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zero zero deluxe

null zu nulls sind ja oft wenig erbaulich anzusehen und mit vielen vorurteilen behaftet: offensiv findet nichts bis wenig statt, die abwehrreihen dominieren
und die kreativspieler können sich nicht in szene setzen oder haben keinen bock. erblicke ich beispielsweise in einem fachmagazin einen spielbericht mit solch einem ergebnis,
habe ich gar keine lust mehr den text weiterzulesen. ich weiß ja was mich erwartet.
gestern im heimischen karli gab es allerdings ein torloses remis der ganz anderen art zu bestaunen. das spiel rasant, die pässe oft riskant, die torchancen vorhanden,
die härte fühlbar und der siegeswillen beider teams spürbar. lediglich die tore fehlten, aber gestern hat mich das nicht wirklich gestört.
ok, ein eins zu null für die guten hätte ich natürlich gerne mitgenommen, aber im vergleich zum spiel in luckenwalde (in dem derer tore zwei fielen) war ich gestern sehr viel zufriedener nach den neunzig minuten.
übrigens auch mit dem bisherigen saisonverlauf. 6 spiele, 10 punkte , nur ein gegentor.
wer hätte das gedacht? ich nicht.

Mal eben nach Luckenwalde

Die erste Fahrt der Saison mit dem Bus stand an. Naja, es waren nur 45 Minuten Anreise. Aber immerhin.
Vor Ort dann die erwartet hohe Anzahl 03er_innen. Bevor es in Richtung Nordkurven-Möbchen ging, erstmal kurz Richtung Bierstand orientiert. Es sollte wohl Krombacher geben, was bereits nicht so prall gewesen wäre, aber da muss irgendwas anderes (schlimmes) aus dem Hahn gekommen sein. Immerhin war der Preis ok. Der Rest der Versorgung beschränkte sich auf Brat- und Bockwurscht. Gut für mich, denn ich mag Bocki. Schlecht für Leute, die Fleisch von ihrem Speiseplan gestrichen haben.
Bei der Suche nach dem Support-Willigen, kam bei mir schnell der Gedanke “Boah, diese Ultras.” hoch. Die gesamte Gegengerade kann genutzt werden und wo stellt man sich hin? Auf den kleinen Teil der Hintertorgerade. Dazu kamen noch die ungünstigen Stufen (=> Sitzschalen weglassen und das dann Stehplatz nennen) und die eher suboptimale Sicht war perfekt. Obwohl…dafür hätte noch ein Flutlichmast im Sichtfeld gefehlt. Aber egal, Platz gesucht und ab dafür. Der Support war für einen Mittwochs-Spiel auch durchaus sehenswert. Auch witzig zu sehen war, wie die staatlichen Ordnungshüter schnell die Kamera bereit machten, als die Blockfahne für das Intro zur zwoten Halbzeit vorbereitet wurde. Sie hofften anscheinend auf hübsche Bilder von Pyro-Chaoten. Aber es ist einfach nichts passiert…kleiner “Ätsch!”-Moment unsererseits.
Am Ende stand das wahrscheinlich schon allseits bekannte 1:1. Warum der Schiri so lange hat nachspielen lassen, konnte mir in meinem Umkreis auch niemand beantworten. Trotzdem hätte 03 das besser runterspielen können. Sei es drum…ab zum Bus und ab auf die feucht-fröhlich-kurzweilige Rückfahrt. Und morgen alle ab zum Spiel gegen Nordhausen!

“PIPPI IN DEN AUGEN” sagt der Lieblingswirt

Sonne – Solisuppe – Hund und Besenstil (unser Rührgerät).

Tresen gedeckt und ab geht’s mit dem unpünktlichen Solisuppenverkauf.

Wir eilen ins Rund und treffen „alte“ Leute die sehr in der Kurve gefehlt haben und ganz Neue.

Singen alte Lieder …die Kids staunen und wundern sich…was da einige so lauthals singen …am Fuße des Babelsberges!

Ein Neues hatte auch seinen Auftritt … Ich find’s super – vielleicht ein wenig schneller – lauter – emotionaler !

Die Zaunschreier : diesmal wieder zu 2. – es war fein mit euch wie schon lange nicht mehr !

SONNE – LAUER ABEND – FLUTLICHT – MOND – 0:0……..HALBZEIT

Unsere Frauen in feschen neuen Trikots haben sich die Nordkurve im Rücken fürs Teamfoto gewählt.

Das is` ja ne schöne Idee – Bauchgepinselt feierten wir und taten unser Bestes um ein schicker Hintergrund zu sein.

Somit kann natürlich diese Saison nichts mehr schief gehen – GUTEN START MÄDELS

weiter im Text :

eine kurzweilige 2. Halbzeit – sie verging wie im Fluge und vor allem mit 2 Toren von Steinborn (63.) und Grundler (85.)!

                                         2:0

Die Kurve jubelte, hatte Spaß und sang wie verrückt – Gänsehaut

Eine sympathische, motivierte und sportlich motivierte Erste ließ sich einfach mal nicht bitten, sondern kam wie selbstverständlich in die Kurve – abklatschen, anschließend ein gemeinsames „darum feiern wir“ mit Grundler auf dem Zaun .

….und was fehlt jetzt noch ? King kong! Tanzen im Flutlicht!

Wir zogen wieder in den Fanladen und es gab Suppe satt!

Diese wurde im Sonnenschein für und mit dem Lieblingswirt geschnippelt und gekocht. Es kam auch was dabei rum – dank der vielen solidarischen Esser_innen

Es hat Spaß gemacht – in der Nordkurve und am Fanladen!

Also: zusammenhalten, auf einander aufpaßen, solidarisch sein, auf einander zu gehen und sich kennenlernen, Spaß haben, Reden, kreativ werden, Respect ! und bei den nächsten Solisuppen noch mehr futtern.

2,3 stunden konnte das dramatische Chaos und die desaströsen, nicht zu glaubenden, „Ereignisse“ weggeschoben werden – dann : plopp….. und alles war wieder da !

In Gedanken und Gesprächen ging es wieder zurück in die unfaßbare, ekelhafte, korrupte Realität der derzeitigen Zustände …..

                                                Es gilt für alle Ewigkeit :

                                                  REFUGEES WELCOME

                                                                     &

                       FUCK THE NAZISCUM AND „BESORGTE“ BÜRGER

..So geht es am Sonntag um 12 Uhr am Rathaus per Pedes schon zu unserem Welcome United 03 – Team!

Packt euere Drahtesel oder macht’s euch auf ‘nem Gepäckträger eines anderen gemütlich und hingeradelt.

Sie brauchen unsere Unterstützung, nicht nur als Fans sondern auch im Alltag !

Engagiert euch, denkt euch was aus – es ist ganz einfach .

Ich muß nicht mehr dazu sagen, schreiben, erklären…..

und verbleibe mit einem Allez les bleus

Rückwärts, rückwärts Babelsberg-> ereignisreicher Tag in Bautzen.

Los geht die wilde Fahrt: Am Treffpunkt nur 18 Leutchen, darunter einer unter Schock: “Alter, da klingelt`s Sonntag Morgen an der Tür, Bullen!! Ich hab`erstmal alles unter der Bettwäsche versteckt. Dabei hatte mein Mitbewohner nur seinen Rucksack in Berlin verloren…”

Mit S-Bahn, Superdoitscher Bahn und ODEG (klasse Service, nur die Schnittchen waren aus) ging es dann durch Dunkeldeutschland, vorbei an unzähligen Bedarfshalten und “Xy töten”-Tags Richtung Bautzen. Nachdem bereits kurz nach Cottbus 3 seltsame Gestalten auffällig/unauffällig dem Zug entstiegen, wurde es dann 30 Minuten später eindeutiger: Zug fährt ein-> Typ mit Fahrrad fährt langsam an Zug vorbei und zählt (mittlerweile 25)-> Typ kommt am Ende des Zuges zum Stehen-> Typ verabschiedet uns mit hähmischem Grinsen. Ok, da kommt heute noch was. Bautzen erreicht, ging es mitsamt entspannter Bullerei und vorbei an extra angefertigten FCK FI und FCK AFA (aber immer schön unpoliddisch bleiben, ne) Aufklebern zum Stadion, bei welchem bereits Thor Steinar Rico auf uns wartete. Aber ganz ehrlich, was erwarte ich denn von einem Ordnungsdienst in Bautzen? Wäre ja fast schon enttäuscht, wenn die nen “Amnesty International”-Shirt anhätten. Im Gästeblock dann um die 150 Leutchen von bestimmt 6 verschiedenen Vereinen (Dy, DSC, Jena …….), aber wir sind ja gastfreundlich. Der Support in der ersten Hälfte meiner Meinung nach wirklich gut, insbesondere ob der nur 50 Sangeswilligen. In der 2. Hälfte leider nur sporadisch vorhanden, aber die Schwüle tat ihr Übriges. Die Heimseite nicht erwähnenswert, am Lautesten wurde es beim Pöbeln gegen “die Antifa” (aber immer schön…….) nach dem Spiel; ungefähr zeitgleich mit dem Matchangebot des Ordnungsdienstes. Jaja, Dunkeldeutschland.

Das Spiel selbst zeigte erstaunliche Parallelen zum letzten Jahr: Babelsberg, angetrieben von Bilal, haushoch überlegen, doch vor dem Tor entweder zu unentschlossen oder scheiternd am starken Heimtorhüter. In der zweiten Hälfte das gleiche Bild bis zur 70. Minute, danach gestaltete Bautzen das Spiel offen und kam nun auch mal gefährlich vor das Tor. Im Endeffekt 2 Punkte verschenkt, jede Wette schießt Zwickau die im nächsten Spiel mit 4:0 ausm Stadion.

Noch 1 Stunde und 23 Minuten bis zur Abfahrt des Zuges….der Großteil der Bevölkerung hält es ja kaum länger in der Stadt, mit schönem Kern, aus. Was also tun? Wir trottelten langsam von der bierspendenden Tanke zurück und hatten schon ein Teil des Schauspiels verpasst: 15 sportliche Dynamos liefen in Polizeibegleitung(!!!) die Straße zum Bahnhof entlang und wollten, Achtung Ultradeutsch, “hallo” sagen. Was macht die Polizei? Richtig, innerhalb von 6 Sekunden kesseln, Personalien aufnehmen, Platzverweise aussprechen. Selten so eine Sinnlosaktion gesehen (dachte ich, wurde aber 2 Stunden später belehrt), nochmal üben bitte. Die restliche Zeit wurde mit Pfeffi kaufen beim Konditor (!!!, Bautzen!!), dem Aussprechen trauriger Sätze (“Ich freue mich auf Görlitz, da gibt es was zu essen”) und dem Dichten eines Textes (“Rückwärts, rückwärts Babelsberg, Rückwärts, rückwärts Babelsberg, die Hälfte hat verpennt, da ist doch klar wer heute rennt!”) verbracht. Überspringen wir das Generve anderer Fahrgäste und des Kontrolleurs in diversen Bahnen und widmen uns gleich dem, was in Hohennochirgendwas kurz vor Cottbus geschah. Der Zug steht bereits, als sich aus dem Gebüsch circa 25 weiß-rote Hassis mit dazugehörigen Einzellern zeigen, die, wohlgemerkt 10 Meter entfernt vom Zug, rumfuchteln und posen. 3 Sekunden später geht die Tür zu und der Zug fährt los. Ja, Ende der Geschichte, Sinnlosaktion 2, was geht in solchen Köpfen vor? Ich plane so etwas tagelang, spioniere aus, lass mir von Omi eine Hassi stricken, frage meinen großen Bruder nach seinem Auto, fahre nach Hohendingsbums, streife durchs Gebüsch und pöbel dann 4,9 Sekunden aus 10 Metern Entfernung gegen “total geschockte” Babelsberger….Deutschland, deine Irren! Der Rest der Rückfahrt gestaltete sich dementsprechend lustig, denn auch nach diversen Bieren und dem damit einhergehenden Verlust von Hirnzellen, konnte man sich einfach nicht in Dynamocottbus hineinversetzen.

Bautzen nächstes Jahr? Logisch, aber bitte nur mit original Angriffen.

Nachdem unser Gast ein wenig für den Spielbericht Zeit brauchte und Zack in gewohnt (Achtung Wortwitz!) zackiger ( :D ) Manier vorgelegt hat, soll euch der Bericht mit dem nicaraguanischem Blickwinkel von vilson auf das Geschehen nicht vorenthalten bleiben.

Con mi primera visita en el Karli, yo recibo el honor a escribir un pequeño informe del último partido. Y tenia suerte, vino Meuselwitz y cada vez en los últimos años – este oponente significa goles y más goles. Y así podríamos celebrar goles y nuestro equipo y las cervezas y las salchichas y más y más…

Pero por orden, aquí el informe:

El partido de Futbol inició! La gente  super simpática, genial.

El ambiente estaba un poco flojo, pues ha faltado un poco más de animación. Tal vez; porque estaban jugando en casa contra Meuselwitz … no era necesario.

El Juego en sí en los primeros 20 minutos un poco violento; hasta tarjetas incluidas. Estas pudieron  haber cambiado de amarillas a rojas.

Los tres goles…bien para el equipo!

A  celebrar!!!

El primer Gol inesperado, un poco antes de la pausa, ha hecho emoción en las gradas del estadio. Claro! Con una pequeña ayuda del portero turingio; así como el segundo.

La barra pidiendo un tercero y logrando este su último Gol.

Me ha gustado!

También la buena acción , en apoyo al pueblo  Griego en un pequeño estadio; espero que haya llegado de alguna manera el mensaje.

 

Y al fin solamente celebración. Por mi primera vez en la curva no se podría recibir más.

Una lástima que he visto muy pocos fanáticos del equipo contrario.

 

Suerte este  domingo 9 contra el Lindower SV en la copa!!!

Shali, Shala, Shaladingsbums

Ja, es fing schon gut an: “Bombastic” von Shaggy lief 1 Stunde vor Spielbeginn in der Nordkurve und wirklich jeder, der sie betrat, tanzte, sich selbst seltsam verrenkend, zu diesem Wahnsinnssong. Zuvor gab es bereits am Fanladen ein gemeinsames Solifrühstück und die begeisternde Einführung in die “Bierapp”.

Bezüglich des 3:0-Sieges sollte man aber die Moschee im Dorf lassen. Die ersten beiden Tore waren Torwartfehler und das dritte…naja… Gut gefallen hat mir, dass die partiell brutal einsteigenden Gäste mächtig Gegenwind zu spüren bekamen und, wohlgemerkt teilweise, insbesondere über Steinborn der kürzeste Weg zum Tor gesucht wurde. Letzte Saison gab es da ja öfter gefühlt den Umweg über den Lutherplatz.

Stimmungsmäßig war es irgendwo zwischen ok und akzeptabel, welches sicherlich auch für unsere Griechenland-Choreo gilt, die unsere Solidarität mit dem griechischen Volk zum Ausdruck bringen sollte.

Ein paar kurze Stichpunkte noch zum Vicky-Auswärtsspiel:

– 400 Leute im Block

– Stimmung gut

– Ordner und Polizei entspannt

– Spiel naja.

Ultrash Festival 09./10./11./12.07.2015

Ultrash Festival

Stadt für Alle – Demo!

 

Unmöglich, eine bezahlbare Wohnung zu finden?
Wohncontainer am Rand der Stadt?
Kein Platz für selbstverwaltete Kultur in preußisch Disneyland?

Am 13.06.2015 demonstrieren wir gemeinsam für bezahlbaren Wohnraum in einer lebendigen Stadt. Wir stehen ein gegen Ausgrenzung und Verdrängung. Die Stadt gehört uns allen!
Die Unterbringung von Menschen in Containern ist trauriger Tiefpunkt der seit Jahren asozialen Wohnpolitik im Interesse des Profits. Es gibt immer mehr Luxusdomizile und weniger bezahlbaren Wohnraum. Bald gehen wir nur noch für die Miete arbeiten. Wer da nicht mithält, muss wegziehen. Wir brauchen eine radikale Änderung der Wohnpolitik. Daher gehen wir auf die Straße und kämpfen gemeinsam – Geflüchtete, Zugezogene, Hiergeborene, Junge und Alte, Familien, Arbeitslose und Beschäftigte – für eine lebendige und solidarische Stadt.

Wohnraum ist existenziell und keine Ware!
Wir fordern:

  • Wohnungsneubau der ProPotsdam nur mit bezahlbaren Mieten
  • Bedarfsgerechte Modernisierung statt Luxussanierung
  • Keine staatlichen Subventionen für teure Wohnungen
  • Wohnungen für Geflüchtete schaffen! Keine Container!
  • Keinen Cent mehr für die Umgestaltung der Innenstadt zum barocken Luxusquartier
  • Einkommensorientierte Mietpreissenkung
  • Übernahme aller Wohnkosten für finanziell Bedürftige – unabhängig von der Wohnlage
  • Wohnungsbaugesellschaften unter demokratische Kontrolle der Mieter*innen
  • Häuser denen, die drin wohnen

Die Stadt gehört uns allen – Vielfalt statt Verdrängung und Ausgrenzung!
Wir fordern:

  • Willkommenskultur leben: Abschiebungen stoppen – Bleiberecht für alle
  • Sondergesetze für MigrantInnen abschaffen: unbürokratische Gesundheitsversorgung und Arbeitserlaubnis für alle
  • Kein Abriss der Fachhochschule und des Rechenzentrums: Erhalt und Schaffung von selbstverwalteten Kulturzentren und öffentlichen Begegnungsräumen ohne ökonomische, bürokratische und rassistische Hürden
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