch auf die Kurve – was sich aber nicht in mehr Support äußerte, sondern in mehr oder weniger Konzentration auf das Spielgeschehen. Bei den Gästen waren einige schöne sportliche Gesten zu beobachten, was allerdings durch eine gelbe Karte im späteren Verlauf relativiert wurde. Die Tore zwei und drei folgten dem gleichen Muster.

Insgesamt war das Ergebnis des letzten Heimspieltages, der unter dem Motto „Tag der Jugend“ stattfand (was man auf und neben dem Platz auch erkennen konnte), also durchaus versöhnlich. In diesem Sinne: Allez les Bleus!

Danke!

Am Sonntag stand das letzte Saisonspiel der Frauen an und es ging noch darum, den Staffelsieg auch rechnerisch sicher zu machen. Das Ganze auwärts in Treuenbrietzen, wo es beim letzten Mal einen zweistelligen Sieg und erstaunlich gutes Flüssig-Catering zu bewundern gab. Also, noch einmal ein paar Leute zusammengetrommelt und ab dafür.
Wie gegen Brandenburg im Pokal fanden sich auch hier relativ viele Zuschauer_innen ein. Der Weg er Mitreisenden führte meistens jedoch zunächst in Richtung Versorgungsstand, in der Hoffnung, dass es wieder die schon fast legendären 1-Liter-Becher gibt. Ich kann an dieser Stelle vermelden: Es gab sie! Vorm Spiel wurde Elke, die nebenbei als Schiedsrichterin agieren musste, verabschiedet. Sie hat mit dieser Saison ihre aktive Karriere beendet. Danke für die tollen Leistungen!
Auf dem Platz standen bei 03 am Anfang eher Spielerinnen, die in der Saison weniger zum Zuge kamen. Treuenbrietzen nutzte die Gelegenheit und markierte das 1:0. Mitte der ersten Halbzeit dann fast kompletter Wechsel bei 03 und innerhalb von ein paar Minuten drehten Denise (2x) und Lisa das Spiel auf 1:3. Kurz danach allerdings noch einmal Treuenbrietzen mit dem 2:3. Halbzeit – kurz durchatmen, neue Molle holen und ein wenig auf dem Spielplatz nach dem Rechten schauen.
In der zweiten Hälfte dominierte 03 wieder mehr und dank Selina und Nicole stand es am Ende 2:5. Was wiederum bedeutete: Kreismeister! Natürlich nicht ohne fehlende Sekt- und Bierduschen. Auch wenn manche dummerweise Qualitätsprosecco gegriffen hatten und etwas länger brauchten, um in den lustigen Reigen einzusteigen…
Einige der Gäste genossen noch Wetter und Atmosphäre und schauten sich später Treuenbrietzen II vs. SG Saarmund II an…aber das ist eine andere Geschichte.
Viel wichtiger ist es auch an dieser Stelle einmal “Danke!” für die Saison zu sagen! Es hat riesenviel Spaß gemacht die neue Mannschaft, trotz der oft unmenschlichen Anstoßzeiten, zu Hause und auswärts zu begleiten. Den Verletzten gute Besserung und wir sehen uns in der Landesliga!

Schollefeeling

Nachdem das vorletzte Wochenende fußballtechnisch ziemlich in die Hose ging, sollte das letzte zumindest besser werden. Praktischerweise konnten wieder die Frauen und die Herren besucht werden. Bei erstgenannten ging es sogar um das Kreispokalfinale. Und das auch noch auf der heimischen Sandscholle.
Eine sehr angenehme Anstoßzeit und sonniges Wetter machten schon beim Spaziergang zum Platz Laune. Drinnen dann eine recht große Zuschauerkulisse, auch Brandenburg lies sich nicht lumpen. Deshalb schnell einen schnell einen guten Platz gesichert. Drumherum noch ein mehr oder weniger spannendes Rahmenprogramm und die Bestätigung, dass das Team für die nächste Saison eine Klasse höher gemeldet hat. Das stand ja noch etwas in den Sternen, weil sich dafür nur langsam die nötige Jugendequipe zusammenfand.
Dass die beiden besten Teams der Liga auf dem Platz standen zeigte sich daran, dass es lange 0:0 stand. Erst in der zweiten Hälfte zappelte der Ball das erste Mal im Netz. Leider im falschen. Und es sollte leider nicht das letzte Tor der Brandenburgerinnen bleiben…Hiobsbotschaft Nr. 2 in der zweiten Hälfte: Bier ist alle! Klasse…irgendwann stand es auch noch 0:4. Trotzdem ließen sich die Nulldreierinnen nicht hängen und machten noch den Anschlusstreffer und einige der Sitzplatzultras veranstalteten eine entspannte Rauch-und-Licht-Aktion. Ob die der Grund dafür war, dass 03 kurz darauf das 2:4 nachlegten? Wir werden es wohl nie erfahren. Jedenfalls war die blauweiße Equipe jetzt am Drücker und wenn das Spiel noch länger gedauert hätte…naja…hätte, hätte, Fahrradkette.
So wurde noch einmal gebührend zusammen der zweite Platz gefeiert. Nächsten Sonntag dann nach Treuenbrietzen zum letzten Saisonspiel!

Du sollst den Sekt nicht vor dem Abpfiff trinken

Nach der absolut enttäuschenden Leistung der Ersten am Freitag sollten es die Frauen am Sonntag besser machen. Doch bevor ich dazu komme, muss ich noch kurz zu zwei Sachen vom Freitag meinen Senf zum Besten geben.
Erstens: Warum will der Verein neuerdings generell Portemonnaie-Ketten, Nietengürtel und Ähnliches verbieten? Gegen Cotzbus – ok. Dieses vor dem Cotzbus-Spiel nicht anzukündigen – scheiße. Der jetzt eingeschlagene Kurs, ohne jegliche Ankündigung und Begründung, obwohl die Sachen schon bei vielen “Problem-Spielen” der vergangenen Jahre zugelassen waren – richtig scheiße und peinlich!
Zweitens: Wie konnte es soweit kommen, dass bei jedem, aber auch wirklich jedem, Gegner, beim Tor für unser Team ein kräftiges “Viel zu viel, scheiß Verein!” hinterher geschickt wird? Wenn Vereine und deren Anhang wirklich unsympathisch (Lok, nächste Saison RBL, …) sind, habe ich durchaus Verständnis dafür. Auch wenn man darüber sicher diskutieren kann. Aber gegen Mannschaften wie Halberstadt?! Es kotzt (sicher nicht nur mich) an!

-Schnitt-

Wie schon angedeutet, sollten es die Frauen am Sonntag besser machen. Endlich mal gab es auch eine angenehme Anstoßzeit. Leider hat es unser Verein mal wieder nicht geschafft, auch nur für ein klein wenig Verpflegung zu sorgen. Gut, wer das schon geahnt hatte, und sich selbst seine Ration packte. Das Spiel ging wie gewünscht los und 03 führte bald durch 2 Tore von Nicole. Kurz danach knallten tatsächlich die ersten Sektkorken. Wenn das mal kein schlechtes Omen ist – hätte sich ein abergläubischer Mensch gedacht. Jedenfalls machte Wachow/Tremmen noch vor der Halbzeit den Anschlusstreffer. Zusätzlich wurde uns eins klarer Ölfmeter von der ansonsten souveränen Schiedsrichterin verwehrt. Soweit war noch alles im Rahmen, unser Team hat nicht nur einmal in der Saison erst in der zweiten Halbzeit richtig aufgedreht. Aber dann…der Ausgleich. Der hätte auch noch für den vorzeitigen Aufstieg gereicht. Wachow/Tremmen rührte nun hinten Beton an und wartete auf eventuelle Chancen. 03 rannte dagegen an, fand aber nicht wirklich ein Mittel gegen die robust und gut verteidigenden Wachowerinnen/Tremmerinnen. So kam es wie es kommen musste…2:3. Der endgültige Aufstieg ist also verschoben.

Vorher aber erstmal alle am Freitag auf die Sandscholle!

Sprachlos

Was soll ich zu diesem Spiel nur schreiben?! Seid mittlerweile 5 Monaten schafft unsere Mannschaft es nicht nur einen 1zigen Sieg einzufahren. Immer wieder habe ich daran geglaubt und allen um mich herum – aus voller Überzeugung – erzählt, dass unsere Mannschaft das schon irgendwie hinkriegt. Irgendwann werden sie schon Tore schießen und irgendwann wird auch der langersehnte Sieg davon getragen. Aber mittlerweile habe auch ich die Nase voll. Warum will das mit dem Tore schießen und siegen einfach nicht klappen? Da muss doch keiner Angst vor haben. Im Gegenteil – wir würden uns auch sehr freuen:). Stattdessen aber veranstaltet die Nordkurve einen Sitzstreik! Wenigsten unseren Witz haben wir nicht verloren…
Aber trotz dieser Lethargie und momentanen Enttäuschung bleibe ich ein positiver Mensch und hoffe sehr auf das Spiel in Auerbach. Und wenn das Spiel nüscht´s wird, so kann ich mir wenigstens sicher sein, eine wunderbare Auswärtsfahrt mit netten Menschen erlebt zu haben. Also alle mitm Bus nach Auerbach!

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